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Dienstag, 24. April 2018
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Buchtipps

Buchtipp: Claudia Johanna Bauer & Thea Weis
 
Buchtipp: Claudia Johanna Bauer & Thea Weis "Es tut so gut, mit dir zu sprechen"
Begegnungen mit Sterbenden

Sterbebegleiter/innen des Malteser Hospizdienstes berichten von ihren Erfahrungen mit schwerkranken und sterbenden Menschen. Diese Begegnungen sind sehr unterschiedlich, einige dauern nur wenige Stunden, andere Monate oder sogar Jahre. Geprägt sind sie von der Nachdenklichkeit über das Vergangene und über das Sterben. Es gibt aber auch das befreiende Lachen, die tief empfundene Freude und den Trost, den man gibt und empfängt. 50 Geschichten machen Mut, den Tod nicht zu negieren, sondern ihn als Teil des Lebenskreislaufes anzunehmen.

Über die Autorinnen:

Claudia Johanna Bauer, geboren 1965, studierte Germanistik, Musikwissenschaften und Philosophie. Seit 2000 lebt sie in Berlin, wo sie als Dozentin für literarisches Schreiben tätig ist. Als freie Autorin befasst sie sich schwerpunktmäßig mit der Verarbeitung geschichtlicher Themen im Bereich der Oral History. Seit 2002 leitet sie das Projekt Erinnerungswerkstatt im Museum Reinickendorf.

Thea Weis, geboren 1953, studierte Sozialwissenschaften und Psychologie, lebt seit langem in Berlin und schreibt in unterschiedlichen Formaten für Firmen und Einzelpersonen. Daneben engagiert sie sich als ehrenamtliche Sterbebegleiterin beim Malteser Hospizdienst.

be.bra Verlag 2014, 176 Seiten, EUR 9,95(D)
ISBN 978-3-86124-685-5
 
 

Buchtipp: Alexander Horn
 
Buchtipp: Alexander Horn "Die Logik der Tat"
»Ein Profiler von Weltrang« Stefan Aust

„Wir können nicht denken wie ein Mörder. Niemand kann das. Aber wir versuchen zu verstehen,
wie er denkt und was seine Tat über ihn verrät.“ Alexander Horn leitet nicht nur die Dienststelle für Operative Fallanalyse (OFA) der bayerischen Polizei, er gehört zudem zu Deutschlands erfolgreichsten Experten für schwierige polizeiliche Ermittlungen. Bereits sehr früh vermutete Horn bei den NSU-Morden einen rechtsradikalen Hintergrund. Auch bei der Überführung des berüchtigten Maskenmann aus Norddeutschland war er maßgeblich beteiligt.

In "Die Logik der Tat" beschreibt Horn die großen Kriminalfälle seiner Karriere und schildert, wie die operative Fallanalyse funktioniert. Wenn es um einen Serientäter geht, versucht er, seinen »Jagdmodus« zu entschlüsseln: Wie wählt er seine Opfer aus? Wie nähert er sich ihnen? Wie stellt er den Kontakt her? Und wie überwältigt er sie? Horn erkennt die Hintergründe eines Verbrechens und versteht die Zusammenhänge, und er räumt auf mit Klischées, die über Profiler
und ihre Täter kursieren.

Droemer Verlag 2014, 256 Seiten, EUZR 19.99
ISBN: 978-3-426-27626-6
 
 

Buchtipp: Tainá Guedes
 
Buchtipp: Tainá Guedes "Kochen mit Brot"
"Wenn wir Lebensmittel verschwenden, dann sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen"
Valentin Thurn, Regisseur des Films "Taste the Waste"

Haben Sie schon einmal altes Brot weggeworfen, weil Sie nicht wussten, was Sie damit machen sollen? Mit dem Kochbuch "Kochen mit Brot", das Anfang Oktober erstmals im oekom verlag erscheint, ist das nicht mehr nötig. Tainá Guedes bietet einen kreativen und geschmackvollen Einblick in die abwechslungsreiche Welt der "Brotweiterverwendung". Ihre Rezepte sind auf das japanische "Mottainai-Prinzip" abgestimmt. Das bedeutet, übrig gebliebene Lebensmittel zu verwerten und somit Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Mehr als 30 abwechslungsreiche Brotgerichte laden zum Ausprobieren und Kochen ein.

Als Kulturgut der Menschheit ist Brot nicht aus unserer täglichen Ernährung wegzudenken. Egal ob süß für einen guten Start in den Tag, als Beilage zu Suppen und Eintöpfen oder deftig belegt als Zwischenmahlzeit: Längst zählt Brot zu einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Die Kunst des Brotbackens wurde schon vor 10.000 Jahren erfunden. Heute ist die Vielfalt groß und reicht vom Fladenbrot über gesäuertes Brot bis hin zu sogenannten Spezialmischungen mit Zutaten wie Sonnenblumenkernen oder Kümmel.

Dass Brot nicht nur für unsere Ernährung bedeutsam ist – es versorgt uns mit wichtiger Energie, Ballaststoffen und Vitaminen – zeigt dessen emotionale Komponente. Bei Festlichkeiten und Feiern darf es nicht fehlen. Diese Eigenschaften führen dazu, dass Brot hoch geschätzt wird und wir jedes Mal ein schlechtes Gewissen verspüren, wenn wir Brotreste wegwerfen "müssen". Dabei werden allein in Deutschland jedes Jahr 500.000 Tonnen Brot als Überschuss "entsorgt".

"Kochen mit Brot" zeigt, wie viel Potential in altem Brot steckt. Ob Vorspeisen wie Salate und Suppen, Hauptgerichte und sogar Nachspeisen: Die Vielfalt der Rezepte ist überraschend groß. Von internationalen Klassikern wie französischer Zwiebelsuppe über exotische Speisen, wie dem afro-brasilianischen Gericht Vatapà, bis hin zu süßen Leckereien wie "Reicher Ritter" oder Quark-Brotknödel – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer die Gerichte in diesem liebevoll gestalteten Brotkochbuch einmal ausprobiert hat, wird nie wieder daran denken, Brot wegzuwerfen.

oekom Verlag 2014, 96 Seiten, EUR 14,95 (D), 15,40 (A) / sFR 21,90
ISBN 978-3-86581-696-2
 
 

Karlsruhe: Letzter Auftritt der Märchenerzähler
MÄRCHENERZÄHLER: Aika Faaß und Norbert Bögle / Foto: pr, Kalsruhe
 
Karlsruhe: Letzter Auftritt der Märchenerzähler
Finale der "Rosenmontags-Reihe" am Blumenmarkt

Letztmals in diesem Jahr sorgen am Montag, 3. November, von 12 bis 13 Uhr die Märchenerzähler Aika Faaß und Norbert Bögle am Blumenmarkt in der Lammstraße für Unterhaltung. Nach einem ersten von der Wirkstatt e.V. initiierten und vom städtischen Marktamt unterstützen Versuch im Mai, hatte die Aktion so viel Anklang gefunden, dass sich daraus die sogenannte "Rosenmontags-Reihe" entwickelte.
 
 

Buchtipp: Hans-Ullrich Krause und M. Pa. Winckelkopf
 
Buchtipp: Hans-Ullrich Krause und M. Pa. Winckelkopf "Warschauer"
Ein Friedrichshain Krimi

Ein sechs Monate alter Junge verschwindet am helllichten Tag aus dem Auto seiner Mutter. Erst vor Kurzem wurde das Opfer einer anderen Kindesentführung tot aufgefunden. Die Öffentlichkeit ist beunruhigt. Kommissar Martaler und seine Mordkommission ermitteln mit Hochdruck: Treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Berlin? Oder kommt der Täter diesmal aus dem Umfeld der Eltern, zwei Musikern der angesagten Band »Warschauer«? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Krause & Winckelkopf ist ein Autorenduo aus Berlin. Der eine geboren im Osten, der andere im Westen der Republik. Der eine Jahrgang ‘54, der andere Jahrgang ’72. Der eine ist erfahrener Drehbuchautor (Polizeiruf/Fernsehfilme für ZDF/BR/MDR), der andere Textdichter. Beide Autoren sind Sozialwissenschaftler und haben sich in diesem Tätigkeitsbereich kennengelernt. Der Friedrichshain Krimi »Ostkreuz« war ihre erste literarische Zusammenarbeit, die sie mit diesem Buch fortsetzten.


be.bra Verlag 2014, 272 Seiten, EUR 9,95(D), 10,30 (A) / sFR 14,40
ISBN 978-3-89809-535-8
 
 

Buchtipp: Brigitte Hargasser
 
Buchtipp: Brigitte Hargasser "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge"
Sequentielle Traumatisierungsprozesse und die Aufgaben der Jugendhilfe

Wie lässt sich die schwierige psychosoziale Lebenssituation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen verbessern? Anhand von Interviews mit ehemaligen Betroffenen und BetreuerInnen verschiedener Jugendhilfeeinrichtungen untersucht Brigitte Hargasser die bislang kaum beachtete eigene Perspektive der Jugendlichen auf ihre Erfahrungen mit der stationären Jugendhilfe. Sie schlüsselt sowohl negative als auch unterstützende Erfahrungen auf. Daran anschließend formuliert Hargasser Kritikpunkte, die sich auch an Politik und Gesellschaft richten. Als Grundlage dienen Informationen über allgemeine und rechtliche Hintergründe, die Lebenssituation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und aktuelle Traumatheorien. Denn häufig wird übersehen, dass es sich bei Traumata um Prozesse handelt, die noch im Aufnahmeland anhalten und in die unter den gegebenen Bedingungen auch die MitarbeiterInnen der stationären Jugendhilfe involviert sind. Die Studie gibt Anhaltspunkte, was notwendig ist, damit die stationäre Jugendhilfe traumaverstärkende Faktoren beseitigen und ein hilfreiches Milieu bieten kann

Verlag Brandes & Apsel 2014, 268 Seiten,EUR 24,90
ISBN: 978-3955580728
 
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "Richtig scharf kochen"
100 heiße Rezepte für jeden Geschmack

Schärfe, wenn sie kundig und überlegt dosiert wird, veredelt Speisen fast aller Art. Sie kann eine ganz eigene, hochkomplexe Aromatik entwickeln und dafür sorgen, dass die normalen Geschmackseindrücke wie süß, sauer, bitter, salzig oder umami verstärkt werden. "Richtig Scharf kochen", das neue Kochbuch der Stiftung Warentest, zeigt die ganze Vielseitigkeit der scharfmachenden Kräuter und Gewürze und wie man damit kulinarische Highlights zaubert.
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Buchtipp: Reimer Gronemeyer
 
Buchtipp: Reimer Gronemeyer "Altwerden ist das Schönste und Dümmste, ...
... was einem passieren kann.

Eine Frage des Alters

Früher wussten die Menschen ganz selbstverständlich, wie Altwerden aussah, was man tat und was man ließ. Heute erleben die Alten neue Freiheiten und neue Zwänge: Gesund muss man bleiben, leistungsfähig, selbstständig. Dafür darf man auch mit 80 noch reisen, Sex haben, mit den Freunden skypen. Und was, wenn man des »Immer mehr« mal müde wird?

Die Leistungsgesellschaft hat längst auch die erfasst, die glaubten, nun nichts mehr leisten zu müssen. Und zugleich sortiert sie die aus, die nicht in das Bild des dauerfröhlichen Silver-Agers passen. Der Verlust von Autarkie und Konsumfreude wird mit Nichtachtung bestraft oder in Pflegeheimen wegorganisiert. Ist das Alter also doch ein Schreckbild – rette sich, wer kann?

Ein bisschen Paradies und etwas Hölle, findet Reimer Gronemeyer. Vor allem aber: ein immer noch Unterwegssein. Und darum stellt er mit wissenschaftlicher Expertise und aus eigener Erfahrung eine entscheidende Frage: Wie wollen wir alt werden in einer Gesellschaft, die keine Vorbilder für ein acht oder neun Jahrzehnte währendes Leben hat? Klug und persönlich berichtet er davon, wie wir lernen können, einen eigenen Umgang mit der großen Aufgabe Alter zu finden: eine Orientierungshilfe für alle, die mal so richtig alt werden wollen.

Edition Körber-Stiftung 2014, 216 Seiten, EUR 18,00 (D)
ISBN: 978-3-89684-160-5
 
 



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