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Mittwoch, 21. April 2021
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Museums- und Ausstellungstipps

 
Corona-Foto-Sammlung des Berliner Stadtmuseum online
Wie hat sich der Alltag der Berlinerinnen und Berliner im Zuge der Corona-Pandemie verändert? Welche Gegenstände haben eine neue Bedeutung gewonnen? Und was sind die Bilder, die in Erinnerung bleiben? Das Stadtmuseum ruft die Berlinerinnen und Berliner dazu auf, die Gegenwart zu sammeln. Die wachsende Sammlung "Berlin jetzt!" ist hier für alle sichtbar ...
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Mammut, Höhlenlöwe & Co. müssen noch warten
© rem, Foto: Maria Schumann
 
Mammut, Höhlenlöwe & Co. müssen noch warten
Start der Ausstellung „Eiszeit-Safari“ verzögert sich –
digitale Angebote gewähren erste Einblicke – Förderung durch NEUSTART KULTUR

Die Sonderausstellung „Eiszeit-Safari“ der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim kann wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen in Mannheim nicht wie geplant am 18. April ihre Tore öffnen. „Wir bedauern die Verzögerung natürlich sehr“, betont Generaldirektor Prof. Dr. Wilfried Rosendahl. „Seit Monaten haben wir auf die Eröffnung hingearbeitet. Sobald es die Inzidenzwerte zulassen, laden wir Kinder und Erwachsene auf eine atemberaubende Zeitreise in die Welt der letzten Eiszeit vor 40.000 bis 15.000 Jahren ein. Mammut, Höhlenlöwe & Co. warten schon ganz ungeduldig. Ich hoffe, dass unsere großen und kleinen tierischen Hauptdarsteller nicht allzu lange einsam bleiben, sondern möglichst bald von den ersten Besucherinnen und Besuchern bestaunt werden können.“

Digitale Angebote

In der Zwischenzeit gewährt Rosendahl in einem Film erste Einblicke in die Ausstellung. Er macht einen kleinen Rundgang und stellt einige Protagonisten wie den imposanten Höhlenlöwen oder die Scouts Urs und Lena vor. Auch weitere digitale Angebote wie ein Audio-Podcast und Online-Ausflugstipps in die Rhein-Neckar-Region steigern die Vorfreude auf die Schau. Sie sind unter www.eiszeitsafari.de abrufbar.

Förderung NEUSTART KULTUR

Dank einer Förderung der Bundesregierung konnte die Ausstellung zusätzlich fit für Corona-Zeiten gemacht werden. Das Programm NEUSTART KULTUR unterstützt das Projekt „Eiszeit-Safari“ mit 45.000 Euro. Dafür wurden moderne Luftreinigungsgeräte und ein stabiles WLAN installiert. „Die Gesundheit unserer Besucherinnen und Besucher liegt uns natürlich besonders am Herzen. Wir tun alles dafür, dass ihr Aufenthalt bei uns auch in Corona-Zeiten so sicher und angenehm wie möglich ist. Hier bietet die Bundesförderung Hilfe in schwierigen Zeiten“, freut sich Rosendahl.

Die Luftreinigungsgeräte filtern Viren sowie Aerosole und minimieren somit das Ansteckungsrisiko. Mit dem kostenlosen WLAN-Zugang können sich die Gäste die App zur Ausstellung mit vielen Multimediainfos sowie eine interaktive Eiszeit-Rallye für Familien ganz einfach und kontaktlos auf ihr Smartphone oder Tablet laden. Die Nutzung und Reinigung von Leihgeräten fällt damit weg.

Das Förderprogramm NEUSTART KULTUR wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie den Deutschen Verband für Archäologie vergeben.

Eiszeit-Safari

Die „Eiszeit-Safari“ entführt in die Welt der letzten Eiszeit vor 40.000 bis 15.000 Jahren, als es in Europa nur wenige Tausend Menschen gab und Mammut, Höhlenlöwe, Wollhaarnashorn sowie zahlreiche weitere exotisch anmutende Tiere in Deutschland heimisch waren. Mehr als 100 Exponate – darunter lebensechte Tierrekonstruktionen, Präparate, Skelettmontagen und Originalfunde sowie Mitmach-Stationen – machen die Ausstellung zu einer unvergesslichen Zeitreise für die ganze Familie. Die Schau wird bis 13. Februar 2022 in Mannheim zu sehen sein. Hauptförderer ist die Klaus Tschira Stiftung.

zum Bild oben:
Prof. Dr. Wilfried Rosendahl mit dem Höhlenlöwen in der Schau "Eiszeit-Safari" © rem, Foto: Maria Schumann
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„Der römische Legionär – Weit mehr als ein Krieger“
Am Sonntag endet die Ausstellung im Colombischlössle Feiburg

Römische Legionäre haben 200 Jahre lang das Leben am Oberrhein geprägt. Ihre Hauptaufgabe war es, die Grenzen des Imperiums zu sichern. Doch was taten sie, wenn kein Krieg war? Das können große und kleine Besucherinnen und Besucher noch bis Sonntag, 18. April, in der Ausstellung „Der römische Legionär – Weit mehr als ein Krieger“ im Archäologischen Museum Colombischlössle erkunden.

Das Archäologische Museum Colombischlössle ist regulär geöffnet (Di bis So 10 bis 17 Uhr, Mi 10 bis 19 Uhr). Solange sich die Inzidenz in der Stadt Freiburg zwischen 50 und 100 bewegt, ist eine Voranmeldung notwendig. Zeitfenster-Tickets sind online erhältlich unter www.freiburg.de/museen-tickets. Alternativ kann ein Zeitfenster unter Tel. 0761/201–2574 reserviert werden. Der Eintritt kostet inklusive Sonderausstellung 5 Euro, ermäßigt Euro. Unter 27 Jahren und mit dem Museums-PASS-Musées ist er frei.

Interessierte können die Ausstellung über ihr Ende hinaus virtuell besuchen. Unter freiburg.de/legionaer lädt ein 360-Grad-Rundgang zum Schlendern ein. Außerdem gibt es dort weitere Angebote, wie eine Video-Führung mit Gebärdensprachdolmetscherin. Infos zu aktuellen Online-Veranstaltungen stehen auf freiburg.de/museen-kalender.
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Digitale Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg
Die Städtischen Museen und der Museumsshop sind derzeit regulär geöffnet. Ein Besuch ist nur nach Buchung eines Zeitfenstertickets möglich, erhältlich unter www.freiburg.de/museen-tickets. Alternativ kann die Anmeldung auch telefonisch zu den Öffnungszeiten der Museen über die jeweiligen Kassen erfolgen:
Augustinermuseum +49 761 201-2531
Museum für Neue Kunst +49 761 201-2583
Museum für Stadtgeschichte +49 761 201-2515
Museum Natur und Mensch +49 761 201-2566
Archäologisches Museum Colombischlössle +49 761-201 2574

Das Veranstaltungsprogramm findet digital statt.

Digitale Führung – Die Geschichte des Adelhauser Klosters
Eine digitale Führung durch die Ausstellung „buochmeisterinne – Handschriften und Frühdrucke aus dem Dominikanerinnenkloster Adelhausen“, die derzeit im Museum für Stadtgeschichte zu sehen ist, findet am Montag, 19. April, um 18.30 Uhr online statt. Der Adelhauser Platz gilt für viele in Freiburg als Geheimtipp – ist hier noch die Aura des stillen Frauenkonvents spürbar? Um dies zu ergründen, führt Peter Kalchthaler die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Zeit der Klostergründung zurück. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung ist über folgenden Link zu erreichen:
https://freiburg.cloud1x.de/Stadtgeschichte_n_digital

Digitale Kunstpause – Restaurierungsvorhaben
Die Restauratorin Isabelle Rippmann wird sich in den nächsten Monaten in einer Schauwerkstatt im Augustinermuseum einem Werk aus dem Museumsbestand widmen: dem Kornthawer Plan. Weshalb dies notwendig ist und was sie genau vorhat, erläutert sie in dieser Online-Kurzführung am Mittwoch, 21. April, um 12.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung ist über folgenden Link
zu erreichen:
https://freiburg.cloud1x.de/DigitaleKunstpause

Digitale Führung – Foresta Nera. Friedemann Hahn
Große Formate, kräftige Farben, schnelle Pinselstriche: Das macht die Gemälde des 1949 geborenen Friedemann Hahn aus. Bei einer Online-Führung am Sonntag, 25. April, um 15 Uhr geht es um die abstrakten Gemälde, die aktuell in der Ausstellung „Foresta Nera“ im Museum für Neue Kunst zu sehen sind. Die Veranstaltung ist kostenfrei und über folgenden Link zu erreichen:
https://freiburg.cloud1x.de/Friedemann_Hahn
 
 

 
Digitale Veranstaltungstipps der Städtischen Museen Freiburg
vom 12. April bis 18. April (15. Kalenderwoche)

Die Städtischen Museen und der Museumsshop sind derzeit regulär geöffnet. Ein Besuch ist nur nach Buchung eines Zeitfenstertickets möglich, erhältlich unter www.freiburg.de/museen-tickets. Alternativ kann die Anmeldung auch telefonisch zu den Öffnungszeiten der Museen über die jeweiligen Kassen erfolgen:
Augustinermuseum +49 761 201-2531
Museum für Neue Kunst +49 761 201-2583
Museum für Stadtgeschichte +49 761 201-2515
Museum Natur und Mensch +49 761 201-2566
Archäologisches Museum Colombischlössle +49 761-201 2574

Das Veranstaltungsprogramm findet digital statt.

Digitale Führung – Die „Buochmeisterin“
Eine Online-Führung durch die Ausstellung „Buochmeisterinne – Handschriften und Frühdrucke aus dem Dominikanerinnenkloster Adelhausen“ im Museum für Stadtgeschichte findet am Montag, 12. April, um 18.30 Uhr statt. Martina Backes, Professorin für Germanistische Mediävistik an der Uni Freiburg und Kuratorin der Ausstellung, gibt Einblicke hinter die Mauern des Klosters Adelhausen und entführt in die Welt der frühen Bücher. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zu einer sechsteiligen Führungsreihe. Auch die weiteren Termine finden jeweils montags um 18.30 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und über folgenden Link zu erreichen: https://uni-freiburg.zoom.us/j/67850877182

Digitale Kunstpause – Der Amor von Hans Baldung Grien Museumsdirektor Tilmann von Stockhausen spricht bei einer Online-Kurzführung am Mittwoch, 14. April, um 12.30 Uhr über den Amor von Hans Baldung Grien, sein persönliches Lieblingswerk im Augustinermuseum. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung ist über folgenden Link zu erreichen: https://freiburg.cloud1x.de/DigitaleKunstpause

Digitale Führung – Tiengen timeless
Am Osthang des Tunibergs, 8 Kilometer westlich von Freiburgs Innenstadt, liegt der Stadtteil Tiengen. Hier entsteht derzeit ein Neubaugebiet auf archäologisch wertvollem Boden. Das Archäologische Museum Colombischlössle stellt in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege am Mittwoch, 14. April, um 18.30 Uhr online aktuelle Funde und Erkenntnisse vor. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung ist über folgenden Link zu erreichen:
https://freiburg.cloud1x.de/ArCo_digital_Kulturgeschichte_n

Tag der Provenienzforschung 2021
Zum Tag der Provenienzforschung am Mittwoch, 14. April, lädt der Ethnologe Godwin Kornes, Mitarbeiter am Museum Natur und Mensch, um 19 Uhr zu einem digitalen Vortrag ein. Provenienzforschung beschäftigt sich mit der Herkunftsgeschichte von Objekten und Sammlungen. Oft geht es dabei um Stücke, die unrechtmäßig den Besitzer gewechselt haben, etwa während des NS-Regimes oder in kolonialen Kontexten. Kornes gibt Einblick in aktuelle Erkenntnisse dieses Forschungsbereichs unter anderem zur Ozeaniensammlung von Eugen und Antonie Brandeis am Museum Natur und Mensch. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung per Mail an godwin.kornes@stadt.freiburg.de ist erforderlich.

Digitale Führung – Foresta Nera. Friedemann Hahn
Große Formate, kräftige Farben, schnelle Pinselstriche: Das macht die Gemälde des 1949 geborenen Friedemann Hahn aus. Bei einer Online-Führung am Donnerstag, 15. April, um 18 Uhr geht es um die abstrakten Gemälde, die aktuell in der Ausstellung „Foresta Nera“ im Museum für Neue Kunst zu sehen sind. Die Veranstaltung ist kostenfrei und über folgenden Link zu erreichen: https://freiburg.cloud1x.de/Friedemann_Hahn

Online Familienangebot – Die Farbmonster stellen sich vor!
Was passiert, wenn die drei Grundfarben sich miteinander vermischen?Das Spiel der „Farbmonster“ entdecken Familien mit Kindern ab 5 Jahren am Samstag, 17. April, um 14 Uhr bei einem online angeleiteten Farbexperiment. Für das eigene Regenbogenmonster in Abklatschtechnik benötigen die Teilnehmenden Farbkasten, Wasserglas, einen dicken Pinsel und einige Bogen weißes Papier sowie einen schwarzen Filzstift. Die Veranstaltung ist kostenfrei und über folgenden Link zu erreichen: https://freiburg.cloud1x.de/MNK_Museumspaedagogik
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Foresta Nera
Friedemann Hahn "Der Tod des Malers“ (2020) / Foto: Ina Steinhusen
 
Foresta Nera
Das Museum für Neue Kunst zeigt Werke von Friedemann Hahn

Große Formate, kräftige Farben, schnelle Pinselstriche: Ab sofort und noch bis Sonntag, 29. August, zeigt das Museum für Neue Kunst innerhalb der Dauerausstellung eine Auswahl von Arbeiten des 1949 geborenen Künstlers Friedemann Hahn. Zu sehen sind insgesamt vier Arbeiten aus dem Museumsbestand, ergänzt um sechs Leihgaben des Künstlers.

Hahns Werk kreist um Geschichten, die sich aus Literatur, Kunst, Film und Popkultur speisen. Besonders faszinieren ihn dabei moderne Legenden um Personen, die sich an gesellschaftlichen Abgründen bewegen. Seine Gemälde tragen Titel wie „Painting and Guns“, „Glauser“, „Le Samourai“ oder „Lichtung (nach E. L. Kirchner)“.

Mit der Region ist Friedemann Hahn eng verbunden: Lange Zeit war der Südschwarzwald sein Lebens- und Schaffensmittelpunkt. Geboren in Singen am Hohentwiel, studierte er Malerei in der Freiburger Außenstelle der Staatlichen Akademie Karlsruhe bei Peter Dreher und an der Akademie in Düsseldorf bei K. O. Götz. 1991 wurde er als Professor an die Kunsthochschule Mainz berufen, dort leitete er bis 2014 eine Klasse für Malerei. Mittlerweile lebt er in Schleswig-Holstein, schreibt, malt und geht auf lange Spaziergänge mit seinem Hund Käpt’n.

Zur Ausstellung erscheint ein deutsch-englisches Lesebuch, das zahlreiche Abbildungen sowie Texte von acht Autorinnen und Autoren versammelt, die sich mit der Bilderwelt Friedemann Hahns beschäftigen. Es ist für 10 Euro an der Museumskasse erhältlich.

Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist aktuell regulär geöffnet (Di–So: 10–17 Uhr, Do: 10–19 Uhr). Solange sich die Inzidenz zwischen 50 und 100 bewegt, ist eine Voranmeldung notwendig. Zeitfenster-Tickets sind online erhältlich unter www.freiburg.de/museen-tickets. Alternativ kann ein Zeitfenster telefonisch reserviert werden unter 0761 / 201–2583. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Unter 27 Jahren (bis 31.7.2021) und mit dem Museums-PASS-Musées ist er frei.
 
 

 
Kirner-Werke werden für eine Ausstellung im Augustinermuseum restauriert
Förderung durch die Ernst von Siemens Kunststiftung

Mehrere Werke des Malers Johann Baptist Kirner werden derzeit für eine große Ausstellung im Augustinermuseum aufwendig restauriert. Möglich macht dies die Ernst von Siemens Kunststiftung, die die Restaurierung im Rahmen der Corona-Förderlinie mit rund 15.000 Euro unterstützt.

Johann Baptist Kirner (1806–1866), Zeitgenosse und Künstlerfreund des berühmten Franz Xaver Winterhalter, ist zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Das Augustinermuseum widmet dem Badener, der lange in Italien lebte, im Herbst eine erste große Werkschau. Museale Bestände Kirners haben jahrzehntelang in Depots gelagert. Um sie in der Ausstellung zeigen zu können, sind umfassende Restaurierungen notwendig.

Durch die Förderung konnte das Museum nun Restauratoren beauftragen, Kirners Gemälde „Der Improvisator“ für die Ausstellung vorzubereiten. Das Werk, das Eigentum der Hamburger Kunsthalle ist, wartet inzwischen frisch restauriert im Augustinermuseum auf die Schau im Herbst. Markus Bertsch, Leiter der Sammlung 19. Jahrhundert der Hamburger Kunsthalle, freut sich: „Dank der Corona-Förderlinie der Ernst von Siemens Kunststiftung kann nun mit dem „Improvisator“ ein Hauptwerk von Johann Baptist Kirner von seinem Depotdasein befreit und in die Galerietauglichkeit überführt werden.“ Das Gemälde entstand 1836 in Rom. Noch zu Lebzeiten des Künstlers hatte die Hamburger Mäzenin Susanne Elisabeth Sillem das Bild erworben. Kirners Werke waren damals weit über Baden hinaus bekannt und beliebt.

Aktuell wird außerdem ein Konvolut von Ölskizzen Kirners aus dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe restauriert, um im Herbst als Leihgabe nach Freiburg zu reisen. Die detaillierten Vorstudien einzelner Personen, Tiere und Interieurs sind selbst im kleinen Format eigenständige Werke von großer künstlerischer Qualität. In der geplanten Kirner-Schau werden rund vierzig dieser Studien, größtenteils zusammen mit ihren Gemälden zu sehen sein. Besucherinnen und Besucher können so nachvollziehen, wie Kirner gearbeitet hat. Dorit Schäfer, Leiterin des Kupferstichkabinetts, zeigt sich sehr erfreut: „Unsere umfängliche Leihgabe von 40 Werken des Schwarzwälder Porträt- und Genremalers Johann Baptist Kirner konnte nur durch die außergewöhnliche Corona-Förderlinie der Ernst von Siemens Kunststiftung ermöglicht werden. Die restauratorische Bearbeitung der angefragten Objekte hätte die hauseigenen Kapazitäten bei weitem überstiegen.“

Die Ausstellung „Johann Baptist Kirner. Erzähltes Leben“ im Augustinermuseum startet am 27. November 2021 und läuft bis zum 27. März 2022. Parallel ist vom 30. Oktober bis zum 4. Februar 2022 ein Auszug auf dem zeichnerischen Werkbestand Kirners im Haus der Graphischen Sammlung zu sehen.

Weitere Infos zur Corona-Förderlinie der Ernst von Siemens Kunststiftung gibt es unter: www.ernst-von-siemens-kunststiftung.de/corona-foerderlinie-foerderungen.html
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»JOSEPH BEUYS. DER RAUMKURATOR«
Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart
bis 18.7.2021

Anlässlich des 100. Geburtstag von Joseph Beuys zeigt die Staatsgalerie unter dem Titel »Joseph Beuys. Der Raumkurator« eine Ausstellung zu einem der wichtigsten deutschen Künstler. Die Staatsgalerie verfügt über einen Beuys-Raum, der 1984 vom Künstler eingerichtet wurde und bis heute unverändert ist. Dessen Entstehungsgeschichte wird über Fotografien, Filme und Objekte nachvollzogen. Die Ausstellung läuft bis 18.7.2021.

Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys widmet die Staatsgalerie dem Künstler eine Ausstellung, die das Verhältnis des Künstlers zur Institution Museum in den Blick nimmt. Ausgangspunkt ist der Beuys-Raum in der Staatsgalerie, den der Künstler im Jahr 1984 selbst eingerichtet hat – mit sechs, sehr unkonventionell neu präsentierten Werken, so dass ein neues Kunstwerk entstanden ist.

Joseph Beuys war ein charismatischer Künstler mit einem Gestaltungswillen, der an den Grenzen von Institutionen und Museen keinen Halt machte. Seine Aktionen fanden deshalb häufig außerhalb des Museums statt, denn letztlich ging es ihm darum, durch Kunst die Gesellschaft zu gestalten. Wenn Beuys dennoch in Museumsräumen arbeitete, so eignete er sich die Räume in einer Weise an, die mit den Konventionen der Institution radikal brach.

Direktorin Christiane Lange sagt: »Für Beuys sollte das Museum ein Ort gesellschaftlicher Debatten sein. Dass wir das Ende der Corona-Pause mit der Eröffnung einer ihm gewidmeten Ausstellung feiern, wäre sicherlich ganz in seinem Sinne gewesen.«

Kuratorin der Ausstellung ist Ina Conzen, langjährige Leiterin der Abteilung Wissenschaft und Hauptkonservatorin 20./21. Jahrhundert. Sie sagt: »Beuys starb vor über 30 Jahren, aber als vehementer Verfechter von ökologischen, basisdemokratischen und spirituellen Belangen ist er von geradezu verblüffender Aktualität. Dass er davon überzeugt war, dass Künstler die Welt verändern können, ist wunderbar!«

Die Ausstellung zeichnet Beuys‘ sensibles Arbeiten zwischen Werk, Betrachterin und Betrachter sowie Museumsraum anhand von Fotografien, Filmaufnahmen und Objekten nach. Mit dabei ein umfassendes Konvolut an Fotografien von Lothar Wolleh (1930-1979), der Beuys über Jahre begleitete.
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