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Dienstag, 26. Januar 2021
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Museums- und Ausstellungstipps

 
Museum Barberini verlegt Ausstellung „Impressionismus in Russland“ auf Herbst 21
Aufgrund der temporären Schließung kann das Museum Barberini derzeit die aktuelle Ausstellung „Impressionismus in Russland. Aufbruch zur Avantgarde“ nur online zeigen. Während des Lockdowns bringen tägliche digitale Führungen für Einzelbesucher wie Gruppen – ein in Deutschland einzigartiges Programm –, daneben eine multimediale Website zur Ausstellung, Online-Talks, 360 Grad-Rundgänge, eine Lesung mit Schauspieler Fabian Hinrichs und viele weitere Angebote die Kunst und die Geschichten hinter den Gemälden zu den Besuchern nach Hause.

Nun wurde in Abstimmung mit den Kooperationspartnern, der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau, und dem Museum Frieder Burda, Baden-Baden, eine neue Laufzeit für die Schau in Potsdam abgestimmt: Die Ausstellung wird vom 28. August 2021 bis 9. Januar 2022 in Potsdam gezeigt. „Wir sind überglücklich, dass die Tretjakow-Galerie, die das größte Werkkonvolut für die Schau beisteuert, einer Verschiebung in den Herbst 2021 zugestimmt hat“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Viele Barberini-Besucher hatten schon befürchtet, dass die Werke von Ilja Repin über Natalja Gontscharowa und Abram Jefimowitsch Archipow bis Kasimir Malewitsch coronabedingt nicht in Potsdam zu sehen sein werden. Wir können nun alle aufatmen, unser Programm für 2021 steht. Wir hoffen, dass wir in zwei Monaten wie geplant unsere große Ausstellung ,Rembrandts Orient. Westöstliche Begegnung in der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts‘ ab 13. März 2021 zeigen können, sofern es die Pandemie-Lage zulässt.“ Die Ausstellung, eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Basel, umfasst rund 120 Arbeiten, darunter Schlüsselwerke von Rembrandt, Ferdinand Bol, Jan van der Heyden, Wilhelm Kalf, Pieter Lastman und Jan Lievens. Zu den mehr als 50 internationalen Leihgebern gehören u. a. das Rijksmuseum, Amsterdam, die Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen, Dresden, der Prado, Madrid, die Eremitage, St. Petersburg, die National Gallery, Washington, sowie das Kunsthistorische Museum, Wien.

Die Verschiebung der Ausstellung „Impressionismus in Russland“ wurde auch möglich durch einen weiteren neuen Ausstellungstermin: Die für den Herbst 2021 geplante spektakuläre Schau „Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne“, eine Kooperation mit der Peggy-Guggenheim-Sammlung, Venedig, wird erst 2022 stattfinden.

Museum Barberini
Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

Jetzt schon online besuchen — ab dem 28. Aug 2021 im Museum
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Unterstützung für Museen in Baden-Württemberg
Land unterstützt Museen in kommunaler Trägerschaft bei der Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit

Kunststaatssekretärin Petra Olschowski: „Transparenz ist entscheidend. Die Museen können ihre Bestände nun weiter aufarbeiten, digital erfassen und damit global zugänglich machen“

Das Museum Natur und Mensch in Freiburg, die Reiss-EngelhornMuseen Mannheim und das Museum Ulm erhalten Förderung

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterstützt die drei kommunal getragenen Museen in Freiburg, Mannheim und Ulm mit insgesamt rund 96.000 Euro bei der digitalen Aufbereitung ihrer Sammlungen.

„Es ist der Landesregierung ein großes Anliegen, die Aufarbeitung der Kolonialzeit und ihrer Folgen in Baden-Württemberg konsequent voranzutreiben. Dabei geht es in den Museen darum, die Herkunfts- und Erwerbsgeschichte von Objekten aus kolonialem Kontext zu untersuchen und diese für die Herkunftsgesellschaften zugänglich zu machen“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Mittwoch (20. Januar) in Stuttgart.

„Auch in den Sammlungen städtischer Museen finden sich Kulturgüter, die in einem kolonialen Kontext erworben wurden. Die Häuser verfügen aber meist nicht über das erforderliche Personal, um das Thema sachgerecht angehen zu können, oder die erforderlichen Mittel und benötigen daher vor allem in der Anfangsphase Unterstützung“, so Olschowski weiter.

Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände haben sich im Herbst auf eine Strategie zur Erfassung und digitalen Veröffentlichung von Sammlungsobjekten aus kolonialem Kontexten in Deutschland verabredet („3-Wege-Strategie“). Zentrales Ziel ist es, Kulturgüter und andere Objekte mit kolonialem Bezug in den Sammlungen zu digitalisieren und in Abstimmung mit den Herkunftsgesellschaften auf digitalen Plattformen weltweit sichtbar zu machen.

Museum Natur und Mensch Freiburg
Das Museum Natur und Mensch Freiburg plant eine vollständige Digitalisierung der Objekte afrikanischen Ursprungs seiner Ethnologischen Sammlung. Neben Sachmitteln zur digitalen Erfassung der Objekte wird das Wissenschaftsministerium hierzu die hälftige Mitfinanzierung einer (befristeten) Mitarbeiter*innenstelle übernehmen. „Die vollumfängliche Digitalisierung der Afrika-Sammlung ist ein wichtiger und zukunftsweisender Schritt für die Ethnologische Sammlung. Aufbauend auf den bereits geleisteten Vorarbeiten, wie der im Frühjahr 2020 gelaunchten Online-Sammlung der Städtischen Museen Freiburg, kann somit erstmals die globale Zugänglichkeit der bewahrten Afrika-Bestände gewährleistet werden“, sagte Tina Brüderlin, die Leiterin Ethnologische Sammlung im Museum Natur und Mensch Freiburg.

Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
Mit der Förderung der Reiss-Engelhorn-Museen sollen diese in die Lage versetzt werden, die kolonialzeitlichen Sammlungskonvolute „Bumiller“ und „Thorbecke“, die Objekte aus Afrika enthalten, digital zu erfassen und öffentlich zugänglich zu machen. Auch hier erhält das Museum neben Sachmitteln eine hälftige Mitfinanzierung einer (befristeten) Mitarbeiter*innenstelle. „Die Aufbereitung kolonialzeitlicher Sammlungen ist eine wichtige und drängende Aufgabe, welche Museen in kommunaler Trägerschaft nur mit zusätzlichen Fördermitteln bewältigen können. Als neuer Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen freut es mich daher sehr, dass uns das Wissenschaftsministerium mit seiner Unterstützung nun in die Lage versetzt, diese Aufgabe noch intensiver als bisher angehen zu können“, so Prof. Dr. Wilfried Rosendahl, der Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen.

Museum Ulm
Das Museum Ulm erhält Sachmittel, mit denen die digitale Erfassung und Veröffentlichung von ca. 120 Objekte aus kolonialem Kontext ermöglicht werden soll. „Mit diesem Beitrag wird die bisherige grundlegende Forschungsarbeit im Museum Ulm wesentlich und entscheidend durch das Wissenschaftsministerium gefördert“, sagte Dr. Stefanie Dathe, Direktorin des Museums Ulm.

Bereits zum 1. Dezember 2020 hat das Linden-Museum Stuttgart mit seiner bemerkenswerten neuen Datenbank „Sammlung digital“ einen virtuellen Zugang in seine Museumsbestände eröffnet. Rund 2.000 Objekte werden zum Start präsentiert. Die Zahl der dort abrufbaren Objekte wird stetig erweitert: www.sammlungdigital.lindenmuseum.de

Erforschung der Herkunfts- und Erwerbsgeschichte
Eine Million Euro fließt in den Jahren 2020 und 2021 in die Provenienzforschung. Damit unterstützt das Ministerium die Kulturinstitutionen des Landes bei der Erforschung der Herkunfts- und Erwerbsgeschichte ihrer Bestände. Die Mittel können beispielsweise für die erforderliche Kofinanzierung von Forschungsanträgen, etwa beim gemeinsam von Bund und Ländern getragenen Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, eingesetzt werden. Auch die Provenienzforschung an nichtstaatlichen Museen und kulturbewahrenden Einrichtungen in Baden-Württemberg fördert das Ministerium.

Weitere Informationen:
Mit der Förderung greift das Wissenschaftsministerium den Wunsch des Museums Natur und Mensch Freiburg (Städtische Museen Freiburg), der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und des Museums Ulm auf, ihre Bestände weiter aufzuarbeiten und zu digitalisieren. Durch die befristete Anschubfinanzierung können an den Museen die erforderlichen Maßnahmen realisiert werden, etwa die Beschäftigung von zusätzlichem Personal oder die Schaffung der erforderlichen technischen Voraussetzungen. Damit werden die Bestände im Sinne der BundLänder-Kommunen-Vereinbarung („3-Wege-Strategie“) aufgearbeitet und digital veröffentlicht. Dabei ist grundsätzlich eine Mitfinanzierung der Museen vorgesehen.

Das Museum Natur und Mensch Freiburg erhält 30.500 Euro, die Reiss-Engelhorn Museen Mannheim insgesamt 61.600 Euro und das Museum Ulm 4.000 Euro für die digitale Fotographie einschlägiger Objekte.
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Mit Zuversicht ins Jahr 2021
(c) Museum für Neue Kunst - Städtische Museen Freiburg
 
Mit Zuversicht ins Jahr 2021
Das Ausstellungsprogramm der Städtischen Museen Freiburg steht

Vorfreude auf Verlängerungen und Neueröffnungen: Gifttiere im Museum Natur und Mensch, Spuk im Augustinermuseum und klassische Moderne im Museum für Neue Kunst

Kükenschau muss nach 30 Jahren erstmals ausfallen

Trotz der aktuellen Schließung blicken die Städtischen Museen Freiburg mit Zuversicht auf das Ausstellungsjahr 2021 und hoffen auf eine baldige Wiedereröffnung. Mehrere Ausstellungen, die im Vorjahr durch den Lockdown kaum oder gar nicht fürs Publikum geöffnet waren, gehen dann in die Verlängerung. Nur wenige der ursprünglich für 2021 geplanten Projekte verschieben sich dadurch ins Jahr 2022. Mit großem Bedauern muss das Museum Natur und Mensch allerdings die diesjährige Küken-Ausstellung absagen. Erst nächstes Jahr wird der flauschige Nachwuchs dort wieder flattern und piepsen.

Die spektakuläre Ausstellung „Der Schatz der Mönche – Leben und Forschen im Kloster St. Blasien“, die das Augustinermuseum gemeinsam mit der Erzdiözese Freiburg realisiert hat, war zwar pünktlich Ende November fertig, konnte aber bisher noch nicht öffnen. Der Leihgeber, das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal, hat nun sein Einverständnis zur Verlängerung gegeben. Die kunsthistorisch herausragenden Stücke, vom edelsteinbesetzten Adelheidkreuz bis zum originalen Rubens-Gemälde, sind nun bis Sonntag, 19. September, anstatt nur bis Sonntag, 11. April, zu sehen.

Die Grafik-Ausstellung „Verwandlung der Welt – Meisterblätter von Hendrick Goltzius“ war im Oktober nur ein Wochenende lang geöffnet. Sie wird nun nicht, wie geplant, nach dem 31. Januar abgebaut, sondern bis Sonntag, 21. März verlängert.

Das Museum für Neue Kunst zeigt die im Oktober sehr erfolgreich angelaufene Ausstellung „Modern Love (or Love in the Age of Cold Intimacies)” bis Sonntag, 18. April. Ursprünglich sollte sie am 7. März enden.

Das Archäologische Museum Colombischlössle verlängert „Der römische Legionär – Weit mehr als ein Krieger“ ebenfalls bis Sonntag, 18. April und die Jubiläumsschau „freiburg.archäologie – Leben vor der Stadt“ bis Sonntag, 9. Januar 2022.

Mit großem Bedauern muss das Museum Natur und Mensch die alljährliche Küken-Ausstellung für 2021 absagen. Silke Stoll, Direktorin des Museums: „Diese Entscheidung ist für uns und unser treues, diesem Ereignis entgegen fieberndes Publikum sehr schmerzhaft. Normale Ausstellungen lassen sich so vorbereiten, dass sie einfach öffnen können, sobald es wieder erlaubt ist. Bei den Küken geht genau das nicht. Denn die Bebrütung ist sehr zeitaufwendig und beginnt lange vor der Eröffnung. Danach wird kontinuierlich "nachgelegt". Sollte die Ausstellung nicht öffnen dürfen, könnten wir diesen Prozess nicht einfach stoppen. Das würde einem verantwortungsbewussten Umgang mit lebenden Tieren widersprechen. Und dazu gehören auch die Küken, die noch nicht geschlüpft sind.“ Dafür lädt die Jubiläumsausstellung des ältesten Museums der Stadt „Ausgepackt! 125 Jahre Geschichte(n) im Museum Natur und Mensch“, nun bis Sonntag, 11. April zum Besuch ein.

Nicht wie geplant 2021, sondern erst 2022 eröffnen die Ausstellungen „Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute!“ im Augustinermuseum und die Schau „Habalukke – Schätze einer vergessenen Zivilisation“ im Archäologisches Museum Colombischlössle.

Fest steht aber schon jetzt: Sobald sich die Museumstüren wieder öffnen, ist im Ausstellungsjahr 2021 von Langeweile keine Spur. Hier spukt es gewaltig, dort geht es giftig zu. Es wimmeln Emojis durchs Museum – und Klapperschlangen. Auch große Namen bringt das Jahr mit sich, von Picasso bis Kokoschka. Dabei ist eines klar: Nicht nur Männer prägen und prägten die Geschichte und Kultur Freiburgs. Das zeigen sowohl die Werke mittelalterlicher „buochmeisterinne“ als auch die Porträts heutiger Freiburger Frauen.

Ausstellungsübersicht 2021

Bis 21. März 2021
Verwandlung der Welt – Meisterblätter von Hendrick Goltzius
Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum
Der niederländische Kupferstecher und Maler Hendrick Goltzius (1558–1617) war der erste Meta-Künstler der Grafik. Damals wie heute begeistern seine handwerkliche Virtuosität und seine kreativen Bilderfindungen. Anders als seine Zeitgenossen entwarf, stach und verlegte das Allround-Talent selbst. Seine Helden, Göttinnen und Himmelsstürmer huldigen dem menschlichen Körper und strahlen große Dynamik aus.
In Kooperation mit der Kunstsammlung der Georg-August-Universität Göttingen.

Bis 11. April 2021
Ausgepackt! 125 Jahre Geschichte(n) im Museum Natur und Mensch
Museum Natur und Mensch
Seit 125 Jahren im Herzen der Stadt und ihrer Menschen: Das älteste Museum Freiburgs feiert Jubiläum – Zeit auszupacken und hinter die Kulissen zu blicken. Expertinnen und Experten, Künstlerinnen und Künstler, Freundinnen und Freunde eröffnen 125 spannende, überraschende, kritische, lustige oder ganz persönliche Perspektiven auf 41 Objekte der Naturkunde und der Ethnologie.

Bis 18. April 2021
Modern Love (or Love in the Age of Cold Intimacies)
Museum für Neue Kunst
Modern Love untersucht den Zustand von Liebe und intimen Beziehungen im Zeitalter von Internet, sozialen Medien, Neoliberalismus und Globalisierung. Die Ausstellung blickt auf die gesellschaftlichen Strukturen und beleuchtet die Herausforderungen sowie die Möglichkeiten, welche Internet und soziale Medien für unsere intimen Beziehungen bereithalten. Kuratiert von Katerina Gregos, in Kooperation mit Tallinna Kunstihoone (Estland) und IMPAKT, Utrecht (Niederlande).

Bis 18. April 2021
Der römische Legionär – Weit mehr als ein Krieger
Archäologisches Museum Colombischlössle
Römische Legionäre prägten 200 Jahre das Leben am Oberrhein. Ihre Hauptaufgabe war es, die Grenzen des Imperiums zu sichern. Doch was taten die Soldaten, wenn gerade kein Krieg war? Die jungen Männer kamen aus dem ganzen Römischen Reich, das zu Glanzzeiten von Ägypten bis Britannien reichte. Mit ihrem vielseitigen Spezialwissen brachten sie Neuerungen in Technik, Bildung und Glauben, deren Einfluss bis in unsere Zeit reicht.

Bis 19. September 2021
Der Schatz der Mönche – Leben und Forschen im Kloster St. Blasien.
Augustinermuseum
In seiner fast tausendjährigen Geschichte entwickelte sich das Benediktinerkloster St. Blasien im Schwarzwald zu einem herausragenden Ort der Wissenschaft und der Kunst. 1806, kurz vor der Säkularisation, brachten die Mönche ihre Schätze in Österreich im Stift St. Paul in Kärnten in Sicherheit. Nun kehrt die weltberühmte Sammlung in ihre Heimatregion zurück. In Kooperation mit der Erzdiözese Freiburg und dem Museum im Benediktinerstift St. Paul in Kärnten.

Bis 9. Januar 2022
freiburg.archäologie – Leben vor der Stadt
Archäologisches Museum Colombischlössle
Schon vor 16.000 Jahren haben Menschen am Tuniberg Rentiere gejagt, in der Bronze- und Eisenzeit das Umland besiedelt und in der Spätantike an der Grenze zum Römischen Reich gelebt. Im dritten Jahrhundert nach Christus fanden Alamannen im Breisgau eine Heimat und weitere 400 Jahre später bestatteten die Merowinger hier ihre Krieger. Sie alle haben Spuren hinterlassen. Archäologische Funde vermitteln ein Bild vom Leben der Menschen in der Region. Wie diese sich veränderte, zeigt ein digital animiertes Geländemodell.

13. März – 13. Juni 2021
buochmeisterinne – Handschriften und Frühdrucke aus dem Freiburger Dominikanerinnenkloster Adelhausen
Museum für Stadtgeschichte
Die Frauen im mittelalterlichen Kloster waren auf vielfältige Weise „buochmeisterinne“. Bücher spielten für sie eine zentrale Rolle, sei es in Erziehung, religiöser Bildung und Liturgie oder in der Verwaltung. Aber welche Schriften gab es in Adelhausen und befreundeten Dominikanerinnenklöstern? Wer organisierte Anschaffung und Nutzung? Studierende der Germanistischen Mediävistik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gestalten die Ausstellung mit Exponaten von Stadt, Adelhausenstiftung und weiteren Leihgebern.

1. Mai – 26. September 2021
Spuk! Die Fotografien von Leif Geiges
Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum
Paranormale Phänomene faszinieren die Menschen schon immer. Seit den 1950er Jahren werden sie in Freiburg wissenschaftlich untersucht. Der Fotograf und Bildjournalist Leif Geiges (1915–1990) arbeitete lange mit dem Parapsychologen Hans Bender zusammen, Professor an der Universität und Gründer des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene. Das beeindruckende Bildmaterial zeigt nachgestellte Spuk-Szenen oder magische Praktiken und Experimente zur außersinnlichen Wahrnehmung.

7. Mai – 12. September 2021
Piktogramme, Lebenszeichen, Emojis: Die Gesellschaft der Zeichen
Museum für Neue Kunst
Emojis sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Über Messenger und soziale Netzwerke haben sie sich weltweit verbreitet und verändern als Bildzeichen jenseits von Sprache die Kommunikation. Doch woher kommen sie und welche Hoffnungen sind mit ihnen verbunden? Die Ausstellung erzählt die Geschichte des modernen Piktogramms von den Anfängen in den 1920er Jahren bis heute und zeigt, wie sich gesellschaftlicher Wandel und Gestaltung gegenseitig beeinflussen. In Kooperation mit dem Leopold-Hoesch-Museum Düren.

19. Mai 2021 – 23. Januar 2022
Tierisch giftig!
Museum Natur und Mensch
Auge in Auge mit der größten Giftschlange der Welt, der Königskobra, oder der giftigsten, dem Inlandtaipan – diese Ausstellung macht es möglich! Skorpion, Vogelspinne, schwarze Witwe, sie alle haben eine Superwaffe: Gift! Seit Millionen von Jahren nutzen sie es, um sich vor Feinden zu schützen oder selbst Beute zu fangen. Aber wie gefährlich sind Klapperschlange und Co. eigentlich für uns Menschen? Neugierige beobachten lebende Tiere, erforschen, wie unterschiedlich die Gifte wirken, und wie die Medizin sie nutzt.

1. Oktober 2021 – 6. März 2022
Freundschaftsspiel. Horst und Gabriele Siedle-Kunststiftung : Museum für Neue Kunst
Museum für Neue Kunst
Mit Meisterwerken der Klassischen Moderne geht das Freiburger Freundschaftsspiel in eine neue Runde. Als Gast hat das Museum für Neue Kunst das Furtwanger Unternehmer- und Sammlerpaar Siedle eingeladen, das eine beeindruckende Sammlung aufgebaut hat. Für den gemeinsamen Auftritt steuert es Gemälde von Oskar Kokoschka, Fernand Léger, Ernst Ludwig Kirchner und Pablo Picasso bei.

13. Oktober – 5. Dezember 2021
In Gesellschaft. Freiburger Frauen* im Blick
Museum Natur und Mensch
Die Hälfte der Bevölkerung sind Frauen*. Auch in Freiburg. Was passiert, wenn sich viele von ihnen treffen? Über 100 Porträtfotos von Britt Schilling zeigen selbstbewusste Individuen in einem Clash aus Kulturen, sozialen Milieus, Altersgruppen und Lebenswirklichkeiten. Die Ausstellung feiert ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede – es entsteht ein Abbild der modernen Stadtgesellschaft.
Ein Projekt des Vereins Element 3 in Kooperation mit dem Museum Natur und Mensch. Gefördert durch die Baden-Württemberg Stiftung, das Kulturamt und das Amt für Migration und Integration der Stadt Freiburg.

30. Oktober 2021 – 4. Februar 2022
Johann Baptist Kirner. Der Blick des Zeichners
Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum
Meist spielt er sich ganz im Verborgenen ab, der kreative Prozess von der ersten Ideenskizze über Detailstudien bis zum fertig komponierten und fein ausgearbeiteten Kunstwerk. Das Haus der Graphischen Sammlung erlaubt nun einen ungewöhnlichen Blick in das Labor des virtuosen Zeichners Johann Baptist Kirner. Bleistift, Kreide, Aquarellpinsel oder Feder – gekonnt nutzt er unterschiedliche Techniken. Eine großzügige Schenkung aus Familienbesitz ergänzt die Kabinettausstellung.

27. November 2021 – 27. März 2022
Johann Baptist Kirner. Erzähltes Leben
Augustinermuseum
Die Gemälde von Johann Baptist Kirner (1806–1866) sind so lebendig, dass man das Lachen der Kinder, das Weinen des Hirten und das Klirren der Gläser förmlich zu hören scheint. Sie erzählen vom Alltag im Schwarzwald und in Italien. Seine Karikaturen zeigen Künstlerkollegen in München und Rom. Die Ausstellung ist die erste umfassende Werkschau des einst berühmten badischen Hofmalers aus Furtwangen, der zu Unrecht in Vergessenheit geriet.

zum Bild oben:
Museum für Neue Kunst - Städtische Museen Freiburg
Wolfgang Schmidt, all the things your are (Alle deine Sachen)
Blatt 15.73, 1973
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BADEN IN SCHÖNHEIT
(c) MUSEUM LA8
 
BADEN IN SCHÖNHEIT
Die Optimierung des Körpers im 19. Jahrhundert

MUSEUM LA8 - Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts, Baden-Baden
Ausstellung bis 28.02.2021

Nichts ist so aktuell, so gegenwärtig wie der eigene Leib. Den hat man immer dabei. Und auf den soll man schön aufpassen: Hygieneregeln einhalten, gesund essen, Bewegung, nicht oder nicht so viel rauchen und trinken, gute Frisur, gepflegte Erscheinung. Während des Lockdowns war Einiges nicht möglich, das wir sonst selbstverständlich finden. Wellnessbäder, Fitnessclubs, Schönheitsoperationen, tägliche, ja stündliche Hygiene an Händen und Gesicht – viele heutige Körpertechniken nehmen ihren Anfang in der Badekultur des 19. Jahrhunderts.

Damals mischten sich künstlerische Ideale und medizinischer Fortschritt, Gesellschaftsutopien und Apparatetechnik zu einem neuen Menschenbild. Der Leib war nun nicht mehr Gott und Natur schicksalhaft ergeben. Als Körper wurde er zum Projekt, zum zukunftsoffenen Entwurf.

Idyllische Strände und elektrisches Wasserbad nach Friedrich Eduard Bilz (1842–1922), idealische Nacktheit und Bügelkorsett: Die Ausstellung zeigt, wie sich Kunst und Medizintechnik in der Badekultur ergänzten. Berühmte Künstler wie Aristide Maillol (1861–1944), Christian Landenberger (1862–1927), Ludwig von Hofmann (1861–1945), Karl Albicker (1878–1961) und Sascha Schneider (1870–1927) feierten in ihren Skulpturen und Monumentalgemälden männliche und weibliche Nackte als ebenso natürliche wie ideale Gestalten am Wasser. Den Kunstwerken stehen historische Fitnessgeräte gegenüber, mit deren Hilfe der Normalkörper die künstlerisch überhöhte Schönheit erreichen sollte, beispielsweise der gusseiserne Rumpfdrehstuhl von Gustav Zander (1835–1920). Ergänzt werden die alten Turnapparate durch heutige Fitnessgeräte, bei deren Benutzung die Ausstellungsbesucher die Thesen der Ausstellung mit dem eigenen Leib erfahren können.

Sowohl die medizinische Technik als auch Malerei und Skulptur entwickelten sich im 19. Jahrhundert zu experimentellen Diskursräumen der Erforschung, Verschönerung und Optimierung des menschlichen Leibes. Viele damalige Innovationen und Erfindungen sind bis heute gültig und erfolgreich, weil sie konsequent das Unsichtbare, das körperlich und seelisch Innere, mit dem Sichtbaren, dem Messbaren, Trainierbaren, Operierbaren verknüpften. Die mikroskopische Einsicht in Bazillen und Erreger führte zu allgemeiner Hygiene, klinischer Antisepsis und völlig neuen chirurgischen Möglichkeiten. Ab 1895 konnte mit der Röntgentechnik direkt in das Körperinnere hineingeschaut werden. Die moderne Technik schien eine Art rationalen Gesundheitszauber zu erlauben, der bis heute anhält.

Zeitgenössisch wurden die rasanten Neuerungen der körperlichen Ertüchtigung im und mit Wasser von den Karikaturisten kommentiert. Honoré Daumier (1808–1879) und Grandville (1803–1847) zeigen die Komik der Kurbäder, öffentlichen Schwimmbäder und stadtnahen Badestrände. Wildfremden Menschen bei ihren anstrengenden Freizeitaktivitäten zuzusehen, ist nicht erst eine Erfahrung heutiger Fitnessclubs und am besten mit Humor zu verstehen.

Aktueller Hinweis:
Wir hoffen sehr, dass es möglich sein wird, für Sie die hochaktuelle Ausstellung BADEN IN SCHÖNHEIT. DIE OPTIMIERUNG DES KÖRPERS IM 19. JAHRHUNDERT während der Laufzeit bis 28. Februar 2021 noch einmal zu öffnen, um Sie an den Optimierungs-Anweisungen für die Gesundheit - schon im 19. Jahrhundert! - teilhaben und profitieren zu lassen!

zum Bild oben:
Heilgymnastische Übungen, in: Friedrich Eduard Bilz: Das neue Naturheilverfahren, 1926 (Detail)
(c) MUSEUM LA8
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#feedback5: Global Warning! – Marshall McLuhan and the arts
Q & A Online Videogespräch (in Englisch) mit Andrew McLuhan & Baruch Gottlieb
Livestream – Freitag, 15.01.21 (18 – 19.15 Uhr)

Die derzeit anhaltende CoronaSituation bedingt Veränderungen – gerade im Hinblick auf Veranstaltungen. Das Museum für Kommunikation reagiert darauf mit zunehmender Digitalisierung der Angebote und nutzt zudem die Chance im virtuellen Museum Gesprächspartner*innen und Besucher*innen zusammenzubringen und den Raum für Dialog, Austausch und Vernetzung im Digitalen zu erweitern.

Im Rahmen der Ausstellung „#feedback5: Global Warning! – Marshall McLuhan and the arts“ laden wir Sie zu einem besonderen Gespräch mit Andrew McLuhan ein. Andrew McLuhan arbeitet seit vielen Jahren an den Bibliotheken seines Großvaters Marshall McLuhan und seines Vaters Eric McLuhan und untersucht deren Referenzen, ihre Lesegewohnheiten und die Rolle, die Bücher und Publikationen in der medientheoretischen Praxis spielten.

Marshall McLuhan hat sich lange damit beschäftigt, wie neue Technologien die Art und Weise, wie wir leben, denken, lernen und kommunizieren verändern. Auch wenn wir zunehmend über Bildschirme kommunizieren, sind diese Technologien und der soziale, kulturelle, politische und wirtschaftliche Austausch, der dort stattfindet, immer noch sehr stark von den vorangegangenen Technologien Text und Druck geprägt.

Zu diesem besonderen Anlass wird Andrew McLuhan uns helfen, diese wichtige Beziehung zwischen textuellen und digitalen Daten, zwischen Buch und Bildschirm zu erforschen. Die Videosession widmet sich Marshall McLuhans Büchern und der Art und Weise, wie er mit ihnen als Teil seines Prozesses zum Verständnis der Medien interagierte.

Das Online Video Gespräch, das am Freitag, den 15. Januar 2021 um 18.00 Uhr stattfindet, wird vom Kurator der Ausstellung Baruch Gottlieb eingeleitet und moderiert und auf dem Kanal des Museums für Kommunikation Frankfurt unter https://www.youtube.com/user/mfkfrankfurt als Livestream übertragen.

An Andrew McLuhan können ganz im Sinne des Formats Q & A (Questions & Answers/Fragen & Antworten) Fragen aus dem Chat weitergereicht werden. Das Gespräch wird auf Englisch geführt, die Fragen können auch auf Deutsch gestellt werden.

Gesprächsteilnehmer:

Andrew McLuhan ist Direktor des McLuhan-Instituts - einer Organisation zur Vorbereitung und Förderung der Studien McLuhans. Sein Forschungsprojekt ist die Katalogisierung und Auswertung der Arbeitsbibliothek von Marshall McLuhan in Kanada. https://themcluhaninstitute.com/

Baruch Gottlieb hat an der Universität der Künste Berlin in digitaler Ästhetik promoviert. Er ist aktives Mitglied der Künstlerkollektive Telekommunisten, Arts & Economic Group und laboratoire de déberlinisation. Er ist Kurator von „Feedback #5: Global Warning!“ und künstlerischer Researcher in Residence bei West Den Haag.

#Feedback ist ein Projekt von West Den Haag, kuratiert von Baruch Gottlieb. Die Ausstellung ist ein Ausblick auf den Auftritt Kanadas als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2021 und wurde von der Regierung Kanadas (Botschaft von Kanada in Deutschland) unterstützt.
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Videotour zu IMPASSE RONSIN im Museum Tinguely, Basel
Seit Mitte Dezember ist die Ausstellung IMPASSE RONSIN. MORD, LIEBE UND KUNST IM HERZEN VON PARIS eröffnet. Bis zum 5. April 2021 präsentiert das Museum Tinguely die erste umfassende Museumssausstellung, die sich dieser einzigartigen Künstlersiedlung inmitten des Pariser Montparnasse Quartiers widmet.

Über 100 Jahre war die «Impasse Ronsin» bekannt als Ort der Kunst, der Kontemplation, des Gesprächs, der Feier, der Innovation, Kreation und Destruktion. Die Ausstellung präsentiert rund 50 Künstler*innen mit über 200 Werken, die alle in der legendären Gasse entstanden sind: u.a. mit Arbeiten von Constantin Brâncuși, Max Ernst, Marta Minujín, Eva Aeppli, Niki de Saint Phalle, Larry Rivers bis zu André Almo Del Debbio oder Alfred Laliberté.

Die Kuratoren Adrian Dannatt und Andres Pardey bieten Ihnen per Video einen Einblick in die Ausstellung >> Videotour starten ...
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Museum für zu Hause – live
Städel und Liebieghaus bieten neue Kunstvermittlungsformate online an

Seit Mitte Dezember starten das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung mit „Museum für zu Hause – Live“ Online-Formate für die Kunstvermittlung. Das neu entwickelte Angebot ermöglicht die Begegnung mit Kunst und den interaktiven Austausch darüber im digitalen Raum. Gerade in Zeiten, in denen das direkte Gespräch über die Kunst nicht vor Ort im Museum möglich ist, sind Momente der gemeinsamen Kunstbetrachtung selten. Mit innovativen Online-Touren und Online-Sessions schafft „Museum für zu Hause – Live“ einen sozialen Kunsterlebnisraum im Digitalen, der Kunstbegegnungen, Einführungen in die aktuellen Sonderausstellungen und überraschende Verbindungen zwischen den Themen unserer Zeit und den großen Meisterwerken des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung bietet.

Die Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung bringen an festen Terminen die aktuellen Sonderausstellungen „Schaulust. Niederländische Zeichenkunst des 18. Jahrhunderts“ und „BUNTE GÖTTER – GOLDEN EDITION. Die Farben der Antike“ zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ob zu Hause auf der Couch, am Schreibtisch in der Mittagspause oder mit der Familie im Wohnzimmer – von überall kann Kunst in Form einer Videokonferenz erlebt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Online-Touren werden in die Themen und kunsthistorischen Inhalte der Ausstellungen eingeführt und haben darüber hinaus die Gelegenheit, gemeinsam mit allen über die präsentierten Kunstwerke zu diskutieren.

Bei den Online-Sessions wird es für die Teilnehmenden besonders interaktiv und multimedial: Die kommunikativen Möglichkeiten des Internets werden ausgeschöpft und die Grenzen des digitalen Erlebens von Kunst aufgehoben. Nicht nur die Digitale Sammlung des Städel Museums wird für die Kunstbetrachtung herangezogen, sondern auch Musik, Filme und weitere Onlineangebote. Im Städel finden die ersten Online-Sessions unter dem Thema „Die Macht der Bilder“ statt. Dabei spielen die Stars der Gegenwart genauso eine Rolle wie alltägliche Medienphänomene oder die Beeinflussung durch Propaganda. Klug und überraschend intensiv sind dabei die Verbindungen zu den großen Meisterwerken des Städel Museums.

Die Online-Sessions der Liebieghaus Skulpturensammlung stehen unter dem Motto „Weihnachten“. Sie eröffnen anhand der Sammlung des Museums einen neuen Blick auf das Weihnachtsfest und die damit verbundenen Bräuche: Wie feierten die Menschen im Mittelalter Weihnachten und wie feiern wir das Fest heute?
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Kelten-Weihnachtsgeschenk für das Colombischlössle
Kunststaatssekretärin Petra Olschowski: „Die keltischen Funde im Breisgau sind unverzichtbarer Bestandteil des Keltenlands Baden-Württemberg“

Land fördert multimediales Kelten-Projekt des Archäologischen Museums Colombischlössle Freiburg mit rund 78.000 Euro

Das Archäologische Museum Colombischlössle Freiburg entwickelt einen interaktiven Multimedia-Guide und ein digitales Adventure-Spiel. Diese Weiterentwicklung der multimedialen Vermittlungsstrategie des Museums fördert das
Land mit rund 78.000 Euro.

„Das Projekt ‚Auf den Spuren der Kelten‘ ist die stringente Fortführung der multimedialen und digitalen Vermittlungsarbeit des Museums“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski, am Montag (21. Dezember) in Stuttgart anlässlich der offiziellen Bekanntgabe der Förderung. „Die Unterstützung des Colombischlössles spiegelt die Bedeutung des südbadischen Raums und insbesondere des Breisgaus und des Ober- und Hochrheins für die keltische Geschichte unseres Landes wider“, erklärte Olschowski. „Für die von der Landesregierung initiierte Konzeption ‚Keltenland Baden-Württemberg‘ hat Südbaden
deshalb ein besonderes Gewicht.“

„Wir freuen uns sehr, dass dank der Zuwendung des Landes das Team des Archäologischen Museums Colombischlössle die Chance bekommt, das Keltenerbe Südbadens durch neue digitale Zugänge unseren Besucherinnen und Besuchern näherzubringen“, so Dr. Helena Pastor und Dr. Beate GrimmerDehn, die beiden Direktorinnen des Museums.

Das geförderte Projekt besteht aus zwei Teilen, der „Keltenspur“ und dem Rollenspiel „Geschichten aus der Keltenwelt“: In der „Keltenspur“ wird der bereits bestehende Audioguide des Museums zu einem interaktiven Multimedia-Guide weiterentwickelt, der die Exponate virtuell veranschaulicht. Eine interaktive Karte und Drohnenaufnahmen machen die Fundstätten in der Region erfahrbar und vermitteln den Besucherinnen und Besuchern vielfältige Informationen

„Geschichten aus der Keltenwelt“ ist eine Fortführung des bestehenden digitalen Rollenspiels, das 2018 in Zusammenarbeit mit dem Jugendclub des Museums entwickelt wurde. Hier können die Spielenden die Rollen von fiktiven historischen Persönlichkeiten einnehmen. Dadurch wird ein interaktiver, spielerischer und niederschwelliger Zugang zu der Lebenswirklichkeit in keltischer Zeit ermöglicht.

„Durch die Weiterentwicklung der multimedialen Angebote wird der niedrigschwellige Zugang zur kulturellen Bildung und Teilhabe für eine breite Bevölkerungsgruppe möglich. Insbesondere Teenager und Jugendliche werden durch die innovative Vermittlung angesprochen“, so die Staatssekretärin.

Das Colombischlössle – ein Schaufenster der Archäologie Das Museum versteht sich als Schaufenster der Archäologie in Südbaden und präsentiert auf drei Etagen archäologische Funde aus der Region, von der Steinzeit bis zum Frühmittelalter. Besonders die Bedeutung Südbadens als keltisches Gebiet wird hier eindrucksvoll dokumentiert.

Das geförderte Projekt schlägt eine Brücke zwischen den Objekten im Museum und den originalen Fundorten im Gelände und trägt so zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur und Anziehungskraft der Region bei. Damit wird das Archäologische Museum Colombischlössle zu einem unverzichtbaren Teil der kulturpolitischen Landeskonzeption „Keltenland Baden-Württemberg“, in deren Rahmen die historische Bedeutung der Kelten im Land sichtbar und erfahrbar gemacht wird. Weitere Keltenstätten, die mit Förderungen unterstützt werden, sind die Heuneburg (Landkreis Sigmaringen), das Oppidum Heidengraben (Schwäbische Alb), der Ipf in Bopfingen, das Keltenmuseum Hochdorf und das Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen. Weitere Keltenstätten sollen hinzukommen.
 
 



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