lesen-oder-vorlesen.de
Dienstag, 30. Mai 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr


Museumstipps 
 
Ausstellungstipp: Hinschauen, wo es weh tut
Marcel Mieth, Corrected Life Line, 2010 (c) Marcel Mieth
 
Ausstellungstipp: Hinschauen, wo es weh tut
Das Museum für Neue Kunst zeigt Fotos, Videos und Installationen zum Thema Tod

Kooperation mit dem Museum Natur und Mensch und zahlreichen Partnern in der Stadt

Keiner weiß, wie es ist, tot zu sein. Aber das Wissen um unsere Endlichkeit macht uns Angst. Mit der Ausstellung „Gutes Sterben – Falscher Tod“ zeigt das Museum für Neue Kunst ab Samstag, 27. Mai, künstlerische Positionen, die sich mit dem Tod und dem Sterben auseinandersetzen: Kunstwerke, die uns nicht kalt lassen. Die Schau läuft bis Sonntag, 24. September.

Zu sehen sind Fotografien, Videoarbeiten, Grafiken, Gemälde und Installationen von 25 internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Die Entstehungszeit der Arbeiten reicht von den 70er Jahren bis in die Gegenwart. Manche Werke sprechen vom Ekel vor dem Tod, andere zeugen von einer gewissen Faszination am Sterben.

Die makabre Ästhetik von Via Lewandowskys Entwurf einer Selbsttötungsmaschine und Damien Hirsts geschmackloses Selfie aus dem Leichenschauhaus polarisieren. Ob wir wollen oder nicht, die Arbeiten zwingen uns zu einer Reaktion. Auch Wunschträume von Unsterblichkeit nehmen die Künstlerinnen und Künstler in den Fokus: In ihrer Fotoreihe unzugänglicher Orte in den USA zeigt Taryn Simon eine „Kryptostation“, die Körper qua Tiefkühlung vor dem Verfall bewahren soll. Marcel Mieth verlängert in einer Bilderserie die eigene Lebenslinie – durch einen Schnitt in seine Hand.

Den aufwühlenden Bildern vom Tod setzt die Ausstellung einen kontemplativ gestalteten Musikraum entgegen. Die Klänge transportieren die mit Tod und Sterben verbundenen Gefühle unmittelbar und intensiv: Trauer und Angst, Sehnsucht und Faszination, Wut und Verachtung.

„Gutes Sterben – Falscher Tod“ wurde kuratiert von Leonhard Emmerling, Catherine Garet, Christine Litz und Finn-Niclas Schütt. Kurator des Musikprogramms ist Bernd Kammerer. Das Museum für Neue Kunst kooperiert bei der Ausstellung mit dem Museum Natur und Mensch, das vom 27. Mai 2017 bis zum 21. Januar 2018 die Schau „Todsicher? Letzte Reise ungewiss“ zeigt. Auch im Augustinermuseum, im Archäologischen Museum Colombischlössle und im Museum für Stadtgeschichte sind entsprechende Ausstellungsstücke gekennzeichnet. Dass alle fünf Häuser ein Thema gemeinsam aufgreifen, ist in der Geschichte der Städtischen Museen Freiburg ein echtes Novum.

Ein umfangreiches Programm mit zahlreichen Partnern in der Stadt begleitet die Ausstellungen. Beteiligt sind unter anderem das Waldhaus, Freiburger Bestattungsinstitute, der Kunstverein Freiburg und das Tibet Kailash Haus. Informationen gibt es unter Tel. 0761 / 201-2501 oder per Mailanfrage an museumspaedagogik@stadt.freiburg.de.

Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Ticket für die Sonder- und Dauerausstellung gilt als Tageskarte für alle Häuser der Städtischen Museen Freiburg und kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Unter 18 Jahren, für Mitglieder des Fördervereins Museum für Neue Kunst und mit MuseumsPass-Musées ist der Eintritt frei.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
AES+F, Hippolyte Bayard, Stan Brakhage, Gregor Bischoff, AA Bronson, Sarah Charlesworth, Simon Dybbroe-Møller / Jacob Dahl Jürgensen, Valérie Favre, Robert Gober, Damien Hirst, On Kawara, Holger Keifel, Erik Levine, Via Lewandowsky, Kris Martin, Marcel Mieth, Linda Montano, Adrian Paci, Chloe Piene, Julia Charlotte Richter, Sam Samore, Taryn Simon, Adrian Schoormans, Yang Zhenzhong.
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Lissy (2)
Hörspiel in zwei Teilen von Stella Luncke und Josef Maria Schäfers
Mit Debora Bittner, Matthias Oliver Schneider, Marc Zwinz, Britta Steffenhagen, Marianna Linden, Jon-Kaare Koppe, Raphael Stricker, Michael Kind, Alexandria Emilia Rawa, Erik Studte und Stefan Piepp
Musik Frank Schlültge Bernd Oezsevim
(Regie und Produktion: die Autoren für den SWR 2017)
Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
Länge: ca. 25 Minuten

In der ostdeutschen Provinz trifft die Polizeianwärterin Lissy auf die neue Familie ihres Vaters, von der sie so gut wie nichts weiß, und macht Bekanntschaft mit der örtlichen Bürgerwehr, für die anscheinend ganz eigene Regeln und Gesetze gelten. Als der Busfahrer Matze plötzlich im Dorf auftaucht, brechen alte Feindseligkeiten wieder auf und Lissy gerät zwischen alle Fronten
.
Dienstag, 30.05.2017, 19:20 Uhr, SWR2 Tandem
Mehr
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Taxi
Hörstück von Johannes S. Sistermanns
Komposition und Realisation: Johannes S. Sistermanns
(Produktion: SWR 2014)
Dieses Hörspiel steht nach der Sendung 14 Tage als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
Länge: 37 Minuten

Der Kölner Komponist und Hörspielmacher Johannes S. Sistermanns notiert zu seinem auf Originaltönen beruhenden Hörstück: “In einem Taxi vermuten wir immer den Ortskundigen. Aber ich frage dann: Wo kommst du her? So geschehen in Hong Kong, New York, Perth, Rom, Fremantle, Shang-hai, Adelaide, Istanbul, Berlin, Köln. Denn nicht selten sind Taxifahrer selbst die Ortsunkundigen, Fliehenden, Flüchtigen und nicht Sesshaften. Und, wohin ist der Taxi-fahrer unterwegs? Die temporäre Transitsituation von Auto, Fahrgast und Fahrer ergibt eine kurze, aber äußerst komplexe Klangsituation: Radiostationen, Funkverbindung mit der Zentrale, die Fahrgeräusche bei geschlossenem wie geöffnetem Fenster. In meiner Klangmontage werden Gespräche nicht beendet, nur unterbrochen, später wieder fortgeführt. Klangbänder rauschen vorüber, bevor sie im Echo der Städte versickern. Sie sind akustische Durchgangsstationen, die zur auditiven Sozialfotografie gerinnen.”

Donnerstag, 01.06.2017, 22:03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

Sonstiges 
 
Karlsruhe: Karlsruher Fahrradstadtplan 2017 erschienen
Neuer Fahrradstadtplan 2017 erschienen / Foto Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Karlsruher Fahrradstadtplan 2017 erschienen
Karte mit Routen und Ausflugszeilen ist ab 1. Juni im Buchhandel erhältlich

„Ganz schön Drais“ ist Karlsruhe als Geburtsstadt des Laufrad-Pioniers zum 200. Jubiläum des Fahrrads. Pünktlich zu den Feierlichkeiten im Rahmen der Heimattage 2017 legt die Stadt den Fahrradstadtplan neu auf. Kartiert hat das Liegenschaftsamt Haupt- und Nebenrouten, Fahrradstraßen sowie ausgeschilderte touristische Radrouten in und um Karlsruhe. Hinzu kommen Einrichtungen für Radfahrer, interessante Ausflugsziele und Freizeitangebote sowie ein informatives Begleitheft. Auch Regengüsse können der Karte nichts anhaben – auf wasserfestes Papier gedruckt und in einer transparenten Hülle verpackt hält der Plan allen Wetterbedingungen stand. Wer die neue Fahrradkarte – basierend auf dem amtlichen Stadtplan im Maßstab 1: 20 000 - kaufen möchte, bekommt sie ab 1. Juni für sieben Euro im Buchhandel.
 
 

Museumstipps 
 
 
Karlsruhe: Skulpturen aus der Sammlung
Führungen durch Ausstellung der Städtischen Galerie

Wieder bietet die Städtische Galerie Rundgänge durch ihre aktuelle Ausstellung „Skulpturen aus der Sammlung“ mit Bildhauerei und Objektkunst im 20. und 21. Jahrhundert. Führungen stehen für Donnerstag, 25. Mai, um 15 Uhr sowie Freitag, 26. Mai, um 16 Uhr auf dem Programm. Ebenso gibt es am Sonntag, 28. Mai, um 15 Uhr Gelegenheit für nähere Betrachtungen. Die Kinderwerkstatt öffnet von 15 bis 16.30 Uhr und lässt kleine Teilnehmer eigene Figuren aus Holz, Stein oder Metall formen.
Mehr
 

Museumstipps 
 
 
Karlsruhe: Heimatkunde zwischen Kaiserreich und junger Bundesrepublik
Historischer Mittwochabend: Führung mit Christiane Torzewski im Stadtmuseum

„Karlsruher Heimatbuch“ und „Unser Karlsruhe“− vielen Karlsruherinnen und Karlsruhern, die in den Nachkriegsjahren zur Schule gingen oder zur Generation der Babyboomer gehören, dürften diese Buchtitel noch aus dem Schulunterricht geläufig sein. Weniger bekannt ist, dass Heimatkundebücher in badischen Volksschulen bereits im Kaiserreich als Lehrmittel zur „Hebung der Heimatliebe“ herangezogen wurden.

Christiane Torzewski blättert dieses spannende Kapitel der Schulgeschichte im Rahmen des Historischen Mittwochabends am Mittwoch, 31. Mai, ab 19 Uhr im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais auf. Sie stellt eine kleine Auswahl von Heimatkundebüchern vor, die seit 1910 rund um Karlsruhe produziert wurden und die das Stadtmuseum in der Sonderausstellung „Karlsruher Heimaten“ zeigt. Dabei geht sie auch darauf ein, wie sich der in den Büchern vermittelte Heimatbegriff im Laufe der Zeit veränderte. Die Veranstaltung, die mit einer kurzen thematischen Einführung in der Dauerausstellung im 1. OG beginnt, ist kostenfrei.
Mehr
 

Museumstipps 
 
 
Karlsruhe: Führung durch die Dauerausstellung des Pfinzgaumuseums
Durch die Dauerausstellung des Pfinzgaumuseums zur Geschichte der bis 1938 selbstständigen Stadt Durlach führt am Sonntag, 28. Mai, um 11.15 Uhr Gabriele Rillig. Der Rundgang steht unter dem Motto "Menschen und Mauern: Die Geschichte der Karlsburg". Der Eintritt ist frei.
Mehr
 

Buchtipps 
 
Buchvorstellung: Jürgen Dendorfer (Hg.)
 
Buchvorstellung: Jürgen Dendorfer (Hg.)
"Erinnerungsorte des Mittelalters am Oberrhein"

Die Abteilung Landesgeschichte am Historischen Seminar der Universität Freiburg, der Rombach Verlag und das Studium Generale laden herzlich zur Buchvorstellung ein:

Donnerstag, 1. Juni, 18 Uhr, Peterhofkeller, Niemensstraße 10, Freiburg

Am Oberrhein gibt es bedeutende historische Bezugspunkte einer Erinnerungskultur an das Mittelalter: die Hohkönigsburg, das Straßburger Münster, die Verehrung der heiligen Ottilie oder die Adelsfamilien der Habsburger und Zähringer. Die in dem Band "Erinnerungsorte des Mittelalters am Oberrhein" versammelten Beiträge versuchen diese überregionalen Erinnerungsorte zu erfassen, die hinter die nationalen Geschichtserzählungen der frühen Neuzeit bzw. des 19. und 20. Jahrhunderts zurückgreifen.

Jürgen Dendorfer (Hg.):
"Erinnerungsorte des Mittelalters am Oberrhein"
Schlaglichter regionaler Geschichte Band 4
Herausgegeben vom Landesverein Badische Heimat (Dr. Sven von Ungern-Sternberg) und der Abteilung Landesgeschichte am Historischen Seminar der Universität Freiburg
196 Seiten, EUR 24,– (D)
ISBN 978-3-7930-5153-4

Das Buch ist ab 2. Juni im Handel.
 
 



Seite 1 2 3 4 5 
historix2.jpg
modo2.jpg
banner_fabian_web_fertig.jpg
prolixWodsch.png
gruenequellen.jpg

Stadtplan Freiburg

Ein interaktiver Stadtplan der Stadt Freiburg. Hier können Sie sich über die Standorte der Adressen informieren, die sich auf unserer Website befinden. Schauen Sie einfach nach...
stadtplan.freiburg.de
 


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger