Das Ortskuratorium München lädt zu einer Führung ein
Das Ortskuratorium München der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Freitag, den 17. Juli 2026 von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr zu der Führung „Das Zeughaus am Neuen Schloss Ingolstadt – Geschichte und Perspektiven“ ein. Treffpunkt ist das Bayerische Armeemuseum – Neues Schloss, Paradeplatz 4 in 85049 Ingolstadt. Die Kosten belaufen sich auf 5 Euro pro Erwachsenen. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.denkmalschutz.de/anmeldung. Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten.
Dr. Tobias Schönauer, Oberkonservator und stellvertretender Direktor des Armeemuseums, und Messalina Mayer vom Ortskuratorium München öffnen die Pforte des Zeughauses im Bayerischen Armeemuseum, die für die Öffentlichkeit für gewöhnlich verschlossen bleibt.
Das Zeughaus am Neuen Schloss Ingolstadt wurde im Zuge des ersten Ausbaus des Schlossareals zwischen 1470 und 1474 errichtet. Ursprünglich diente es als Getreidespeicher. Erst später wurde es umgewidmet und zum Zeughaus. Die historischen und baugeschichtlichen Untersuchungen kommen gleichzeitig zu dem faszinierenden Ergebnis, dass das Gebäude schon im 16. Jahrhundert repräsentativ ausgestaltet war. Zeughäuser hatten bereits vor Jahrhunderten neben ihrem praktischen Zweck als Waffenlager eine museale Funktion. Die hier gelagerten Waffen und Ausrüstungen konnten Gästen gezeigt werden – auch zum Ruhm der bayerischen Landesherren. Das Armeemuseum findet im Zeughaus sowohl funktional als auch inhaltlich eine ebenso notwendige wie passende Ergänzung.
Seit nunmehr fast 100 Jahren ist das Zeughaus weitgehend ungenutzt und steht leer. Dr. Tobias Schönauer erläutert Ursprung, Gestalt und Geschichte dieses großen historischen Bauwerks, außerdem geht er auf die Planungen für dessen künftige Nutzung und die vorliegenden Optionen ein. Zumal auf dem Areal des Neuen Schlosses in Ingolstadt, dem Sitz des Bayerischen Armeemuseums, ein erheblicher, bei einzelnen Gebäuden sogar dramatischer Sanierungsbedarf besteht. Dieser Umstand wird ebenfalls erörtert.
Es besteht die Möglichkeit, die Sonderausstellung „Making Max Emanuel – Wie wird man zur Legende?“ im Bayerischen Armeemuseum zu besuchen. |