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Donnerstag, 23. November 2017
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Lesungen

 
DADA. PRAHA. INTERNATIONAL.
DAVID VICHNAR, LOUIS ARMAND UND TIM KÖNIG

Lesung und Gespräch

1895 in Teplice geboren, wurde Melchior Vischer mit seinem Kurzroman Sekunde durch Hirn (1920) zu einem der wichtigsten Vertreter des Dadaismus in Prag. David Vichnar (Department for Anglophone Literatures der Prager Karlsuniversität) und Tim König (Mitherausgeber der Zeitschrift anwesenheitsnotiz) stellen ihre Übersetzung von Vischers Roman ins Englische vor sowie heutige Vertreter einer internationalen Literatur aus und über Prag. Daneben liest Louis Armand (Centre for Critical and Cultural Theory der Karlsuniversität) aus seinem 2015 erschienenen Prag-Roman Combinations. Die vom Literaturbüro unterstützte Veranstaltung findet auf Englisch, Tschechisch und Deutsch statt und ist Teil der 12. Tschechischen Kulturtage Freiburg.

Weitere Informationen: www.tschechische-kulturtage.de


Fr 06.05., 20:00 | Hofcafé Corosol, Ferdinand-Weiß-Str. 9-11 | Eintritt frei

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ANTJE RAVIC STRUBEL: IN DEN WÄLDERN DES MENSCHLICHEN HERZENS
Lesung und Gespräch

Leigh. René. Emily. Sara. Sie sind Liebende, Begehrende, sie sind unterwegs und begegnen einander in der kalifornischen Wüste, am Stechlin, in finnischen Wäldern und im Eiswind Manhattans. Renés Verlust der ersten Liebe und Emilys Verschwinden setzen einen Reigen an Beziehungen in Gang, in denen sich klassische Liebesvorstellungen auflösen. Antje Ravic Strubel erzählt in ihrem Episodenroman In den Wäldern des menschlichen Herzens (S. Fischer, 2016) hellsichtig und präzise von den Brüchen, den blinden Flecken und verborgenen Unterströmungen in unseren Vorstellungen von der Liebe.

Moderation: Susanne Schmid, Buchhandlung jos fritz.

Antje Ravic Strubel ist für ihr Werk vielfach ausgezeichnet worden. Seit ihrem Debüt Offene Blende (2001) hat sie zahlreiche Romane veröffentlicht, unter anderem Sturz der Tage in die Nacht (2011) und Kältere Schichten der Luft (2007). Antje Ravic Strubel lebt in Potsdam.

Veranstalter: Freiburger Lesbenfilmtage e.V., jos fritz Buchhandlung und Literaturbüro Freiburg

Do 05.05., 19:00 | Alter Wiehrebahnhof, Galerie | Eintritt: 6 Euro
 
 

 
Fabian Scheidler : Das Ende der Megamaschine
Geschichte einer scheiternden Zivilisation

Lesung und Diskussion
Donnerstag, 12. Mai, um 20 Uhr josfritzcafé, Wilhelmstr. 15, Freiburg

Der Westen als Träger eines menschengeschichtlichen Fortschritts ?
Warum vertieft sich die Krise Europas ? Was sind die Wurzeln dieser Krise?
Warum schreitet die ökologische Zerstörung des Planeten trotz unzähliger Klimagipfel ungebremst voran?

Das Ende der Megamaschine legt die Wurzeln der Zerstörungskräfte frei, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer historischen Spurensuche erzählt Fabian Scheidler die Vorgeschichte und Genese des kapitalistischen Weltsystems, das vor etwa fünfhundert Jahren in Europa entstand und Mensch und Natur einer radikalen Ausbeutung unterwirft. Dabei demontiert er die Fortschrittsmythen der westlichen Zivilisation und zeigt, wie die Logik der endlosen Geldvermehrung von Anfang an menschliche Gesellschaften und Ökosysteme verwüstet hat.
Fabian Scheidler, geboren 1968, studierte Geschichte und Philosophie in Berlin und Theaterregie in Frankfurt/Main. Seit 2001 ist er freischaffender Autor für Printmedien, Fernsehen und Theater. Er hat Kontext TV mitbegründet, engagiert sich unter anderem bei attac sowie Greenpeace und ist Dramaturg am Grips Theater.
Promedia Verlag, 270 S., 19.90 €

Veranstaltet von attac Freiburg in Zusammenarbeit mit der jos fritz Buchhandlung.

Weitere Informationen: www.megamaschine.org
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DZEVAD KARAHASAN: DER TROST DES NACHTHIMMELS
Lesung und Gespräch

In Isfahan verliebt sich der Hofastronom Omar Chayyam in die Tochter eines Mannes, dessen rätselhaften Tod er aufklären sollte. Er kommt zu dem Schluss, dass ihr Vater vergiftet wurde. Aber durch wen? Chayyams akribische Recherchen erzeugen eine Atmosphäre obsessiver Verdächtigungen. Würde er seiner Liebsten sagen, wer ihrem Vater das Gift verabreicht hat, wäre ihre gerade aufkeimende Liebe am Ende. Wie also weiterleben?

Elf Jahre lang hat Dzevad Karahasan an dieser Geschichte aus dem 12. Jahrhundert, deren handschriftliches Original in Sarajewo während des Bosnienkrieges 1992 unwiederbringlich vernichtet wurde, gearbeitet. Mit epischer Kraft schildert der bedeutendste bosnische Schriftsteller der Gegenwart, wie der heraufziehende religiöse Fundamentalismus eine von geistiger Vielfalt und Toleranz geprägte Epoche zerstört. Ins Gespräch über den von Katharina Wolf-Grießhaber übersetzten Roman (Suhrkamp, 2016) kommt der Autor mit dem Schweizer Literaturredakteur Hans Ulrich Probst.

Dzevad Karahasan, 1953 in Duvno/Jugoslawien geboren, ist Erzähler, Dramatiker und Essayist. Die Belagerung Sarajewos war Thema seines in zehn Sprachen übersetzten Tagebuchs der Aussiedlung (1993) und seiner beiden Romane Schahrijârs Ring (1997) und Sara und Serafina (2000). Für den Essayband Das Buch der Gärten wurde er 2004 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. Karahasan lebt in Graz und Sarajewo.

Veranstalter: Literaturbüro Freiburg, Theater Freiburg und Buchhandlung Schwarz


Mi 04.05., 20:00 | Theater Freiburg, Winterer Foyer | Eintritt: 10/8 Euro, Vorverkauf: Theater Freiburg: 0761-201 2853
 
 

Karlsruhe: Lebendiges Stück Zeitgeschichte
Gudrun Gloth / Foto: Nobel-Press, F.-G. Schulze
 
Karlsruhe: Lebendiges Stück Zeitgeschichte
Gudrun Gloth liest aus ihrem Buch über Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg

Aus ihrem Buch „Ich dachte, das sei mein Ende – Gespräche mit Zeitzeugen über ihre Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg“ liest am Dienstag, 10. Mai, um 20 Uhr die gebürtige Karlsruherin Gudrun Gloth in der Stadtbibliothek. Gloth, ehemalige Fichte-Gymnasiastin und Scheffelpreisträgerin von 1951, blickt auf eine über 50-jährige Karriere als Journalistin zurück. Über Jahrzehnte haben Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kunst, darunter Sepp Herberger, Hans-Joachim Kulenkampf, Inge Meysel, Günter Pfitzmann, Max Schmeling, Beate Uhse oder Richard von Weizäcker, die Autorin in ihre Seele schauen lassen und ihr aus der düstersten Zeit ihres Lebens erzählt. Eintrittskarten zu sechs, ermäßigt vier Euro gibt es ab sofort in der Stadtbibliothek oder der Buchhandlung Hoser und Mende.
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Frankfurt: Ich küsse ihre Hand, Madame!
Jüdische Künstler auf Schellack

Jo van Nelsens Grammophone-Lesung im Rahmen von „Frankfurt liest ein Buch“
im Museum für Kommunikation

Das Museum für Kommunikation lädt am Donnerstag, den 21. April um 19.30 Uhr zu einer Lesung der besonderen Art ein. In seiner Reihe „Grammophon-Lesungen“ lässt der Musikkabarettist Jo van Nelsen längst vergangene Stimmen erklingen und liefert so den Soundtrack zu spannenden Texten. Im Rahmen der Reihe „Frankfurt liest ein Buch“, die 2016 David Seuthes Roman „Frankfurt verboten“ in den Mittelpunkt stellt, und zur Ausstellung „Jukebox Jewkbox! Ein jüdisches Jahrhundert auf Schellack und Vinyl“ im Museum für Kommunikation präsentiert Jo van Nelsen eine neue Grammophon-Lesung.

Die Sänger Richard Tauber und Adele Kern, der Dirigent Julius Prüwer, die Pianisten Erik Then-Bergh und Alfred Cortot – sie alle sind eng verbunden mit der Stadt Frankfurt am Main und ihrem regen Musikleben vor 1933, das in Seuthes Roman eindrücklich geschildert wird. Über Ihre Biographien wird Jo van Nelsen an diesem Abend erzählen, Passagen aus „Frankfurt verboten“ lesen und immer wieder die Kurbel seines roten Koffergrammophons drehen.

Die Ausstellung und das Museumscafé sind an diesem Abend geöffnet.

Termin: Donnerstag, 21. April 2016, 19.30 Uhr
Kosten: 6 Euro pro Person,
Vorverkauf am Museumsempfang
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Karlsruhe: Lesung und Illustrationen
Mehrdad Zaeri-Esfahani und Mehrnousch Zaeri-Esfahani / Foto: bilderlaube.de
 
Karlsruhe: Lesung und Illustrationen
Mehrnousch und Mehrdad Zaeri-Esfahani in der Stadtbibliothek

Die eine schreibt, der andere zeichnet. Am Dienstag, 19. April, gestalten die aus dem Iran stammende Autorin Mehrnousch Zaeri-Esfahani und ihr Bruder Mehrdad eine Lesung in der Stadtbibliothek Karlsruhe. Die Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Kulturtage ("Wanderungen - Glück | Leid | Fremdheit") beginnt um 20 Uhr. Die beiden berichten von ihrer Flucht in den Achtzigerjahren über die Türkei und die DDR in die Bundesrepublik. Mehrnousch Zaeri-Esfahani liest aus ihrer Autobiographie "33 Bogen und ein Teehaus" und ihrem Buch "Das Mondmädchen", Mehrdad präsentiert seine Illustrationen dazu.

In "33 Bogen und ein Teehaus" geht es um Mehrnouschs Kindheit in Isfahan, das heitere Familienleben, aber auch um die durch das Regime verursachten Qualen. Und schließlich um das Ankommen in Deutschland, das Gefühl der Sprach- und Heimatlosigkeit. "Das Mondmädchen" nimmt die Themen Flucht und Suche nach einer neuen Heimat in poetischer Sprache und in Form eines Märchens auf.

Der Eintritt zu dem Abend, der von Stadtbibliothek und der Buchhandlung Hoser und Mende veranstaltet wird, beträgt 6 Euro, ermäßigt 4.
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EIN ABEND MIT DANNY LAFERIÈRE
Lesung und Gespräch

Nicht das Land, in dem er zufällig geboren wurde, sondern die Büchersammlung des Schriftstellers ist seine wahre Heimat. In Tagebuch eines Schriftstellers im Pyjama (Wunderhorn, 2015) erzählt der große haitianische Autor Dany Laferrière von seinen Anfängen als Schreibender. Er entdeckt, dass er die Welt über das Lesen kennenlernen kann und dass sie ebenso wie allen anderen auch ihm gehört. Denn es gibt einen individuellen Raum, auf den keine Ideologie, keine Macht, auch nicht der Diktator Haitis, Zugriff hat. »Dany Laferrières mitteilsame Selbstreflektion über sein Schreiben, seine inneren Kämpfe, Ängste und Glücksempfindungen kommt so leichtfüßig, witzig und unprätentiös daher.« (SZ)

Mit der französischsprachigen Originalausgabe von Tagebuch eines Schriftstellers im Pyjama sowie der deutschen Übersetzung von Beate Thill setzt der Abend an und mündet in ein Gespräch über das Lesen und Schreiben, über Widerstand und die Kraft der Literatur. Durch den Abend führt Dr. Guillaume Plas, Lektor am Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg.

Dany Laferrière, geboren 1953 in Port-au-Prince, arbeitete als Journalist in Haiti bis er sich unter dem Druck des politisch repressiven Klimas 1976 gezwungen sah, nach Montréal auszuwandern. Seinen ersten Roman veröffentlichte er 1985. Als erster Haitianer und erster Kanadier wurde er im Mai 2015 in die Académie Française aufgenommen. Sein erstes auf Deutsch erschienenes Werk Das Rätsel der Rückkehr und dessen Übersetzung von Beate Thill wurde 2014 mit dem Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin ausgezeichnet.

Veranstalter: Centre Culturel Français Freiburg, Literaturbüro Freiburg, Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg

Di 26.04., 20 Uhr | Centre Culturel Français, Münsterplatz 11 | Eintritt: 7/5 Euro, Studierende: Eintritt frei
 
 



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