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Freitag, 23. Juni 2017
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Lesungen

 
Vernissage: Lesung mit Roswitha Quadflieg
Ausstellung im Alten Wiehrebahnhof "TRAUER UND TOD"

"Während des Rituals rief der Kuckuck, die Zeit schien in der Hitze stillzustehen, die Tür zwischen Himmel und Erde stand einen Moment lang offen, und da stieg einer in sein Grab, an dem - das sei ihm in diesem Augenblick zum ersten Mal richtig klargeworden, sagte später einmal der andere Bruder - kein Weg vorbeiführe. Für niemanden. 'Wer wohl an meinem Grabe stehen wird?' fragte später der Vater. 'Ob eines meiner Kinder?' Jeder hatte so seine Gedanken. Der eine sprach sie aus, der andere nicht." (Roswitha Quadflieg)

Der Tod eines Menschen und Formen der Trauer bilden den thematischen Rahmen einer Ausstellung im Alten Wiehrebahnhof vom 04.02.11 bis zum 18.02.11. Die Ausstellung mit Arbeiten von elf KünstlerInnen - Christine Bouchareb, Kathrin Deusch, Manfred Dolde, Jürgen Giersch, Andrea Hess, Marianne Maul, Almut Quaas, Richard Schindler, Marja Scholten Reniers, Klaudia Schrenk und Sylvia T. Verwick - wird am 04.02.11 mit einer Lesung der Freiburger Schriftstellerin und Buchkünstlerin Roswitha Quadflieg eröffnet. Sie liest aus ihrem Roman Der Tod meines Bruders (Erstausgabe 1985, Arche Verlag), der 2010 in einer Neuauflage im Stroemfeld Verlag erschienen ist.

Eine Veranstaltung des T66 kulturwerks und des Literaturbüros Freiburg. Die Ausstellung ist zu sehen zu den Öffnungszeiten des Cafés im Alten Wiehrebahnhof.

Fr 04.02. | 20.00 Uhr
Vernissage und Lesung mit Roswitha Quadflieg
Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstr. 40, 79102 Freiburg
Eintritt: frei
 
 

 
FREIBURGER ANDRUCK 11/1 | Lesung mit Evelyn Grill
Den Auftakt zur Reihe „Freiburger Andruck“ 2011 bildet die Freiburger Autorin Evelyn Grill, die mit Das Antwerpener Testament ihren jüngst erschienenen Roman vorstellt. Evelyn Grill, geboren 1942 in Garsten, Oberösterreich, studierte Jura in Linz und publizierte ab 1980 als freie Schriftstellerin in Literaturzeitschriften und im Rundfunk. Seit 1986 lebt sie als freie Schriftstellerin in Freiburg. Nach ihren Romanen Hinüber (1999), Ins Ohr (2002) und Winterquartier (2004, alle erschienen bei Suhrkamp), sowie Vanitas oder Hofstätters Begierden (Residenz Verlag 2005, nominiert für den Deutschen Buchpreis) und Der Sammler (Residenz Verlag 2006, ausgezeichnet mit dem Otto-Stoessl-Preis), sowie Wilma (Neuauflage 2007 im Residenz Verlag) erzählt sie in ihrem neuen Buch die Geschichte einer Ehe, einer Familie voller Risse, in denen die Abgründe eines ganzen Jahrhunderts sichtbar werden. Die Moderation der Lesung übernimmt Stephan Kuss.

Veranstalter: Literaturbüro Freiburg, Kulturamt der Stadt Freiburg, Theater Freiburg, Stadtbibliothek Freiburg, SWR Studio Freiburg und Badische Zeitung.

Do 03.02. | 20.00 Uhr
Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof, Urachstr. 40, 79102 Freiburg
Eintritt: 7/5 €

Vorverkauf in der Stadtbibliothek Freiburg
 
 

Lesung mit Anett Leunig
 
Lesung mit Anett Leunig
am Sonntag 13. Februar 2011, 17.00 bis 18 Uhr
Eintritt frei
im Les Gareçons Basel, Badischer Bahnhof Basel
auf der Lounge bei gemütlichem Kaminfeuer

Gefühlschaos und Coming-Out: Den ersten Erfahrungen junger, homosexueller Liebe geht die deutsche Autorin Anett Leunig in ihrem Debüt-Roman „Wolkengaukler“ nach, den sie am Sonntag, 13. Februar 2011 um 17 Uhr in Les Gareçons Basel vorstellen wird. Musikalisch begleitet wird Sie dabei von Katrin Burger auf der Bratsche.

„Wolkengaukler“ ist ein vielschichtiger Beziehungs- und Liebesroman. Im Mittelpunkt steht der 16-Jährige Jann, der sich den Anforderungen seines strengen Vaters in mehrfacher Hinsicht nicht gewachsen fühlt und – nach einem miserablen Jahresabschlusszeugnis - keine Idee hat, was er nach der Schule mit seinem Leben überhaupt anfangen will. Neue Perspektiven bietet ein Urlaub bei der Tante in München, wo ihm sein Cousin Christoph gleich in mehrfacher Hinsicht im Laufe des Sommers zu einem Coming-Out verhilft. Sensibel-erotische Passsagen treiben die Handlung voran. Doch mit dem Sommer enden Janns verwirrende Liebesabenteuer keineswegs, denn im neuen Schuljahr kommt die französische Austauschschülerin Celine ins Spiel, die ihm den Kopf verdreht, sein Kumpel Felix ist plötzlich wie ausgewechselt - und Christoph ist unendlich weit weg…

Anett Leunig stammt aus Hohenmölsen im Bundesland Sachsen-Anhalt und hat Rechtspflege studiert. Seit kurzem lebt und arbeitet die vielseitige junge Autorin in Naumburg/Saale. Mittlerweile ist - neben dem Schreiben von Gedichten und Kurzgeschichten - bereits ein zweiter Roman erschienen.
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Vortrag: Christian Schwägerl
Christian Schwägerl © Matthias Lüdecke
 
Vortrag: Christian Schwägerl "Menschenzeit"
Dienstag, 08.02.2011 / 20.00 Uhr
in der Buchhandlung Rombach Freiburg
Eintritt Euro 8,- / 6,- ermäßigt

Wie wir die Welt von morgen erschaffen: Der renommierte Wissenschaftsjournalist Christian Schwägerl beschreibt, warum wir schon längst im Anthropozän, der Menschenzeit leben - einer Epoche, in der der Mensch dabei ist, seinen Planeten in atemberaubender Geschwindigkeit zu verändern. Die Technologien der Neuzeit haben eine explosionsartige Produktionssteigerung ermöglicht, begleitet von einem dramatischen Bevölkerungswachstum. Rapider Klimawandel, Artensterben und ein zunehmend fragiles Ökosystem hängen wie ein Damoklesschwert über dem ungebremsten Aufstieg einer Spezies, die die Erde unwiederbringlich verändert hat. Wir leben in jeder Beziehung auf Pump und maßen uns eine Mitschöpferrolle an, für die wir möglicherweise nicht reif genug sind. Der Weg kann aber nicht zurückführen in eine idealisierte Vergangenheit, sondern nur vorwärts in eine Welt, in der die Wissenschaft der Nachhaltigkeit dient und Selbstbeschränkung die Tugend eines gemeinschaftsfähigen Zukunftsmenschen ist.

Ein im wahrsten Sinn des Wortes epochales Buch, das dem kurzsichtigen Kleinklein der Tagespolitik ein großes Bild der Menschheitsentwicklung entgegensetzt. Eine Mahnung, die aufrüttelt und zum Handeln aufruft - damit die nächste Erdepoche nicht ohne uns stattfindet.

Christian Schwägerl gehört zu den profiliertesten Wissenschaftsjournalisten der deutschen Medienlandschaft. Mit Umweltthemen befasst er sich schon seit 20 Jahren. Seit 2007 arbeitet er als Redakteur mit den Schwerpunktthemen Umwelt- Energie- und Forschungspolitik für den Spiegel. Zuvor war er für die Berliner Zeitung sowie für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig. Christian Schwägerl erhielt mehrere renommierte Preise für journalistische Leistungen. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Berlin.
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LESUNG MIT JANIN WÖLKE
 
LESUNG MIT JANIN WÖLKE
Die Lesereihe zwischen/miete präsentiert Literatur aus der jüngsten Schriftstellergeneration und bringt sie ins Gespräch. Von Studierenden organisiert und moderiert, kommen für einen Abend professionelle junge AutorInnen zur »Zwischenmiete« in Freiburger Wohngemeinschaften und präsentieren ihre Texte. Die von ihren Bewohnern ganz unterschiedlich geprägten studentischen Räume werden so zu einem Ort der jungen Literatur und etablieren eine Plattform für den deutschsprachigen literarischen Nachwuchs.

»die stadt ist so still, dass ich erschrecke
vor dem schatten eines fußgängers auf dem asphalt/ich wundere mich
früher waren wir schneller als all unsere pläne/heute weichen
wir bestürzt einem schatten aus« (Janin Wölke, mittwoch nachmittag )

Janin Wölke wurde 1982 in Berlin geboren. Von 2006 bis 2010 studierte sie Germanistik, Geschichte und vergleichende Literaturwissenschaft in Freiburg und Paris. Jetzt lebt sie in Berlin, schreibt Gedichte und verdient sich ihr Geld als Kellnerin. Sie arbeitet gemeinsam mit dem Elektroduo Ponyrony am Projekt »Daydreamer Dress« und hat bereits in der Literaturzeitschrift außer.dem veröffentlicht.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Freiburg.

Fr 28.01. | 20.00 Uhr
Salzstraße 24, 2. OG
Eintritt 3 EUR (inkl. einem Bier und Brötchen) |

Weitere Informationen und fotografische Einblicke in die Lesungen sind zu finden auf facebook.

Kontakt: zwischenmiete@literaturbuero-freiburg.de
 
 

 
Italienische Vorlesestunde für Erwachsene
Für Erwachsene lesen Mitglieder des Vereins „Centro
Culturale Italiano“ aus italienischen Romanen und
Erzählungen vor. Die Veranstaltung findet am Samstag, 29.
Januar, um 11 Uhr im 3. Obergeschoss der Stadtbibliothek
am Münsterplatz statt. Der Eintritt ist frei,
 
 

 
EMINE SEVGI ÖZDAMAR LIEST!
»Ich bin ein Mensch vom Weg, am liebsten ist mir, im Zug zu sitzen zwischen den Ländern. Der Zug ist ein schönes Zuhause«

So beschreibt Emine Sevgi Özdamar, geb. 1946 in Malatya in der Türkei, ihren Werdegang als deutsch-türkische Schriftstellerin. Nachdem sie bereits mit 19 Jahren ihrem Interesse für das deutsche Theater folgte, in einer Berliner Fabrik jobbte, kehrte die zwischenzeitlich in Istanbul ausgebildete Schauspielerin 1976 nach Berlin zurück. Im Laufe einiger Jahre in Berlin, Paris, Avignon und Bochum machte sich Özdamar in zahlreichen Theater- und Filmrollen einen Namen. Seit 1982 ist sie zudem als Schriftstellerin und Autorin tätig. Ihr Theaterstück Karagöz in Alemania (dt. Schwarzauge in Deutschland) wurde 1986 als erstes Werk einer deutsch-türkischen Autorin an einer großen deutschen Bühne, dem Frankfurter Schauspielhaus, uraufgeführt und beeinflusste das wachsende Interesse am Schaffen eingewanderter Autoren in der deutschen Gegenwartsliteratur maßgeblich. Ihr erster Erzählband Mutterzunge (1990) gehört zu den Best Books of Fiction published 1994 in Amerika; ihr Roman Das Leben ist eine Karawanserei hat zwei Türen aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus wurde weltweit in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zwei weitere Romane, Die Brücke vom Goldenen Horn (1998) und Seltsame Sterne starren zur Erde (2003) komplettieren ihre Istanbul-Berlin-Trilogie. Emine Sevgi Özdamar hat ihre vielschichtigen Erfahrungen der Migration, des Lebens in unterschiedlichen Kulturen zu einem sprachlichen Kunstwerk von internationalem Rang verdichtet, das die literarische Kritik und die Literaturwissenschaft mit großer Anerkennung begleiten. Dr. Hansjörg Bay, Literaturwissenschaftler an der Universität Erfurt, moderiert die Lesung und führt in das Werk der Autorin ein.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg und Kommunalen Kinos Freiburg im Rahmen des Projekts »Migrationsgeschichte in Freiburg 1955-1973«.

am Fr 21.01. | 20:00 Uhr
Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
Eintritt: 8/6 EUR
 
 

50 JAHRE OuLiPo |Lesungen und Diskussionen
 
50 JAHRE OuLiPo |Lesungen und Diskussionen
Am Anfang stand eine Verabredung zum Essen: Im November 1960 luden Raymond Queneau und François Le Lionnais befreundete Schriftsteller in ein Pariser Restaurant ein. Dies war die Geburtsstunde der Autorengruppe OuLiPo – »Ouvroir de Littérature Potentielle«, der Werkstatt für potentielle Literatur. Ihr Ziel: Spracherweiterung durch formale Zwänge, Revolution der Literatur durch spielerisch-mathematische Regeln. Zu den bekanntesten Autoren von OuLiPo gehören Italo Calvino, Oskar Pastior und Georges Perec. Das 50. Jubiläum von OuLiPo feiern das Literaturbüro Freiburg, das Centre Culturel Français Freiburg und das Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg mit einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe im Dezember und Januar.

OuLiPo #3: Jürgen Ritte: Bis auf die Knochen & Hervé Le Tellier: Assez parlé d’amour

LESUNG MIT WEINPROBE

„Am Anfang schuf Gott Hirn und Eintopf. Und der Eintopf war wüst und leer, und es herrschte Fisch auf der Terrine.“ (Genesis nach Marcel Bénabou)

Oulipote Hervé Le Tellier und OuLiPo-Übersetzer Jürgen Ritte stellen in Form eines oulipotischen Dialogs vor, worum es bei der potentiellen Literatur geht. Le Tellier liest sodann aus seinem Roman Assez parlé d’amour, worin die Form zur Angelegenheit des Herzens wird. Eine solche ist für Ritte die potentielle Kochkunst: Den Buchstabensalat begleitet eine potentielle Weinprobe aus seinem Kochbuch Bis auf die Knochen. Das potentielle Publikum ist eingeladen, trinkend mit einzustimmen; ohne Zwänge, aber mit einem kleinen Unkostenbeitrag.

Moderation: Marlon Poggio, Romanist an der Universität Freiburg.

Hervé Le Tellier ist Mitglied von OuLiPo, Linguist, Lehrbeauftragter an der Université Paris Descartes sowie an der Sorbonne-Nouvelle. Jürgen Ritte, deutsch-französischer Literaturkritiker, Übersetzer und Professor der Germanistik an der Université Sorbonne-Nouvelle, lebt ebenfalls in Paris.

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, Centre Culturel Français Freiburg und Frankreich-Zentrum der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Mit freundlicher Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Centre Culturel Français Freiburg und Jacques’ Weindepot.

| Do 20.01. | 20.00 Uhr | Centre Culturel Français Freiburg, Münsterplatz 11, 79098 Freiburg | Eintritt frei; 1 Euro Unkostenbeitrag für die Weinprobe | Ausführliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen unter www.literaturbuero-freiburg.de.

Mit freundlicher Unterstützung von Weltlesebühne, Förderverein des Frankreich-Zentrums der Universität Freiburg, Verein der Freunde und Förderer des Centre Culturel Français Freiburg und Sportärztebund Südbaden e. V.
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