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Dienstag, 24. April 2018
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Buchtipps

 Buchtipp: Bert te Wildt
 
Buchtipp: Bert te Wildt "DIGITAL JUNKIES"
Der Arzt und Psychotherapeut Bert te Wildt schlägt Alarm!

Cybersex, Online-Spiele, Social Media: Als Ersatz für unerfüllte Wünsche und unerreichte Ziele ist das Internet der Nährboden für eine neue Verhaltenssucht. Immer mehr verzweifelte Jugendliche und Erwachsene kommen in die Medienambulanz von Bert te Wildt. Sie alle weisen Anzeichen schwerer Abhängigkeit auf und stehen oftmals vor den Trümmern ihrer Existenz.

Am häufigsten sind sie online-spielsüchtig. Bis zu 16 Stunden am Tag spielen sie ohne Unterbrechung. Sie vernachlässigen die Schule oder den Arbeitsplatz, haben kaum noch Freunde, im besten Fall aber alarmierte Eltern. Andere sind cybersexsüchtig, immer auf der Suche nach dem ultimativen Kick. Wiederum andere verlieren sich in Chats und Foren, um sich über ihre Einsamkeit hinwegzutrösten. Internetabhängigkeit führt in der Regel zu emotionaler und sozialer Verarmung. Sie geht meistens mit Depressionen einher, im schlimmsten Fall kommt es sogar zum Suizid.

Bert te Wildt ist weit davon entfernt, das Internet zu verteufeln. Ihm geht es um eine kritische Begleitung und achtsame Gestaltung der digitalen Revolution. Te Wildt erklärt die Risikofaktoren dieser sich rasch ausbreitenden Krankheit. Wie können wir sie eingrenzen, wenn das Suchtmittel ständig präsent ist? Erziehen wir unsere Kinder richtig, wenn wir sie so früh wie möglich vor Bildschirmmedien setzen, noch bevor sie ihren Platz in der realen Welt finden und ihre Talente entfalten können? Indem er zahlreiche pädagogische und politische Präventionsmaßnahmen aufzeigt, erklärt uns Bert te Wildt, wie wir uns und unsere Kinder vor Internetabhängigkeit schützen können.

Privatdozent Dr. med. Bert te Wildt leitet als Oberarzt die Ambulanz der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum, im Rahmen derer er Internet- und Computerspielabhängige behandelt. Er hat sich zum Thema Internetabhängigkeit habilitiert und ist Mitbegründer des Fachverbands Medienabhängigkeit e.V.

Droemer Verlag 2015, 384 Seiten, EUR 19,99
ISBN: 978-3-426-27656-3
 
 

 Buchtipp: Jan Stressenreuter
 
Buchtipp: Jan Stressenreuter "Haus voller Wolken"
Roman

Es beginnt mit Kleinigkeiten: Karsten verlegt seinen Schlüsselbund, er vergisst einen geschäftlichen Termin, manchmal fallen ihm Worte nicht mehr ein. Als sein Arzt Alzheimer diagnostiziert, bricht für ihn und seinen Freund Roman eine Welt zusammen. Gemeinsam versuchen sie, der Krankheit die Stirn zu bieten, schöpfen Hoffnung und stecken Niederlagen ein, weichen Stück für Stück zurück. Bis Roman erkennt, dass er eine Entscheidung treffen muss. Noch einmal trommelt er Freunde und Familie zusammen, noch einmal feiern Karsten und er ein rauschendes Fest, an einem Wochenende voller Lachen und Tränen.

Mit "Haus voller Wolken" beweist Stressenreuter erneut, warum er zu den wichtigsten zeitgenössischen schwulen Autoren im deutschsprachigen Raum gehört. Mit berührenden Bildern, einer einfühlsamen, schnörkellosen Sprache und leisem Humor wagt er sich an ein Thema, dem in Zukunft immer mehr Beachtung geschenkt werden wird, auch von schwulen Männern.

Querverlag 2015, 360 Seiten, EUR 16,90 (D). 17,40 (A) / sFR 23,90
ISBN 978-3-89656-231-9
 
 

Buchtipp: Martin Keune
 
Buchtipp: Martin Keune "Knockout"
Kriminalroman

Berlin, 1932. Ein Leichenfund in der Boxerkneipe Fliegerbombe gibt der Polizei Rätsel auf. Bei den Ermittlungen zwischen Halbweltgrößen, Nazischlägern und Revuegirls gerät Kommissar Sándor Lehman immer tiefer in einen Strudel mysteriöser Ereignisse. Gleichzeitig steht die Weimarer Republik vor dem politischen Knock-out. Als die Reichswehr vor dem Polizeipräsidium aufmarschiert, ist Sándor erstmals in seiner Karriere versucht, das Handtuch zu werfen …

Bebra Verlag 2015, 272 Seiten, EUR 9,95
ISBN 978-3-89809-540-2
 
 

Buchtipp: Lutz van Dijk (Hrg.)
 
Buchtipp: Lutz van Dijk (Hrg.) "Endlich den Mut …"
Briefe von Stefan T. Kosinski (1925-2003)

Stefan ist 17 Jahre, als er 1942 wegen eines Liebesbriefes an einen jungen deutschen Soldaten im besetzten Polen zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt wird. Den Zweiten Weltkrieg, die Jahre der Folter, Gefangenschaft und Erniedrigung bis Mai 1945 überlebt der junge Pole nur knapp. Mit 65 Jahren begegnet er dem 30 Jahre jüngeren Deutsch-Niederländer Lutz van Dijk und verfasst mit ihm zusammen das Jugendbuch "Verdammt starke Liebe" (1991), bis heute das einzige Jugendbuch zur Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit weltweit und seitdem in zahlreiche Sprachen (darunter ins Englische, ins Japanische und zuletzt 2013 ins Bulgarische) übersetzt. (Im Frühjahrsprogramm legt der Querverlag diesen Titel neu auf.) Gut zwölf Jahre korrespondieren beide – bis kurz vor Stefans Tod 2003. Seine erst nun veröffentlichten Briefe dokumentieren die spannende Bewusstwerdung eines ehemals verfolgten schwulen Mannes, sein beinah rauschhaftes Coming-out auf seiner ersten Lesereise in die USA bis hin zu den erneut aufkommenden tiefen Ängsten zum Ende seines Lebens.

Querverlag 2015, 192 Seiten, EUR 14,90 (D), 1^5,40 (A) / sFR 21,90
ISBN 978-3-89656-228-9
 
 

Buchtipp: Joanna Rakoff
 
Buchtipp: Joanna Rakoff "Lieber Mr. Salinger"
Aus dem Amerikanischen von Sabine Schwenk

„Eine Liebeserklärung an die Zeit kurz vor der digitalen Revolution und an die immerwährende Kraft der Literatur.“ The Chicago Tribune

Von ihnen gibt es Hunderte: blitzgescheite junge Frauen, frisch von der Uni und mit dem festen Vorsatz, in der Welt der Bücher Fuß zu fassen. Joanna Rakoff war eine von ihnen. 1996 kommt sie nach New York, um die literarische Szene zu erobern. Doch zunächst landet sie in einer Agentur für Autoren und wird mit einem Büroalltag konfrontiert, der sie in eine längst vergangen geglaubte Zeit katapultiert. Joanna lernt erst das Staunen kennen, dann einen kauzigen Kultautor – und schließlich sich selber.

Joanna hat den legendären Welterfolg "Der Fänger im Roggen" nicht gelesen, als sie frisch von der Uni im New York der 90er Jahre einen Job in der Agentur ergattert, die J. D. Salinger vertritt. Die junge Frau mit eigenen literarischen Ambitionen und kompliziertem Liebesleben glaubt sich dort in ein anderes Jahrhundert versetzt: eine strenge Agenturchefin, deren Briefe sie auf Schreibmaschine tippen muss und die sie ermahnt, niemals „Jerry“ anzurufen. Erst langsam begreift Joanna, wer Jerry ist, denn sie muss die Unmengen an Fanbriefen beantworten, die Salinger nicht sehen will. Neugierig geworden entdeckt sie endlich seine Bücher und erlebt, wie sie sanft, aber unerbittlich in ihr Leben eindringen und sie zwingen, sich selbst zu erkennen und erwachsen zu werden.

Knaus Verlag 2015, 304 Seiten, EUR 19,99 [D], 20,60 [A] / sFR 28,50
ISBN: 978-3-8135-0515-3

LESUNG in FREIBURG:
Mittwoch, 18. März, 20 Uhr
im artjamming, Günterstalstraße 41
Lesung mit Doris Wolters
 
 

Buchtipp: Ciaràn Fahey
 
Buchtipp: Ciaràn Fahey "Verlassene Orte / Abandoned Berlin"
Ruinen und Relikte in Berlin und Umgebung/ Ruins and relics in and around Berlin

Als Ruinen der Moderne verströmen halb verfallene Gebäudekomplexe – ehemalige Vergnügungspaläste, stillgelegte Fabriken und Krankenhäuser oder nicht mehr genutzte Militäranlagen – einen unwiderstehlich morbiden Charme.
Der Journalist und Blogger Ciarán Fahey hat die faszinierendsten und spektakulärsten dieser verlassenen Orte in Berlin und Umgebung fotografiert und ihre Geschichte erkundet. Seine Bilder und Texte bewahren die Relikte einer geheimnisvollen Welt an der Grenze zwischen Vergangenheit und Zukunft.

be.bra Verlag 2015, 192 Seiten, EUR 22,00
ISBN 978-3-8148-0208-4
 
 

Buchtipp: Sarah Zierul
 
Buchtipp: Sarah Zierul "Billig. Billiger. Banane."
Wie unsere Supermärkte die Welt verramschen

Bananen verkommen zur Ramschware: Discounter und Supermärkte unterbieten sich mit Dumpingangeboten, der Preis für Bananen ist seit fast 20 Jahren nicht gestiegen. Sarah Zierul zeigt auf, welch dramatische Folgen der Billigwahn der großen Lebensmittelketten für Mensch und Umwelt in den Anbauregionen hat – und wie groß die Macht der Verbraucher ist, die Negativspirale zu durchbrechen.

In keinem anderen europäischen Land wird so wenig Geld für Essen ausgegeben wie in Deutschland. Gerade bei Nahrungsmitteln ist die Geiz-ist-geil-Mentalität besonders weit verbreitet. Die Bereitschaft, für Bio- oder Fair Trade-Produkte ein paar Cent mehr auszugeben, ist trotz aller Lippenbekenntnisse immer noch gering. Ermöglicht und befeuert wird der Billigwahn durch entsprechende Angebote – deutsche Discounter drücken inzwischen in ganz Europa die Preise.

"Die wahre 'Bananenrepublik' liegt heute nicht mehr in Lateinamerika, sondern in Europa – vor allem in Deutschland", ist Sarah Zierul überzeugt. Über eine Million Tonnen Bananen essen wir jedes Jahr, ein Drittel des gesamten EU-Bananenimports landet auf heimischen Ladentischen. Doch während hierzulande mit den Waren aus dem globalen Süden gut verdient wird, werden in Ländern wie Costa Rica oder Ecuador Naturparadiese zerstört, Arbeiterrechte mit Füßen getreten und die Gesundheit der Anwohner gefährdet. Das neue Buch "Billig. Billiger. Banane. Wie unsere Supermärkte die Welt verramschen" liefert Insider-Informationen und fundierte Einblicke in das System des deutschen Discount- und Supermarkthandels. Die Banane steht dabei stellvertretend für viele Lebensmittel und Waren, die unter hohem Aufwand erzeugt werden und teils weite Reisen hinter sich haben, ehe sie bei uns auf dem Tisch landen.

Sarah Zierul hat Arbeiter und Plantagenmanager, Importeure und Großhändler, Wissenschaftler und Gewerkschafter, Branchenkenner und Mitarbeiter von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen zwei Jahre lang begleitet und Zusammenhänge aufgedeckt, vor denen die Öffentlichkeit gerne die Augen verschließt. Ihr Fazit: Die Situation ist unerfreulich, aber nicht hoffnungslos. Es gibt Möglichkeiten, die Abwärtsspirale zu stoppen. Doch dazu müssen alle an einem Strang ziehen – Politik, Unternehmen und Verbraucher. Das Buch zeigt auf, wie dies gelingen kann.

oekom verlag 2015, 256 Seiten, EUR 19,95 (D), 20,60 (A)
ISBN 978-3-86581-709-9
 
 

Buchtipp: Bernd Mannhardt
 
Buchtipp: Bernd Mannhardt "Schlussakkord"
Ein Moabit-Krimi

Vor der Arminius-Markthalle wird ein Straßenmusiker mit einem gezielten Kopfschuss aus einem Fenster des gegenüberliegenden Rathauses getötet. Kommissar Hajo Freisal sieht sich mit der Vielzahl von Verdächtigen konfrontiert: Ist der Täter einer der Angestellten des Bezirksamtes, die sich von der schrägen Musik des Toten seit Monaten terrorisiert fühlen? Oder gehört er zu einer Bande von Schutzgeld-Erpressern? Die Wahrheit, die allmählich ans Licht kommt, verschlägt selbst dem Gemütsmenschen Freisal die Sprache ...

Bebra Verlag 2015, 272 Seiten, EUR 9,95
ISBN 978-3-89809-538-9
 
 



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