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Samstag, 18. November 2017
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Buchtipps

Buchtipp: Brigitte Hargasser
 
Buchtipp: Brigitte Hargasser "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge"
Sequentielle Traumatisierungsprozesse und die Aufgaben der Jugendhilfe

Wie lässt sich die schwierige psychosoziale Lebenssituation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen verbessern? Anhand von Interviews mit ehemaligen Betroffenen und BetreuerInnen verschiedener Jugendhilfeeinrichtungen untersucht Brigitte Hargasser die bislang kaum beachtete eigene Perspektive der Jugendlichen auf ihre Erfahrungen mit der stationären Jugendhilfe. Sie schlüsselt sowohl negative als auch unterstützende Erfahrungen auf. Daran anschließend formuliert Hargasser Kritikpunkte, die sich auch an Politik und Gesellschaft richten. Als Grundlage dienen Informationen über allgemeine und rechtliche Hintergründe, die Lebenssituation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und aktuelle Traumatheorien. Denn häufig wird übersehen, dass es sich bei Traumata um Prozesse handelt, die noch im Aufnahmeland anhalten und in die unter den gegebenen Bedingungen auch die MitarbeiterInnen der stationären Jugendhilfe involviert sind. Die Studie gibt Anhaltspunkte, was notwendig ist, damit die stationäre Jugendhilfe traumaverstärkende Faktoren beseitigen und ein hilfreiches Milieu bieten kann

Verlag Brandes & Apsel 2014, 268 Seiten,EUR 24,90
ISBN: 978-3955580728
 
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "Richtig scharf kochen"
100 heiße Rezepte für jeden Geschmack

Schärfe, wenn sie kundig und überlegt dosiert wird, veredelt Speisen fast aller Art. Sie kann eine ganz eigene, hochkomplexe Aromatik entwickeln und dafür sorgen, dass die normalen Geschmackseindrücke wie süß, sauer, bitter, salzig oder umami verstärkt werden. "Richtig Scharf kochen", das neue Kochbuch der Stiftung Warentest, zeigt die ganze Vielseitigkeit der scharfmachenden Kräuter und Gewürze und wie man damit kulinarische Highlights zaubert.
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Buchtipp: Reimer Gronemeyer
 
Buchtipp: Reimer Gronemeyer "Altwerden ist das Schönste und Dümmste, ...
... was einem passieren kann.

Eine Frage des Alters

Früher wussten die Menschen ganz selbstverständlich, wie Altwerden aussah, was man tat und was man ließ. Heute erleben die Alten neue Freiheiten und neue Zwänge: Gesund muss man bleiben, leistungsfähig, selbstständig. Dafür darf man auch mit 80 noch reisen, Sex haben, mit den Freunden skypen. Und was, wenn man des »Immer mehr« mal müde wird?

Die Leistungsgesellschaft hat längst auch die erfasst, die glaubten, nun nichts mehr leisten zu müssen. Und zugleich sortiert sie die aus, die nicht in das Bild des dauerfröhlichen Silver-Agers passen. Der Verlust von Autarkie und Konsumfreude wird mit Nichtachtung bestraft oder in Pflegeheimen wegorganisiert. Ist das Alter also doch ein Schreckbild – rette sich, wer kann?

Ein bisschen Paradies und etwas Hölle, findet Reimer Gronemeyer. Vor allem aber: ein immer noch Unterwegssein. Und darum stellt er mit wissenschaftlicher Expertise und aus eigener Erfahrung eine entscheidende Frage: Wie wollen wir alt werden in einer Gesellschaft, die keine Vorbilder für ein acht oder neun Jahrzehnte währendes Leben hat? Klug und persönlich berichtet er davon, wie wir lernen können, einen eigenen Umgang mit der großen Aufgabe Alter zu finden: eine Orientierungshilfe für alle, die mal so richtig alt werden wollen.

Edition Körber-Stiftung 2014, 216 Seiten, EUR 18,00 (D)
ISBN: 978-3-89684-160-5
 
 

Buchtipp: Lars Franke
 
Buchtipp: Lars Franke "Spukgeschichten aus Mecklenburg-Vorpommern"
In ganz Mecklenburg-Vorpommern war Lars Franke unterwegs, um Spuk-Orte aufzuspüren und ihren Besuch zu empfehlen. Die Sagenreise führt zum unterirdischen Trommler nahe der Festung Dömitz an der Elbe, zum Petermännchen im Schweriner Schloss, zu den guten und bösen Zwergen auf der Insel Rügen. Erzählt wird von einem wilden Keiler, einem schändlichen Mönch und von Weißen Frauen. Die 28 Spuk-Geschichten zu lesen, vorzulesen oder nachzuerzählen, ist für Erwachsene und Kinder Spaß und Grusel zugleich.

Steffen Verlag 2014, 128 Seiten, EUR 12,95
ISBN 978-3-941683-50-1
 
 

Buchtipp: Karen Sander
 
Buchtipp: Karen Sander "Wer nicht hören will, muss sterben"
Thriller

Flieh, wohin du willst. Mir entkommst du nicht.

Ein jugendlicher Ausreißer wurde ermordet. Zu Tode gefoltert. Verstümmelt. Kriminalhauptkommissar Georg Stadler bittet die Psychologin Liz Montario um Hilfe, die darauf spezialisiert ist, Botschaften von Mördern zu analysieren. Denn auch dieser Täter scheint den Ermittlern etwas sagen zu wollen: In der Kehle des Toten findet sich eine Nachricht, auf Zeitungspapier geschrieben. Und Stadler bekommt per Post einen abgetrennten Finger zugeschickt. Noch bevor das Team die Worte entschlüsseln kann, verschwindet ein junges Mädchen, das per Anhalter unterwegs war …

Rowohlt 2013, 400 Seiten, EUR (D) 9,99 / (A) 10,30 / sFr 14,90
ISBN 978-3-499-24355-4
 
 

  Buchtipp: Helmut Ortner
 
Buchtipp: Helmut Ortner "Der Hinrichter: Roland Freisler
Mörder im Dienste Hitlers

Das Buch zur viel beachteten TV-Dokumentation „Roland Freisler – Hitlers williger Vollstrecker“ (ARD-Programme).

Der Volksgerichtshof gehört zu den düstersten Kapiteln der deutschen Rechtsgeschichte. Kein nationalsozialistisches Gericht fällte mehr Todesurteile. Helmut Ortner beschreibt anhand zahlreicher erstmals veröffentlichter Dokumente und Gerichtsakten die Entstehung, Entwicklung und Urteilspraxis dieses NS-Tribunals, das nur eine Funktion hatte: die Liquidierung jeglicher Opposition gegen das Hitler-Regime. Im Mittelpunkt des Buches steht einer der fanatischsten NS-Richter: der Volksgerichtshofpräsident Roland Freisler. Das Buch erzählt seine Karriere, sein Wirken, seinen Tod. Es ist die Geschichte eines gnadenlosen Blutrichters in einer gnadenlosen Zeit.

Über den Autor: Helmut Ortner, Jahrgang 1950, hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Bekannt wurde er durch seine Arbeiten zum Dritten Reich und zu dessen juristischer und gesellschaftlicher Aufarbeitung. Dazu gehören seine erzählenden Sachbücher »Der einsame Attentäter – Georg Elser, der Mann der Hitler töten wollte« und »Der Hinrichter – Roland Freisler, Mörder im Dienste Hitlers« sowie »Hitlers Schatten – Deutsche Reportagen«, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Zuletzt veröffentlichte er den Essayband »Der Zorn – Eine Hommage« (2012) sowie «Das Buch vom Töten – Über die Todesstrafe«, (2013).

Nomen Verlag 2014, 360 Seiten, EUR 24,90
ISBN: 978-3-939816-21-8
 
 

 Buchtipp: Christoph Spielberg
 
Buchtipp: Christoph Spielberg "Der Ein-Euro-Schnüffler"
Ein Neukölln Krimi

Oskar Buscher erledigt einen schmutzigen Job: Der arbeitslose Ingenieur fahndet im Auftrag des Bezirksamtes als Ein-Euro-Jobber nach Leuten, die ihren Abfall illegal auf der Straße entsorgen. Als er eines Nachts in einem Müllcontainer auf Hundeleichen stößt, wird sein kriminalistischer Spürsinn geweckt. Außerdem geht er auf die Suche nach dem verschwundenen Bruder seiner attraktiven jungen Nachbarin Julia. Die Ermittlungen bringen nicht nur das Leben des Hartz-IV-Empfängers gehörig durcheinander, sondern führen ihn auch auf die Spur eines brisanten Verbrechens – den Leser ganz nebenbei zu Erkenntnissen über Gentrifizierung sowie integrierte und nicht integrierte Migranten – und Ganze mit Humor und Spannung …

Der Autor Christoph Spielberg ist Facharzt für Innere Medizin und Herzspezialist. Er war viele Jahre Oberarzt an einem Berliner Universitätsklinikum, seitdem niedergelassener Kardiologe. Nach seiner preisgekrönten und in mehrere Sprachen übersetzten Krimi-Serie um den Klinikarzt Dr. Hoffmann (Andrea Fischer im Tagesspiegel: »Das Krankenhaus als Ort des Verbrechens musste endlich entdeckt werden«) präsentiert Christoph Spielberg mit »Der Ein-Euro-Schnüffler« erneut einen ungewöhnlichen Ermittler: Oskar Buscher, 52 Jahre, studierter Ingenieur – und Langzeitarbeitsloser. Spielberg lebt in Berlin.

be.bra Verlag 2014, 272 Seiten, EUR 9,95(D), 10,30 (A) / sFR 14,40
ISBN 978-3-89809-536-5
 
 

Buchtipp: Hugo Hamilton
 
Buchtipp: Hugo Hamilton "Jede einzelne Minute"
Roman. Aus dem Englischen von Henning Ahrens.
Mit einem Nachwort von Elke Heidenreich.

Hugo Hamiltons ergreifendes Buch basiert auf einer Reise, die der irisch-deutsche Autor und Journalist im Frühjahr 2008 mit seiner Kollegin Nuala O’Faolain nach Berlin unternahm. Die berühmte irische Schriftstellerin war an Krebs erkrankt und hatte nur noch kurze Zeit zu leben. Ihr letzter Wunsch war es, dass ihr Freund Hugo Hamilton sie zwei Tage lang in die deutsche Hauptstadt begleitete.

Die Schriftstellerin Úna weiß, dass ihre Tage gezählt sind, weil sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Kurz vor ihrem sicheren Tod will sie sich noch einen letzten Wunsch erfüllen und einmal mit ihrem guten alten Freund nach Berlin reisen. Liam kennt Úna, die zwanzig Jahre älter ist als er, schon lange und hat sich gern auf diese Reise eingelassen, auch wenn er nicht weiß, ob er der Aufgabe gewachsen sein wird. Zwei Tage lang begleitet er seine Freundin durch Berlin. Úna hat eine Liste vorbereitet, will das Pergamon-Museum besuchen, sich bei einem Essen in der Paris Bar von alten Freunden verabschieden und unbedingt »Don Carlos« in der Berliner Staatsoper sehen. Vor allem aber will sie reden. Die Zeit drängt, und ihre Gespräche erfordern, wie Úna es nennt, einen »Rhythmus der Ehrlichkeit«. Es gibt keine Floskeln mehr, keine Ausflüchte, keine falsche Scham. Beide erzählen von entscheidenden Ereignissen in ihrem Leben, Úna von ihren Liebschaften, ihrem berühmten Vater, der alkoholsüchtigen Mutter und, immer wieder, dem schrecklichen Tod ihres jüngeren Bruders. Liam seinerseits spricht von den Unsicherheiten in seiner Liebesbeziehung und den Problemen mit seiner Tochter … Tiefe Zuneigung, Ehrlichkeit und ein unverwüstlicher, vielleicht typisch irischer Humor machen diesen Roman einer Abschiedsreise nach Berlin zu einem ganz besonderen, zuinnerst bewegenden Buch.

Der Autor liest am 7. Oktober im Literaturhaus Hannover und am 8. Oktober im Literaturhaus München.

Luchterhand Verlag 2014, 352 Seiten, EUR 18,99 [D], 19,60 [A] / sFR 27,50
ISBN: 978-3-630-87425-8
 
 



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