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Filmtipp: NOCH EINMAL, JUNE
NOCH EINMAL, JUNE (c) MT Trading GmbH
 
Filmtipp: NOCH EINMAL, JUNE
Australien 2020 | 100 Minuten
Regie: JJ Winlove
Darsteller: Noni Hazlehurst, Claudia Karvan, Stephen Curry

June, die nach fünf Jahren Demenz überraschend eine wache Phase hat, versucht, ihre Familie wieder auf Kurs zu bringen... Eine ergreifende Geschichte mit einem präzisen Blick auf das, was Familie ausmacht, mit viel Humor und einem untrüglichen Gespür für die kleinen und großen Absurditäten des Alltags – und die großartige australische Hauptdarstellerin Noni Hazlehurst, außerhalb ihrer Heimat noch wenig bekannt, gibt ein fantastisches Stelldichein für die internationale Bühne!

Als June Wilton (Noni Hazlehurst) zu sich kommt, sieht sie sich einem Arzt gegenüber, der sie allen Ernstes fragt, was das für ein Ding sei, das er in der Hand hält. Ein Kugelschreiber natürlich, blöde Frage, meint June. Und warum, fragt sie indigniert, ist sie nicht zuhause? June muss daraufhin erfahren, dass sie nach einem Schlaganfall dement wurde und seit fünf Jahren in einem Pflegeheim lebt – bis nun völlig überraschend – ein Zustand vollständiger geistige Klarheit eingetreten ist. Allerdings droht jederzeit ein Rückfall, warnt der Arzt, wenn sie sich zu sehr aufregt. Das hält die willensstarke June allerdings nicht davon ab, bei erstbester Gelegenheit aus dem Heim zu flüchten und in ihr Haus zurückzukehren. Doch dort wohnt inzwischen eine ihr völlig unbekannte Familie. Und das ist erst der Anfang des Schlamassels: Ihre Tochter Ginny (Claudia Karvan) hat Schulden, ihr Sohn Devon (Stephen Curry) seine Karriere als Architekt in den Sand gesetzt. Obendrein ist er von Junes geliebter Schwiegertochter Tiffany geschieden. Und in Junes Werkstatt für edle, handbedruckte Tapeten hat jetzt ein schmieriger Manager das Sagen. June versucht alles, um ihre völlig aus den Fugen geratene Familie wieder auf Vordermann zu bringen – und stößt zufällig auf die Spur ihres früheren Geliebten. Doch Junes Zeit läuft... Der Neuseeländer JJ Winlove hat NOCH EINMAL, JUNE geschrieben und inszeniert. Es ist eine von Herzen kommende Geschichte, die er hier erzählt, die den Humor bei aller Tragik in den Mittelpunkt rückt. Phasen, wie June sie hat, sind tatsächlich das, als was der Arzt sie bezeichnet: Wunder. Aber dieses Wunder ist der Katalysator der Geschichte. Ein amüsanter, wunderbar witziger und liebevoller Film – dessen letzter Akt vielleicht gerade deshalb ganz besonders trifft. Und noch ein kleiner, aber feiner Hinweis: In unserer Sneak ist dieses englischsprachige Langfilmdebüt sehr gut angekommen!

Läuft im Kandelhof Freiburg
teilweise im englischen Original mit Untertiteln
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Eintrag vom: 17.02.2022  




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