lesen-oder-vorlesen.de
Donnerstag, 23. November 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Buchtipps

Buchtipp: Edgar Dahmen
 
Buchtipp: Edgar Dahmen "Skurriles aus tierärztlichen Praxen"
Der Doktor und das liebe Vieh

68 Anekdoten nehmen den Leser mit in die oftmals verrückte Welt der Veterinärmediziner. Gesammelt von Tierarzt Dr. Edgar Dahmen bietet der Band „Skurriles aus tierärztlichen Praxen“ wahre Begebenheiten und heiteres Lesevergnügen.

Was haben ein kondomfressender Hund, ein fliegender Hamster und ein ermordeter Tiger gemeinsam? Sie sind neben der Zombiekatze Taiga, der Henne Lisbeth, dem Wellensittich Hansi-Bubi und vielen anderen Zwei- und Vierbeinern die Hauptakteure der Geschichten, die Tierarzt Dr. Edgar Dahmen zusammengetragen hat.

Mehr als 40 Jahre war Dahmen als niedergelassener Veterinärmediziner in einer Kleinstadt nahe München tätig. „Schon als Kind hatte ich auf dem Bauernhof meiner Tante intensiven Kontakt zu allen möglichen Tieren. Der Wunsch Tierarzt zu werden, war da schon fast logische Konsequenz,“ so Dahmen.

Allerhand Merkwürdiges, Lustiges, Tragisches und Herzerwärmendes erlebte der Tierdoktor in dieser Zeit. In seinem Buch „Skurriles aus tierärztlichen Praxen“ schildert er denkwürdige Situationen und haarsträubende Erlebnisse, die ihm selbst wie auch befreundeten Kollegen widerfahren sind. Da gab es beispielsweise den Labrador, der nach ein paar Tagen mit Bauchschmerzen einen tigergemusterten String-Tanga ausschied. Oder die empörte Tierärztin, der ein Bauer seinen „Pimmel“ vorführen wollte. Es stellte sich heraus, dass er einen Jungbullen meinte.

Tragisch war die Geschichte eines Langhaardackels mit Bandscheibenvorfall, der von seiner Besitzerin mithilfe einer Insulinspritze „eingeschläfert“ wurde. Für eine gläubige Katzenbesitzerin wendete sich dagegen alles zum Guten. Nach einer Wallfahrt tauchte ihr Tier wieder auf, sehr auch zur Freude des Tierarztes, der der verzweifelten Frau wochenlang Trost spendete. „Auch die Betreuung von Frauchen und Herrchen in den angespannten emotionalen Situationen gehört zur Arbeit eines Tiermediziners“, erklärt Dahmen.

„Skurriles aus tierärztlichen Praxen“ ist liebevoll von der Künstlerin gigi illustriert und ein schönes Geschenk nicht nur für (angehende) Tierärzte, sondern für alle Tierfreunde mit Herz.

Verlag tredition 2017, 188 Seiten, 9,99 (D)
ISBN: 978-3-7439-4818-1
 
 

Buchtipp: Martin Grunwald
 
Buchtipp: Martin Grunwald "Homo hapticus"
Warum wir ohne Tastsinn nicht leben können

Wissenschaft zum Anfassen: „Fühlen und tasten ist viel wichtiger für unser Überleben als sehen, hören, riechen und schmecken“, sagt Martin Grunwald.
Er gründete 1996 das Haptik-Labor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung der Universität Leipzig, wo er die Wirkungsweise des menschlichen Tastsinns erforscht.
In seinem Sachbuch "Homo hapticus" beschreibt der experimentelle Psychologe erstmals für ein breites Publikum, welch überragenden Einfluss der lange Zeit unterschätzte Tastsinn auf alle menschlichen Lebensbereiche hat.
Der international renommierte Pionier der Haptik-Forschung erzählt anschaulich und mit vielen Beispielen aus dem Alltag, wie faszinierend die Millionen Berührungs- und Bewegungsmelder zusammenwirken, die unseren Tastsinn ausmachen. Er zeigt, welch große biologische und psychologische Bedeutung Berührungen für Menschen aller Altersstufen haben, warum eine Umarmung mehr tröstet als tausend Worte, warum Massagen und Spaziergänge gegen Depression und Angst helfen und warum wir mit warmen Händen bessere Chancen bei einem Bewerbungsgespräch haben. Er macht deutlich, wie raffiniert unser Urteil durch die Haptik von Produkten manipuliert werden kann. Und er warnt vor einer Welt voller Touchscreens – denn mit ihnen lässt sich unsere Welt von Kindern nicht be-greifen.

Droemer Verlag 2017, 304 Seiten, EUR 19,99
ISBN: 978-3-426-27706-5
 
 

Buchtipp: Sven Voelpel
 
Buchtipp: Sven Voelpel "Entscheide selbst, wie alt du bist"
Was die Forschung über das Jungbleiben weiß

Deutschland altert, und zwar rasant. Das verändert nicht nur Gesellschaft, Politik und Kultur, dieses Thema betrifft jeden ganz persönlich. Aber: Was ist das überhaupt - "Alter"? Und geht es zwingend mit Gebrechen und Einsamkeit einher? Sven Voelpel stellt dar, welche Kriterien für das Altsein und Sich-alt-Fühlen eine Rolle spielen und zieht dazu zahlreiche Studien heran. Die gute Nachricht: Wir können, in weitaus größerem Maße als bisher gedacht, beeinflussen, ob wir alt sind oder nur älter werden. Sven Voelpel zeigt, wie.

Der Autor Sven C. Voelpel, Jahrgang 1973, ist Professor für Betriebswirtschaft an der Jacobs University Bremen sowie Gründungspräsident des WISE Demografie Netzwerks. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen demographischer Wandel, Diversity und Leadership. Als führender Altersforscher berät er Regierungen und Organisationen wie die Allianz, die Bundesagentur für Arbeit, Daimler und Deutsche Bahn. Er lebt mit seiner Familie in Bremen.

Rowohlt Polaris 2017, 288 Seiten, EUR 14,99 (D)
ISBN 978-3-499-63181-8
 
 

Thomas Lehr
 
Thomas Lehr "Schlafende Sonne"
Ein Jahrhundert Deutschland – an einem Tag im Sommer 2011: Thomas Lehr hat einen großen Roman geschrieben.

Rudolf Zacharias reist nach Berlin. Dort will der Dokumentarfilmer die Vernissage seiner früheren Studentin Milena Sonntag besuchen. Thomas Lehrs Roman spielt an einem Sommertag des Jahres 2011 – und zugleich in einem ganzen Jahrhundert. Denn in ihrer Ausstellung zieht Milena nicht nur eine künstlerische Lebensbilanz, sondern die ihrer Zeit. Mit sprachlicher Kraft werden historische Katastrophen neben die privaten Verwicklungen dreier Menschen gestellt, führen die Spuren von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs bis ins heutige Berlin. Thomas Lehr entwickelt ein überwältigendes Fresko dieses deutschen Jahrhunderts: tragisch, komisch, grotesk, und immer wieder ganz persönlich und intim.

Der Autor Thomas Lehr, 1957 in Speyer geboren, lebt in Berlin. Bei Hanser erschienen u.a. September. Fata Morgana (Roman, 2010), Größenwahn passt in die kleinste Hütte (Kurze Prozesse, 2012), 42 (Roman, 2013), Zweiwasser (Roman, 2014), Nabokovs Katze (Roman, 2016) und Schlafende Sonne (Roman, 2017). Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. 2012 mit dem Marie-Luise Kaschnitz-Preis und 2015 mit dem Joseph Breitbach-Preis.

Hanser Verlag 2017, 640 Seiten, EUR 28,00 (D), 28.80 (A)
ISBN 978-3-446-25647-7

ePUB-Format: EUR 20,99 (D/A)
ISBN 978-3-446-25766-5
 
 

Buchtipp: Hervé Le Tellier
 
Buchtipp: Hervé Le Tellier "Ich und der Präsident"
Ein Erzähler namens Le Tellier schreibt dem französischen Präsidenten François Mitterand eine Postkarte aus dem Urlaub. Die Antwort würden andere für einen Standardbrief halten – nicht so Le Tellier! Es entwickelt sich ein Briefwechsel, bei dem der Erzähler vertrauensvoll aus seinem Alltag berichtet – und aus dem Élysée-Palast stets das gleiche Antwortschreiben eintrifft. Doch Le Tellier fühlt sich verstanden und führt die »Brieffreundschaft« sogar mit Mitterands Nachfolgern Chirac, Sarkozy, Hollande und Macron einfach fort …

Für diese deutsche Erstausgabe in der Übersetzung von Jürgen und Romy Ritte aus dem Französischen hat Hervé Le Tellier seinen Text bis Emmuanuel Macron ergänzt.

dtv 2017, 88 Seiten, EUR 8,00 (D), 8,30 (A)
ISBN 978-3-423-14626-5
 
 

Buchtipp: Ariel Levy
 
Buchtipp: Ariel Levy "Gegen alle Regeln"
Eine Geschichte von Liebe und Verlust

Die erfolgreiche New Yorker Journalistin Ariel Levy hat eine aufregende Affäre, eine liebevolle Ehepartnerin und den Wunsch nach einem Kind. Emanzipiert lebt sie nach ihren eigenen Regeln. Doch als sie eine Fehlgeburt erleidet, bricht alles auseinander.

Im fünften Monat schwanger reist Ariel Levy nach Ulan Bator in die Mongolei, um für eine ihrer Reportagen zu recherchieren. Kurz nach der Ankunft hat sie starke Schmerzen im Unterleib und bringt ihr Baby allein auf dem Badezimmerboden des Hotelzimmers zur Welt. Für wenige kostbare Minuten lebt ihr Sohn. Traumatisiert von ihrem Verlust und taub vor Schmerz tritt sie einige Tage später die Heimreise an. Ein Anknüpfen an ihr altes Leben ist nicht möglich, denn sie scheint ihrer Identität beraubt: Ihr Körper schreit nach seiner Mutterrolle und verhindert eine Rückkehr in ein vertrautes Frauendasein. Ariels Ehepartnerin Lucy hat sich zu diesem Zeitpunkt in den Alkohol und aus der Beziehung geflüchtet. So zersplittert das selbstdefinierte Leben der 37-Jährigen. Allem beraubt, bleibt ihr nur noch die Liebe zur Sprache.

Knaur Verlag 2017, 240 Seiten, EUR 19,99 (D)
ISBN: 978-3-426-21430-5

-- Ariel Levy geht auf Lesereise --

MÜNCHEN: 15. Nov. 2017, 19 Uhr
Im Gespräch mit Doris Dörrie
Gasteig, Carl Orff Saal

MÜNCHEN: 16. Nov. 2017, 18:30 Uhr
Im Gespräch mit Doris Dörrie, Deborah Feldman und Elena Lappin
Literaturhaus, Bibliothek

FREIBURG: 17. Nov. 2017, 20 Uhr
Artjamming, Güntertalstr. 41

FRANKFURT: 18. Nov. 2017, NN
Mod. Antje Deistler, dt. Stimme: Friederike Ott
Weltenleser, Oeder Weg 40

KÖLN: 20. Nov. 2017, 18 Uhr
Mod. Antje Deistler,
Lietraturhaus Köln

BERLIN: 21. Nov. 2017, 20 Uhr
Mod. Antje Deistler, dt. Stimme Meike Droste
English Theater Berlin, Fidicinstraße 40
 
 

Buchtipp: Till Raether
 
Buchtipp: Till Raether "Neunauge"
Kriminalroman

Ein unter Quarantäne gestelltes «Pestschiff» im Hamburger Hafen, die Unterwelt von Hochbunkern und Elbtunnel, ein stählernes Grab 120 Meter über dem stürmischen Meer… Der hochsensible und zur Klaustrophobie neigende Kommissar Adam Danowski hat schon viel durchstehen müssen.

Sein vierter Fall führt ihn in die Abgründe des Bildungssystems: verfallene Schulen mit Sanierungsrückstand in Problembezirken, liebevoll sanierte Elitegymnasien und einiges dazwischen:

Hamburg wird von einer Serie spektakulärer Leichenfunde erschüttert: In Schulkellern werden mumifizierte Tote entdeckt. Die örtliche Polizei ist überfordert und setzt auf Unterstützung von Deutschlands populärstem Fallanalytiker. Der lässt keine Gelegenheit aus, sich wichtig zu tun. Kommissar Danowski kann ihn nicht ausstehen und zweifelt an der Theorie des Kollegen: Ein zu Schulzeiten traumatisierter Einzeltäter? Sein Gefühl sagt ihm etwas anderes.

Währenddessen geht per Tweet ein Hinweis bei der Polizei ein und löst eine Lawine von Ereignissen aus: Panik erfasst die Stadt, Keller werden durchsucht, Schüler beurlaubt, die Senatsverwaltung erwägt Sonderferien, quasi «Leichenfrei». Am Ende steht eine Entdeckung, die die ganze Stadt in Aufruhr versetzt.

Der Autor Till Raether, geboren 1969 in Koblenz, arbeitet als freier Journalist in Hamburg, u.a. für Brigitte, Brigitte Woman und das SZ-Magazin. Er wuchs in Berlin auf, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München, studierte Amerikanistik und Geschichte in Berlin und New Orleans und war stellvertretender Chefredakteur von Brigitte. Till Raether ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der erste Fall für Danowski, «Treibland», wurde für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.

Ab dem 28. September wird Till Raether aus seinem neuen Buch lesen, u.a. auch auf dem Hamburger Krimifestival am 8. November. Die Termine finden Sie auf im Internet (klicke auf "mehr")

Rowohlt Polaris 2017, 432 Seiten, EUR 14,99 (D), 15,50 (A)
ISBN: 978-3-499-29149-4
Mehr
 

Buchtipp: Thomas Erle
 
Buchtipp: Thomas Erle "Hochburg"
Sommer im Breisgau. In Kaltenbachs Heimatstadt vor den Toren Freiburgs spalten die Pläne für ein Großprojekt am Fuße der Hochburg, Südbadens größter Burganlage, die Bevölkerung. Der Tod des Kirchmattbauern, Besitzer eines der wichtigsten Grundstücke und erklärter Projektgegner, sorgt für weitere Unruhe. Kaltenbach zweifelt an der Unfalltheorie. Kurz darauf bringt ihn ein ominöser Fund auf eine Spur, die bis in die Wirren der Nachkriegszeit zurückführt. War der Kirchmattbauer, der Zeit seines Lebens als Außenseiter galt, eine Gefahr für den Frieden im Dorf?

Der Autor Thomas Erle verbrachte Kindheit und Jugend in Nordbaden. Nach dem Studium in Heidelberg zog es ihn auf der Suche nach Menschen und Erlebnissen rund um die Welt. Es folgten 30 Jahre Tätigkeit als Lehrer, in den letzten Jahren als Inklusionspädagoge. Parallel dazu entfaltete er ein vielfältiges künstlerisches Schaffen als Musiker und Schriftsteller. Seit über 20 Jahren lebt und arbeitet er in der Regio. In seiner Freizeit erkundet er mit Vorliebe den Schwarzwald. Seit Ende der 90er Jahre verfasste er zahlreiche Kurzgeschichten, von denen die erste 2000 veröffentlicht wurde. 2008 erschien zum ersten Mal ein Kurzkrimi. 2010 gehörte er zu den Preisträgern beim Freiburger Krimipreis, 2011 folgte die Nominierung zum Agatha-Christie-Krimipreis. ‚Teufelskanzel‘, der erste Roman um den sympathischen Weinhändler Lothar Kaltenbach, erschien 2013 und wurde auf Anhieb ein Erfolg.

Gmeiner Verlag 2017, 374 Seiten, EUR 14,00 (D)
ISBN 978-3-8392-2110-5

LESUNGEN:

Do., 26.10.2017 - Emmendingen
Buchpremiere mit Thomas Erle in Emmendingen
Foyer Autohaus Schmolck, Am Elzdamm 2, 79312 Emmendingen

So., 12.11.2017 - Oberried
Kaffee mit Schuss: Frühstückslesung mit Thomas Erle in Oberried
Restaurant Bergstation (Schauinsland), Schauinslandstr. 390, 79254 Oberried
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger