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Donnerstag, 18. Juli 2024
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Buchtipps

 
Buchtipp: Erik D. Schulz "Der Weizen gedeiht im Süden"
In diesem spannenden endzeitlichen Abenteuer-Roman inszeniert der Autor ein fesselndes Roadmovie in Buchform. Ein Atomkrieg vernichtet das Leben in der nördlichen Hemisphäre weitgehend und zwingt eine Gruppe Überlebender in einen hochtechnisierten Bunker inmitten der Schweizer Alpen. Die Hoffnung auf eine Zukunft stirbt langsam aufgrund von radioaktiv verseuchtem Wasser und einer Getreidepest aus. Verzweifelt wagt Dr. Oliver Bertram zusammen mit seiner Tochter und einer kleinen Gruppe die gefährliche Flucht. Ihr Ziel ist Afrika, der einzige Ort, an dem menschenwürdiges Leben noch möglich erscheint.

acabus Verlag 2020, 390 Seiten, € 16,00 (D)
ISBN: 9783862827367
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Europäische Kulturtage Karlsruhe abgesagt
25. Festival wird auf nächstes Jahr verschoben

Die Europäischen Kulturtage zum Thema "Europa - ein Versprechen" werden wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschoben. Das gaben die Stadt Karlsruhe und das Land Baden-Württemberg jetzt bekannt. Die 25. Ausgabe der Reihe findet 2021 voraussichtlich im gleichen Zeitraum statt.
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Buchtipp: Norbert Hummelt "Sonnengesang"
Gedichte

Die Sonne und ihr Licht stehen im Mittelpunkt des Lyrikbandes. Denn ganz gleich, wie kunstreich der Mensch seine Welt einrichtet, ohne das Sonnenlicht ist er verloren. Sie ist das künstliche Licht der Raumstation, die den Himmel über Berlin passiert. Die Kraft, die die Natur belebt, den Blick des Betrachters lenkt. Der Klang einer Glocke, der Ruf der Ringeltaube reißen ihn aus einer Starre, wecken Sehnsüchte, lassen Bilder aufsteigen, in denen Licht und Helligkeit gespeichert sind. Träume lassen sich nicht festhalten, außer in Versen – sie schwingen nach in den lebendigen Rhythmen dieser Gedichte, die einfach wie Lieder sind und doch voller Geheimnisse.

Der Autor Norbert Hummelt, 1962 geboren, veröffentlichte Gedichte, Essays und Übersetzungen in zahlreichen Medien. Für seine Gedichte wurde er vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Hölty-Preis, Deutschlands höchstdotierten Lyrikpreis.

Luchterhand 2020, 96 Seiten, € 20,00 [D], 20,60 [A] / SFr 28,90
ISBN: 978-3-630-87630-6
 
 

 
Buchtipp: Sophie Kendrick "Das Echo deines Todes"
Thriller

Die besondere Stärke der Autorin Sophie Kendrick ist es, ihren Protagonistinnen außergewöhnliche und dennoch überzeugende Perspektiven zu verleihen. Nach den Themen Amnesie in «Das Gesicht meines Mörders» und traumatisch bedingter Erblindung in «Mein Tod in deinen Augen», leidet ihre Heldin Lara in «Das Echo deines Todes» unter dem Asperger-Syndrom:

Vor sechzehn Jahren haben sich die vier Freundinnen zuletzt gesehen. Auf einer Schäreninsel während eines Urlaubs, der tragisch endete. Als Lara eine anonyme Einladung dorthin erhält, wirft sie das völlig aus der Bahn. Denn damals verschwand Becca spurlos. Alles, was die Polizei je fand, war ein verlassenes Motorboot – die einzige Verbindung zwischen der Insel und dem Festland. Kaum sind die einstigen Freundinnen auf der Insel angekommen, geschehen merkwürdige Dinge: Jemand bricht in das Haus ein und hinterlässt rätselhafte Botschaften, Fotos tauchen auf Laras Handy auf, die sie nie gemacht hat. Und in der Nacht sieht sie eine Gestalt um das Haus schleichen, die sie für Becca hält …

«Das Echo deines Todes» ist packende psychologische Spannung.

rororo 2020, 320 Seiten, € 10,00 (D), 10,30 (A)
ISBN: 978-3-499-00084-3
 
 

 
Buchtipp: Mercedes Rosende "Falsche Ursula"
Kriminalroman
Aus dem Spanischen von Peter Kultzen

Ursula ist unzufrieden. Zu hässlich, zu hungrig, zu allein – ihr Leben läuft überhaupt nicht so, wie sie es gern hätte. Die Schwester ist schöner, die Nachbarin glücklicher, und wer hält schon eine ewige Gemüsesuppen-Diät durch?

Da kommt ihr der mysteriöse Erpresseranruf eigentlich ganz gelegen: Man habe ihren Ehemann entführt, eine Million Lösegeld. Nur: Ursula hat gar keinen Ehemann. Doch ihr unstillbarer Hunger auf das Leben der anderen verbietet ihr, die Verwechslung aufzudecken. Sie entdeckt ihr kriminalistisches Talent, das sie in ein abstrus herrliches Abenteuer führt.

Unionsverlag 2020, 208 Seiten, € 18.00 (D) 18,50 (A) / SFr 24.00
ISBN 978-3-293-00559-4
 
 

 
Buchtipp: Navaz Habib "Aktivieren Sie Ihren Vagusnerv"
So stärken Sie Ihren SELBSTHEILUNGSNERV bei Darmproblemen, Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Ängsten, Depressionen und innerer Unruhe

Wer unter Symptomen wie Schlaflosigkeit, Depressionen, Darmproblemen, oder Autoimmunerkrankungen leidet oder sich nur schwer entspannen kann, läuft oft von einer schulmedizinischen oder alternativen Therapie zur nächsten – und erfährt doch oft genug keine Linderung seiner Probleme. Denn die meisten Ärzte und Therapeuten wissen leider nicht, wie bedeutsam der Vagusnerv für unsere Gesundheit ist.
Der Vagus ist der größte und wichtigste Nerv in unserem Körper. Er transportiert Informationen vom und zum Gehirn, Darm, Herzen und anderen wichtigen Organen und Muskeln. Der Vagusnerv kann daher auch eine große Bandbreite an Körperfunktionen beeinflussen, etwa die Herzfrequenz, das Sättigungsgefühl, die Blasenfunktion u.v.a.m. Häufig auftretende Symptome und Beschwerden wie Entzündungen, Stress oder Verletzungen aller Art können die optimale Funktionsfähigkeit des Vagusnervs jedoch beeinträchtigen und behindern.
Navaz Habib kombiniert in seinem dreiteiligen Kompaktratgeber theoretisches Hintergrundwissen mit praktischen Übungen zur Aktivierung des Vagusnervs. Im ersten Teil erläutert er anschaulich alles Wesentliche: Was ist der Vagusnerv? Wie verläuft er im Körper? Was sind seine Funktionen? Warum ist er von zentraler Bedeutung für unsere Gesundheit?
Der Autor erklärt im zweiten Teil welche Symptome und Beschwerden mit einem dysfunktionalen Vagusnerv zusammenhängen können, z. B. Atem- und Verdauungsbeschwerden, Darmprobleme, Entzündungen und ein geschwächtes Immunsystem, Herz-Kreislaufbeschwerden, Leberprobleme, chronischer Stress, Schlafprobleme und ein gestörter Biorhythmus.
Der dritte Teil bietet wirksame Selbsthilfe: Navaz Habib präsentiert zahlreiche schnelle und leicht in den Alltag integrierbare Übungen, die den Vagusnerv aktivieren, trainieren und widerstandsfähig machen.
So kann der Körper heilen, wieder gesund werden und in seine natürliche Balance zurückfinden.

VAK Verlag 2019, 224 Seiten, € 16,80
ISBN 978-3867312264
 
 

 
Incels – Zur Sprache und Ideologie eines Online-Kults
Vortrag von Veronika Kracher im Rahmen des Wochenendes gegen Rassismus

Freitag, 19.3.2020, 20 Uhr
Jos Fritz Buchhandlung, Freiburg, Wilhelmstr. 15

Was ist eine „Stacy"? Und ein „Chad"? Was bedeuten Begriffe wie „Roastie", „blackpill", „Wristcel", „looksmaxing" und „Femoid"? Es handelt sich hier um den Code der sogenannten Incel-Subkultur, ein misogyner Online-Todeskult, der seit 2018 in den Blick der Öffentlichkeit geraten ist. „Incel" ist die Kurzform für „Involuntary Celibate" – unfreiwillig im Zölibat lebende. Denn dieses jedoch nur scheinbar unfreiwillige Zölibat konstituiert die komplette Identität dieser frustrierten jungen Männer.

Im April 2018 fuhr der Kanadier Alek Minassian mit dem Auto in eine Menschenmenge, um Rache dafür zu nehmen, dass er immer noch keinen Sex gehabt hatte. Sein Vorbild war Elliot Rodger, Held der Incels, der 2014 sechs Menschen tötete, 13 weitere verletzte, und ein über hundert Seiten langes Manifest hinterließ, das zum Manifest der Incel-Bewegung wurde.

Frauen würden einem Sex schulden, und müssten dafür bestraft werden, dass sie diesen verweigern, so der Tenor. Dass Frauenhass, Antisemitismus, Rassismus und die selbstgefällige Anspruchshaltung, man hätte allein seines Geschlechts wegen schon Sex verdient, dafür verantwortlich sind, dass die sich in der Alt-Right verortenden Incels in der Partnerinnenwahl versagen, wird vehement geleugnet.

Denn so wie man Frauen hasst, hasst man als Incel auch sich selbst: Incels hängen dem fatalistischen Glauben an, sie seien aufgrund der eigenen Hässlichkeit ohnehin determiniert, für immer ein Dasein als ungeliebter Einzelgänger zu fristen – Frauen seien schließlich alles oberflächliche Schlampen. Denn es gibt kaum etwas, was der Incel mehr verabscheut als selbstbestimmte weibliche Sexualität. Als Ventil für den eigenen Frust dient das Internet. In Foren tauscht man sich mit Gleichgesinnten über die Verkommenheit von als „Femoids" dehumanisierten Frauen aus, ergießt sich in Vergewaltigungs- und Mordfantasien, und bestätigt sich gegenseitig, dass man Abschaum sei. Denn: Selbst- als auch Frauenhass bestimmen das komplette Dasein der Incels. Diese permanente, aber nur vermeintliche Kränkung ist dem Incel untragbar, und muss so ihre Wiedergutmachung im Terror gegen Frauen finden, Männer wie Rodger, Minassian, oder Scott P. Beierle beweisen dies.

Doch Incels sind keine „schwarzen Schafe", vielmehr ist ihre Ideologie ist in patriarchalen Verhältnissen verwurzelt: sowohl der Glaube auf das Recht auf den weiblichen Leib als auch die Abwertung von Frauen und deren selbstbestimmter weiblicher Sexualität sind auch außerhalb von Incel-Foren weit verbreitet.

Veronika Kracher studierte Soziologie und Literaturwissenschaften und arbeitet als freie Journalistin. Sie arbeitet momentan an einem Buch zur Incel-Subkultur. In ihrem Vortrag wird sie anhand sozialpsychologischer Analysen und hermeneutischer Textarbeit die Ideologie dieser männerbündischen Gruppen analysieren und erklären.

Der Vortrag wird vom Referat gegen Faschismus und der Jugendprojekte Plattform JUPP im Rahmen des Wochenende gegen Rassismus veranstaltet. Der Eintritt ist frei.
 
 

 
Buchtipp: Tim Desmond "Shit happens"
Anleitung zum Menschsein in einer beschissenen Welt
Übersetzt von Judith Elze

Überleben in egoistischen Zeiten, ein Leitfaden von Psychotherapeut Tim Desmond: Nervt Sie ein Kollege? Fühlen Sie sich ungerecht behandelt? Oder ist Ihnen oder jemandem in Ihrer Familie etwas sehr Schlimmes zugestoßen? Der Psychotherapeut und Achtsamkeitslehrer Tim Desmond zeigt in diesem praktischen Übungsbuch, wie wir selbst in ungünstigen Momenten des Lebens eine humane, achtsame und mitfühlende Haltung entwickeln können. Egal ob im Sitzen, Gehen, beim Singen oder Beobachten von Regen - an vielen alltäglichen Beispielen bringt Desmond uns bei, wie wir Konfliktsituationen meistern, Wunden heilen, die Schönheit des Augenblicks erkennen und letztlich furchtlos werden. Wir können schlimme Dinge nicht ändern, aber wir können unsere Einstellung dazu wählen – die der Achtsamkeit und des Mitgefühls.

Shit happens hilft beim Umgang mit schwierigen Emotionen, in Lebenskrisen oder auch bei alltäglichen Missverständnissen und zeigt Wege auf, mehr Leichtigkeit und Harmonie in unsere Beziehungen zu bringen. Zwar basiert der Ratgeber von Tim Desmond auf der Praxis der Achtsamkeit, doch funktioniert das Übungsbuch des Achtsamkeitslehrers ganz ohne Meditationskissen. Es richtet sich speziell an Nicht-Meditierer und alle, die Achtsamkeit und Selbstmitgefühl in ihrem Leben entwickeln möchten, aber nicht jeden Tag meditieren und still sitzen können. Tim Desmond, der Stressreduktions-Programme für Unternehmen entwickelt, zeigt praxisnah und fundiert sechs Möglichkeiten, achtsam zu sein, ohne tatsächlich zu meditieren. So stellt er viele wirkungsvolle Übungen vor, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen und gibt verständliche Anleitungen zu einfachen Aktivitäten wie Achtsamkeit beim Spazierengehen, beim Duschen oder Gemüseschneiden. Sein Anliegen ist es, uns zu ermutigen, die Blickrichtung zu wechseln und gelassen zu bleiben, wenn es im Leben einmal schwierig wird.

Der Autor Tim Desmond ist praktizierender Psychotherapeut, Achtsamkeitslehrer und Schüler des Zenmeisters Thich Nhat Hanh. Er ist Fakultätsmitglied an der Harvard University und Mitbegründer des Morning Sun Mindfulness Center. Desmond arbeitet mit Google zusammen, um ein neues Schulungsprogramm für Achtsamkeit für die Mitarbeiter des Unternehmens zu erstellen. Im Jahr 2005 wurde er von Thich Nhat Hanh nach langjähriger Praxis in den Orden Intersein aufgenommen. Neben der Tradition von Thich Nhat Hanh lehrt er Gewaltfreie Kommunikation und positive Psychologie. www.timdesmond.net

Knaur Balance 2020, 208 Seiten, € 16,99 (D), 17,50 (A)
ISBN: 978-3-426-67587-8
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