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Mittwoch, 28. Juni 2017
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Buchtipps

Buchtipp: Stefan Moster (Hrsg)
 
Buchtipp: Stefan Moster (Hrsg) "Alles frisch"
Die mit den Elchen sprechen - neue Erzählungen aus Finnland

Die Finnen sind wortkarg, verbringen viel Zeit in der Sauna und geben sich ausgedehnten Saufgelagen hin - über kaum ein nordeuropäisches Land kursieren so viele Klischees wie über Finnland, das Land der langen, dunklen Winter und kurzen, hellen Sommer. Doch mag auch manch ein Finne mit einer Thermoskanne voller Weinbrandkaffee auf die Jagd gehen oder die Unsicherheit beim ersten Rendezvous in einem Pfefferminzkakao mit Schuss zu ertränken versuchen, auch in Finnland gibt es einen ganz normalen Alltag, wird geliebt und gestritten, gelacht und geweint. Und nur ganz ausnahmsweise ist ein Finne auch einmal mit einem Elch per du.

Turkka Hautala: Sprungschanzenstädte
Juha Itkonen: Händel
Philip Teir: Bube Dame König
Maritta Lintunen: Schwarz und weiß
Peter Sandström: Sohn
Rosa Liksom: Der Jagdausflug
Daniel Katz: Grenzbegehung
Janne Huilaja: Vaters knauseriger Cousin
Taina Latvala: Der Lagerarbeiter
Päivi Alasalmi: Aktiver Autourlaub
Joel Haahtela: Zaia
Sari Malkamäki: Die kluge Ehefrau
Zinaida Lindén: Die Seiltänzerin
Pasi Lampela: Der Ring
Tuuve Aro: Taxi Driver
Eeva Tikka: Langsame Leidenschaft
Anna Tommola: Die Pilze
Janne Salminen: Es gibt Männer, die mit Maschinenpistolen nach Hause kommen und schießen
Mooses Mentula: Exotischer Touch
Petri Tamminen: Mein Anteil an den Balkan-Friedensverhandlungen
Miina Supinen: Dekadente Liköre
Johanna Holmström: Weitwinkel, Ida #2
Juha Hurme: Tivoli
Maarit Verronen: Das Ferienhaus
Riikka Ala-Harja: Die Insel
Turkka Hautala: Die Mannschaft der Menschen

dtv 2014, 272 Seiten, EUR 9,90 [D],10,20 [A] / sFR 14,90
ISBN 978-3-423-14348-6
 
 

Buchtipp: Margit Hertlein
 
Buchtipp: Margit Hertlein "Raus aus dem Jammersumpf"
Laut der aktuellen GFK-Studie "Challenges of the Nations 2014" ist Deutschland - wer hätte es gedacht - mit durchschnittlich 2,6 genannten Herausforderungen europäischer Sorgenmeister.

Warum jammern die Deutschen so viel? Die Kommunikationstrainerin Margit Hertlein: "Wir jammern so gerne, weil wir oft Opfer unserer eigenen Fehleinschätzung werden. Alles soll toll, super und überhaupt immer optimal sein – im Beruf wie im Privatleben. Aber der Alltag passt selten zu den überhöhten Wünschen an das Leben. Und dann scheint jammern eine gute Idee zu sein. Beim Jammern findet man vermeintlich Wärme und Anerkennung, die man zuvor vermisst hat."

Wie kommen wir aus dem "Jammersumpf" heraus? Hertleins Lösung: "Dran bleiben an einer Aufgabe, nicht aufgeben, nicht unnötig jammern und ganz wichtig: Selbstreflexion und Humor". In ihrem heiteren, unterhaltsamen, aber auch nachdenklichen Lese-Ratgeber-Buch „Raus aus dem Jammersumpf“ zeigt sie, wie man Durststrecken mit Heiterkeit und Kreativität überwindet und am Ende das gewünschte Ziel souverän erreicht.

Margit Hertlein weiß, dass der Weg zum Ziel nicht nur über steile Anhöhen führt, die kurze Zeit Mut und Entschlossenheit erfordern. Nein, die längste Strecke des Weges hin zu Erfüllung und Zufriedenheit sind wir unterwegs durch lange, quälende Ebenen. Und hier lauert der Jammersumpf: wenn es sich zieht mit dem Erfolg, wenn der Elan des Neubeginns erlahmt, wenn die Motivation Pause macht oder Rückschläge drohen. Dann gilt es, heiter durchzuhalten!

In „Raus aus dem Jammersumpf“ räumt Hertlein mit vielen Vor- und Fehlurteilen auf, etwa der Überbewertung von Talent gegenüber Ausdauer und Fleiß. Menschen können Herausforderungen auch unter widrigsten Bedingungen meistern, wenn sie die richtige Einstellung mitbringen und ein paar einfache Verhaltensweisen berücksichtigen. Es geht darum, sich Neugier, Motivation und Kraft im Alltag zu bewahren – egal, ob man Rockstar werden will, Altenpflegerin ist oder einen Fünf-Personen-Haushalt zu schmeißen hat. Was zählt, ist das optimistische Durchhalten, die kleinen Schritte und der pflegliche Umgang mit sich selbst. Lobkultur – und vor allem, sich Humor und Leichtigkeit zu bewahren ist ein wichtiger Schlüssel zu einem gelingenden Leben. Die studierte Ethnologin und Betriebswirtin Hertlein ist überzeugt: „Nicht die Gescheiten gewinnen, sondern die, die durchhalten.“

Die Autorin lässt Erkenntnisse aus Soziologie, Evolutionslehre und Neurobiologie in ihr Buch einfließen, führt Verhaltensmodelle und psychologische Forschungsergebnisse an und nicht zuletzt eine Fülle persönlicher Erfahrungen. „Raus aus dem Jammersumpf“ ist ein Buch übers Durchhalten und Dranbleiben an Zielen, Ideen und Projekten; über das Sich-nicht-unterkriegen-lassen, auch wenn es mal schwierig wird. Hertlein rät: „Wenn Ihnen das Leben das nächste Mal eine Zitrone gibt, fragen Sie nach Salz und Tequila!“

Einige Tipps der Autorin: „Lassen Sie Captain Ausdauer ans Steuer, er führt Sie beharrlich und verlässlich. Lachen sie häufiger, denn wer lacht, ist gesünder, kreativer und ausdauernder. Geben Sie auch Ihrem spielerischen Kind-Ich genügend Auslauf, hier sitzt ein unschätzbarer Vorrat an innerer Motivation. Lassen Sie sich nicht von Ehrgeiz in den Sumpf locken. Machen Sie sich locker und bleiben Sie auf dem Boden der Tatsachen, von da aus kann man nicht tief fallen.“

Ariston Verlag 2014, 256 Seiten, EUR 16,99 [D], 17,50 [A] / sFR 24,50
ISBN 978-3-424-20101-7
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Buchtipp: Stefan Schridde
 
Buchtipp: Stefan Schridde "Murks? Nein danke!"
Was wir tun können, damit die Dinge besser werden

Murks sind Drucker, die plötzlich ihren Betrieb einstellen, Küchengeräte, die nach wenigen Minuten heiß laufen, Waschmaschinen mit einer Reihe eingebauter "Kaputtinnovationen". Wenn Ihnen das bekannt vorkommt und Sie sich auch schon gefragt haben, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht, dann ist "Murks? Nein danke!" Ihr Buch.

Für Stefan Schridde steht fest, dass derartige "Fehler" nicht selten Teil des Geschäfts sind. Vieles geht absichtlich immer schneller kaputt - oftmals kurz nach Ablauf der Garantie. Was ist dran am Vorwurf des "eingebauten Defekts", an der "geplanten Obsoleszenz", wie das Phänomen im Fachjargon genannt wird? Werden wir wirklich systematisch betrogen, oder werden die Unternehmen durch den "Geiz ist geil"- Preiskampf gezwungen, billig zu produzieren? Lohnt es sich tatsächlich nicht mehr, Dinge so herzustellen, dass sie lange halten?

Mit haarsträubenden Geschichten entführt uns Schridde in eine Welt, in der mit allen Tricks versucht wird, Reparaturen zu erschweren und Geräte nach kurzer Zeit unbrauchbar zu machen - und zeigt gleichzeitig auf, wie wir dem Murks ein Ende setzen können. Seine viel beachtete Bewegung MURKS? NEIN DANKE! fordert von Produzenten, Handel und Politik, den geplanten Verschleiß zu beenden, und ermutigt uns alle, neue Wege zu gehen - damit die Dinge besser werden.

oekom verlag 2014, 256 Seiten, EUR 19.95
ISBN: 9783865816719
 
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "Slow Food Genussführer Deutschland 2015"
Die Schnecke hält Kurs – Neues aus Deutschlands regionalen Kochtöpfen

Im letzten Jahr eroberte er die Herzen von mehr als 25.000 Lesern im Sturm, für Gastrokritiker Jürgen Dollase (FAZ) war er "das wichtigste Thema der Saison". Nun geht die neue Ausgabe des "Slow Food Genussführers Deutschland" an den Start – rundum überarbeitet und mit 126 neuen Lokalen.

Ein Jahr intensiver Arbeit liegt hinter ihnen: 400 ehrenamtliche und unabhängige Testerinnen und Tester waren für den neuen "Slow Food Genussführer Deutschland 2015" erneut auf der Pirsch. Ihre Ergebnisse können sich sehen lassen: Mit inzwischen 403 Gasthausempfehlungen vom Allgäu bis zur Waterkant, vom Saarland bis in die Lausitz sowie einer Vielzahl an Neuentdeckungen beweist der im letzten Jahr so erfolgreich gestartete Gastro-Kompass erneut seine kulinarische Kompetenz. Auch die Hauptstadt Berlin gibt ihr Debüt.

"Das Herz der kulinarischen Identität Deutschlands liegt (...) in den regionaltypischen Gasthäusern", sagt Slow Food-Gründer Carlo Petrini. Dieser Maxime bleibt der Genussführer auch in seiner neuen Ausgabe treu. Während sich Gault Millau und Michelin der Spitzengastronomie widmen, setzt er andere Akzente und bleibt der "etwas andere Wirtshausführer". Statt mit Sternen oder Rankings glänzt er mit liebevoll-individuellen Beschreibungen und vielen Details aus den Speisekarten der empfohlenen Häuser. Neben feinen Restaurants haben auch einfache Gasthäuser und Weinstuben, Almhütten und Fischkaten Eingang gefunden, sowie – ganz neu – bayerische Bräustüberl und märkische Fischbrater, die als Spezialitätenlokale ein eigenes kleines Sonderkapitel schreiben. Es hat sich einiges geändert im neuen Genussführer, aber die Kriterien für die Aufnahme sind geblieben: Regional geht vor international, handwerklich vor extravagant, bezahlbar vor hochpreisig. Gute Gerichte aus frischen und saisonalen Zutaten und der Verzicht auf Zusätze, Aromastoffe und Geschmacksverstärker sind oberstes Gebot. Und natürlich muss es schmecken, das Ambiente soll einladend und der Service freundlich sein.

Ausnahmslos alle Lokale, auch die "alten" Adressen, wurden für den neuen "Slow Food Genussführer Deutschland 2015" überprüft und aktualisiert. "Der Leser erhält keine bloße Fortschreibung, sondern ein in weiten Teilen neues Buch, in dessen Artikel die neuen Erfahrungen unserer Testgruppen aus dem letzten Jahr eingeflossen sind", so Herausgeber Wieland Schnürch. Fast jede zehnte Adresse hat es dabei – aus verschiedenen Gründen – nicht mehr in den neuen Genussführer geschafft. "Durch die große Zahl an Neuaufnahmen fallen die Streichungen jedoch nicht stark ins Gewicht", so Schnürch. Ziel sei es, den Genussführer Schritt für Schritt zu erweitern, sodass alle Regionen in Deutschland in angemessener Weise abgebildet sind.

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für eine lebendige und nachhaltige Kultur des Essens und Trinkens einsetzt. Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Ko-Produzenten (Verbrauchern) zusammen. Slow Food Deutschland wurde 1992 gegründet und ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Die Slow Food Bewegung zählt Mitte 2014 in Deutschland über 13.000 Mitglieder in rund 80 Convivien (lokalen Gruppen), weltweit sind es mehr als 100.000 Menschen in über 150 Ländern.

oekom verlag 2014, 448 Seiten, EUR 19.95 (D), 20.60 [A]
ISBN 978-3-86581-663-4
 
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "100 Dinge, die MANN einmal im Leben getan haben sollte"
Raus aus dem Alltagstrott - rein ins Vergnügen!

Seite für Seite findet MANN in diesem Buch besondere und originelle Vorschläge, wie er sein Leben noch aufregender, witziger und abwechslungsreicher gestalten kann. In der gegnerischen Fankurve sitzen, sich einen Bart stehen lassen oder einen Baum pflanzen: Diese Ideen sind originell und sorgen garantiert für gute Laune.

Worauf warten Sie noch? Alle 100 „Aufgaben“ sind mit Fotos und Illustrationen untermalt, die Lust darauf machen, sofort loszulegen. Ein Kästchen zum Ankreuzen auf jeder Seite verschafft Ihnen den Überblick, welche Abenteuer Sie schon erlebt haben.

Eine humorvolle und inspirierende Sammlung mit 100 tollen Anregungen für ein aufregenderes Leben. Das ideale Geschenk für gute Freunde, den Bruder, Kollegen oder Onkel... oder einfach für Sie selbst. Im handlichen Format ein kleiner Begleiter für unterwegs und auf Reisen

Jeden Tag ein neues Erlebnis. Dieses Buch ist eine besondere Sammlung all der Dinge, die Sie im Leben auf keinen Fall verpassen sollten – witzig, abwechslungsreich und aufregend. Besorgen Sie noch heute Ihr „100 Dinge“ und legen Sie los – hier ist garantiert für jeden abenteuerlustigen Mann etwas dabei!

Verlag Groh 2014, 96 Seiten, EUR [D] 9,99 / [A] 10,30 / sFR 14,90
ISBN: 9783848512133
 
 

Buchtipp: Annalena McAfee
 
Buchtipp: Annalena McAfee "Zeilenkrieg"
Aus dem Englischen von Pociao

Hochpolitische Reportagen versus locker-flockige Unterhaltung: Honor Tait, 80, und Tamara Sim, 27, sind beide Journalistinnen, doch sie verkörpern völlig verschiedene Welten. Zwei Generationen, zwei Charaktere und ein atemberaubender Showdown. Ein Roman, bei dem es nicht nur um das gedruckte Wort, sondern auch um die Schicksale zwischen den Zeilen geht.

Honor Tait, Reporterin der alten Schule, hat sie alle persönlich gekannt: Hitler und Franco ebenso wie Cocteau, Sinatra und Picasso. Nun bereitet sie einen letzten Sammelband ihrer Arbeiten vor, ihr Vermächtnis für die Nachwelt gewissermaßen. Doch was ist ein Vermächtnis ohne Publicity? Tamara Sim, die sich bislang eher als Klatschkolumnistin profiliert hat, soll die alte Frau porträtieren – und hält ihr gleichzeitig den Spiegel vor. Die Zeiten haben sich gründlich geändert. Vor allem aber träumt die junge Journalistin, die bis anhin nur prekäre Jobs hatte, von einem großen Coup ... So einfühlsam die beiden Frauen geschildert sind, so gnadenlos entlarvt Annalena McAfee die Zustände. Very british!

Diogenes 2014, 480 Seiten, EUR (D) 12.90, (A) 13.30 / sFR 18.90
ISBN 978-3-257-24287-4
 
 

Buchtipp: Constance Ohms
 
Buchtipp: Constance Ohms "Spagat ins Glück"
"... Lesben und Schwule mit Migrationsbiografie"

Sie vollbringen einen Spagat zwischen Familie und dem eigenen Glück. Zwölf Lesben und Schwule mit Migrationsbiografie erzählen.

Verheimlichen und verleugnen – für viele Lesben und Schwule mit einem Migrationshintergrund eine notwendige Überlebensstrategie. Zerrissen zwischen den Erwartungen und Vorstellungen ihrer Herkunftsfamilien und ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen versuchen sie, ihr Leben in dieser Gesellschaft zu gestalten. Sie erfahren dabei Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Sexismus; ihre Familien und ihre Gemeinschaften bieten Schutz und stärken ihr Selbstverständnis. Zugleich ist Homosexualität dort oftmals stark tabuisiert; die eigene – abweichende – sexuelle Orientierung offenzulegen, kann zum Ausschluss aus der Familie und den Diaspora-Gemeinschaften führen.

Lesben und Schwule erzählen von ihrer Liebe zu ihren Familien, von ihrer Zerrissenheit und ihrem Umgang mit dem Tabu.

Querverlag 2014, 187 Seiten, EUR 14,50
ISBN: 978-3-89656-227-2
 
 

Buchtipp: Karen Duve
 
Buchtipp: Karen Duve "Warum die Sache schief geht"
Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen

»Man muss keine antisoziale Persönlichkeitsstörung haben, um Manager (oder Politiker) zu werden, aber es hat gewisse Vorteile.« Karen Duve

Vor drei Jahren erschien Karen Duves Selbstversuch "Anständig essen" (siehe hier: http://www.lesen-oder-vorlesen.de/archivzeigen.php?num=1396), in dem sie die Frage aufwarf »Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer?«, und damit eine breite Diskussion über unser Konsumverhalten auslöste. Nun haut die Autorin erneut auf den Tisch, und fordert noch viel radikaler eine sofortige Umkehr.

Am 2. Oktober erscheint ihr furioses Essay "Warum die Sache schief geht - Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen", in dem Karen Duve nicht nur unzählige Fakten liefert, die bezeugen, dass der globale Kollaps nicht zu verhindern sein wird, wenn wir unseren Lebensstil nicht ändern – und zwar sofort, jetzt gleich, nicht erst in 20 Jahren.

Vor allem nimmt die Autorin in ihrer Streitschrift diejenigen unter die Lupe, denen wir in Wirtschaft, Bankwesen und Politik immer noch das Steuer überlassen, obwohl sie offenbar fest entschlossen sind weiterzumachen wie bisher – egal auf wessen Kosten, notfalls auch auf Kosten der eigenen Nachkommen.

Wir betreiben einen ungezügelten Generationenimperialismus, so Karen Duves Kritik, und vertrauen auf Leute, die nicht etwa in ihre Positionen gelangt sind, weil sie intelligenter, kompetenter und sozialer als andere sind, sondern rücksichtsloser und schamloser. In einem globalisierten, technisch hochgerüsteten 21. Jahrhundert aber sind Managertugenden wie Risikofreudigkeit und Durchsetzungsvermögen höchst gefährlich und ein ernsthaftes Problem.

Wann, wenn nicht jetzt, ist der Zeitpunkt gekommen, den Hebel rumzureißen!

Veranstaltungstipp:
Am 30. Oktober stellt Karen Duve ihr Buch im Heimathafen Neukölln in Berlin vor! Thomas Böhm (radioeins, Literaturagenten) moderiert. Beginn: 20 Uhr, Karl-Marx-Str. 141, Berlin. Eintritt VVK 6 EUR (im Hugendubel am Hermannplatz), AK 8 EUR.

Velag Galiani Berlin 2014, 176 Seiten, EUR 10,– (D), 10,30 (A) / sFR 14,50
ISBN 978-3-86971-100-3
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