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Mittwoch, 28. Juni 2017
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Buchtipps

Buchtipp: Jeremy Stangroom
 
Buchtipp: Jeremy Stangroom "Welche Farbe hat der Rabe?"
Anspruchsvolle Rätsel, Paradoxa und Gedankenspiele

Neue Herausforderungen für die kleinen grauen Zellen: „Welche Farbe hat der Rabe?“ präsentiert philosophische Denkspiele, Knobeleien und Logikrätsel, die den Geist schärfen und den Horizont erweitern. Von unterhaltsamen Rätseln der Mathematik und klassischen Paradoxa bis hin zu Theorien rund um Identität und Gruppenverhalten – jedes Rätsel kommt klar und originell daher, stellt neue Denkansätze vor und fordert das eigene Weltverständnis heraus.

Nur zwei Prozent der Menschen, heißt es, seien in der Lage, Einsteins Rätsel „Wem gehört der Fisch?“ zu lösen. Es gibt genau eine Antwort, Tricks und Kniffe helfen nicht, nur logisches Denken. Welche Farbe also hat der Rabe? Nicht zwingend schwarz, weil es rote Äpfel gibt, logisch!

Es gibt Fragen, über die sich selbst die Klügsten manchmal schon seit Jahrtausenden ihre Köpfe zerbrechen. Der Band „Welche Farbe hat der Rabe?“ begibt sich fachkundig und unterhaltsam auf die Spuren dieser Rätsel, Paradoxa und Denkspiele – von Alltagsrätseln und kleineren Denksportaufgaben über Logik und Wahrscheinlichkeit bis zu komplexen philosophischen Fragen.

Einige dieser Rätsel sind einfach, andere schwierig, und manche sind schlichtweg paradox. Manchmal gibt es Lösungen, manchmal nicht. Diese Sammlung von Logikproblemen und Gedankenexperimente testet die Grenzen unserer Vorstellungskraft aus. Die größten Denker der Geschichte haben sich schon mit Themen wie freier Wille, Identität und logische Äquivalenz herumgeschlagen. Die Art und Weise, in der wir diese Probleme und Rätsel angehen, verrät einiges über uns selbst und darüber, wie wir die Welt sehen.

Doch egal wie wir an die Rätsel und Gedankenspiele herangehen: Die Herausforderung ist bei diesem Buch garantiert.

Der Autor Jeremy Stangroom ist Herausgeber des Philosophers‘ Magazin und Autor zahlreicher Bücher rund um das Thema Philosophie.

Süddeutsche Zeitung Edition 2017, 144 Seiten, EUR 14,90 (D), 15,40 (A)
ISBN 978-3-86497-339-0
 
 

Buchtipp: Matthew Quirk
 
Buchtipp: Matthew Quirk "Die Direktive"
Aus dem Amerikanischen von Kristof Kurz

Mike Ford, unabhängiger Berater und Anwalt, steht kurz vor seiner Hochzeit mit Annie Clark, Tochter aus bestem Hause. Weil er einen Trauzeugen braucht, nimmt Mike zum ersten Mal nach Jahren wieder Kontakt zu seinem Bruder Jack auf. Anders als Mike, der seine kriminelle Vergangenheit hinter sich gelassen hat, hält Jack sich nach wie vor mit schmutzigen Geschäften über Wasser. Als Jack deshalb in Schwierigkeiten gerät, wird Mike von den Auftraggebern seines Bruders erpresst. Mike soll die aktuelle Direktive der US-Notenbank beschaffen, die den amerikanischen Leitzins regelt, und zwar bevor diese an die Öffentlichkeit gelangt. Wer im Besitz dieser Insiderinformationen ist, kann mit Milliardengewinnen an der Börse rechnen. Beschafft Mike diese Direktive nicht, stirbt Annie. So planen die Ford-Brüder den größten Coup ihres Lebens: einen Einbruch in die New Yorker Zentralbank.

Ein packender, penibel recherchierter Thriller um ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel.

Verlag Blessing 2017, 432 Seiten, EUR 14,99 [D], 15,50 [A] / sFR 20,50
ISBN 978-3-89667-483-8
 
 

Buchtipp: Roman Rausch
 
Buchtipp: Roman Rausch "Die Brücke über den Main"
Historischer Roman

In seinem großen, Jahrhunderte umspannenden Roman erzählt Roman Rausch die fast tausendjährige wechselvolle Geschichte der Alten Mainbrücke. Historisch verbürgte Ereignisse gestaltet Rausch mit realen und erfundenen Figuren aus und verwebt sie zu einem farbenprächtigen Erzählkosmos, in dessen Zentrum immer das Wachsen, Leben und Sterben des einzigartigen Bauwerks steht. Von ihrem sagenhaften Bau durch den Baumeister Enzelin, über Hexenwahn und Bauernkrieg, bis zur Sprengung durch die Nazis vor den anrückenden Amerikanern wird hier die Geschichte einer Stadt und einer Landschaft zum Leben erweckt, deren dramatisches Personal niemand Geringeres bildet als Kaiser Barbarossa, Götz von Berlichingen oder gar die napoleonischen Truppen.

Der Autor Roman Rausch, 1961 in Mainfranken geboren und aufgewachsen, arbeitete nach dem Studium im Medienbereich und als Journalist. Für seine Würzburger Kommissar-Kilian-Krimis wurde er 2002 auf der Leipziger Buchmesse und 2011 mit dem Weintourismuspreis ausgezeichnet. 2015 folgte der Bronzene HOMER für «Die letzte Jüdin von Würzburg». Rausch lebt als Autor und Schreibcoach in Würzburg und Berlin.

Rowohlt Verlag 2017, 544 Seiten, EUR 10,99 (D), 11,30 (A)
ISBN: 978-3-499-27283-7
 
 

Buchtipp: Arno Frank Eser
 
Buchtipp: Arno Frank Eser "So geht Bayern"
Wer an Bayern denkt, hat meist das klassische Bilderbuch-Bayern vor Augen, also Oberbayern. Kein Land innerhalb Deutschlands wird so oft von Gästen aus aller Welt besucht wie Oberbayern. Zu den vielen Sehenswürdigkeiten wie die Königsschlösser, die prunkvollen Klöster und Kirchen, die Naturdenkmäler, die Feierlichkeiten und vieles mehr gesellen sich noch Mythen und Fabeln, Helden und Anti-Helden, sowohl aus der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Bayern erleben heißt aber auch die Menschen hier erleben. Denn sie sind es, die das weiß-blaue Erlebnis erst komplett machen. Den Bayern an sich gibt es natürlich nicht; und es gibt ihn irgendwie doch. Sowohl als Klischee als auch als Original. Wer eine gute Zeit hier haben will, sollte sich ein bisschen mit ihm beschäftigen. Weitere klassische Bayern-Themen: Die Speisekarte mit Schweinsbraten und Weißwurst, das Bier, die Musik, die Sprache, München, das Oktoberfest, die Berge, die Seen, die Flüsse und vieles mehr. Arno Frank Eser bringt Ihnen Bayern auf anregende und unterhaltsame Weise näher.

Verlag PPVMedien 2016, 176 Seiten, EUR 19,90 (D)
ISBN 978-3955121570
 
 

Buchtipp: Helmut Junker
 
Buchtipp: Helmut Junker "Der Fall des Springers"
Erzählung

Dirk Haubach kommt aus dem Hamburger Bürgertum, hervorragend ausgebildet, von Professoren gefördert, mit internationalen Erfahrungen und besten Aussichten auf eine Karriere in einer internationalen Kanzlei – so die Erwartungen seiner Mutter. »Ironie, mein Lieber, hilft da nicht«, meint seine Freundin zu Mutters Interventionen.

Dirk Haubach fängt an, die männliche Linie seiner Familie zu befragen, und stößt auf eine reiche Familie mit kolonialer Vergangenheit. Der Handel mit Kolonialwaren zu Kaisers Zeiten war ein einträgliches Geschäft gewesen. In der Gegenwart tritt es verbrämt als ethnologisches Interesse wieder an die Oberfläche – und als Interesse an Internationalem Recht.

Junker gelingt es, subtil und prägnant, den unbewussten Gehalt in der Entwicklung des jungen Mannes zum Schwingen zu bringen. Wird er dem familiären Wiederholungszwang erliegen oder gelingt ihm eine persönliche Emanzipation?

Brandes & Apsel Verlag 2017, 188 Seiten, EUR 19,90 (D)
ISBN 9783955581985
 
 

Buchtipp: Weis Roland
 
Buchtipp: Weis Roland "Der Hotzenweg"
Eine frühgeschichtliche Route vom Hochrhein ins Donaugebiet

Es gab schon in vorchristlichen Zeiten eine Wegverbindung durch den Südschwarzwald. Sie verband den Oberlauf der Donau mit dem Hochrhein. Teile dieses Weges lassen sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Seine Blütezeit hatte die Verbindung im 1. und 2. vorchristlichen Jahrtausend, in der Bronze- und Eisenzeit. Soweit die geschichtliche Herleitung des »Hotzenweges«, die der Journalist und Historiker Dr. Roland Weis bereits in seinem Buch Magisch – Mystisch – Megalithisch beschreibt. Jetzt belegt er die Annahme: Zu Fuß macht er sich auf Spurensuche und schreitet den vermuteten Weg durch den Südschwarzwald Kilometer für Kilometer ab. Dabei bringt er verschüttetes Wissen ans Licht. Orts- und Flurnamen, Sagen und lokale Überlieferungen lassen sich unmittelbar im Gelände auffinden. Überwachsene Trassen, geheimnisvolle Hohlwege, rätselhafte Straßenkörper, Steinbauten, Mauern, Landschaftsmarken und immer wieder künstliche Wegweiser aus Fels und Stein markieren den Wegverlauf.

In insgesamt 21 Etappen stellt Roland Weis diesen knapp 100 Kilometer umfassenden »Hotzenweg« vor. Er beginnt bei der Rheinfurt in Wallbach bei Säckingen, steigt auf nach Rickenbach im Hotzenwald, führt südlich von Herrischried am Gugelberg vorbei, überwindet Berg und Tal bis nach Dachsberg, quert das Albtal bei St. Blasien und passiert am Schluchsee seine Passhöhe, ehe er über Lenzkirch, Rötenbach und Mistelbrunn das Bregtal erreicht und von dort dem keltischen Fürstensitz Magdalenenberg bei Villingen zustrebt.

Streckenkarten und Wegbeschreibungen laden jeden zur eigenen Erkundungstour ein.

Rombach Verlag 2016, 176 Seiten, EUR 28,00 (D)
ISBN 978-3-7930-5138-1
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Buchtipp: Nicholas Searle
 
Buchtipp: Nicholas Searle "Das alte Böse"
Thriller
Aus dem Englischen von Jan Schönherr

«Das alte Böse» von Nicholas Searle ist ein großartiger Roman über Verbrechen und Strafe: „Eines der packendsten Debüts des Jahres.“ (Independent)

Er stand auf der Shortlist für den wichtigsten englischen Krimipreis, die Filmrechte sind vergeben und das Presseecho in Großbritannien ist überwältigend. Und vielleicht schließen sich die Leser nach der Lektüre den Worten des Guardian an: «Alle erfolgreichen Romane sind eine Art Betrug (weil sie Ausgedachtes wahr scheinen lassen und den Leser in die Irre führen), aber nur die guten lassen einen hoffen, dass man vom selben Autor noch einmal betrogen wird. Bei diesem Buch ist das der Fall.»

Dieser raffiniert gebaute Thriller erzählt die Geschichte zweier alter Menschen:
Roy und Betty haben sich über ein Datingportal im Internet kennengelernt – recht ungewöhnlich für zwei Menschen über 80. Die beiden verstehen sich, bald ist Roy in Bettys schönem Haus auf dem Lande eingezogen. Aber irgendetwas – ahnt der Leser - führt er im Schilde. Denn Roy ist ein Krimineller, ist es sein ganzes Leben lang gewesen. Er hat mit siebzig gutgläubige Anleger betrogen, mit fünfzig im Rotlichtbezirk von Soho schmutzige Geschäfte betrieben, als junger Mann noch Schlimmeres getan – und auch der Greis folgt noch dem Trieb, anderen Menschen Böses anzutun. Wer ist dieser Roy? Sicher nicht der, der zu sein er vorgibt. Die Spur seiner Taten führt bis in die Kriegszeit. Nach Deutschland.
Und die liebenswerte Betty ahnt nicht, dass jemand sie um ihr Vermögen bringen will. Dass sie in ein Gespinst aus Lügen eingewickelt wird von einem Mann, der eigentlich schon an der Schwelle des Todes steht – Ahnt sie es wirklich nicht?

Der Autor Nicholas Searle ist in Cornwall aufgewachsen und studierte Sprachen in Bath und Göttingen. Er machte Karriere im Öffentlichen Dienst, erst in seiner Heimat, dann für lange Zeit in Neuseeland. 2011 kehrte er nach England zurück, nahm seinen Abschied vom Staatsdienst und begann zu schreiben.
Nicholas Searle heißt in Wirklichkeit anders. Über sein Leben vor dem Leben als Erfolgsautor steht in den englischen Zeitungen so allerhand zu lesen. Er selbst bemerkt nur knapp: «I was a civil servant who spent much of my time working on security matters.» Das ist aber nicht der Grund, warum sein Romandebüt in so vielen britischen Rezensionen mit John le Carré verglichen wird.
Der Autor lebt mit seiner Frau in Yorkshire.

Kindler Verlag 2017, 368 Seiten, EUR 19,95 (D), 20,60 (A)
ISBN: 978-3-463-40667-1

 
 

Buchtipp: Thomas Franke
 
Buchtipp: Thomas Franke "Russian Angst"

Einblicke in die postsowjetische Seele

Kann man noch Neues aus Putins Reich berichten? – Man kann, wenn man wie der Journalist Thomas Franke Russland seit mehr als 20 Jahren bereist und die letzten vier Jahre in Moskau gelebt hat. Mit scharfem Blick und präzisem Ton erzählt er von seinen Begegnungen und Erfahrungen in der Hauptstadt, auf der Krim, in Wolgograd, Sotschi, Irkutsk und Novosibirsk.

Als Franke im Januar 2012 nach Moskau zog, demonstrierten mehr als 100.000 Menschen in Eiseskälte gegen Wahlfälschungen. Der Journalist ließ sich von der Aufbruchsstimmung mitreißen, glaubte, Zeuge einer demokratischen Wende zu sein. Doch er wurde zum Chronisten einer Entwicklung, die er nicht für möglich gehalten hatte: die Reaktivierung sowjetischer Reflexe, die Rückkehr der Angst in die russische Gesellschaft.

Tief sitzen in der Seele vieler Russen das Trauma des Zusammenbruchs der UdSSR und die narzisstische Kränkung, keine Großmacht mehr zu sein. Zusammen mit der desaströsen wirtschaftlichen Lage führt dies zu jener »Russian Angst«, aus der Nationalismus und weltpolitischer Machismo erwachsen. Diese Angst, so Franke, ist in Russland überall spürbar: Die Staatsmacht unter Putin nutzt sie, um ihre Autorität zu stärken und die Moral der Opposition zu untergraben. Und zugleich schürt das Regime die Angst der Menschen vor Macht- und Identitätsverlust, vor der weltpolitischen Marginalisierung: In der postsowjetischen Seele gärt eine explosive Mischung.

Der Autor Thomas Franke ist Journalist. Er bereist Russland seit mehr als 20 Jahren und lebte von 2012 bis 2016 in Moskau. Franke produzierte für das Deutschlandradio, den SWR, RBB, MDR, die BBC und andere Rundfunkanstalten 15 Jahre lang Alltagsreportagen, Langzeitdokumentationen und politische Analysen aus Russland, der Ukraine, dem Kaukasus und vom Balkan. Er arbeitet außerdem literarisch und schreibt Gedichte, Hör- und Theaterstücke und produziert Kurzfilme und Dokumentationen.

Edition Körber-Stifung 2017, 264 Seiten, EUR 18,00 (D)
ISBN: 978-3-89684-196-4
 
 



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