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Freitag, 27. April 2018
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
Otto. Die Ausstellung
Her Desire II (c) Otto Waalkes
 
Otto. Die Ausstellung
Ausstellung vom 26. April 2018 bis 2. September 2018
im Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst

In diesem Sommer wird Otto Waalkes, der wohl beständigste deutsche Komiker, unglaubliche 70 Jahre alt. Seit langen Jahren hat er eine besondere Beziehung zu Frankfurt und hier speziell zu einigen Mitgliedern der Neuen Frankfurter Schule. Das Caricatura Museum nimmt den runden Geburtstag daher zum Anlass, das bildnerische Werk Ottos auszustellen.

Otto Waalkes, geboren am 22.7.1948 in Emden, ist den meisten Menschen im deutschlachenden Raum als Film-, TV- und Bühnen-Komiker vertraut. Viele seiner Produktionen habe sich ins kollektive Gedächtnis mehrerer Generationen geschlichen und sind, etwas anspruchsvoller ausgedrückt, Klassiker geworden. Weniger bekannt ist, dass er 1970 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg ein Kunstpädagogikstudium aufnahm. Seine Leidenschaft fürs Zeichnen wurde durch amerikanische Comics geweckt. Bereits als Schüler erschuf er den Ottifanten, ein mutiertes Selbstportrait zu dem Rüssltier, das bis heute sein optisches Markenzeichen geblieben ist. Sein Kunststudium bei Hyper- und Surrealisten wie Hans Tiemann und Konrad Hausner führte ihn zwangsläufig zur altmeisterlichen Schichtenmalerei und penibel ausgeführten Ölbildern.

Ottos Erfolg als Bühnenkünstler drängte freilich den bildenden Künstler rasch in den Hintergrund. Hatten die Auftritte in diversen Clubs zunächst dazu gedient, sein Kunststudium zu finanzieren, wurden sie bald zum Selbstzweck. Bereits 1972 wird aus seinem ersten großen Solo-Auftritt seine erste LP „OTTO live“, die eine für Deutschland völlig neue Form der Komik populär macht: ein neues Tempo, neue Pointen und eine neue Form der Präsentation. Der Begriff „Stand-up-Comedian“ war damals genauso neu und unerhört wie das, was Otto Waalkes daraus gemacht hat. Dennoch ließ er das Zeichnen nie sein, seine Plakate und Platten-Cover gestaltete Waalkes stets selbst. Einen näheren Einblick in sein Schaffen als komischer Zeichner erhielt die Öffentlichkeit Anfang der achtziger Jahre im „Buch OTTO“, in dem er neben den Texten seiner Shows auch selbstgezeichnete Bilderwitze und Cartoons präsentierte.

Wenn also die bildende Kunst keinen ganz unerheblichen Anteil an Otto Waalkes Schaffen hatte, so ist sie doch erst seit den 2010er Jahren wieder mehr in den Blickpunkt gerückt. Seine Gemälde sind ein Parforceritt durch die Kunstgeschichte, in dessen Verlauf Waalkes sich der unterschiedlichen malerischen Techniken bedient – je nachdem, welchen bekannten Meister er sich gerade vornimmt. Dabei wird sichtbar, dass hier kein Anfänger am Werk ist, der im Rentenalter ein neues Hobby entdeckt, sondern ein Könner, der nun dem bildnerischen Gestalten mehr Zeit widmen möchte als bisher. Das Ganze bleibt trotzdem eine Unverschämtheit – doch wer hätte von Otto anderes erwartet?

In der Ausstellung werden mehr als 200 Werke zu sehen sein, sowohl von seinen älteren Zeichnungen als auch von seinen aktuellsten Bildern.

Was Sie sonst noch über OTTO WAALKES wissen wollen, steht in seiner großen Ottobiographie: „KLEINHIRN AN ALLE“. Erscheinen wird sie Mitte Mai im Heyne Verlag.
 
 

Lesungen 
 
 
Karlsruhe: Heinz Bude liest aus "Adorno für Ruinenkinder"
Veranstaltung am 3. Mai im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais

Heinz Bude liest am Donnerstag, 3. Mai, um 19 Uhr aus seinem Buch "Adorno für Ruinenkinder. Eine Geschichte von 1968" im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais (Karlstraße 10).

50 Jahre nach der Revolte ist es an der Zeit zu verstehen, wie viel Privates seinerzeit das Politische bewegte: Heinz Bude, einer der besten Kenner der deutschen Gesellschaft, zieht in seiner Publikation Bilanz. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft und der Stephanus-Buchhandlung. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Karlsruhe: Studio Vocale widmet sich Komponistinnen
Städtische Galerie: Chorkonzert und Führungen durch Dumas-Trockel-Ausstellung

Als Beitrag zu den Europäischen Kulturtagen Karlsruhe (EKT) widmet die Städtische Galerie Marlene Dumas und Rosemarie Trockel eine eigene Ausstellung und versinnbildlicht damit auch den erstmaligen Zusammenschluss der EKT mit dem zuvor eigenständigen Festival Frauenperspektiven. Durch die Schau mit frühen Werkkomplexen der international renommierten Künstlerinnen gibt es am Mittwoch, 25. April, um 11 Uhr, Donnerstag, 26. April, um 12.15 Uhr und Freitag, 27. April, um 16 Uhr Führungen. Eine weitere steht für Sonntag, 22. April, um 15 Uhr auf dem Programm. Von 15 bis 16.30 Uhr hat die sonntägliche Kinderwerkstatt offen und bittet "Zu Tisch, es ist angerichtet – Essen in der Kunst".

Allein Komponistinnen vorbehalten ist das Chorkonzert des Studio Vocale um 19 Uhr. Außer Clara Schumann, Fanny Hensel und Alma Mahler befasst sich der Abend auch mit bedeutenden Musikerinnen des 20. Jahrhunderts wie Lili Boulanger, Anne Boyd oder Sandra Milliken. Die Leitung hat Werner Pfaff, am Klavier sitzt Manfred Kratzer. Eintrittskarten zu 15, ermäßigt 10 Euro gibt es an der Abendkasse.
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Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Karlsruhe: 1968 und die Folgen in Karlsruhe
Im Stadtmuseum läuft vom 27. April bis 14. Oktober die Ausstellung "Bewegt euch!"

Studentenproteste, APO-Demonstrationen gegen die Notstandsgesetze, Beginn der Neuen Frauenbewegung, Ostermarsch, Drogen und freie Liebe – das Jahr 1968 ruft viele Bilder wach und steht als Chiffre für eine Zeit des Umbruchs und gesellschaftlichen Aufbruchs. Aber was war damals eigentlich in Karlsruhe los? Dieser Frage geht im Rahmen der Europäischen Kulturtage zum Thema „Umbrüche, Aufbrüche: Gleiche Rechte für alle“ vom 27. April bis 14. Oktober die Sonderausstellung „Bewegt Euch! 1968 und die Folgen in Karlsruhe“ im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais (Karlstraße 10) nach. Die Ausstellung konzentriert sich allerdings nicht nur auf die eigentliche 68er-Bewegung, sondern nimmt vor allem auch ihre Auswirkungen in den Blick.

Vernissage ist am Donnerstag, 26. April, um 19 Uhr im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Dr. Albert Käuflein führt Projektleiterin Dr. Alexandra Kaiser in die Ausstellung ein. Die Veranstaltung wird von „Das Sandkorn – Theater & Mehr“ mit Hits der 1960er Jahre aus dem Musiktheaterstück „1968 – Als der Plant Feuer fing“ musikalisch umrahmt.

Eine erste Überblicksführung findet am Sonntag, 29. April, um 15 Uhr mit Hildegard Schmid statt. Mit dem Thema "Freiräume: Hausbesetzungen und Wohnprojekte" beschäftigen sich Wolfgang Opferkuch und Rainer Stephan bei einem Rundgang am Donnerstag, 3. Mai, um 17 Uhr. Der Eintritt in die Ausstellung beträgt 4 Euro, die Führungen sind kostenlos.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Dorit Zimmermann
 
Buchtipp: Dorit Zimmermann "Frauen-Heilkräuter"
Wohlfühlen, gesund bleiben und heilen mit der Kraft heimischer Pflanzen

Kräuterheilkunde für Frauen von der Kräuterexpertin erklärt.
Mit dem Ratgeber der Heilkundlerin Dorit Zimmermann erfahren Sie alles über die richtige Anwendung von Kräutern und Pflanzen bei weiblichen Beschwerden und für das allgemeine Wohlbefinden.
Denn egal ob Gänseblümchen, Bärlauch oder Brennnessel – Kräuter und Pflanzen sind seit Urzeiten Lebensbegleiter einer jeden Frau. Dorit Zimmermann macht dieses traditionelle Heilwissen wieder zugänglich. Sie stellt die wichtigsten weiblichen Superfoods, Wildkräuter, Hormonpflanzen und rein pflanzlichen Pflegemittel vor und beschreibt die Heilwirkung und Anwendungsmöglichkeiten der Frauen-Kräuter.
Außerdem liefert sie zahlreiche Rezepte und wertvolle Tipps für die Hausapotheke. Jede Frau findet hier auch ohne spezielles Kräuterwissen Rat bei Beschwerden wie Migräne, Zyklusstörungen oder in den Wechseljahren.

Mit praktischen Anleitungen zur Herstellung von Tinkturen, Salben, Wickel und Beauty-Rezepten – so kann jede Frau ganz einfach und individuell im Einklang mit der Natur leben.

Knaur Verlag 2018, 192 Seiten, EUR 19,99 (D)
ISBN: 978-3-426-65828-4
 
 

Museums- und Ausstellungstipps 
 
 
Die interkulturelle Musikinitiative Bridges
zu Gast im Museum für Kommunikation bei „Frankfurt liest ein Buch“

Musik verbindet – mit und ohne Fluchthintergrund. Das aramäisch-syrischdeutsche Bridges-Ensemble „Aramesk“ widmet seine orientalische und europäische Musik an diesem Abend den Themen Widerstand, Glaube, Hoffnung und Menschlichkeit. Dazu lesen die Musiker passende Stellen aus Anna Seghers‘ Roman „Das siebte Kreuz“. In dem Buch, das in diesem Jahr im Mittelpunkt des städtischen Lesefestes „Frankfurt liest ein Buch“ steht, beschreibt die Autorin die Fluchtgeschichte von sieben Gefangenen aus dem KZ Westhofen. Unter Aufbietung all ihrer Kräfte greifen die Flüchtigen nach der Freiheit, aber nur einer von ihnen kann entkommen. Anna Seghers hat mit ihrem Roman den Verfolgten der Nazi-Zeit ein Denkmal gesetzt und eine analytische Darstellung der nationalsozialistischen Gesellschaft geschaffen.

Bridges ist eine interkulturelle Musikinitiative aus Frankfurt am Main, die seit 2016 geflüchtete und beheimatete Musikerinnen und Musiker zusammenbringt und sich für einen musikalischen Dialog und die interkulturelle Verständigung engagiert.

Musiker und Lesende des Ensembles „Aramesk“: Maria Kaplan (Gesang), Johanna-Leonore Dahlhoff (Flöte) Mustafa Kakour (Oud), Markus Wach (Kontrabass)

Im Rahmen von „Frankfurt liest ein Buch“ www.frankfurt-liest-ein-buch.de

Termin:
Mittwoch, den 25. April, 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr)

Ort:
Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt

Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 6 Euro
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Hörspieltipps 
 
 
Hörspieltipp: Nachtstück mit Toten
Ein Stimmengewirr in Friedhofsszenerie
Hörspiel von Heinz von Cramer
Mit: Matthias Haase, Horst Bollmann, Margit Carls u. a.
Musikcollage und Regie: Heinz von Cramer
(Produktion: HR 1995)

Ausgangspunkte dieser Collage, die Texte aus dem 18. Jahrhundert bis zur Nachkriegsmoderne des 20. Jahrhunderts in ein eigenständiges Stück überführt, sind 214 Epitaphen. Auf ihnen porträtieren sich die Toten des Friedhofs von Spoon River, eine fiktive amerikanische Kleinstadt am Ende des 19. Jahrhunderts. Hier gelten nur die Werte Geld und Macht; Neid, Hass und Streit beherrschen das Dorf.
"Ich habe versucht, Teile dieser Dichtung in den Mittelpunkt einer größeren literarischen Komposition zu stellen. Auf dem imaginären Friedhof spielen sich im Verlaufe einer Nacht mehrere Geschichten ab. Einmal ist es die Begegnung zwischen einem jungen und einem alten Mann, die einem Roman von Herman Melville entstammt. Dann eine Leichenräuber-Episode nach Robert Louis Stevenson und schließlich eine Gruselgeschichte von Ambrose Bierce. Eingeleitet wird das Ganze durch Gedanken von Mark Twain und Laurence Sterne. Den Abschluss der Collage bilden Texte von Alan Ginsberg, um das Nachtstück mit Toten gleichsam aus der Vergangenheit in unsere Zeit herüberzuholen." (Heinz von Cramer)

Sonntag, 29.04.2018, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

Sonstiges 
 
 
Welttag des Buches am 23. April
Aktionswoche der 25 Freiburger Sprach-Kitas bis 27. April

1.700 Kinder in 25 Freiburger Sprach-Kitas

„Beste Freunde“ von Linda Sarah und Benji Davies – das ist das Buch, das im Mittelpunkt für den Auftakt des heutigen Weltages des Buches in der Mediathek im Rieselfeld steht. Mit dabei sind die 25 Freiburger Sprach-Kitas, die in der Aktionswoche bis 27. April unterschiedliche Aktionen rund um das Buch gestalten. Damit feiern sie die Sprachenvielfalt in der Stadt und vernetzen sich untereinander.

Im Buch „Beste Freunde“ geht es um Freundschaft, um das Dazugehören und um die kreative Lösung eines Konfliktes. Dieser Inhalt wird sich als roter Faden durch die Aktionen in den Kitas ziehen. Mehrsprachige Eltern sind eingeladen, das Buch in ihren Familiensprachen vorzulesen, es gibt Buchkino, Kamishibai und Picknick, gemeinsames Basteln und eine Ausstellen der Werke.

Hintergrund:
Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit
Familien in den Kitas. Im Januar 2016 ist das Bundesprogramm „Sprach-Kitas" gestartet. Mit der Anhebung der Mittel ab 2017 um jährlich 150 Millionen Euro - 600 Millionen Euro mehr zwischen 2017 bis 2020 - können insgesamt rund 7 .000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung geschaffen werden. Der Bund stellt damit für das Programm „Sprach-Kitas" im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung. In Freiburg beteiligen sich am Bundesprogramm 25 Sprach-Kitas, in denen rund 1700 Kinder betreut werden.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ online ...
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