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Museumstipps

Museumsnacht am Samstag, 23. Juli, 18 bis 1 Uhr
(c) Archäologische Sammlung der Uni Freiburg / Foto: Manfred Zahn
 
Museumsnacht am Samstag, 23. Juli, 18 bis 1 Uhr
Unter dem Motto „selten“ präsentieren neun Museen die schillernde Vielfalt der Freiburger Kultur

Rock ’n’ Roll im Kreuzgang, Wortakrobatik beim Poetry Slam und eine detektivische Rallye für die ganze Familie: Bei der Museumsnacht am Samstag, 23. Juli, laden die Freiburger Museen zu einer spannenden Entdeckungsreise ein. Unter dem Motto „selten“ gibt es von 18 bis 1 Uhr ein buntes Programm mit weit über hundert Angeboten aus Live-Musik, Performances, kreativen Mitmach-Aktionen, Führungen, Lichtspielen und kulinarischen Genüssen. Die Museumsnacht ist längst zu einem festen Bestandteil des Freiburger Kultursommers geworden. Und doch ist jedes Mal Neues geboten. So sind in diesem Jahr neben den fünf Städtischen Museen Freiburg und dem Adelhauser Kloster erstmals drei weitere Institutionen mit von der Partie: Das Uniseum, die Archäologische Sammlung der Universität und das Fasnetmuseum Freiburg.

Das Augustinermuseum bietet exklusive Einblicke in sonst unzugängliche Teile des aktuellen Bauabschnitts inklusive dem Haus der Graphischen Sammlung. Familienführungen laden dazu ein, Malerei durch Lupen und farbiges Glas zu entdecken. Wer eine Kunstpause einlegen will, kann Orgelimprovisationen lauschen, sich bei Blues und Rock ’n’ Roll vergnügen oder die Showeinlagen einer Kampfkunstgruppe bestaunen. Nach der Wortakrobatik beim Poetry Slam erklingt im Dachgeschoss ein Mitternachtskonzert. Zwischendurch können die Besucherinnen und Besucher ein letztes Mal leckere Snacks und erfrischende Drinks im Museumscafé genießen, bevor es im Zuge der Bauarbeiten für längere Zeit schließen wird.

Im Museum für Neue Kunst beginnt die Museumsnacht mit exotischen Tänzen, die in eine moderne Welt des Orients entführen. Die passende Einstimmung für eine spätere Führung durch die aktuelle Sonderschau Freundschaftsspiel mit Werken aus Istanbul. Türkisch-mediterrane Köstlichkeiten begleiten die lange Nacht kulinarisch. Wer kreativ werden möchte, kann ein Daumenkino basteln – oder beim Lindy Hop neue Tanzschritte lernen. Der Abend wird musikalisch begleitet von den Beats und Grooves eines DJs sowie der geballten Stimmkraft des Russischen Chors der Uni Freiburg.

Die Fassade des Museums für Stadtgeschichte am Münsterplatz erstrahlt in besonderem Licht und ermöglicht es, den plastischen Schmuck des barocken Künstlerhauses neu zu entdecken. Große und kleine Gäste können spannenden Freiburger Legenden lauschen oder im alten Gewölbe Filme über Gebäude und Geschichten der Stadt sehen. Die Musikschule Freiburg bietet im lauschigen Innenhof zwischen den Skulpturen der vier Jahreszeiten ein musikalisches Potpourri. Vor dem Museum wecken italienische Kaffeespezialitäten der Ape-Espressobar die Lebensgeister.

Im Archäologischen Museum Colombischlössle wandeln die Gäste auf den Spuren der Menschheitsgeschichte und lauschen Erzählungen rund um Liebeserklärungen, Schönheitsidealen und Wohlstand. Auch ein Spaziergang durch den Weinberg vor dem Museum samt Weinprobe ist im Angebot. Für kleine Besucherinnen und Besucher stehen spannende Streifzüge durch die Steinzeit sowie römische Kinderspiele auf dem Programm. Südamerikanisches Temperament und Tanz sind mit Os Cinco Companheiros zu erleben. Später gibt es im Treppenhaus mitreißenden Punk. Die Pyro-Show von Burning by Doing sorgt für einen feurigen Abschluss.

Im Museum Natur und Mensch begegnen den Besucherinnen und Besucher seltene Tiere und Pflanzen. Auch Meerjungfrauen und weitere exklusive Gäste mischen sich unter das Publikum. Eine Forscherstation lädt zum Mitmachen ein und Führungen informieren über Raritäten aus dem Erdreich und mythische Wesen. Ein Mix von Oper und mongolischem Traditionsgesang, ein Tanzworkshop und Spezialitäten aus Indonesien und anderen Ländern runden das Programm ab.

Das direkt benachbarte Adelhauser Kloster, Sitz der Stiftungsverwaltung Freiburg, öffnet ebenfalls seine Pforten und gibt Einblicke in die wechselhafte, jahrhundertealte Vergangenheit des Klosters. Der beschauliche Innenhof lädt zu Entspannung bei einem Glas Sekt oder Wein des Stiftungsweinguts ein. Im Uniseum Freiburg wird anhand von Exponaten wie Opiumgewichten und einer Camera Obscura die Sammlungsvielfalt der Universität lebendig. Auch einer der letzten Fluchttunnel aus dem Zweiten Weltkrieg kann besichtigt werden. In der Archäologischen Sammlung der Universität gibt es zwischen antiken Skulpturen Workshops und A-capella-Gesang. Und das Fasnetmuseum Freiburg entführt die Gäste in die Welt der Narren, Schellen und Marotten.

Am Tag der Museumsnacht ist das Augustinermuseum (Augustinerplatz) auch tagsüber von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Museum für Neue Kunst (Marienstraße 10a), das Museum für Stadtgeschichte (Münsterplatz 30), das Archäologische Museum Colombischlössle (Rotteckring 5) und das Museum Natur und Mensch (Gerberau 32) öffnen erst um 18 Uhr. Die Tickets kosten im Vorverkauf oder mit Museums-Pass-Musées 7 Euro, an der Abendkasse 8 Euro. Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

Zusätzlich zum Programmheft gibt es in diesem Jahr einen „style guide“, bei dem die Besucherinnen und Besucher schnell auf einem Blick sehen, was am besten zum individuellen Interesse passt. Beide Dokumente stehen unter www.freiburg.de/museumsnacht zum Download bereit.
 
 

Ausstellungstipp: Statt Eis am Stiel
„Einhorn“ von Julian Mielke. © Städtische Museen Freiburg
 
Ausstellungstipp: Statt Eis am Stiel
– Eis im Museum: Bis 24. Juli zeigt das Museum Natur und Mensch Kunstwerke von PH-Studierenden

Was lesen wir aus den Spuren der Vergangenheit? Wie viel von dem Bild, das wir zeichnen, ist korrekt? Inspiriert durch derlei Fragen zur Erdgeschichte und durch die Arbeit der Präparationswerkstatt des Museum Natur und Mensch haben sich Kunststudierende der Pädagogischen Hochschule Freiburg mit der Rekonstruktion des Vergangenen auseinander gesetzt.

Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist ein bunter Strauß an Kunstwerken, die das Museum Natur und Mensch noch bis Sonntag, 24. Juli, in seiner Dauerausstellung zeigt. Sie reichen vom vermeintlichen Einhornschädel über rätselhafte Schattenfotografie bis hin zu einem echten Eisblock, dem man vor Ort beim Schmelzen zuschauen kann.

Das Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Unter 18 Jahren und mit Museums-Pass-Musées ist der Eintritt frei.
 
 

Veranstaltungen in den Freiburger Museen vom 20. bis 24. Juli
Ralph Fleck, Stapel 3/III, 2012 (c) Ralph Fleck & Ayse Umer
 
Veranstaltungen in den Freiburger Museen vom 20. bis 24. Juli
Mittwoch, 20. Juli, 12.30 Uhr
Kunstpause im Augustinermuseum
Bei einer Kurzführung durch die Sonderausstellung „Niederländische
Moderne. Die Sammlung Veendorp aus Groningen“ im
Augustinermuseum am Augustinerplatz referiert Laura Wanckel zum
Thema „Die Schule von Barbizon und die Maler der Haager Schule“.
Die Kunstpause findet am Mittwoch, 20. Juli, um 12.30 Uhr statt. Die
Teilnahme kostet den Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Mittwoch, 20. Juli, 12.30 Uhr
Kulturgenuss im Arco
Am Mittwoch, 20. Juli, um 12.30 Uhr findet eine Kurzführung mit
Angelika Zinsmaier zur Stein- und Bronzezeit am südlichen
Oberrhein im Archäologischen Museum Colombischlössle,
Rotteckring 5, statt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 3
Euro, ermäßigt 2 Euro.

Donnerstag, 21. Juli, 15.30 Uhr
Reihe „Zwischen Himmel und Hölle“ im Augustinermuseum
Am Donnerstag, 21. Juli, um 15.30 Uhr referieren der Theologe
Stephan Langer und Felix Reuße im Augustinermuseum über das
Gemälde von Paul Gauguin „L’église de Vaugirard, 1881“ in der
Sonderausstellung „Niederländische Moderne. Die Sammlung
Veendorp aus Groningen“. Die Führung findet im Rahmen der Reihe
„Zwischen Himmel und Hölle“ statt, eine Kooperation des
Augustinermuseums mit dem Roncalli-Forum Karlsruhe und dem
Bildungszentrum Freiburg, beides Einrichtungen des Bildungswerks
der Erzdiözese Freiburg. Die Teilnahme kostet den Eintritt von 7
Euro, ermäßigt 5 Euro.

Donnerstag, 21. Juli, 12.30 bis 13 Uhr
Kurzführung Mythen im MNM
Am Donnerstag, 21. Juli, findet um 12.30 Uhr eine Kurzführung zur
Sonderausstellung „Mythen“ im Museum Natur und Mensch,
Gerberau 32, statt. Die Besucherinnen und Besucher begegnen
wundersamen Erzählungen und Wesen. Die Teilnahme kostet den
regulären Eintritt von 5 Euro und ermäßigt 3 Euro.

Donnerstag, 21. Juli, 18.30 bis 20 Uhr
Exklusive Kuratorenführung im Augustinermuseum
Eine exklusive Kuratorenführung durch die Sonderausstellung
„Niederländische Moderne. Die Sammlung Veendorp aus Groningen“
mit Laura Wanckel findet am Donnerstag, 21. Juli, von 18.30 Uhr bis
20 Uhr statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung im
Augustinermuseum kostet 10 Euro. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Anmeldungen bis zum 20. Juli, 12 Uhr, unter Tel. 0761/201-2501
oder museumspaedagogik@stadt.freiburg.de.

Sonntag, 24. Juli, 14 Uhr
Familienführung im Augustinermuseum
Am Sonntag, 24. Juli, um 14 Uhr findet im Augustinermuseum am
Augustinerplatz eine Führung für Familien mit Kindern ab 5 Jahren
unter dem Titel „Bilder unter die Lupe genommen“ statt: Auf den
Bildern der Ausstellung „Niederländische Moderne“ gibt es einiges zu
entdecken. Wer findet alle Windmühlen und kennt die Namen der
Blumen? Was machen Kühe am Strand und wer geht da durch die
Gassen? Für Erwachsene kostet die Teilnahme 2 Euro zuzüglich
Eintritt von 7 Euro, Kinder zahlen nur 2 Euro.

Sonntag, 24. Juli, 15 Uhr
Freundschaftsspiel im Museum für Neue Kunst
Ein Ausstellungsrundgang zur Schau „Freundschaftsspiel. Istanbul –
Freiburg“ findet am Sonntag, 24. Juli, um 15 Uhr im Museum für
Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die Teilnahme kostet 2 Euro
zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Sonntag, 24. Juli, 14 Uhr
Ausstellungsrundgang Mythen mit Gebärdendolmetscherin
Die Welt der Mythen wird bei einer Führung durch die
Sonderausstellung im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, mit
Gebärdendolmetscherin vorgestellt. Die Veranstaltung findet am
Sonntag, 24. Juli, um 14 Uhr statt, die Teilnahme kostet 2 Euro
zuzüglich Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
 
 

 
Karlsruhe: Präsentation der Sammlung
Städtische Galerie bietet Rundgänge und Kinderwerkstatt

Die Neupräsentation der Sammlung „umgehängt 2016. Idole und Legenden“ steht im Mittelpunkt von Führungen der Städtischen Galerie. So können sich Kunstfreunde am Sonntag, 17. Juli, um 15 Uhr einem Rundgang anschließen, ebenso am Donnerstag, 21. Juli, um 12.15 Uhr. In der sonntäglichen Kinderwerkstatt haben Mädchen und Jungen von 15 bis 16.30 Uhr Gelegenheit, „Grenzenlose Farbräume“ zu gestalten, „mal kunterbunt, mal Ton in Ton“. Am Freitag, 22. Juli, um 19 Uhr wird dann die Ausstellung „Fotokunst aus der Sammlung“ eröffnet, die bis 30. Oktober zu sehen ist.
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Ausstellungstipp: Niederländische Moderne.
Die Sammlung Veendorp aus Groningen

Augustingermuseum Freiburg
16.07. bis 3.10.2016

Landschaften mit endlosem Horizont, Segelboote, Windmühlen und farbenfrohe Blumenstillleben: Die Maler der niederländischen Moderne bringen den Sommer in all seinen Facetten ins Augustinermuseum. Von Samstag, 16. Juli, bis Montag, 3. Oktober, ist die neue Ausstellung „Niederländische Moderne. Die Sammlung Veendorp aus Groningen“ zu sehen.

99 Kunstwerke aus der Sammlung des Industriellen Reurt Jan Veendorp (1905 – 1983) geben Einblick in das Schaffen damals international bekannter Künstler-Stars wie Isaac Israels, Johan Barthold Jongkind und Willem Bastiaan Tholen. Zu entdecken sind Gemälde, Skulpturen und Grafiken.
 
 

 
Veranstaltungstipps der Freiburger Museen von 11. bis 15. Juli
Dienstag, 12. Juli, 11 Uhr
Kunstdialog zu Julius Bissier
Eine Führung zu Julius Bissier findet am Dienstag, 12. Juli, um
11 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt.
Die Mitglieder des Fördervereins freuen sich auf Gespräche
über den aus Freiburg stammenden Künstler. Die Teilnahme
kostet den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Mittwoch, 13. Juli, 12.30 Uhr
Kunstpause im Augustinermuseum
Maren Heun von den Städtischen Museen widmet sich bei
einer Kurzführung den „Geschichten vom ewigen Sommer:
Darstellungen aus dem Paradies“. Die Veranstaltung findet am
Mittwoch, 13. Juli, um 12.30 Uhr im Augustinermuseum,
Augustinerplatz, statt. Die Teilnahme kostet den regulären
Eintritt von 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Mittwoch, 13. Juli, 12.30 Uhr
Kulturgenuss zur Stein- und Bronzezeit
Um die Stein- und Bronzezeit am südlichen Oberrhein dreht
sich eine Kurzführung mit Kathrin Lieb am Mittwoch, 13. Juli.
Sie beginnt um 12.30 Uhr im Archäologischen Museum
Colombischlössle, Rotteckring 5. Die Teilnahme kostet den
regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Freitag, 15. Juli, 12.30 Uhr
Freiburger Kurzgeschichten
Eine Kurzführung zum „Festungsbaumeister Vauban“ ist am
Freitag, 15. Juli, um 12.30 Uhr im Museum für
Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, geboten. Die Teilnahme
kostet den regulären Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Sonntag, 17. Juli, 10.30 Uhr
Niederländische Moderne
Das Augustinermuseum am Augustinerplatz lädt am Sonntag,
17. Juli, um 10.30 Uhr zum Rundgang durch die Ausstellung
„Niederländische Moderne. Die Sammlung Veendorp aus
Groningen“ ein. Die Teilnahme kostet 2 Euro. Dazu kommt der
Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Sonntag, 17. Juli, 15 Uhr
Ausstellung Freundschaftsspiel
Ein Rundgang durch die Ausstellung „Freundschaftsspiel.
Istanbul : Freiburg“ findet am Sonntag, 17. Juli, um 15 Uhr im
Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die
Teilnahme kostet 2 Euro. Dazu kommt der Eintritt von 7 Euro,
ermäßigt 5 Euro.

Sonntag, 17. Juli, 12 Uhr
Keltische Prominenz am Oberrhein
Um die „Keltische Prominenz am Oberrhein“ dreht sich eine
Führung am Sonntag, 17. Juli, um 12 Uhr im Archäologischen
Museum Colombischlössle, Rotteckring 5. Die Teilnahme
kostet 2 Euro. Dazu kommt der Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2
Euro.

Sonntag, 17. Juli, 14 Uhr
Familienführung: Giftig und gefährlich?
„Giftig und gefährlich?“ lautet das Thema einer
Familienführung am Sonntag, 17. Juli, ab 14 Uhr im Museum
Natur und Mensch, Gerberau 32. Familien mit Kindern ab 5
Jahren finden auf einer Forschertour heraus, welche Tiere
wirklich giftig sind und welche nur so tun. Denn nicht jedes
Tier eignet sich zum Kuscheln… Die Teilnahme kostet 2 Euro.
Für Erwachsene zuzüglich Eintritt von 5 Euro.
 
 

 
Anpfiff zur Ausstellung
Museum für Neue Kunst lädt zum "Freundschaftspiel Istanbul : Freiburg" ein

Zwei Städte, zwei Länder und 57 Künstlerinnen und Künstler treten miteinander an

Die Ausstellungsreihe „Freundschaftsspiel“ im Museum für
Neue Kunst geht ab Samstag, 9. Juli, in eine neue Runde. In
diesem Jahr treffen Stammspieler und Neuzugänge aus dem
Museumsbestand auf internationale Arbeiten zweier
renommierter türkischer Sammlungen. Dabei entsteht ein
farbenfroher und spannender Dialog zu Themen wie Politik,
Geschichte, Sprache, Humor und Identität. Das Spiel dauert
drei Monate und endet am Sonntag, 9. Oktober.

Der Titel „Freundschaftsspiel“ greift die Parallelen zwischen
Kunst und Sport auf: Es geht um ein Testspiel von zwei
verschiedenen Mannschaften, die denselben Sport betreiben
und aus unterschiedlichen Ländern stammen können. Es ist
möglich, dass sich verschiedene Nationalitäten als ein Team
zusammenschließen und freundschaftlich auf ein anderes
Team treffen. Wie im Sport dient die Ausstellung
„Freundschaftsspiel“ dazu, das bewährte Team einmal anders
aufzustellen, neue Spielzüge auszuprobieren und
Experimentelleres zu wagen. Das Museum möchte so auch
den oft eurozentristischen Blick auf die eigene Sammlung
erweitern.

Die Ausstellung zeigt einen Austausch zwischen
Sammlungen, die in unterschiedlichen geographischen und
politischen Kontexten entstanden sind und dennoch
verwandte künstlerische Haltungen teilen. Die Schau
beleuchtet die Brüche zwischen verschiedenen Medien,
thematisiert aber auch gesellschaftliche und politische
Prozesse.

Der Anpfiff zum „Freundschaftsspiel Istanbul : Freiburg“ erfolgt
am Samstag, 9. Juli, um 13 Uhr im Museum für Neue Kunst.
Zum Auftakt sind Künstlergespräche, Lesungen, Diskussionen
und ein türkisch-deutsches Buffet geboten. Die beteiligten
Künstlerinnen und Künstler stehen zum Austausch bereit

Weiter geht es in den folgenden Monaten mit Kurzfilmen,
Lesungen und Performances. So gibt es beispielsweise am
Donnerstag, 14. Juli, um 18 Uhr eine Führung in englischer
und arabischer Sprache. Kooperationspartner ist der Verein
“zusammen leben”. Am Freitag, 29. Juli, findet um 19 Uhr die
Reihe “Moving Image Fridays!“ statt, bei der die Künstler Pelin
Başaran und Banu Karaca auf Deutsch und Englisch über
“Künstlerische Freiheit und Zensur in der Türkei” sprechen.
Zum Abschluss werden am Freitag, 30. September, um 19
Uhr eine Reihe Künstlerbücher vorgestellt, die extra für die
Ausstellung entstanden sind.

Einen Überblick über alle begleitenden Führungen, Vorträge
und Gespräche gibt es auf der Internetseite
www.freiburg.de/museen. Der Buchungsservice informiert
unter Tel. 0761 / 201-2501 oder per Mail an
museumspaedagogik@stadt.freiburg.de über interaktive
Programme für Schulen.

Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist dienstags
bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Ticket für die
Sonder- und Dauerausstellung gilt als Tageskarte für alle
Häuser der Städtischen Museen Freiburg und kostet 7 Euro,
ermäßigt 5 Euro. Unter 18 Jahren, für Mitglieder des
Fördervereins Museum für Neue Kunst und mit MuseumsPass-Musées
ist der Eintritt frei.
 
 

Ausstellungstipp: Sebastian Krüger
Ausstellungsplakat
 
Ausstellungstipp: Sebastian Krüger
Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst
bis 30. Oktober 2016
Malerei, Cartoons und Illustrationen von Sebastian Krüger.

Kunsthistoriker würden sagen, dass Sebastian Krügers Kunst eine Auseinandersetzung mit der modernen Allgegenwärtigkeit des Medialen und der Abbildungs-Besessenheit als Ausdruck von Erfolg ist. Sein Schaffen ist geprägt vom Wechselspiel von Fiktion und Realität und der künstlerischen Rezeption der medialen Bilderflut. Die Portraits konterkarieren die Forderung der Musik- und Filmwelt nach gnadenloser Dauerschönheit und sind gleichzeitig eine liebevolle Darstellung der Rock- und Popkultur, vor allem des Spirits der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Krügers Malerei, die sich einerseits auszeichnet durch eine brillante Technik und eine ausgeprägte Liebe zum Detail, ist dabei immer auch Karikatur und geht über die bloße Abbildung der Wirklichkeit hinaus. Stets ist ein Moment der Ironie und der Verfremdung zu erkennen. Diesen Moment erreicht Krüger über einen Hyper-Realismus in der Darstellung: Seine Bilder zeigen jede Falte und jede Pore und schonen das Auge des Betrachters nicht, wirken manchmal roh und provozierend, lassen keine vordergründige Glättung zu.

Aus unterschiedlichsten Vorlagen komponiert Sebastian Krüger seine Porträts mit dem Ziel, den Bühnencharakter, die öffentliche Pose aber auch die Privatperson hinter den dargestellten Stars zu erfassen. Dabei betont der Künstler, dass er sich den Menschen, die er malt, mit Respekt und Ernsthaftigkeit nähert; er schafft so „Krügerisierte“ Portraits. Hinter der scheinbaren Schonungslosigkeit wird oft eine liebevolle Zuwendung deutlich.

Sebastian Krüger (* 30. Juni 1963 in Hameln) ist Maler. Er studierte in den 1980er Jahren Freie Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Prof. Dörfler. Bereits während seiner Studienzeit verdiente er sein erstes Geld mit dem Gestalten von Plattencovern. Danach erlangte er schnell Bekanntheit mit Illustrationen für Zeitschriften wie Stern, Spiegel, Rolling Stone und Playboy. Für das Satire-Magazin Kowalski (1988-1992) zeichnete er, neben Brösel und Wolfgang Sperzel, einen großen Teil der Titelblätter. In der Zeitschrift Capital veröffentlichte Krüger seine Karikaturen regelmäßig auf seinen „Schwarzen Seiten“. Diese wurden 2003 eingestellt. Krüger widmete sich wieder ganz der freien Malerei. Er schuf von nun an großformatige Bilder von modernen Ikonen aus dem Showbusiness von früher bis heute. Marilyn Monroe, Picasso, Iggy Pop und die Beatles – er malte sie alle. Seine mehr als fotorealistischen Gemälde machten ihn über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und zum Superstar des New Pop Realism. Seine Werke sind weltweit in Galerien und Kunsthäusern vertreten. Zu den Sammlern von Sebastian Krügers Kunst zählen unter anderen die Rolling Stones, mit denen er seit Jahren befreundet ist und die zu seinen Lieblingsmotiven gehören.

Seit 2005 lädt Krüger regelmäßig zu mehrtägigen Workshops ein, an denen auch zahlreiche prominente Teilnehmer wie der US-amerikanische Regisseur Robert Rodriguez teilnehmen. Krüger lebt und arbeitet bei Hannover und in Kalifornien. Das Caricatura Museum Frankfurt zeigt eine Auswahl von frühen Cartoons von Sebastian Krüger, darunter Illustrationen für diverse Magazine wie dem Rolling Stone, Stern und Spiegel und einige seiner Blätter für Capital. Ebenfalls werden mehrere Titelblätter aus den 1980ern und 90ern für Kowalski nebst von Krüger gestalteten Werbeobjekten zu sehen sein. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt jedoch auf Krügers großformatiger Portraitkunst, auf seinen überlebensgroßen und außergewöhnlichen Gemälden.
 
 



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