lesen-oder-vorlesen.de
Donnerstag, 26. April 2018
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Buchtipps

Buchtipp: Tonino Guerra
 
Buchtipp: Tonino Guerra "Scheuer Vogel Traum"
Ein Lesebuch, herausgegeben und übersetzt von Elsbeth Gut Bozzetti, mit den besten Texte von Tonino Guerra, der als Drehbuchautor, Dichter, Geschichtenerfinder und -erzähler, als Maler, Zeichner, Gestalter eine eigene poetische Welt erschaffen hat.

Ein Unbekannter ist er nicht. Selbst wer noch nie etwas von ihm gelesen hat, mag ein paar seiner Sätze im Ohr haben. »Mir tun die Haare weh!« ist so ein beiläufig dahingesprochener Satz, der aus Nebel- und Abgaswolken heraus die Verlorenheit im italienischen Wirtschaftswunder in rätselhafte Worte fasst. Ganz eindeutig ist der Schrei: »Ich will eine Frauuu!«, den ein Kerl vom Baum herab in den Abend brüllt.

Das sind jedenfalls Sätze von Tonino Guerra. Sie sind begleitet von Bildern, die ganze Filme wieder ins Gedächtnis rufen. Da steht der kühle Filmästhet Michelangelo Antonioni neben dem lebensprallen Federico Fellini, die »Rote Wüste« neben »Amarcord«. Mit beiden Regisseuren hat Guerra als Drehbuchautor intensiv zusammengearbeitet. Vieles, was das Mehr an Poesie dieser Filme ausmacht, geht auf seine Rechnung. »Il poeta del cinema«, der Dichter des Kinos, ist die Kurzformel, mit der sein Beitrag zum Internationalen Autorenkino der Nachkriegszeit – und das sind mehr als 100 Filme! – umschrieben wird. 2002 verleiht ihm die European Film Academy den Europäischen Film- Oscar für sein Lebenswerk. 2004 wird er in Straßburg zum besten Drehbuchschreiber Europas gekürt.

Im Grunde aber ist Tonino Guerra Dichter, Geschichtenerfinder und -erzähler. Und er ist Maler, ist Zeichner, ist Gestalter von »poetischen Orten«.

Fünfzehn Jahre ist es her, seit bei Klöpfer & Meyer der Band »Staubwirbel. Geschichten für eine ruhige Nacht« erschienen ist. Kurz darauf kam auch seine Erzählung »Lauer Regen« bei Klöpfer & Meyer heraus sowie das Poem »Der Honig«, das als sein dichterisches Hauptwerk gilt. Alle diese schönen Titel sind seit langem vergriffen. Auf vielfachen Wunsch erscheint nun unter dem Titel »Scheuer Vogel Traum« ein Tonino-Guerra-Lesebuch, ein »best of«. Angefangen von den ersten Gedichten bis zu den späten Reisetagebüchern führt der Band in die Welt eines Menschen, der dem Leisen lauscht und die Schattenschrift des Lichts entziffert.

Mit welchen Augen erzählt einer, der das Erzählen »nie direkt« zu seinem Merkmal gemacht hat? Zwischen Bodenhaftung und Phantasie, zwischen Dorfchronik und Abenteuerreisen auf den Gleisen des Traumes nimmt Tonino Guerra uns mit in die Möglichkeitswelten seiner Poesie.

Herausgeberin Elsbeth Gut Bozzetti übersetzte bislang alle bei Klöpfer & Meyer erschienenen Tonino-Guerra-Titel.

Klöpfer & Meyer Verlag 2012, 216 Seiten, EUR [D] 19,50, [A] 20,10 / sFR 27,90
ISBN 978-3-86351-026-8
 
 

Buchtipp: Anja Maier
 
Buchtipp: Anja Maier "Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter"
Von Edel-Eltern und ihren Bestimmerkindern

Was ist nur mit den Eltern los? Kaum haben sie ihr „Jetzt wird’s aber Zeit“-Kind, wird es zum sinnstiftenden Projekt. Egal, ob bei der Wahl von Kita und Schule, beim Kauf von Kleidung oder der richtigen Wohnung – das Beste scheint gerade gut genug. Das Kind wird zum Statussymbol.

Aber muss wirklich alle Welt Rücksicht nehmen, nur weil Eltern mit ihrer Fortpflanzung das Land vor der Vergreisung retten? Wächst eine Generation kleiner Egoisten heran? Anja Maier hat Familien im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg beobachtet und feststellen müssen, dass aus dem Szeneviertel eine kuschelige Kleinstadt geworden ist. Ihre Geschichten sind vor allem eines: erschreckend wahr, manchmal tragisch – und vor allem urkomisch.

Bastei Lübbe 2011, 253 Seiten, EUR 8,99 (D), 9,30 (A)
ISBN: 978-3-404-60299-5
 
 

Buchtipp: Paulo Coelho
 
Buchtipp: Paulo Coelho "Aleph"
Aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer-Minnemann

Innehalten. Nachdenken. Träumen. Sich ausprobieren. Sich neu entdecken. Wach werden. Wagen. Handeln. Gewinnen. Mit ›Aleph‹ beginnt Ihr Leben neu!

Kann man seine Vergangenheit zurücklassen wie einen Bahnhof, aus dem man gerade hinausfährt? Kann man sich selbst neu entdecken wie ein fremdes, neues Land? In der Transsibirischen Eisenbahn begegnet ein Schriftsteller einer jungen Stargeigerin – und gleichzeitig einer dunklen Seite seines früheren Lebens. Er gerät in ein Paralleluniversum, in dem Zeit und Raum zusammenfallen – das ›Aleph‹. Und er erkennt seine Chance, eine alte Schuld zu bewältigen und sein Leben noch einmal neu zu beginnen.

Diogenes 2012, 320 Seiten, EUR (D) 19.90, (A) 20.50 / sFr 33.90
ISBN 978-3-257-06810-8
 
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "Duden - Was jeder wissen muss"
100 000 Tatsachen der Allgemeinbildung

Komprimiertes Wissen für Beruf und Alltag, Schule und Einstellungstest, Smalltalk und Quiz. In 30 übersichtlichen, nach Wissensgebieten gegliederten Kapiteln finden sich aktuelle Antworten auf Fragen wie „Auf welchen Politiker wurden die meisten Attentate verübt?“ oder „Wo regnet es am meisten?“. Infokästen erhellen Hintergründe und verraten aufschlussreiche Details. Mit vielen spannenden Listen und Tabellen.

Duden 2011, 3., aktualisierte und vollständig überarbeitete Auflage, 480 Seiten, EUR 19,85 (D), 20,60 A
ISBN: 978-3-411-71114-7
 
 

Buchtipp: Herman Koch
 
Buchtipp: Herman Koch "Sommerhaus mit Swimmingpool"
Diesem Hausarzt ist nichts heilig, auch nicht seine Familie

Marc Schlosser ist Hausarzt in Amsterdam. Als einer seiner Patienten, der berühmte Schauspieler Ralph Meier, stirbt, muss er sich wegen eines möglichen Kunstfehlers vor der Ärztekammer verantworten. Doch war es wirklich ein Kunstfehler? Oder hat das alles vielleicht mit den Geschehnissen im Ferienhaus zu tun, in dem beide Familien den letzten Sommer verbrachten?

Zwei heranwachsende Töchter hat Marc Schlosser, Lisa und Julia. Und eine attraktive Frau, Caroline. Als sein Patient Ralph Meier, selbst verheiratet und Vater zweier jugendlicher Söhne, ihn und seine Familie einlädt, sie im Sommer ein paar Tage in ihrem Ferienhaus in Frankreich zu besuchen, klingt das zunächst wie eine gute Idee. Erst jetzt, nach Ralphs Tod, anderthalb Jahre nach den gemeinsamen Urlaubstagen, treten die Verwerfungen zwischen den beiden Familien allmählich zutage, und der Leser fiebert atemlos jeder weiteren Enthüllung entgegen.

»Sommerhaus mit Swimmingpool« ist ein hoch spannendes, meisterlich konstruiertes Familiendrama, in dem Vaterinstinkte, sexuelle Macht und Heuchelei eine große Rolle spielen. Mit scharfem Witz und genialer Beobachtungsgabe legt Koch gesellschaftliche und familiäre Risse bloß und erschafft mit Marc Schlosser den wohl abgründigsten Hausarzt der jüngeren Literatur.

Kiepenheuer & Witsch 2011, 352 Seiten, EUR (D) 19,99, (A) 20,60 / sFr 28,90
ISBN: 978-3-462-04344-0

»Was für ein Buch! Früh am Abend habe ich es angefangen, erst mitten in der Nacht beiseitegelegt. Morgens nach dem Aufstehen habe ich nicht die Zeitung genommen, sondern diesen Roman zu Ende gelesen. Das Einzigartige an diesem Buch: Es fängt erst richtig an zu wirken, wenn man schon fertig damit ist.« Christine Westermann

Video-Porträt mit Herman Koch:
Mehr
 

Buchtipp: Lewis Carroll
 
Buchtipp: Lewis Carroll "Alice im Wunderland"
Nacherzählt von Arnica Esterl
Mit Illustrationen von Marina Marinelli
mit Leseband

Alice im Wunderland ist ein weltbekannter Klassiker aus der Nonsensliteratur, in der Alice einem weißen Kaninchen folgt und in einer Phantasie-Welt voller skruriller Ereignisse verschwindet. Diese Geschichte von Lewis Carroll fasziniert Kinder und Erwachsene seit dem ersten Erscheinen 1865.

Die neu entdeckte italienische Künstlerin Marina Marielli verleiht den beliebten Figuren der Geschichte ein neues Gesicht. Sie nimmt den Betrachter mit auf die Reise durchs Wunderland und ergründet mit Alice die Geheimnisse der Fantasiewelt.

Ihre prachtvollen bildnerischen Inszenierungen passen perfekt zur mysteriösen Stimmung der Geschichte. Mit viel Gefühl hat Arnika Esterl den Originaltext bearbeitet. So wird das Lesen und Vorlesen zum reinsten Vergnügen! Die neue Reihe Esslinger Klassiker wird im Herbst mit neuen Titeln fortgesetzt.

Esslinger Verlag 2012, 64 Seiten, EUR 16,90 (D), 17,40 (A) / sFR 24,50
ISBN 978-3-480-22858-4
 
 

Buchtipp:
 
Buchtipp: "Wundervolle Erde. Der Blick von oben auf unseren Planeten"
Der aufregende Blick von oben auf unseren Planten

Der griechische Philosoph Sokrates formulierte einst „Wenn wir uns hoch über die Erde erheben könnten, würden wir die Welt, in der wir leben, besser verstehen.“ Der Bildband „Wundervolle Erde – Der Blick von oben auf unseren Planeten“ liefert mit über 1000 Farbfotos den Beweis für diese Theorie und bestätigt sie gleichzeitig auf anschauliche Weise.

Die beeindruckenden Satellitenaufnahmen sind in naturnaher Farbgebung gehalten und zeigen unsere Erde aus einem neuen, unbekannten Blickwinkel. Mittels hoch entwickelter Aufnahmetechniken und professioneller Bildverarbeitung eröffnen die Aufnahmen neue Dimensionen für den Betrachter. Ähnlich der Zoomtechnik in der Fotografie, ergänzen Luftbilder und Fotos den Gesamteindruck der jeweils präsentierten Landschaft und gewähren damit überraschende und beeindruckende Einblicke. Einzelne Aufnahmen geben einen perfekten Überblick über einen Großraum, andere richten den Fokus eher auf ein spezielles Phänomen wie einen einzelnen Berg oder ein Flussdelta. Facettenreich fügen sich die verschiedenen Landschaftsbilder der einzelnen Klimazonen Seite für Seite zu einem schillernden Gesamteindruck. Aus der Luft werden die Formen der Natur am besten wahrgenommen und offenbaren so die wahre Faszination des „Blauen Planeten“.

Das großformatige, fast 500 Seiten starke „Schwergewicht“ „Wundervolle Erde – Der Blick von oben auf unseren Planeten“ lädt zu einer geografischen Weltreise der besonderen Art ein. Der Bildband macht die Vielfalt und Schönheit unserer Erde wieder bewusst und bietet dem Leser ein schönes wie aktuelles Portrait über die Beschaffenheit unseres Planeten.

Verlag Wolfgang Kunth, 448 Seiten mit über 1.000 Farbfotos
Format 25,8 x 32,7 cm, EUR (D) 49,95 - (A) 51,40 / sFr. 80,00
ISBN 978-3-89944-814-6
 
 

Buchtipp: Hans Georg Fahr
 
Buchtipp: Hans Georg Fahr "Auf der Höhe des Scheiterns"
Juan Maria Gerer ist Witwer und Professor im Ruhestand. Für einen trainierten und interdisziplinär geschulten hellwachen Geist ist das zu wenig. Der Zufall spielt ihm eine Annonce in die Hand und er meldet sich beim Institut Lerchenau, das einen Physiker für den wissenschaftlichen Austausch auf höchstem Niveau sucht.

In der Nähe des Bodensees gelegen, ist Lerchenau ein nicht nur räumlich dem banalen Leben vollkommen enthobener Ort. Hier herrschen Kultiviertheit, gegenseitige Anregung und geistige Größe im ganzen Bildungsspektrum. Doch je länger Gerer auf dem Berg lebt, desto stärker er​wacht in ihm die Sehnsucht nach dem anderen Lebenspol – der menschlichen Wärme und der leib​lichen Liebe. So macht er sich auf, ins Tal zu steigen und die Untergründe von Lerchenau zu ent​decken, aber auch den Teil in ihm selbst, der für ihn notwendig ist, sich als Ganzheit zu erfahren.

Seit Jahrzehnten ist der Autor auf der Suche nach dem Geist in der Natur. Er kann den Sonnen​wind, die Heliopause, die Materie im Plasmazustand und die beschleunigte Weltexpansion erklä​ren, beherrscht sozusagen die ganze Mathematik der Realität, wie ein guter Pianist sein Klavier. Und dennoch ist er neuerdings unzufrieden mit seiner Welterklärung. – Seitdem ist er nun auf der Suche nach dem Leib in der Natur, jenem Bereich der Unverfügbarkeit des leiblich Gegebenen mit dem hinreißenden Charme seiner Widerspenstigkeit. Und so tritt er nun also die Suche nach der Spürbarkeit des Lebens und dem schieren Glück des Daseins an.

Verlag Haag + Herchen Hanau 2011, 158 Seiten, EUR 18,00
ISBN: 978-​3-​89846-​642-​4
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 


Copyright 2010 - 2018 Benjamin Jäger