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Buchtipps

Buchtipp: Uta-Maria Heim
 
Buchtipp: Uta-Maria Heim "Toskanische Beichte"
Kriminalroman

Für Pfarrer Fischer beginnt eine schwierige Prüfung, als ein Unbekannter in seinem Beichtstuhl von Mord erzählt – und dann lässt er dort ein Handy liegen. An das Beichtgeheimnis gebunden, versucht der Pfarrer, den Besitzer zu ermitteln.Weil ihn die entscheidende Spur in die Toskana führt, macht er kurzerhand Urlaub mit seiner anders begabten Schwester und den betagten Großeltern. Zusammen mit der Tourismus-Agentin Giulia Franca, die in einem Fischlokal aushilft, stößt er am Strand auf eine abgehackte Hand mit einem Fischsymbol. Und plötzlich finden sich alle in einer dubiosen katholischen Organisation wieder. Ein wunderschöner Ort an der toskanischen Küste wird zum Schauplatz eines ausgefeilten Intrigenspiels innerhalb der katholischen Kirche.

Die Autorin Uta-Maria Heim, geb. 1963 in Schramberg, lebt als Hörspieldramaturgin, Dozentin und Autorin in Baden-Baden. Sie studierte Literaturwissenschaft, Linguistik und Soziologie in Freiburg und Stuttgart und arbeitete ab 1983 als Journalistin, Kritikerin und Schriftstellerin. Zuletzt erschienen die Romane »Wem sonst als Dir.« (2013) und »Heimstadt muss sterben« (2016), der Kinderkrimi »Leon Lustig und der entführte Wilhelma-Pinguin« (2015) und das Künstlerbuch mit Gedichten »Im Innern werden Feste gefeiert. Im Inneren der Horizonte« (2016, mit Peter-Jörg Splettstößer). Sie erhielt zweimal den Deutschen Krimi-Preis, außerdem den Förderpreis Literatur des Kunstpreises Berlin, ein Stipendium der Villa Massimo in Olevano Romano sowie den Friedrich-Glauser-Preis. Sie ist Mitglied des PEN.

Gmeiner Verlag 2017, 352 Seiten, EUR 15,00 (D)
ISBN 978-3-8392-2125-9
 
 

Buchtipp: Felix Maria Arnet
 
Buchtipp: Felix Maria Arnet "Gescheit scheitern"
Von der Kunst, gescheit zu scheitern

Scheitern ist in unserer Gesellschaft keine Option. Wer verliert, wird von seinem Umfeld rasch zum Versager abgestempelt. Dabei bietet uns die Analyse unserer Fehler zahlreiche Möglichkeiten und Schlüsse für unsere Zukunft. Wie man „Gescheit scheitern“ kann und sich dadurch beruflich und persönlich weiterentwickelt, zeigt der Berater Felix Maria Arnet in seinem ersten Buch.

Scheitern passiert. Es gehört zum Leben. Wenn wir lernen, forschen, kreativ sind oder Höchstleistungen anstreben, ist Scheitern nicht das Ende, sondern Treiber von Erkenntnisprozessen und Fortschritten. Die Ironie: So sehr der Misserfolg ein Tabu der Moderne ist, so sehr ist es auch ein Phänomen unserer Zeit.

Das Buch „Gescheit scheitern“ von Felix Maria Arnet ist eine Hilfestellung für alle, die ihre negative Grundhaltung gegenüber Misserfolgen und Niederlagen überwinden wollen. Durch die Lektüre des praktischen Bandes lernt man, ohne Scham und mit einem Zugewinn an Erkenntnis zu scheitern, Fehler nicht wieder zu begehen und an Misserfolgen zu wachsen.

Aus persönlicher Erfahrung weiß Arnet, wie man mit fehlgeschlagenen Projekten und Ideen umgeht. „Auch und gerade in der Krise muss man aktiv bleiben, Entscheidungen treffen, Schritte in die Wege leiten. Wer seine Situation wie aus einem Helikopter heraus betrachten kann, wird Auswege aus der Misere finden. Mir hat es sehr geholfen, mein Scheitern anzunehmen und mit der Hilfe eines CoPiloten neu durchzustarten,“ so Arnet. „Heute helfe ich anderen dabei, ‚vorwärts zu scheitern‘ und sich nicht zu verlieren.“

Im Buch finden sich weitere „Beautiful Losers“, also große Denker und Erfinder, die aus ihren Fehlern gelernt haben. Ein konkretes Notfallprogramm für den Umgang mit Krisen und praktische Methoden vom Co-Piloten über den Helikopter-Blick bis zur Karte des Scheiterns runden diesen Ratgeber ab.

GABAL Verlag 2017, 96 Seiten, EUR 8,90 (D), 9,20 (A)
ISBN: 978-3-86936-766-8

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Gespräch mit Felix Maria Arnet über das Thema seines Buches „Gescheit scheitern“


Sie sind Business Coach und unterstützen Ihre Klienten dabei, erfolgreicher zu werden. Wieso tragen Sie dennoch mit so viel Leidenschaft vor, dass Scheitern wertvoll ist?

Persönliches Wachstum ist das Ergebnis von Erfolg und Scheitern, von Lust und Frust, von Schönheit und Schmerzen gleichermaßen. Ich wäre kein guter Berater, wenn ich dies verschweigen würde. Allerdings möchte ich betonen: Ich spreche dabei nicht von den krachenden Niederlagen, sondern von dem, was verhindert, dass aus Krisen Katastrophen werden.

Wie leicht lässt sich das Thema „Scheitern“ vermitteln?

Natürlich ist das kein Zuckerschlecken. Immerhin sprechen wir hier von einem kulturellen Stigma. Der Soziologe Richard Sennett nennt das Scheitern das „große Tabu der Moderne“. Zunächst einmal bin ich selbst das beste Beispiel für den Charme des Scheiterns. Wenn ich als erfolgreicher Coach unaufgeregt und offen über mein Scheitern als Unternehmer spreche, sorgt das für Glaubwürdigkeit und entspannt die Atmosphäre. Man muss dem Thema zunächst einfach mal das Skandalöse nehmen. Dann weise ich darauf hin, dass das Scheitern wesentlich zu Lernprozessen, ja zu allen schöpferischen Prozessen, Innovationen und Entdeckungen dazugehört. Zum Beispiel frage ich: „Könnten Sie heute laufen, wenn Sie als Kleinkind nach dem ersten Sturz auf die Nase von diesem frustrierenden Unterfangen abgelassen hätten? Oder Rad fahren? Oder Skilaufen?“ Und ob es heute Penicillin, Post-it oder die Röntgenstrahlung gäbe, wer weiß. Das Prinzip von Trial-and-error ist eine wissenschaftliche Methode. Niederlagen und Fehler gehören zum Leben und zum Lernen dazu.

Es ist allerdings etwas anderes, ob man sich die Knie aufschrammt, eine Experimentreihe nicht funktioniert oder ein Unternehmen an die Wand fährt.

Natürlich. Aber all diesen Krisen kommt man mit denselben Methoden bei. Zum Beispiel tendieren beinahe alle Menschen dazu, in der extremen emotionalen Belastung durch eine Krise auch extrem emotional zu handeln, das heißt, sie reden die Situation schön, geben anderen die Schuld, treffen schnelle Entscheidungen aus dem Bauch heraus, versuchen, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen oder mit Gewalt etwas durchzusetzen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die phylogenetischen Gehirnzentren, die uns zu analytischem Denken befähigen, während Krisen blockiert sind. Wir handeln dann nach uralten Instinkten.

Wie lernt man denn aus seinen Fehlern?

Man muss einen Punkt machen und die Situation radikal akzeptieren. Zudem muss man das Handlungstempo verlangsamen. Wohlgemerkt, verlangsamen, nicht das Handeln insgesamt aus der Hand geben. Denn natürlich liegt alles an einem selbst. In der Krise ist man vor allem eines - allein. Das ist eine ziemlich trübe Aussicht.

Wer kann mir in einer Krise wirklich helfen?

Wenige, und vor allem selten die, von denen man es erwarten würde, Freunde, Familie, Geschäftspartner, Banken. Sie sind alle unmittelbar oder mittelbar von Ihrer Krise betroffen und damit parteiisch. Ich selbst beschreibe das so: Scheitern fühlt sich an wie eine leere Stadt – keiner mehr da.
Deshalb sollte man sich zuerst selbst einen Überblick über die Lage und das Problem verschaffen. Ich nenne das den Helikopterblick. Aus der Höhe wirft man einen Blick auf die Landschaft, um sich eine Karte des Scheiterns zu zeichnen. Was führt hier zu wem, was behindert, was täuscht, was kann Erleichterung verschaffen, was kann ich mir zunutze machen. Das muss man nicht alleine machen, sondern man kann, man sollte sich sogar Unterstützung suchen, sozusagen einen Co-Piloten. Eine wohlmeinende, affirmative, aber zugleich distanzierte und unbestechliche Person. Sie darf von der Krise nicht selbst betroffen sein, damit sie wirklich zur Analyse beitragen kann. In jedem Fall muss es jemand sein, für den Scheitern kein Tabu, kein Schrecken darstellt.

Was ist das Ziel dieser Analyse im Helikoptermodus?

Es geht darum, wieder positiv denken zu können. Grundlage dafür ist, sich seine Wünsche und Stärken bewusst zu machen. Was will ich? Was kann ich gut? Wie kann ich das nutzen, um eine neue Perspektive zu bekommen? Wesentlich ist Gedankenhygiene. Die grübelnde Rückschau ist genauso abträglich wie angstvolle Blicke in eine ungewisse Zukunft. Wenn wir immer über den negativen Ausgang nachdenken, tun wir unbewusst alles dafür, dass es tatsächlich so übel kommt, wie wir es vorhersehen. Die klassische „self-fulfilling prophecy“.

Ist das, was Therapeuten und Psychologen Resilienz nennen, also keine gegebene Eigenschaft, sondern eine Haltung oder Verhaltensweise?

Es ist eine Strategie und damit auch erlernbar. Wobei ich „Resilienz“ übersetzen möchte: Für mich geht es dabei um mentale und emotionale Widerstandsfähigkeit. Diese entwickelt man durch den unbedingten Willen und auch den unerschütterlichen Glauben daran, Niederlagen überleben zu können. Diese Strategie ist eine Methode der Selbstbehauptung, der Selbstermächtigung gegenüber der kulturell bedingten Tabuisierung des Scheiterns und der Gescheiterten.

Haben Sie einen Ratschlag, den Sie als Sofortmaßnahme immer empfehlen würden?

Ich bin überzeugt, dass es bereits hilfreich ist, sich bewusst zu machen: Jede Krise hat auch ein Ende. Klingt komisch, ist aber so. Dass es stimmt, merkt man, wenn man Ballast abwirft, zum Beispiel das dicke Auto, dessen Leasingraten drücken, durch ein einfacheres ersetzt. Wenn man die teure Sportausrüstung verkauft oder in eine kleinere Wohnung zieht. Schon atmet man leichter. Man tut aktiv etwas zur Entspannung der Situation – und es tut auch gar nicht so weh! Am wichtigsten aber: Man belohne sich! Jeder kleine Fortschritt sollte gefeiert werden. So kommt das positive Denken ganz von allein.

Der Autor Felix Maria Arnet, Jahrgang 1968, durchlebte mit seinen ersten beiden Unternehmen alle Höhen und Tiefen unternehmerischen Schaffens. Nach der Insolvenz seines zweiten Unternehmens, einer fast 20 Jahre lang erfolgreichen Webeagentur, stand er beruflich wie privat vor dem Aus. Doch nach einer kurzen Phase der Lethargie gelang Arnet das Comeback, und er begründete nach mehreren fundierten Ausbildungen als systemischer Executive Coach mit der LATTAL Enterprise Gesellschaft für Unternehmensberatung seine neue Profession. 2015 wurde er dafür mit dem Change Award für die mutigste Veränderung ausgezeichnet. Felix Arnet lebt und arbeitet in Wiesbaden und ist Vater von einem erwachsenen Sohn.
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Buchtipp: Tim Winton
 
Buchtipp: Tim Winton "Inselleben. Mein Australien“
Aus dem australischen Englisch von Klaus Berr.

Tim Winton wurde 1960 in der Nähe von Perth geboren. Er hat zahlreiche Romane, Sach- und Kinderbücher sowie ein Theaterstück veröffentlicht und ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Australiens. In seinem Werk ist die Natur seiner Heimat allgegenwärtig. Hier erzählt er, wie diese enge Beziehung entstanden ist und wie sehr sie seine Gedanken, sein Schreiben und sein Leben prägt. Sein beeindruckendes, poetisches und intensives Buch ist auch ein Plädoyer für Achtsamkeit, für einen neuen Dialog mit der Natur. Er ist auf Berge geklettert, hat in der Wüste gecampt, am Ningaloo Reef getaucht, ist auf den Wellen rund um seine Insel gesurft, und er hat dabei den Rhythmus, die Gefahren, das eigenständige Wesen der Natur erfahren. Denn trotz aller Konflikte zwischen Wildnis und menschlicher Zivilisation, trotz Umweltzerstörung und Klimawandel: Die Natur ist auch ohne den Menschen da. Tim Winton erzählt davon, wie gut es tun kann, sich bewusst zu machen, dass es immer etwas geben wird, das älter, größer, reicher und komplexer ist als wir, die Menschen; und er berichtet von der Gedankenwelt und dem Erfahrungsschatz der Aborigines, ihrem ganz eigenen Verhältnis zur natürlichen Welt. Eindrucksvoll schildert er die Ausmaße der Umweltzerstörung seit seiner Kindheit und wie sich Widerstand dagegen formierte.

Für „Inselleben“ wurde Tim Winton mit dem General Non-fiction Book of the Year Award 2016 ausgezeichnet.

Luchterhand Literaturverlag 2017, 224 Seiten, EUR 16,00 [D], 16,50 [A] / SFr 21,50
ISBN: 978-3-630-87547-7
 
 

Buchtipp: Elly Griffiths
 
Buchtipp: Elly Griffiths "Engelskinder"
Kriminalroman
Aus dem Englischen von Tanja Handels
Der sechste Fall um die forensische Archäologin Dr. Ruth Galloway

In ihrem neuen Roman «Engelskinder» greift die britische Autorin Elly Griffiths den historisch belegten Fall der Amelia Dyer auf, die 1896 für vielfachen Kindsmord verurteilt und gehängt wurde:

Die Arme auf dem Rücken gefesselt, ein rostiger Eisenhaken statt der linken Hand, so liegt die Tote in ihrem Grab. Als Dr. Ruth Galloway unter dem Gemäuer einer Burg ein Skelett aus viktorianischer Zeit freilegt, glaubt sie, die Gebeine der berüchtigsten Mörderin von Norfolk gefunden zu haben. Zahlreiche Schauermärchen ranken sich um «Mother Hook», die Kinder bei sich aufgenommen und dann getötet haben soll. Doch während der Untersuchung kommen der forensischen Archäologin Zweifel an ihrer Schuld. Zur gleichen Zeit verschwindet ein Kind aus der Nachbarschaft. Offenbar will jemand mit allen Mitteln ein jahrhundertealtes Geheimnis hüten …

«Ein fesselnder Roman, der Fragen über Mutterliebe und Schuld aufwirft», schrieb die Sunday Times über «Engelskinder».

Wunderlich Verlag 2017, 384 Seiten, EUR 19,95 (D), 20,60 (A)
ISBN: 978-3-8052-5096-2
 
 

Buchtipp: Michael Dibdin
 
Buchtipp: Michael Dibdin "Sterben auf Italienisch"
Aurelio Zen ermittelt in Kalabrien
Kriminalroman
Aus dem Englischen von Ellen Schlootz

Aurelio Zen, Sonderermittler der italienischen Polizei, wird nach Cosenza, Kalabrien, gerufen. Dort ist der Amerikaner Robert Newman verschwunden, und alles sieht nach einer klassischen Entführung aus. Doch wenig später findet man Newmans übel zugerichtete Leiche, und einem kleinen Jungen, der Newman zuletzt gesehen hat, wird die Zunge herausgeschnitten. Aurelio Zen kommt mit seinen Ermittlungen nicht voran, überall stößt er auf eine Mauer des Schweigens. Doch anstatt einen Täter zu finden, provoziert der Kommissar mit seinen Untersuchungen nur weitere Morde.

Der Autor Michael Dibdin, geboren 1947 in Wolverhampton, studierte englische Literatur in England und Kanada. Vier Jahre lehrte er an der Universität von Perugia. Bekannt wurde er durch seine Figur Aurelio Zen, einen in Italien ermittelnden Polizeikommissar. Elf Bände dieser Krimiserie sind erschienen.

Michael Dibdin wurde mit dem CWA Gold Dagger und dem Grand prix de littérature policière ausgezeichnet. Seine Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und von der BBC als TV-Serie verfilmt. Er starb 2007 in Seattle.

Unionsverlag 2017, 448 Seiten, EUR 13.95 (D), 14.40 (A) / sFR 18.90
ISBN 978-3-293-20779-0
 
 

 
Hörspieltipp: Wie gut muss im Mond wohnen sein!
Hörspiel von Andreas Weiser nach Texten von Alexander von Humboldt
Mit: Guntram Brattia, Heinz Brachler und Otto Höfer
Musik und Regie: Andreas Weiser
(Produktion: HR 2004)
Länge: 74 Minuten

Alexander von Humboldts Forschungsreise nach Lateinamerika währte von 1799 bis 1804. Im Jahr 2004 lebten die beiden Deutschen Otto und Heinz seit über 20 Jahren mitten im Urwald von Amazonien am Rio Manacapuru und Rio Urubu.

”Ich wollte weder die Reise Humboldts rekonstruieren, noch die Aussteiger Otto und Heinz porträtieren und dabei in das bekannte Lamento über den Niedergang der Natur durch den technischen Fortschritt einstimmen. Noch wollte ich eine Ethno-Studie zum guten wilden Indianer erstellen. Vielmehr montierte ich die Töne und Texte zu einer meditativen musique concrète über die Wahrnehmung einer trotz aller Widrigkeiten faszinierenden Wildnis. Es ist die Perspektive von Humboldt, von Otto, von Heinz und nicht zuletzt von mir, der alle künstlerisch formt.” Andreas Weiser

Ausgezeichnet von der Akademie der Darstellenden Künste zum “Hörspiel des Monats Mai 2004”.

Sonntag, 06.08.2017, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

Buchtipp: Astrid Fritz
 
Buchtipp: Astrid Fritz "Die Räuberbraut"
Historischer Roman

«Über Johannes Bückler (1778 - 1803) kursierten schon zu Lebzeiten zahlreiche Geschichten», schreibt Astrid Fritz im Nachwort ihres neuen Romans «Die Räuberbraut» über den als ‹Schinderhannes› bekannten Räuberhauptmann. «Noch während seiner Gefängniszeit erschienen vier Biographien über ihn. Nach seiner Hinrichtung wurde er bald schon in Romanen, Balladen und Bühnenstücken regelrecht verklärt – als edler Räuber, als fröhlicher Hallodri, als Freiheitskämpfer gegen die französischen Besatzer. Hinzu kam: Er starb so jung, dass bei den Zeitgenossen der Eindruck blieb, von den oftmals verhassten französischen Besatzern sei ein blühendes Leben gefällt worden. Dass er an einigen kaltblütigen Morden zumindest beteiligt war, ließ man gerne außer Acht.»

In «Die Räuberbraut» widmet sich Astrid Fritz nun fiktiv dem Leben der letzten Frau an der Seite des «Schinderhannes»: Juliana Blasius ist achtzehn und zieht mit ihrem Vater und ihren Schwestern als Musikerin durch den Hunsrück als sie eines Tages den berühmtesten Räuberhauptmann der Gegend kennenlernt. Der «Schinderhannes» umwirbt sie, liebt sie, nennt sie seine kleine Prinzessin und ist ihr sogar fast treu. Fortan streift sie mit ihm durch die Lande, bald heiraten sie. Doch kann das Glück an der Seite eines Räubers lange währen?

Wunderlich Verlag 2017, 496 Seiten, EUR 19,95 (D), 20,60 (A)
ISBN: 978-3-8052-0293-0
 
 

Buchtipp: Thomas Erle
 
Buchtipp: Thomas Erle "Wer mordet schon in Freiburg?"
11 Krimis und 125 Freizeittipps

Freiburg – das ist für die Gäste aus aller Welt Lebensgenuss und badische Gemütlichkeit. Doch wie immer lauert das Böse dort, wo man es am wenigsten vermutet: Erleben Sie hautnah, wie auf dem Alten Friedhof in Herdern seit Generationen ein geheimnisvoller Wächter sein Unwesen treibt …, wie die Jagd nach dem sagenhaften Münsterschatz tödliche Gefahren heraufbeschwört …, wie zwei Diebe am Schauinsland mit den Schrecken des Eises und der Finsternis kämpfen … und wie das denkbar Schlimmste passiert: Beim Stadtmarathon werden die besten Freunde zu tödlichen Rivalen …

Der Autor Thomas Erle verbrachte Kindheit und Jugend in Nordbaden. Nach dem Studium in Heidelberg zog es ihn auf der Suche nach Menschen und Erlebnissen rund um die Welt. Es folgten 30 Jahre Tätigkeit als Lehrer, in den letzten Jahren als Inklusionspädagoge. Parallel dazu entfaltete er ein vielfältiges künstlerisches Schaffen als Musiker und Schriftsteller. Seit über 20 Jahren lebt und arbeitet er in der Regio. In seiner Freizeit erkundet er mit Vorliebe den Schwarzwald. Seit Ende der 90er Jahre verfasste er zahlreiche Kurzgeschichten, von denen die erste 2000 veröffentlicht wurde. 2008 erschien zum ersten Mal ein Kurzkrimi. 2010 gehörte er zu den Preisträgern beim Freiburger Krimipreis, 2011 folgte die Nominierung zum Agatha-Christie-Krimipreis. ‚Teufelskanzel‘, der erste Roman um den sympathischen Weinhändler Lothar Kaltenbach, erschien 2013 und wurde auf Anhieb ein Erfolg.

Gmeiner Verlag 2016, 278 Seiten, EUR 9,99 (D)
ISBN 978-3-8392-1966-9
 
 



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