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Qualitätsjournalismus in Zeiten globaler Krisen
Ein diskursiver Abend in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk und dem Frankfurter Presseclub
Mi, 29. Juni 2022, 19 Uhr

Wie gut hat sich der Qualitätsjournalismus in Funk, Fernsehen, Online und Print in den Zeiten von Pandemie und Mehrfachkrise bewährt? Zwei Journalisten und eine Neurowissenschaftlerin üben (Selbst)Kritik und diskutieren konstruktive Ansätze anhand aktueller Beispiele. Das Gespräch zwischen Maren Urner, Ulli Janovsky und Carsten Knop wird moderiert von Sylvia Kuck (hr-iNFO).

Als Medienpsychologin hat Prof. Dr. Maren Urner eine verbreitete „Sehnsucht nach Eindeutigkeit“ diagnostiziert, aber bei komplizierten Sachverhalten gibt es oft keine klaren, einfachen Antworten. Wie sollte ein Informationsangebot gestaltet sein, um das Publikum bestmöglich „abzuholen“, zu informieren und zur Meinungsbildung beizutragen? Journalistinnen und Journalisten müssen immer wieder ausloten, wieviel Komplexität und „Graustufen“ sie ihrem Publikum abverlangen.

Haben Fake News auch hierzulande die Wahrnehmung der Pandemie, des Krieges in der Ukraine und anderer Krisen maßgeblich beeinflusst? Warum werden schlechte Nachrichten besser „geklickt“ als gute? Wie gelingt eine ausgewogene Berichterstattung und wo beginnt „False Balance“? In der Krise zeigt sich, dass Qualitätsjournalismus – trotz viel, zum Teil berechtigter Kritik – auf allen Kanälen stark nachgefragt wird. Was im Prinzip funktioniert und was im journalistischen Alltag noch besser werden kann, auch darum geht es in diesem Gespräch anhand von Beispielen aus der Praxis.

Eine Veranstaltung des Museums für Kommunikation Frankfurt in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk und dem Frankfurter Presseclub. Der diskursive Abend im Museum für Kommunikation begleitet die beiden Sonderausstellungen „Funk für Fans. Hessische Rundfunkgeschichten“ und „ON AIR. 100 Jahre Radio“.

Kosten: 4 €
Anmeldung unter: https://eveeno.com/journalismus-in-zeiten-von-fakenews

Es diskutieren:

Maren Urner
ist Neurowissenschaftlerin und Professorin für Medienpsychologie an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Sie studierte Kognitions- und Neurowissenschaften, u. a. an der McGill University in Montreal, und wurde am University College London promoviert. 2016 gründete sie das erste werbefreie Online-Magazin „Perspective Daily“ für Konstruktiven Journalismus mit. Sie leitete die Redaktion bis März 2019 als Chefredakteurin und war Geschäftsführerin. Ihre beiden Bücher „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ (Droemer 2019) und „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ (Droemer 2021) sind SPIEGEL-Bestseller.

Ulli Janovsky
hat Germanistik und Geschichte studiert. Von 1991 bis 1997 war er – zunächst noch studienbegleitend – als Redakteur, Reporter und Nachrichtensprecher für den Mitteldeutschen Rundfunk tätig. Seit 1999 ist er im Hessischen Rundfunk als Redakteur beschäftigt, seit 2008 kennen ihn die Hörerinnen und Hörer als „Station Voice“ von hr-iNFO. Hauptamtlich war er mehr als ein Jahrzehnt lang Hörfunk-Nachrichtenchef im Hessischen Rundfunk. Im November 2021 übernahm er die Leitung von hr-iNFO, dem (in seinem Verbreitungsgebiet) erfolgreichsten Info-Radiosender im ARD-Verbund.

Carsten Knop
wurde 1969 in Dortmund geboren. Auf das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Münster folgte 1993 das Volontariat im Hause der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Daran schloss sich 1995 die erste Redakteursstelle an: als Korrespondent für die „Börsen-Zeitung“ wechselte er nach Düsseldorf. Daran anschließend arbeitete Knop als Wirtschaftskorrespondent für die FAZ in New York und San Francisco. Seit 2003 ist er wieder in Frankfurt, leitete viele Jahre lang die Unternehmensberichterstattung. Von Anfang 2018 bis März 2020 zeichnete er als Chefredakteur für die digitalen Produkte verantwortlch, seit April 2020 ist einer der vier Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen.

Moderation: Sylvia Kuck (hr-iNFO)
Nach journalistischen Stationen beim Kölner Stadt-Anzeiger und Radio Luxemburg kam sie nach Nürnberg, moderierte bei einem der ersten deutschen Privatradios und drehte beim BR für die Frankenschau. Seit Ende der Achtziger Umzug war sie beim Hessischen Rundfunk u.a. am Aufbau von hr4 beteiligt und gehörte später auch zur Gründungscrew von hr-iNFO. Als Reporterin mit Schwerpunkt Luft- und Raumfahrt gewann sie diverse Preise. Sylvia Kuck engagiert sich im Personalrat des Hessischen Rundfunks und auf Landesebene im Deutschen Journalistenverband DJV.
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Eintrag vom: 22.06.2022  




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