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Buchttipp: Maria Hol
 
Buchttipp: Maria Hol "Gewitter im Kopf"
Migräne und Kopfschmerzen nachhaltig stoppen

In Deutschland leiden rund zehn Prozent der Bevölkerung an Migräne, der Anteil von Menschen mit Spannungskopfschmerz ist sogar noch höher. In ihrem Ratgeber „Gewitter im Kopf“ zeigt die erfahrene Heilpraktikerin und Gesundheitsexpertin Maria Holl, wie es Betroffenen gelingt, Schritt für Schritt in ein schmerzfreies, entspanntes Leben zurückzukehren.

Zu den typischen Symptomen bei Migräne gehören regelmäßig wiederkehrende und pulsierende Kopfschmerzen, oftmals begleitet von Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Migränebeschwerden setzen meist in der Pubertät ein, treten manchmal aber auch schon ab dem dritten Lebensjahr auf. Die Betroffenen empfinden die Schmerzen häufig wie ein „Gewitter im Kopf“. Die Heilpraktikerin für Psychotherapie Maria Holl – unter anderem bekannt durch ihre TinnitusAtemtherapie – hilft seit vielen Jahren Betroffenen bei der Bewältigung dieser weitverbreiteten Leiden mit ihrem eigens entwickelten Therapieprogramm, der Maria-Holl-Methode. Ihre Behandlungsmethode ist auch bei „normalem“ Kopfschmerz hochwirksam. Menschen mit Migräne besitzen in der Regel ein hohes Maß an Energie und großes kreatives Potenzial. Die im neuen Ratgeber „Gewitter im Kopf“ vorgestellten Übungen regen die eigene Kreativität an und ermöglichen so, ein Leben ohne Angst vor Schmerzattacken zu führen. „Sie brauchen so gut wie keine Hilfsmittel. Nur die Entscheidung, mit dem Üben zu beginnen“, erklärt Maria Holl. Die körperorientierte Kombination von Achtsamkeit, angewandter Chinesischer Gesundheitslehre, Selbstmassage und Bioenergetischer Analyse ist für Erwachsene wie für Kinder und Jugendliche gleichermaßen geeignet. Das Übungsprogramm lehrt, den energetischen Zustand des Körpers in Balance zu bringen und dabei auch negativen Gedanken oder Blockaden entgegenzuwirken. „Auf Dauer wird der Körper durch die Übungen leichter, wärmer, entspannter. Man erlangt ein besseres Körpergefühl, spürt seine Grenzen eher, nimmt die eigenen Körperbedürfnisse wahr und lernt, darauf zu reagieren und für sich zu sorgen,“ so Maria Holl über ihr Therapieprogramm.

Die Autorin Maria Holl (geb. 1953) ist Diplom-Sozialarbeiterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie und arbeitet seit 1981 in eigener Praxis als Psychotherapeutin, Coach und Meditationslehrerin in Aachen. 1995 entwickelte sie die Tinnitus-Atemtherapie nach Holl (TAT), deren Wirksamkeit durch eine wissenschaftliche Studie der Universität Regensburg bestätigt wurde. Sie bildet Therapeuten in dieser Methode aus und veröffentlichte mehrere Bücher und Audio-CDs zur Behandlung psychosomatischer Beschwerden, unter anderem „Tinnitus lindern“, das in fünf Sprachen übersetzt wurde.

Mankau Verlag 2019, 158 Seiten, € 10,90 (D),11,30 (A)
ISBN 978-3-86374-496-0

Interview mit Maria Holl

1. Laut Statistik leiden etwa zehn Prozent der Deutschen unter Kopfschmerzen und Migräne. Was versteht man überhaupt darunter, und was ist der Unterschied zwischen den beiden Beschwerdeformen?

Maria Holl: Es gibt ganz unterschiedliche Kopfschmerzen; inzwischen kennt die Medizin zwischen 180 verschiedene Kopfschmerzarten. Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) unterscheidet zwischen den drei am häufigsten vertretenen Kopfschmerztypen: Spannungskopfschmerzen, Cluster-Kopfschmerz und Migräne. Eine Migräne ist sehr viel mehr als Kopfschmerzen, die schon unangenehm genug sind. Bei Migräne kommen noch Übelkeit und/oder Erbrechen sowie Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Gerüchen hinzu. Während bei Kopfschmerzen Bewegung manchmal die Schmerzen lindert, verschlimmert sich die Migräne dadurch.

2. Bis heute ist medizinisch nicht eindeutig geklärt, was Kopfschmerzen und Migräne wirklich auslöst. Welche Ursachen werden vermutet, und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Maria Holl: Die bekannten Kopfschmerzarten werden einer von zwei großen Kategorien zugeordnet: primäre Kopfschmerzen, bei denen keine Ursache erkennbar ist, oder sekundäre Kopfschmerzen, die als Folge einer Erkrankung auftreten. Eine klare Ursache können etwa verspannte Nackenmuskeln sein, ausgelöst durch eine Fehlhaltung. Wenn das auszuschließen ist, vermutet die Medizin ein Ungleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn. Besonders die Funktion von Serotonin wird in diesem Zusammenhang diskutiert. Aus der Sicht der Maria-Holl-Methode sind Migräne und Kopfschmerz Symptome einer energetischen Imbalance des gesamten Körpers und können durch die Übungen der MHM erfolgreich behandelt werden.

3. Seit vielen Jahren unterstützen Sie Menschen mit Migräne in Ihrer Praxis bei der Bewältigung dieses Symptoms. Woran kann man feststellen, dass die Kopfschmerzen nicht auf eine andere Erkrankung hinweisen?

Maria Holl: Die meisten Patienten sind bei ihrem Hausarzt gewesen und haben schon abgeklärt, ob die Kopfschmerzen und die Migräne eine organische Ursache haben und medizinisch behandelt werden müssen. Falls dies vorab noch nicht geschehen ist, bitten wir darum, dies zunächst von einem Arzt ihrer Wahl untersuchen zu lassen.

4. Nach der Tinnitus-Atemtherapie nach Holl® (TAT) haben Sie nun die Maria-Holl-Methode® (MHM) entwickelt, um Betroffenen zu helfen. Was ist das Besondere an dieser Methode, und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Anwendung erfolgreich ist?

Maria Holl: Es gibt keine Voraussetzungen für die Anwendung der Maria-Holl-Methode, die für den in unserer Zeit lebenden normalen Menschen entwickelt wurde. Jeder, der bereit ist, 30 Minuten täglich zu üben, kann die Methode erfolgreich anwenden.

5. Die MHM wirkt vordergründig sehr einfach, da die Übungen am Anfang leicht umzusetzen sind. Dennoch schreiben Sie, dass Sie selbst mehrere Jahre gebraucht haben, um die Methode komplett zu verstehen. Worin besteht die „Tiefe des Programms“ für Sie als Begründerin?

Maria Holl: Bei der Maria-Holl-Methode kommt es auf das ausdauernde und tägliche Üben an. Der Körper kommt durch die Übungen wieder in Balance, und seine Selbstheilungskräfte werden aktiviert. Sie beginnen damit, die oberen Schichten der körperlichen Verspannungen und Balancestörungen zu heilen. Auf Dauer dringen sie in tiefere Schichten vor, und die Tiefe des Menschen ist endlos. Deshalb können Sie mit der MHM Schicht um Schicht Ihres Körpers in Balance bringen.

6. Die Übungen der Maria-Holl-Methode® erhöhen die Lebenskraft und sorgen gleichzeitig schrittweise dafür, dass das Qi im Körper wieder frei fließen und zirkulieren kann. Wie kommt es zu den Blockaden und Verspannungen der Lebensenergie?

Maria Holl: Täglich kommt es zu Blockierungen und Verspannungen. Sie sind unsere Schutzmechanismen. Immer, wenn Sie sich erschrecken, sich unwohl fühlen, sich nicht entscheiden können oder wenn Sie irritiert sind, ziehen Sie sich zusammen. So entstehen Blockierungen und Verspannungen. Sobald Blockierungen und Verspannungen zu viel werden, entstehen Symptome und Krankheiten.

7. Zur Unterstützung des Übungsprogramms empfehlen Sie, ein Tagebuch zu führen und einen Vertrag mit sich selbst abzuschließen. Was sollte darin festgehalten werden, und welche Vereinbarungen gilt es einzuhalten?

Maria Holl: Als Erstes formulieren Sie Ihr persönliches Ziel. Danach wählen Sie aus Ihrer Familie oder Ihrem Freundeskreis einen Motivationscoach, mit dem Sie am Anfang zweimal wöchentlich telefonieren und berichten, ob Sie geübt haben und welche Erfahrungen Sie beim Üben hatten. Als Drittes legen Sie die tägliche Übungszeit fest.
 
Eintrag vom: 10.06.2019  




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