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Donnerstag, 18. April 2019
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Buchtipps

Buchtipp: Sasha Abramsky
 
Buchtipp: Sasha Abramsky "Das Haus der zwanzigtausend Bücher"
Aus dem Englischen von Bernd Rullkötter

Die Liebe eines Enkels zu seinem Großvater, ein Leben für Bücher und ein Salon voller Ideen

Ein Haus voller Bücher, in dem Abend für Abend eine illustre Gästeschar lebhaft diskutierte. Als Kind kam Sasha Abramsky dies ganz selbstverständlich vor. Erst viel später wurde ihm bewusst, welcher Schatz sich hinter der unauffälligen Fassade dieser Londoner Doppelhaushälfte verbarg: Sein Großvater Chimen, der 2010 hochbetagt starb, hatte im Laufe seines Lebens geschätzte zwanzigtausend Bücher zusammengetragen und eine der bedeutendsten Privatsammlungen Englands geschaffen - zugleich ein Spiegel der großen gesellschaftspolitischen Debatten des 20. Jahrhunderts.

Voller Zärtlichkeit erinnert sich Abramsky an seinen Großvater und dessen unvergleichliche Büchersammlung - ein einzigartiges Vermächtnis.

Mit Bildteil und einem Nachwort von Philipp Blom.

dtv 2015, 408 Seiten, EUR 22.90 [D], 23.60 [A]
ISBN 978-3-423-28062-4
 
 

 Buchtipp: Sabine Donauer
 
Buchtipp: Sabine Donauer "Faktor Freude"
Wie die Wirtschaft Arbeitsgefühle erzeugt

Fröhlich, fleißig, ausgebrannt?

Vom Discounter bis zur Großbank: Jeder Job verspricht heute Bestätigung weit über die Bezahlung hinaus. Die Aussicht auf Selbstverwirklichung und Anerkennung ersetzt oft genug gesicherte Arbeitsverhältnisse und muss Erschöpfungszustände kompensieren. Wie kommt es zu derart gegensätzlichen Arbeitsemotionen? Ist diese Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit ein Phänomen der Gegenwart oder gab es sie schon immer?

Die Historikerin Sabine Donauer hat erforscht, wie sich seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts unsere Arbeitsgefühle verändert haben: vom reinen, notwendigen Broterwerb hin zu einer innerlich motivierten und motivierenden Beschäftigung. Diese Aufwertung der Arbeitsgefühle ist, wie Donauer nachweisen kann, eine geschickte Taktik der Arbeitgeber: Weil es ihnen im Laufe der letzten 100 Jahre gelungen ist, die Arbeitnehmer emotional an ihre Arbeit zu binden, haben sie höhere Leistungen erreicht und Arbeitskämpfe weitgehend vermieden – ohne mehr bezahlen zu müssen.

Die Kehrseite dieses Individualismus ist aber die weitreichende Entsolidarisierung der Arbeitnehmer und ein übermächtiger Konkurrenzdruck. Wird sich diese Konstruktion in der globalen Wirtschaft als zukunftsfähig erweisen oder finden wir zu einer neuen Solidarität?

Edition Körber-Stiftung 2015, 242 Seiten, EUR 16,00 (D)
ISBN 978 3 89684 171 1
 
 

Buchtipp: Christian Wrenkh „Kochen mit Freunden“
 
Buchtipp: Christian Wrenkh „Kochen mit Freunden“
Gemeinsam kochen – inspiriert und organisiert

Gemeinsames Kochen liegt im Trend: Freunde und Kollegen belegen zusammen Kochkurse, in Großstädten treffen sich Gleichgesinnte, um miteinander zu kochen. Das neue vegetarische Kochbuch „Kochen mit Freunden“ der Stiftung Warentest macht das Kochevent in der eigenen Küche möglich. Neben inspirierenden Menütafeln enthält es viele Tipps und Tricks, die die Abläufe in der eigenen oder fremden Küche vereinfachen, sodass ein harmonisches und genussvolles Zusammensein gelingt.

Ob „Osmanisches Festmahl“, „Wiener Küchenabend“ oder „Urban regional“: Jedes Kapitel des Buches ist einem besonderem kulinarischen Thema gewidmet. Die zwölf Themenwelten enthalten Menüplan, Rezepte, Zubehörangaben und die Einkaufsliste – auch fürs Smartphone. Auf ausklappbaren Seiten sind die einzelnen Arbeitsschritte in einem Ablaufplan chronologisch zusammengefasst, damit jeder weiß, was wann zu tun ist. Wenn keine Gäste kommen, funktioniert „Kochen mit Freunden“ auch als klassisches Kochbuch, denn alle Rezepte sind auch einzeln nachzukochen. Zusätzlich ergänzt eine „Kleine Kochschule“ mit Produkt- und Techniktipps das Buch.

Autor Christian Wrenkh wurde als Erster für fleischlose Küche vom Gault Millau mit einer Haube bedacht. Heute betreibt der gebürtige Wiener den Hamburger Kochsalon, wo er und sein Team zusammen mit Gruppen, die einen entspannten und geselligen Abend mit gutem Essen verbringen wollen, kochen. Er ist Autor mehrerer Kochbücher.

"Kochen mit Freunden – Vegetarische Rezepte von Christian Wrenkh" hat 232 Seiten und ist zum Preis von 24,90 Euro im Handel erhältlich oder kann online bestellt werden unter www.test.de/zusammen-kochen
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Buchtipp: B. Unmüßig, T. Fatheuer & L. Fuhr
 
Buchtipp: B. Unmüßig, T. Fatheuer & L. Fuhr "Kritik der Grünen Ökonomie"
Alles grün, alles gut?

Das Konzept der "Grünen Ökonomie" will als neues Leitbild Lösungen für ökologische und ökonomische Probleme anbieten. Doch kann sie das wirklich? Thomas Fatheuer, Lili Fuhr und Barbara Unmüßig von der Heinrich-Böll-Stiftung haben sich aufgemacht, die Grundannahmen der "Grünen Ökonomie", ihre Hypothesen und Lösungsvorschläge zu hinterfragen.

Denn für die einen ist sie der Ausweg aus der Umweltkrise und verspricht die Versöhnung von Ökologie und Ökonomie – für die anderen ist sie schlicht ein "Weiter so" im grünen Gewand. Die Debatte um die Grüne Ökonomie erhitzt die Gemüter, sie ist Hoffnung und Streitthema zugleich. Dass ihre Lösungsansätze oftmals zu kurz greifen, wird dabei meist übersehen. "Grüne Ökonomie [...] benennt viele Probleme richtig", so die Autorinnen und Autoren des Buchs "Kritik der Grünen Ökonomie", "verharmlost aber das Ausmaß des notwendigen Umsteuerns."

Viele Konzepte der Grünen Ökonomie stellen meist die Wirtschaft in den Mittelpunkt und beschränken sich auf großtechnologische Innovationen und neue Märkte, die global agierenden Unternehmen noch mehr Kontrolle über zentrale Bereiche unseres Lebens gewähren. Doch können "grüne" Technologien tatsächlich eine Lösung sein, wenn sie den Konsum weiter anheizen? Was bewirkt grünes Wachstum, wenn gleichzeitig die Emissionen aus der Nutzung fossiler Energieträger weiter steigen? Und kann man die Natur retten, indem man ihren Dienstleistungen einen Geldwert gibt?

Für die Autorinnen und Autoren steht fest: Grüne Ökonomie kann und wird unsere Wirtschaft so verändern, dass wir fortan weniger Ressourcen verbrauchen, die Umwelt weniger belasten und über bessere, zukunftsfähigere Arbeitsplätze verfügen. Doch die ökologische Trendumkehr wird radikaler ausfallen müssen. Ihr neues Buch liefert dazu die notwendigen Fakten und Grundlagen für eine differenzierte und konstruktive Debatte – denn erfolgreiche Lösungsansätze müssen auch soziale Aspekte einbeziehen.

oekom Verlag 2015, 192 Seiten, EUR 14,95 (D), 15,40 Euro (A)
ISBN 978-3-86581-748-8
 
 

 
Buch zur Vortragsreihe des Stadtarchivs
„Auf Jahr und Tag. Freiburgs Geschichte in der Neuzeit“ erscheint am 10. Dezember

Die vergangenen 500 Jahre werden wieder zum Leben
erweckt - Für Geschichtsinteressierte sicher ein guter
Geschenktipp zu Weihnachten

Wie bereits bei der ersten, sehr erfolgreichen
Veranstaltungsreihe „Auf Jahr und Tag. Freiburgs Geschichte
im Mittelalter“ werden auch die Vorträge der im
Wintersemester 2014/2015 stattgefundenen Reihe zur
Freiburger Geschichte in der Neuzeit in einem Buch publiziert.

Ausgehend von besonderen Tagen in der Freiburger
Geschichte werden die vergangenen 500 Jahre wieder zum
Leben erweckt. Das thematische Spektrum reicht vom
Bauernkrieg und der Hexenverfolgung im 16. Jahrhundert
über die vorderösterreichische, französische und badische
Zeit bis hin zu den beiden Weltkriegen und dem
Wiederaufbau der Stadt im 20. Jahrhundert. Auf gut lesbare
Art führt der reich illustrierte Band durch die Geschichte
unserer Stadt.

Am Donnerstag, 10. Dezember, um 18 Uhr, werden die
Herausgeber Christiane Pfanz-Sponagel, R. Johanna
Regnath, Heinrich Schwendemann und Hans-Peter-Widmann
zusammen mit Sven von Ungern-Sternberg (Herausgeber der
Reihe "Schlaglichter regionaler Geschichte") und Torang
Sinaga vom Rombach Verlag im Parlersaal des
Münsterbauvereins, Schoferstraße 4, das Buch der
Öffentlichkeit vorstellen. Der Eintritt ist frei.
Bei einer Bestellung des Buchs bis zum 10. Dezember,
Telefon: 0761/150 675 70 oder info@alemannischesinstitut.de
kostet es 24 Euro und wird versandkostenfrei und
mit Rechnung zugesandt, danach ist es auch im Buchhandel
für 26 Euro erhältlich.


Weitere Informationen zu der Vortragsreihe, Band 1 "Auf Jahr
und Tag. Freiburgs Geschichte im Mittelalter" finden Sie auch
im Internet unter www.freiburg-geschichte.de .
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Buchtipp: Karin Schwind
 
Buchtipp: Karin Schwind "Vier Frauen auf zwölf Beinen"
Eine Reise mit tierischen Herausforderungen

Auf Reisen entdecken wir nicht nur die Natur der Landschaft, sondern auch unsere eigene, menschliche Natur. Wer mit zwei Eseln durch die Cevennen wandert, erlebt noch viel mehr!

Esel sind eigensinnig und bestimmen gern selbst, ob sie laufen oder stehen bleiben. Als wäre das nicht herausfordernd genug, birgt die Wanderung auf dem französischen „Stevenson-Weg“ für Autorin Karin und Freundin Anette mit ihren beiden Eseldamen viele weitere Stolpersteine: gefährliche Straßen mit viel Verkehr, stundenlange Suche nach Unterkunft und Nahrung für Mensch und Tier, ein ungeplant langsames Reisetempo und nicht zuletzt Herausforderungen in menschlicher Kommunikation.

Schon Robert Louis Stevenson, Autor der „Schatzinsel“, dessen Spuren sie auf diesem Weg folgen, hat dies erkannt. Der „Stevenson-Weg“ ist ein unter Fernwanderern beliebtes Pendant zum Jakobsweg.

„Vier Frauen auf zwölf Beinen“ ist einer der fünf internationalen Herbsttitel im Programm des sorriso Verlags, der sich in diesem Jahr auf der Buchmesse zum ersten Mal präsentiert hat. Aufwändig in Vierfarbdruck gestaltet lässt uns dieses Buch die Wanderung der vier „Frauen“ live miterleben und liefert uns in den „Erkenntnissen des Tages“ viele Anregungen fürs eigene Leben und Arbeiten. Tatsache ist: Die Reise kostet einiges an Nerven, schenkt aber auch tiefe Zufriedenheit über das Erreichte und echte Glücksmomente. Eselsdame Coquelicot, zu Deutsch Mohnblume, gibt am Ende jedes Tages ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge dazu.

Wer eigene Wanderreisen mit Esel plant, findet am Schluss des Buches eine praktische Checkliste. Und auch ohne Wanderschuhe und ohne Esel reist es sich vergnüglich mit diesem Buch auf der heimischen Couch.

Karin Schwind reist gern auf den Spuren berühmter Schriftsteller. Sie kommt dabei zur Ruhe, wird wieder wachsam für Details und lässt sich von der Natur fürs eigene Leben und Arbeiten inspirieren. Als Coach, wissenschaftliche Mitarbeiterin (PH Weingarten) und Lehrbeauftragte (FHS St. Gallen) begleitet sie Menschen beim Schreiben. Sie lebt am Bodensee und leitet Seminare und „Schreibspaziergänge“. www.schreibimpuls.de

sorriso Verlag 2015, 210 Seiten, EUR 24,95 (D)
ISBN 978-3-946287-56-8
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Buchtipp: Jonathan Holslag
 
Buchtipp: Jonathan Holslag "Frieden auf Chinesisch"
Aus dem Englischen von Gabriele Gockel und Sonja Schuhmacher

Warum in Asien Krieg droht: Pulverfass Asien

Friedliches Wachstum, Kooperation und Fortschritt: Das sind die erklärten Ziele Chinas. An Auseinandersetzungen, gar Krieg mit seinen Nachbarn hat das Riesenreich kein Interesse. An dieses Credo Chinas glauben auch westliche Politiker gern. Doch kann das Land dieses Versprechen auf Dauer halten? Der Politikwissenschaftler Jonathan Holslag zweifelt daran: Chinas Aufstieg wird einen kritischen Punkt überschreiten, von dem aus weiteres Wachstum mit friedlichen Mitteln nicht mehr möglich ist.

China verfolgt nicht grundsätzlich eine aggressive Strategie, betont Holslag, doch was für das Land ein berechtigtes Streben nach Sicherheit und Wohlstand ist, wird das Machtgleichgewicht in Asien weiter verschieben: Langfristig, so Holslag, wird die chinesische Führung ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen auch militärisch durchsetzen – nicht zuletzt um von inneren Spannungen abzulenken. Bisher können sich die meisten Länder Asiens kaum gegen das chinesische Muskelspiel wehren. Doch es zeichnen sich neue innerasiatische Bündnisse ab, und auch die USA werden chinesischen Machtdemonstrationen nicht tatenlos zusehen.

Ein Krieg in Asien ist damit nicht unausweichlich, aber wahrscheinlich: Dies zu erkennen ist für Holslag der erste Schritt, ihn abzuwenden.

Edition Körber-Stiftung 2015, 300 Seiten, EUR 17,00 (D)
ISBN: 978-3-89684-170-4
 
 

Buchtipp: Peter Wohlleben
 
Buchtipp: Peter Wohlleben "Menschenspuren im Wald"
Ein Waldführer der besonderen Art

Wie geht's unserem Wald? Naturidylle oder Plantage: Deutschlands bekanntester Förster Peter Wohlleben lädt in seinem Buch »Menschenspuren im Wald«, erschienen im pala-verlag, zur Fährtensuche in unsere heimischen Wälder ein. Wer dem Bestsellerautor und bekennenden Baumflüsterer auf Waldwege und durchs Unterholz folgt, findet viele Spuren menschlichen Ursprungs und stellt bald ernüchtert fest: Echte Wälder gibt es hierzulande kaum. Denn der Mensch benimmt sich »wie die Axt im Wald«. Forstwirtschaft, Holzindustrie und Jagdverbände drücken ihre Stempel auf. Die Flurschäden, die sie dabei oft hinterlassen, werden noch unsere Enkel und Urenkel spüren.

Die Exkursion mit dem Waldhüter führt auf federnde Wege, über verdichtete Böden, durch tiefe Fahrspuren, Matsch und Schnee. Zeigerpflanzen verraten unterwegs, wie es dem Boden und den vielfältigen Bodenorganismen geht. Holzstapel, Baumstümpfe und Futterstellen zeigen die Interessen der Waldbesitzer und Jagdpächter. Auf Schritt und Tritt wird dabei deutlich, wie unsere Wälder zu Holzfabriken verkommen, wie schädlich die Wildfütterung ist und wo die wahren Ursachen für das Waldsterben liegen – aber auch, was jeder Einzelne von uns tun kann, um diesem empfindlichen Ökosystem zu helfen.

Trotz aller Sorge um die Wälder: Peter Wohlleben denkt weiter positiv. Denn beim Spaziergang in »seinem« ökologisch bewirtschafteten Forst in der Eifel, den inzwischen viele Menschen aus TV-Sendungen kennen, ist deutlich spürbar, dass es auch anders geht. Waldfreunde können dort aufatmen, und die Natur kommt zu ihrem Recht.

pala-verlag 2015, 160 Seiten, EUR 18,00
ISBN: 978-3-89566-352-9
 
 



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