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Mittwoch, 14. November 2018
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Museums- und Ausstellungstipps

TOMI UNGERER. DER KLEINE UNTERSCHIED
© Tomi Ungerer. Foto: Musées de la Ville de Strasbourg / Mathieu Bertola
 
TOMI UNGERER. DER KLEINE UNTERSCHIED
IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM MUSÉE TOMI UNGERER - CENTRE INTERNATIONAL DE L'ILLUSTRATION, MUSÉES DE LA VILLE DE STRASBOURG

Pinakothek, München
bis 27. Januar JANUAR 2019

Die Ausstellung „Tomi Ungerer. Der kleine Unterschied“ widmet sich, wie der Titel bereits andeutet, den Beziehungen zwischen Mann und Frau aus Sicht des großen französischen Karikaturisten Tomi Ungerer. Der Künstler wurde schon immer von diesem Thema, welches er mal auf lustige, mal auf satirische Weise behandelt, in den Bann gezogen. Er untersucht das Verhältnis zwischen Mann und Frau sowohl in Bezug auf die Intimität als auch die Gesellschaft. Vor unseren Augen entfaltet sich geradezu ein Krieg der Geschlechter. Man kommt nicht umhin festzustellen, dass dies meistens zu einer Machtergreifung seitens der Frau führt, das Gegenteil ist seltener der Fall. Der Zeichner erneuert jedoch nur eine Ikonographie, deren Ur-sprung bis ins Mittelalter zurückreicht. Dieses Thema steht bei „Inside Marriage“, „The Underground Sketchbook“, „Adam & Eva“ oder „The Party“ im Mittelpunkt; Bücher, die in den 1960er-Jahren erschienen, als ihr Autor in New York lebte. Tomi Ungerer genießt es in diesen prägnanten Zeichnungen in vollen Zügen: Alle Mittel sind erlaubt, vom schlechten Scherz bis zur Folter.

Männer und Frauen treffen jenseits der satirischen Bücher auch in anderen Medien überraschend aufeinander. Sie erscheinen zum Beispiel bei Werbeprojekten, wie den kühnen Plakaten für die Diskothek „Electric Circus“ in New York. Einige von ihnen blieben unveröffentlicht, weil sie, als zu gewagt empfunden, von ihren Auftraggebern abgelehnt wurden.

Aber manchmal scheint sich Tomi Ungerer eine Verschnaufpause zu gönnen in der Vision, die er uns von einem Liebespaar gibt. Der Spielplatz ist dann anderer Natur und heißt Erotik. In den Zeichnungen des „Liederlichen Liederbuchs“, eine Parodie auf das berühmte Buch populärer Lieder, die der Zeichner 1975 illustrierte, offen-baren sich Mann und Frau in freizügigen Spielen, die auf einvernehmlichen Hand-lungen basieren. Das Kräftemessen ist wie durch Zauberei verschwunden. Auch wenn das Paar offensichtlich ein Hauptmotiv seiner Arbeit ist, ist es die Frau, die den Zeichner wirklich interessiert. „Immer wieder versuche ich, diese seltsamen und starken Wesen zu erforschen“, gesteht uns Tomi Ungerer schelmisch.

Die Ausstellung, kuratiert von Dr. Thérèse Willer, versammelt 78 Originalzeichnungen und Plakate der Serien „Inside Marriage“, „The Underground Sketchbook“, „The Party“, „Ungerer’s Compromises“, „Adam und Eva“, „Poster Art“, „Hopp, hopp, hopp. Liederliche Liederskizzen“ und „Das liederliche Liederbuch“. Die Werke stammen ausschließlich aus der Sammlung des Musée Tomi Ungerer - Centre international de l’Illustration, Strasbourg.

zum Bild oben:
Tomi Ungerer, ohne Titel, unveröffentlichte Zeichnung für „The Party“, 1966
Tusche, laviert mit farbiger Tinte auf weißem Papier,
Sammlung Musée Tomi Ungerer - Centre international de l‘Illustration, Strasburg
© Tomi Ungerer. Foto: Musées de la Ville de Strasbourg / Mathieu Bertola
 
 

 
Karlsruhe: Führungen in der Städtischen Galerie
Ausstellung "Blickkontakt": Kinderwerkstatt lädt ins Porträtstudio

Durch die Ausstellung "Blickkontakt. Gesichter einer Sammlung" bietet die Städtische Galerie wieder Führungen an. Rundgänge am Mittwoch, 14. November, um 11 Uhr, Donnerstag, 15. November, um 12.15 Uhr sowie Freitag, 16. November, um 16 Uhr bringen die Inhalte der Schau näher.

Auch am Sonntag, 18. November, können sich Kunstinteressierte einer Führung anschließen. Die Kinderwerkstatt hat an diesem Tag ebenfalls offen. Das Motto lautet "Zu Gast im Porträtstudio – wir fotografieren uns selbst!".
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A BIGGER BROTHER
Eine Präsentation in den KUNST|RÄUMEN der Dauerausstellung
im Museum für Kommunikation Frankfurt
18. November 2018 bis 26. Mai 2019

Jim Avignon ist der schnellste Maler weit und breit. Er musiziert, performt und gestaltet wie im Zeitraffer verschiedene Räume auf der ganzen Welt zu Gesamtkunstwerken um. Seine Figuren und Szenarien sind bunt und wirken auf den ersten Blick wie leicht konsumierbare Pop-Kost. Auf den zweiten Blick offenbaren die vermeintlich naiven Werke dann aber eine Auseinandersetzung mit großen Themen wie Kapital, Kunstmarkt und KONTROLLE.

Für das Museum für Kommunikation Frankfurt gestaltet Jim Avignon in den KUNSTräumen einen Beitrag zu dem Phänomen KONTROLLE. Nach den vorangegangenen Präsentationen SlowDown und NetWorks, in denen sich verschiedene Künstler*innen den Phänomenen Beschleunigung und Vernetzung widmeten, kuratiert Margret Baumann mit „A BIGGER BROTHER“ eine weitere Ausstellung für das Museum für Kommunikation, die inhaltlich Bezug nimmt auf die neue Dauerausstellung des Museums für Kommunikation.
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lob der fragilität
Finissage der Ausstellung »Du schaust mich an. Bilder zum Menschsein von Renate Gehrcke«

Im Rahmen der Ausstellung von Renate Gehrcke »Du schaust mich an. Bilder zum Menschsein« findet am Montag, 19. November um 20.00 Uhr in der Katholischen Akademie eine Lesung statt, bei der den Bildern Texte zur Seite gestellt werden, die gleichwohl die positiven Dynamiken des Lebens abbilden wie auch die schmerzlichen Seiten des sich wandelnden Daseins einfangen. In Wort und Musik werden so auf einer künstlerischen Ebene die vielfältigen Facetten des Menschseins zur Sprache und zum Klingen kommen.
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter (mail@katholische-akademie-freiburg.de) wird höflich gebeten. Das Karl Rahner Haus, indem sich weitere Bilder der Ausstellung befinden, ist an diesem Abend bis 19.30 Uhr geöffnet.
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Die Moderne als Krisenerfahrung: „Brücke“-Ausstellung in Baden-Baden
Bunte Farben, kraftvolle Formen, entwurzelte Protagonisten: Die Maler der Künstlervereinigung „Brücke“ – darunter Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Emil Nolde – haben sich in ihren Werken häufig mit dem Kosmos der modernen Großstadt beschäftigt. Denn die Moderne zu Beginn
des 20. Jahrhunderts spiegelt eine Krisenerfahrung des Ichs: Mobilität und Beschleunigung als Alltagserfahrung, neue Techniken in Wirtschaft und Militär – der Mensch muss seinen Platz erst wieder finden. Die „Brücke“-Ausstellung im Museum Frieder Burda in Baden-Baden spürt diesem Umbruch nach und fragt nach der Aktualität dieses Prozesses. Die Schau mit hochkarätigen Leihgaben ist vom 17. November 2018 bis 24. März 2019 dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Erwachsene zahlen 14 Euro, Schüler ab neun Jahren 5 Euro. Mehr Infos unter Tel. 07221.398980 ...
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Karlsruhe: Neureuter Hobbykünstlerausstellung öffnet ihre Türen
Freier Eintritt am 16. und 17. November

Ortsvorsteher Achim Weinbrecht eröffnet am Freitag, 16. November, um 18 Uhr die Neureuter Hobbykünstlerausstellung in der Badnerlandhalle.

Bei freiem Eintritt ist die Ausstellung von Kunstschaffenden am 16. November von 18 bis 22 Uhr und am 17. November von 11 bis 20 Uhr zu sehen. Kleinkunst und Kunsthandwerk warten auf die Besucherinnen und Besucher.
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Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg von 12. bis 18. November
Augustinermuseum

Hinweis:
Das Augustinermuseum und das Haus der Graphischen
Sammlung sind noch bis 30. November wegen Bauarbeiten
geschlossen.

Museum für Neue Kunst

Provenienzforschung im Fokus
Was verraten Vorder- und Rückseite eines Kunstwerks über
seine Geschichte? Am Donnerstag, 15. November, um 16.30
Uhr bietet Christiane Grathwohl-Scheffel im Museum für Neue
Kunst, Marienstraße 10a, Einblick in die Ergebnisse eines
dreijährigen Forschungsprojektes zu Werken aus der
graphischen Sammlung. Mit Informationen aus Inventarbuch,
Museumsarchiv, Ausstellungskatalogen und anderen Quellen
entsteht ein Wissenspuzzle zum Werk und seinem Kontext.
An einzelnen Blättern werden Möglichkeiten und Grenzen der
Provenienzrecherche vorgestellt. Diesmal steht im Zentrum
Karl Hofers 'Mädchenakt im Profil nach links' (um 1920). Die
Führung kostet 2 Euro zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt
5 Euro.

To Catch a Ghost
Eine öffentliche Führung durch die Ausstellung 'To Catch a
Ghost' findet am Sonntag, 18. November, um 15 Uhr im
Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die

Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich Eintritt von 7 Euro,
ermäßigt 5 Euro.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Blick hinter die Kulissen
Wie entstanden die Ideen für die Jugendausstellung 'Tales &
Identities. Deine Entscheidung – Deine Geschichte' im
Archäologischen Museum Colombischlössle? Wo kommen die
Funde her? Wie haben die Jugendlichen mitgewirkt? Einen
exklusiven Blick hinter die Kulissen mit den großen und
kleinen Ausstellungsmacherinnen und -machern erhalten
Interessierte am Freitag, 16. November, um 17 Uhr im
Colombischlössle am Rotteckring 5. Fragen sind willkommen!
Die Teilnahme kostet 2 Euro zuzüglich Eintritt von 7 Euro,
ermäßigt 5 Euro.

Multikulti – göttliche Hilfe für alle Fälle
Familien mit Kindern ab 5 Jahren untersuchen bei einer
Familienführung am Sonntag, 18. November, ab 14 Uhr im
Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5,
den keltischen und römischen Götterhimmel. Als kleine
Erinnerung gestalten sie im Anschluss einen Glücksbringer.
Die Teilnahme kostet 3 Euro zzgl. Eintritt von 7 Euro, ermäßigt
5 Euro. Kinder zahlen nur 3 Euro.

Museum Natur und Mensch

Freundeskreis-Fest "Indonesien"
Der Freundeskreis Museum Natur und Mensch e.V. lädt am
Donnerstag, den 15. November 2018 um 19 Uhr zum Fest ins
Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, ein.
Der Abend steht unter dem Motto „Indonesien" und präsentiert
kulturelle Facetten des asiatischen Inselstaates. Zu
Aufführungen folkloristischer Musik und traditionellem Tanz
werden auch kleine kulinarische Spezialitäten der
indonesischen Küche angeboten.
Der Abend bietet die besondere Gelegenheit, das Museum
und den Freundeskreis kennenzulernen. Der Eintritt ist für alle
frei. Es wird um Spenden für die Opfer der aktuellen TsunamiKatastrophe
auf Sulawesi / Indonesien gebeten.

Portrait nach Frida Kahlo
Zusammen mit der Künstlerin Carmen Luna gestalten
Teilnehmende des Workshops am Samstag, 17. November,
um 14 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32,
Porträts nach der Art von Frida Kahlo. Mit Hilfe verschiedener
Collage- und Maltechniken bearbeiten sie schwarz-weiß
Kopien von selbst mitgebrachten Porträtfotos. Die Teilnahme

kostet 35 Euro. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 16. November,
um 12 Uhr unter +49 (0)761 201 2501 (Di–Fr) oder
museumspaedagogik@stadt.freiburg.de erforderlich. Die
Teilnahmezahl ist begrenzt auf 15 Personen.

Sonntagsmatinee: Kunst im Dialog
Bei einem Gespräch mit den sieben internationalen
Künstlerinnen der Ausstellung 'Säule der kulturellen Vielfalt'
erhalten Besucherinnen und Besucher des Museums Natur
und Mensch, Gerberau 32, am Sonntag, 18. November, um 11
Uhr einen Einblick in die Hintergründe des interkulturellen
Projektes. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5
Euro, ermäßigt 3 Euro.

Faszination Imkerei
Wie wird man eigentlich Imkerin oder Imker? Und wie erntet
man Honig? Bienenexpertinnen und –experten des
Imkervereins Freiburg stehen am Sonntag,18. November, ab
14 Uhr im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, Rede
und Antwort und freuen sich über neugierige Fragen. Die
Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro, ermäßigt
3 Euro.
 
 

 
Karlsruhe: Sonntagscafé: Vortrag über Städtische Galerie
Dr. Brigitte Baumstark beleuchtet die Geschichte des Museums

"Kunst in Karlsruhe - die Städtische Galerie" ist Thema eines Vortrags von Dr. Brigitte Baumstark beim "Sonntagscafé". Am 18. November um 11 Uhr beleuchtet die Galerie-Chefin die Geschichte des kommunalen Museums, seine Kunstsammlung sowie Dauer- und Sonderausstellungen vor dem Hintergrund der Karlsruher Museumslandschaft. Veranstaltungsort ist der Große Saal des Internationalen Begegnungszentrums in der Kaiserallee 12d. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Die Städtische Galerie Karlsruhe besteht seit 1981. Zunächst im Prinz-Max-Palais untergebracht, zog das kommunale Kunstmuseum 1997 in den Hallenbau A in die direkte Nachbarschaft zum Zentrum für Kunst und Medien (ZKM). In den Räumen im Lichthof 10 ist auf zwei Stockwerken "Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart" zu sehen. Zudem wird ein breites Spektrum an Ausstellungen geboten.
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