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Donnerstag, 13. Juni 2024
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Buchtipps

 
Buchtipp: Daniel Fuhrhop "Willkommensstadt"
Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden

Flüchtlinge brauchen keinen Neubau, sondern Willkommensstädte

Baubranche und Politik wollen uns weismachen, dass angesichts von über einer Million Flüchtlingen möglichst schnell, viel und billig gebaut werden muss. Dabei wäre gerade der Verzicht auf Neubau eine erstklassige Gelegenheit, Neubürger besser zu integrieren – ein Buch zur Willkommenskultur in unserem Land.

Deutschland entwickelt sich zum Einwanderungsland. Aufgrund des vermehrten Zuzugs von Flüchtlingen stellt sich mehr denn je die Frage nach ihrer menschenwürdigen Unterbringung. Müssen wir also schnell und billig bauen? Daniel Fuhrhop sagt: »Nein! Deutschlandweit stehen genügend Häuser leer. Um allen Flüchtlingen Wohnraum zu bieten, müssen wir jedoch klären, wie und wo wir in Zukunft wohnen wollen.« Jetzt erscheint sein neues Buch »Willkommensstadt. Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden«. Es geht der Frage nach, wie wir Flüchtlinge so unterbringen können, dass Integration gelingt.

Daniel Fuhrhop empfiehlt aus der eigenen Geschichte zu lernen, denn nicht zum ersten Mal steht Deutschland vor der Herausforderung, Millionen Menschen aufzunehmen. Warum soll nicht gelingen, was in der Nachkriegszeit gelang? Warum sollten wir aus den Fehlern des Gastarbeiterzuzugs nicht lernen können? Um eine integrationshemmende »Ghettoisierung« zu verhindern, sollten wir versuchen, die Flüchtlinge »in unsere Gebäude zu integrieren«, denn Nähe schafft Vertrauen und baut Vorurteile ab. Wenn dies gelingt, könnten wir »ganz nebenbei« unsere Räume besser nutzen, unsere oftmals viel zu großén Wohnungen und Büros, Werkstätten und Läden, Kindergärten und Schulen – damit wir attraktive Willkommensstädte erhalten, in denen wir selbst gerne leben.

»Willkommensstadt« ist eine Weiterführung des medial vielbeachteten Erstlingswerks »Verbietet das Bauen! Eine Streitschrift«, das Daniel Fuhrhop 2015 im oekom verlag veröffentlichte.

oekom Verlag 2016, 224 Seiten, EUR 17,95 (D), 18,50 (A)
ISBN 978-3-86581-812-6
 
 

 
Buchtipp: Regina Schleheck "Der Kirmesmörder – Jürgen Bartsch"
Biografischer Kriminalroman

Langenberg, 1966. Der Fall Bartsch erschütterte die Nachkriegs-BRD wie kein anderes Kapitalverbrechen. Jürgen Bartsch, der nach einer Kindheit voller Kälte und Missbrauch zu einem sadistischen Soziopathen wurde, lockt Kinder von Kirmesplätzen in Essen und Umgebung, um sie zu quälen, zu missbrauchen und zu ermorden. Bei der Jagd nach dem Kirmesmörder gerät eine ganze Region in Panik. Als Jürgen Bartsch schließlich gefasst wird, fordern die Menschen Vergeltung.

Die Autorin Regina Schleheck hat sich im Krimi und in der Phantastik einen Namen gemacht. Ihr wurden mit dem Friedrich-Glauser-Preis der deutschsprachigen Krimiautoren und dem Deutschen Phantastikpreis die begehrtesten Auszeichnungen beider Genres zugesprochen – neben vielen anderen. Die 1959 in Köln geborene hauptberufliche Oberstudienrätin, fünffache Mutter sowie freiberufliche Autorin, Herausgeberin und Lektorin veröffentlicht seit 2002. Unter ihrem Namen sind Hunderte Kurzgeschichten erschienen, zudem Hörspiele, Lyrik, Theaterstücke und Drehbücher. Seit 1996 wohnt Regina Schleheck in Leverkusen. Sie gehört den »Mörderischen Schwestern« und dem »Syndikat« an.

Gmeiner Verlag 2016, 244 Seiten, EUR 12,99 (D), 13,40 (A)
ISBN 978-3-8392-1939-3
 
 

 
Buchtipp: Matthew J. Arlidge: "D.I. Helen Grace: In Flammen"
Wenn es brennt in den Straßen. Und in den Herzen.

Mitten in der Nacht lodern die Flammen in Southampton, mehrere Brände zerstören Leben. Die Ursache: Kein tragisches Unglück, auch nicht das Werk eines typischen Brandstifters. Sondern viel erschreckender: In jedem der Fälle handelt es sich um sorgfältig geplanten Mord.
Detective Inspector Helen Grace und ihr Team stehen vor zahlreichen Fragen: Warum wurden die Opfer ausgewählt? Was verbindet sie miteinander? Was treibt den Mörder an? Und: Wer wird der Nächste sein? Ein Pulverfass aus Angst und Verdächtigungen scheint geöffnet – und es braucht nur einen Funken, um es zur Explosion zu bringen.

Rowohlt Verlag, 432 Seite, EUR 9,99 (D), 10,30 (A)
ISBN: 978-3-499-27153-3
 
 

 
Buchtipp: Anneliese Bunk & Nadine Schubert "Besser leben ohne Plastik"
Schritt für Schritt auf Plastik verzichten – der neue Spiegel-Bestseller »Besser leben ohne Plastik« zeigt, wie`s geht

Die Schlagzeilen über die negativen Folgen von Plastik reißen nicht ab. »Tödliches Plastik«, »Plastikproblem im Supermarkt bleibt« oder »Plastikmüll-Alarm am Rhein«, so und ähnlich warnen die Medien vor dem omnipräsenten Stoff – zurecht, denn Kunststoff schadet Umwelt, Tier und Mensch.
Als sich Nadine Schubert vor drei Jahren entschied, dem gesundheitsschädlichen Stoff den Rücken zu kehren, war dies zunächst nur für Lebensmittel geplant. »Doch dann hat sich das plastikfreie Leben recht schnell auf den gesamten Haushalt ausgeweitet«, erklärt die Mutter zweier Kinder. Ähnlich erging es Coautorin Anneliese Bunk. Ihr soeben in die Top 20 der Spiegel-Bestseller-Liste eingestiegener Ratgeber »Besser leben ohne Plastik« macht auf die Gefahren aufmerksam und zeigt mit vielen praktischen Tipps, wie wir den allgegenwärtigen Kunst-Stoff vermeiden können – beim Einkaufen, Essen oder im Haushalt.

Nadine Schubert ist Journalistin lebt auf dem Land. Ihre Erfahrungen und Alternativen teilt sie in ihrem Blog auf besser-leben-ohne-plastik.de. Die Designerin Anneliese Bunk ist in München zu Hause und produziert die Naturtasche.de: einen Baumwollbeutel, der den Einkauf loser Lebensmittel ohne Verpackungsmüll ermöglicht.

oekom Verlag 2016, 112 Seiten, EUR 12,95 (D), 13,30 (A)
ISBN 978-3-86581-784-6
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Buchtipp: Sheldon Solomon u.a. "Der Wurm in unserem Herzen"
Wie das Wissen um die Sterblichkeit unser Leben beeinflusst

Die treibende Kraft in unser aller Leben. Als Wurm im Herzen des Menschen bezeichnete der amerikanische Psychologe und Philosoph William James einst das Wissen um unsere Vergänglichkeit. In einer faszinierenden Studie, die auf zahlreichen Versuchen beruht, schildern die amerikanischen Psychologen Solomon, Greenberg und Pyszczynski, wie sehr die Furcht vor dem Nicht-mehr-Sein unser alltägliches Leben beeinflusst – häufig unbewusst. Menschen, die in bestimmten Situationen vor Entscheidungen gestellt werden, reagieren anders, wenn sie zuvor mit dem Gedanken an ihre Sterblichkeit konfrontiert wurden: So fällt ein Richter ein härteres Urteil gegen eine Angeklagte, die moralische Normen verletzt hat, und Studenten beurteilen Kritik am eigenen Land negativer.

Zwei Dinge, so zeigen die Autoren, spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Furcht: unsere Geborgenheit in einer Kultur, die für Sinnstiftung und eine umfassende Ordnung sorgt, sowie das Gefühl jedes Individuums, ein bedeutungsvolles Leben zu führen. Sie sind der Antrieb für die kulturellen Leistungen der Menschen, für unsere Loyalitäten, aber andererseits auch für Unruhen und Kriege. Ein Buch voll überraschender Einsichten!

DVA 2016, 368 Seiten, EUR 24,99 [D], 25,70 [A] / sFR 33,90
ISBN: 978-3-421-04725-0
 
 

 
Buchtipp: Cornelia Blume und Burkhard Steinmetz "Das Apfelbuch"
Apfelschätze erhalten und genießen

So vielfältig wie der Apfel selbst: »Das Apfelbuch« aus dem pala-verlag ist eine Fundgrube für alle Freunde der paradiesischen Frucht. Man spürt die Begeisterung der Autoren Cornelia Blume und Burkhard Steinmetz für die runde Sache und ihre drei K – Küche, Keller und Kultur. Das Buch hilft Apfelbaumbesitzern und solchen, die es werden möchten, bei der Auswahl regionaler Sorten und bei der Pflege der Bäume – ob im Garten oder auf der Streuobstwiese. Mit wertvollen Tipps für Ernte und richtige Lagerung bleiben die köstlichen Früchte monatelang ein Genuss.

Auch für gut gefüllte Vorratskammern sorgt das Buch, das jetzt als überarbeitete Neuausgabe vorliegt: Flaschen voll Apfelsaft, köstlichem Apfelwein oder Likör neben Gläsern mit Kompott und Mus, pikantem Chutney oder exotischem Apfelgelee zeigen, wie vielseitig die reiche Ernte in Küche und Keller zu verwerten ist. Darüber hinaus bringen über 60 vegetarische Rezepte von pikantem Apfelrisotto, Thüringer Apfelklößen und Glemser Apfeltorte bis zum Apfelomelett aus dem Iran Abwechslung in Küche und Backstube.

Liebevoll illustrierte Geschichten rund um den Apfel verbindet dieses Buch mit traditionellem Wissen und aktuellen Informationen zum echten Lesegenuss.

pala-verlag 2016, 176 Seiten, EUR 14,00
ISBN: 978-3-89566-359-8
 
 

 
Buchtipp: Rebecca Thornton "The Girls"
Freundinnen. Unzertrennlich. Bis zu jener Nacht …
Sie teilen alles. Aber auch den Schmerz?

Josephine und Freya sind beste Freundinnen. Gemeinsam besuchen sie ein englisches Eliteinternat, sind süchtig nach Leben und Erfolg. Von den anderen werden sie beneidet - alle wären gerne so wie sie. Doch die beiden sind unzertrennlich, für eine Dritte im Bunde ist kein Platz. Bis eine verhängnisvolle Nacht alles verändert.

18 Jahre später: Josephine ist Ausgrabungsleiterin, in der ganzen Welt unterwegs und eigentlich auf der Flucht: vor sich selbst, dem Leben, vor Beziehungen. Und vor allem vor den Erinnerungen an das, was damals geschah. Nach Jahren ohne jeden Kontakt meldet sich plötzlich Freya bei ihr. Sie besteht auf ein Treffen. Und sie macht unmissverständlich klar, dass es Zeit ist, das Schweigen zu brechen.

Rowohlt Verlag 2016, 416 Seiten, EUR 9,99 (D), 10,30 (A)
ISBN: 978-3-499-27232-5
 
 

 
Ein verschollen geglaubtes Werk von Albrecht Dürer kehrt zurück
Ein als Kriegsverlust verschollen geglaubtes Werk von Albrecht Dürer wieder in der Staatsgalerie Stuttgart

Die Staatsgalerie Stuttgart freut sich über einen ebenso wertvollen wie auch überraschenden Rückkehrer: Ein elsässischer Sammler und Archäologe kaufte einen Kupferstich von Albrecht Dürer (1471-1528), der als Kriegsverlust galt, auf einem Flohmarkt und schenkte ihn der Graphischen Sammlung des Museums.

Vermutlich wurde das auf 1520 datierte Blatt bereits an seinem Auslagerungsort in der französischen Besatzungszone nach Kriegsende 1945 gestohlen. Der Kupferstich zeigt Maria mit dem Kind, bekrönt von einem Engel. In der Inventarliste der Graphischen Sammlung und seit 2003 auch in der Datenbank »Lost-Art« des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste ist das Werk als Kriegsverlust aufgeführt.

Umso größer ist die Freude über den außergewöhnlichen Fund! Der elsässische Sammler entdeckte den Kupferstich mit dem Stempel der Staatsgalerie Stuttgart auf der Rückseite auf einem Flohmarkt in Sarrebourg (Lothringen).

Das wiedergefundene Blatt mit der hoheitsvollen Mutter Gottes ergänzt eine Reihe von 15 Kupferstichen mit der Darstellung der Maria und dem Jesuskind von Albrecht Dürer, die er zu verschiedenen Zeiten schuf. Sie zeichnen sich durch ihre lebensnahe Innigkeit aus, die dem religiösen Bedürfnis nach Vergegenwärtigung entgegen kam.

Der Bestand an Druckgraphik von Albrecht Dürer in der Graphischen Sammlung umfasst mit 250 Werken alle Schaffensphasen, Themen und Techniken des außergewöhnlichen Künstlers. Es sind von seinen frühesten Kupferstichen bis hin zu seinen bekanntesten Folgen wie die der »Apokalypse« und die drei Folgen der »Passion« Exemplare in höchster Druckqualität vorhanden.

Prof. Dr. Christiane Lange ist voll des Lobes für den fachkundigen und ehrlichen Finder: „Wir sind sehr dankbar, dass das Blatt nach über 70 Jahren in die Hände eines Kunstliebhabers kam, der seinen wertvollen Fund nicht für sich behielt, sondern der Öffentlichkeit zurückgibt.“ Wie der Kurator der Graphischen Sammlung Dr. Hans-Martin Kaulbach bestätigt, „ist das Blatt in einem sehr guten Zustand, sogar das originale Passepartout der Graphischen Sammlung ist noch vorhanden“.

zum Bild oben:
Der wertvolle zurückgekehrte Kupferstich: Albrecht Dürer, Maria, von einem Engel gekrönt, 1520, Kupferstich, Blatt: 13,3 x 10,3 cm, Staatsgalerie Stuttgart
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