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Buchtipps

Buchtipp: Jan Seghers
 
Buchtipp: Jan Seghers "Menschenfischer"
Im November erscheint im Kindler Verlag Jan Seghers neuer Roman «Menschenfischer», der sechste Fall für seinen Kommissar Robert Marthaler.
Die Geschichte über den Mord an Tobias Brüning basiert auf den realen Geschehnissen rund um den bis heute ungeklärten Tod von Tristan Brübach, dessen Leiche am 26. März 1998 in einem Tunnel in Frankfurt-Höchst gefunden wurde.

Auch in «Menschenfischer» finden Kinder im Jahr 1998 die Leiche eines Jungen, dem die Kehle durchschnitten, ein Stück Fleisch aus dem Oberschenkel entnommen und die Hoden abgetrennt wurden. Der Mord an Tobias Brüning löst eine der größten Polizeiaktionen der Nachkriegsgeschichte aus. Obwohl es ein Phantombild gibt, wird der Täter nie gefasst.

Im Jahr 2013 erreicht Kommissar Marthaler aus der französischen Kleinstadt Marseillan der Hilferuf eines alten Kollegen. Touristen haben den Mörder angeblich gesehen. Als Marthaler ans Mittelmeer fährt, um die Akten zu übernehmen, gibt es einen neuen Hinweis. Und endlich auch einen Namen.

Die Spur führt in ein finsteres Tal am Rhein, nicht weit von der Loreley. Dort sind gerade zwei Roma-Jungen spurlos verschwunden. Kommissarin Kizzy Winterstein, selbst eine Romni, ist nicht glücklich über die Ermittlungen des Frankfurter Kollegen auf ihrem Gebiet. Während die beiden noch Zuständigkeiten diskutieren, werden die Kinder gefunden. Tot. Da begreifen die Polizisten, dass sie am selben Fall arbeiten. Und es mit einer Bande brutaler Menschenhändler zu tun haben.

Jan Seghers liest aus Menschenfischer im Rahmen des Hamburger Krimifestivals am 9. November. Am 15. November findet die große Frankfurter Buchpremiere in Kooperation mit der Buchhandlung Schutt in der Deutschen Nationalbibliothek statt, moderiert von Heiner Boehncke.

Weitere Termine der ausführlichen Lesereise von Jan Seghers finden Sie im Internet ...

Der Autor Jan Seghers alias Matthias Altenburg wurde 1958 geboren. Der Schriftsteller, Kritiker und Essayist lebt in Frankfurt am Main. Nach dem großen Erfolg von «Ein allzu schönes Mädchen» und «Die Braut im Schnee» folgte «Die Partitur des Todes», ausgezeichnet mit dem Offenbacher Literaturpreis sowie dem Burgdorfer Krimipreis. Danach erschienen «Die Akte Rosenherz» sowie «Die Sterntaler Verschwörung». Alle Romane wurden für das ZDF verfilmt und von über 30 Millionen Menschen gesehen. In seinem neuesten Kriminalroman, «Menschenfischer», wird Kommissar Robert Marthaler seinen sechsten Fall lösen.

Kindler Verlag 2017, 432 Seiten, EUR 19,95 (D), 20,60 (A)
ISBN: 978-3-463-40670-1
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Mut bewiesen - Widerstandbiographien aus dem deutschen Südwesten
 
Mut bewiesen - Widerstandbiographien aus dem deutschen Südwesten
Neu in der Buchreihe „Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs“

Mehr als 40 Beiträge über Menschen, die aus unterschiedlichen Motiven heraus Widerstand gegen die nationalsozialistische Terrorherrschaft geleistet haben: diese Biographien aus dem deutschen Südwesten vereint das neue Buch der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB). Unter dem Titel „Mut bewiesen“ stehen Frauen und Männer im Mittelpunkt, die sich jenseits aller politischen, religiösen oder weltanschaulichen Prägungen durch persönlichen Mut und entschlossenes Handeln gegen die Diktatur ausgezeichnet haben. Sie alle standen bislang eher selten oder gar nicht im Fokus der wissenschaftlichen oder öffentlichen Betrachtung. Das Spektrum der Porträts reicht dabei vom Widerstand der „ersten Stunde“ über religiös begründetes Handeln bis hin zu den „stillen Helden“, die Verfolgten Hilfe boten; ebenso erfahren diejenigen eine Würdigung, die sich für geistige Freiräume eingesetzt haben oder in der Endphase des Krieges beherzt gehandelt haben. Mit dem Band aus der Reihe „Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs“ legt die Landeszentrale erneut eine Veröffentlichung zum „Dritten Reich“ im deutschen Südwesten vor, die dem Ziel dient, eine ebenso kritische wie breit angelegte Landeskunde zu bieten. Herausgeben wird der 340-seitige Band von Angela Borgstedt, Sibylle Thelen und Reinhold Weber.

Bestellung ausschließlich im Webshop der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) zum Preis von 6,50 EUR zzgl. 3,- EUR Versand (www.lpb-bw.de/shop).
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Buchtipp: Edgar Dahmen
 
Buchtipp: Edgar Dahmen "Skurriles aus tierärztlichen Praxen"
Der Doktor und das liebe Vieh

68 Anekdoten nehmen den Leser mit in die oftmals verrückte Welt der Veterinärmediziner. Gesammelt von Tierarzt Dr. Edgar Dahmen bietet der Band „Skurriles aus tierärztlichen Praxen“ wahre Begebenheiten und heiteres Lesevergnügen.

Was haben ein kondomfressender Hund, ein fliegender Hamster und ein ermordeter Tiger gemeinsam? Sie sind neben der Zombiekatze Taiga, der Henne Lisbeth, dem Wellensittich Hansi-Bubi und vielen anderen Zwei- und Vierbeinern die Hauptakteure der Geschichten, die Tierarzt Dr. Edgar Dahmen zusammengetragen hat.

Mehr als 40 Jahre war Dahmen als niedergelassener Veterinärmediziner in einer Kleinstadt nahe München tätig. „Schon als Kind hatte ich auf dem Bauernhof meiner Tante intensiven Kontakt zu allen möglichen Tieren. Der Wunsch Tierarzt zu werden, war da schon fast logische Konsequenz,“ so Dahmen.

Allerhand Merkwürdiges, Lustiges, Tragisches und Herzerwärmendes erlebte der Tierdoktor in dieser Zeit. In seinem Buch „Skurriles aus tierärztlichen Praxen“ schildert er denkwürdige Situationen und haarsträubende Erlebnisse, die ihm selbst wie auch befreundeten Kollegen widerfahren sind. Da gab es beispielsweise den Labrador, der nach ein paar Tagen mit Bauchschmerzen einen tigergemusterten String-Tanga ausschied. Oder die empörte Tierärztin, der ein Bauer seinen „Pimmel“ vorführen wollte. Es stellte sich heraus, dass er einen Jungbullen meinte.

Tragisch war die Geschichte eines Langhaardackels mit Bandscheibenvorfall, der von seiner Besitzerin mithilfe einer Insulinspritze „eingeschläfert“ wurde. Für eine gläubige Katzenbesitzerin wendete sich dagegen alles zum Guten. Nach einer Wallfahrt tauchte ihr Tier wieder auf, sehr auch zur Freude des Tierarztes, der der verzweifelten Frau wochenlang Trost spendete. „Auch die Betreuung von Frauchen und Herrchen in den angespannten emotionalen Situationen gehört zur Arbeit eines Tiermediziners“, erklärt Dahmen.

„Skurriles aus tierärztlichen Praxen“ ist liebevoll von der Künstlerin gigi illustriert und ein schönes Geschenk nicht nur für (angehende) Tierärzte, sondern für alle Tierfreunde mit Herz.

Verlag tredition 2017, 188 Seiten, 9,99 (D)
ISBN: 978-3-7439-4818-1
 
 

Buchtipp: Martin Grunwald
 
Buchtipp: Martin Grunwald "Homo hapticus"
Warum wir ohne Tastsinn nicht leben können

Wissenschaft zum Anfassen: „Fühlen und tasten ist viel wichtiger für unser Überleben als sehen, hören, riechen und schmecken“, sagt Martin Grunwald.
Er gründete 1996 das Haptik-Labor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung der Universität Leipzig, wo er die Wirkungsweise des menschlichen Tastsinns erforscht.
In seinem Sachbuch "Homo hapticus" beschreibt der experimentelle Psychologe erstmals für ein breites Publikum, welch überragenden Einfluss der lange Zeit unterschätzte Tastsinn auf alle menschlichen Lebensbereiche hat.
Der international renommierte Pionier der Haptik-Forschung erzählt anschaulich und mit vielen Beispielen aus dem Alltag, wie faszinierend die Millionen Berührungs- und Bewegungsmelder zusammenwirken, die unseren Tastsinn ausmachen. Er zeigt, welch große biologische und psychologische Bedeutung Berührungen für Menschen aller Altersstufen haben, warum eine Umarmung mehr tröstet als tausend Worte, warum Massagen und Spaziergänge gegen Depression und Angst helfen und warum wir mit warmen Händen bessere Chancen bei einem Bewerbungsgespräch haben. Er macht deutlich, wie raffiniert unser Urteil durch die Haptik von Produkten manipuliert werden kann. Und er warnt vor einer Welt voller Touchscreens – denn mit ihnen lässt sich unsere Welt von Kindern nicht be-greifen.

Droemer Verlag 2017, 304 Seiten, EUR 19,99
ISBN: 978-3-426-27706-5
 
 

Buchtipp: Sven Voelpel
 
Buchtipp: Sven Voelpel "Entscheide selbst, wie alt du bist"
Was die Forschung über das Jungbleiben weiß

Deutschland altert, und zwar rasant. Das verändert nicht nur Gesellschaft, Politik und Kultur, dieses Thema betrifft jeden ganz persönlich. Aber: Was ist das überhaupt - "Alter"? Und geht es zwingend mit Gebrechen und Einsamkeit einher? Sven Voelpel stellt dar, welche Kriterien für das Altsein und Sich-alt-Fühlen eine Rolle spielen und zieht dazu zahlreiche Studien heran. Die gute Nachricht: Wir können, in weitaus größerem Maße als bisher gedacht, beeinflussen, ob wir alt sind oder nur älter werden. Sven Voelpel zeigt, wie.

Der Autor Sven C. Voelpel, Jahrgang 1973, ist Professor für Betriebswirtschaft an der Jacobs University Bremen sowie Gründungspräsident des WISE Demografie Netzwerks. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen demographischer Wandel, Diversity und Leadership. Als führender Altersforscher berät er Regierungen und Organisationen wie die Allianz, die Bundesagentur für Arbeit, Daimler und Deutsche Bahn. Er lebt mit seiner Familie in Bremen.

Rowohlt Polaris 2017, 288 Seiten, EUR 14,99 (D)
ISBN 978-3-499-63181-8
 
 

Thomas Lehr
 
Thomas Lehr "Schlafende Sonne"
Ein Jahrhundert Deutschland – an einem Tag im Sommer 2011: Thomas Lehr hat einen großen Roman geschrieben.

Rudolf Zacharias reist nach Berlin. Dort will der Dokumentarfilmer die Vernissage seiner früheren Studentin Milena Sonntag besuchen. Thomas Lehrs Roman spielt an einem Sommertag des Jahres 2011 – und zugleich in einem ganzen Jahrhundert. Denn in ihrer Ausstellung zieht Milena nicht nur eine künstlerische Lebensbilanz, sondern die ihrer Zeit. Mit sprachlicher Kraft werden historische Katastrophen neben die privaten Verwicklungen dreier Menschen gestellt, führen die Spuren von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs bis ins heutige Berlin. Thomas Lehr entwickelt ein überwältigendes Fresko dieses deutschen Jahrhunderts: tragisch, komisch, grotesk, und immer wieder ganz persönlich und intim.

Der Autor Thomas Lehr, 1957 in Speyer geboren, lebt in Berlin. Bei Hanser erschienen u.a. September. Fata Morgana (Roman, 2010), Größenwahn passt in die kleinste Hütte (Kurze Prozesse, 2012), 42 (Roman, 2013), Zweiwasser (Roman, 2014), Nabokovs Katze (Roman, 2016) und Schlafende Sonne (Roman, 2017). Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. 2012 mit dem Marie-Luise Kaschnitz-Preis und 2015 mit dem Joseph Breitbach-Preis.

Hanser Verlag 2017, 640 Seiten, EUR 28,00 (D), 28.80 (A)
ISBN 978-3-446-25647-7

ePUB-Format: EUR 20,99 (D/A)
ISBN 978-3-446-25766-5
 
 

Buchtipp: Hervé Le Tellier
 
Buchtipp: Hervé Le Tellier "Ich und der Präsident"
Ein Erzähler namens Le Tellier schreibt dem französischen Präsidenten François Mitterand eine Postkarte aus dem Urlaub. Die Antwort würden andere für einen Standardbrief halten – nicht so Le Tellier! Es entwickelt sich ein Briefwechsel, bei dem der Erzähler vertrauensvoll aus seinem Alltag berichtet – und aus dem Élysée-Palast stets das gleiche Antwortschreiben eintrifft. Doch Le Tellier fühlt sich verstanden und führt die »Brieffreundschaft« sogar mit Mitterands Nachfolgern Chirac, Sarkozy, Hollande und Macron einfach fort …

Für diese deutsche Erstausgabe in der Übersetzung von Jürgen und Romy Ritte aus dem Französischen hat Hervé Le Tellier seinen Text bis Emmuanuel Macron ergänzt.

dtv 2017, 88 Seiten, EUR 8,00 (D), 8,30 (A)
ISBN 978-3-423-14626-5
 
 

Buchtipp: Ariel Levy
 
Buchtipp: Ariel Levy "Gegen alle Regeln"
Eine Geschichte von Liebe und Verlust

Die erfolgreiche New Yorker Journalistin Ariel Levy hat eine aufregende Affäre, eine liebevolle Ehepartnerin und den Wunsch nach einem Kind. Emanzipiert lebt sie nach ihren eigenen Regeln. Doch als sie eine Fehlgeburt erleidet, bricht alles auseinander.

Im fünften Monat schwanger reist Ariel Levy nach Ulan Bator in die Mongolei, um für eine ihrer Reportagen zu recherchieren. Kurz nach der Ankunft hat sie starke Schmerzen im Unterleib und bringt ihr Baby allein auf dem Badezimmerboden des Hotelzimmers zur Welt. Für wenige kostbare Minuten lebt ihr Sohn. Traumatisiert von ihrem Verlust und taub vor Schmerz tritt sie einige Tage später die Heimreise an. Ein Anknüpfen an ihr altes Leben ist nicht möglich, denn sie scheint ihrer Identität beraubt: Ihr Körper schreit nach seiner Mutterrolle und verhindert eine Rückkehr in ein vertrautes Frauendasein. Ariels Ehepartnerin Lucy hat sich zu diesem Zeitpunkt in den Alkohol und aus der Beziehung geflüchtet. So zersplittert das selbstdefinierte Leben der 37-Jährigen. Allem beraubt, bleibt ihr nur noch die Liebe zur Sprache.

Knaur Verlag 2017, 240 Seiten, EUR 19,99 (D)
ISBN: 978-3-426-21430-5

-- Ariel Levy geht auf Lesereise --

MÜNCHEN: 15. Nov. 2017, 19 Uhr
Im Gespräch mit Doris Dörrie
Gasteig, Carl Orff Saal

MÜNCHEN: 16. Nov. 2017, 18:30 Uhr
Im Gespräch mit Doris Dörrie, Deborah Feldman und Elena Lappin
Literaturhaus, Bibliothek

FREIBURG: 17. Nov. 2017, 20 Uhr
Artjamming, Güntertalstr. 41

FRANKFURT: 18. Nov. 2017, NN
Mod. Antje Deistler, dt. Stimme: Friederike Ott
Weltenleser, Oeder Weg 40

KÖLN: 20. Nov. 2017, 18 Uhr
Mod. Antje Deistler,
Lietraturhaus Köln

BERLIN: 21. Nov. 2017, 20 Uhr
Mod. Antje Deistler, dt. Stimme Meike Droste
English Theater Berlin, Fidicinstraße 40
 
 



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