Museum Tinguely, Basel
bis 9. März 2025
Zwischen acht Fingern und zwei Daumen, manchmal zwischen Zehen und Zähnen entspannen Fäden Figuren. Fadenspiele können vieles: Sie erzählen Geschichten, sie sind Zeitvertreib, sie machen das Unsagbare zeigbar, sie verbinden Menschen.
Das Museum Tinguely präsentiert vom 20. November 2024 bis zum 9. März 2025 in einer forschenden Ausstellung eine der ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Von Andy Warhol, über Donna Haraway bis hin zu heutigen TikTok-Perfomern geht die Ausstellung dem weltweit verbreiteten Phänomen nach. Als ästhetische Praxis, als museales Sammlungsgut und als nicht-westliche Denkfigur haben Fadenspiele Wissenschaft und Kunst immer wieder beschäftigt.
Gezeigt werden gegenwärtige und historische Werke aus Kunst und Ethnologie, die das Fadenspiel zu ihrem zentralen Sujet machen, darunter Harry Smiths Fadenfiguren, Maya Derens Film Witch’s Cradle, Radierungen von Mulkuṉ Wirrpanda, Nasser Muftis Multispecies Cat’s Cradle und eine Fadenspiel-verarbeitende KI. Die Ausstellung bringt Menschen und Positionen aus verschiedenen Regionen der Welt zusammen, erkundet Möglichkeiten des re:connectings und zelebriert lokale, indigene und dekoloniale Ästhetiken. |