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Lesungen

Im Schutzgebiet | Lesung und Gespräch mit Hans Hoischen
 
Im Schutzgebiet | Lesung und Gespräch mit Hans Hoischen
In der Reihe "Freiburger Andruck"

Im Schutzgebiet erzählt vom Rückzug zweier Freunde in verlorene Naturräume und Traumwelten der Sucht. In den Poststuben lernen sie sich kennen. Richards Erscheinen ist ein Ereignis. Mit einem wie ihm kann man es aushalten, trinken und abtauchen wie sonst nur in der Natur. Dann aber verschwindet Richard plötzlich. Erst Jahre später finden sich die Freunde wieder. Gestrandet im Elternhaus, beruflich am Ende, ist Richard ein anderer. Doch die Freundschaft hält. Hoischen ist eine große Erzählung gelungen, in der er mit lakonischem Witz tragisch-groteske Szenen eines Lebensverlustes schildert.

Hans Hoischen, geboren 1944, arbeitete als Lehrer und Pädagoge. Er veröffentlichte Gedichte und Prosa in Zeitschriften, Anthologien und im Rundfunk. Der in Freiburg im Breisgau lebende Autor erhielt mehrere Literaturstipendien. Mit Im Schutzgebiet legt Hoischen seine erste größere Erzählung vor.

Moderation: Bettina Schulte, Redakteurin der Badischen Zeitung

Die Lesereihe „Freiburger Andruck“ ist eine Kooperation des Kulturamts mit dem Literaturbüro Freiburg, der Stadtbibliothek Freiburg, dem Theater Freiburg, dem Südwestrundfunk und der Badischen Zeitung.

Di 23.04. | 20.00 Uhr
Galerie im Alten Wiehrebahnhof |Urachstraße 40
7/5 Euro

Kartenvorverkauf: Stadtbibliothek Freiburg, Münsterplatz 17
Kartenreservierung: info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761/289989
 
 

 
Literatur im Sortiment: Schüchtern | Florian Werner liest und legt auf
"Telefongespräche, die nicht absolut notwendig sind, suche ich, wie erwähnt, tunlichst zu vermeiden; als meine hochschwangere Frau vor der Geburt unserer Tochter einen Blasensprung hatte, musste sie den Krankenwagen rufen, weil es mir unhöflich schien, die Rettungsstelle mit diesem Problem zu belästigen". Florian Werner

Selbstdarstellung scheint heute selbstverständlich, Schüchternheit hingegen ist passé. Stimmt nicht, wie Florian Werner in seinem neuen Buch erhellend analysiert. Die Gesellschaft der Schüchternen ist auch im 21. Jahrhundert präsent. Tragikkomisch erzählt Florian Werner von seiner Rolle als zweitgeborener Zwilling, von der Bedeutung der Kapuzenpullis und warum er auch gegenüber unverschämten Kellnern zwanghaft höflich bleibt. Werner erklärt außerdem, wie Schüchternheit bei Kindern entsteht und sich im Anschluss der Markt der Schüchternheitsbekämpfung Bahn bricht – und: warum und wann Schüchternheit auch eine Stärke sein kann. Ein geistreicher, ungewöhnlicher und verblüffender Erlebnisbericht. Mit dem Autor spricht der Freiburger Journalist Stephan Kuß.

Florian Werner, 1971 in Berlin geboren, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik, promovierte mit einer Arbeit über HipHop und Apokalypse und ist Texter und Musiker in der Gruppe "Fön". Sein Buch "Die Kuh. Leben, Werk und Wirkung" (2009) wurde in mehrere Sprachen übersetzt und als originellstes Wissenschaftsbuch des Jahres ausgezeichnet. Zuletzt erschien "Dunkle Materie. Die Geschichte der Scheiße" (2011).

Im Anschluss an die Lesung: Kontraphobisches Tanzen mit DJ Florian Werner.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit der Tanzschule Gutmann.

Do 18.04. | 20 Uhr
Tanzschule Gutmann, Brombergstraße 11
Eintritt: 7/5 Euro inkl. ein Glas Sekt zur Auflockerung.

Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761/289989
 
 

 
Literaturkaffee: Ingeborg Bachmann
im Wallgrabentheater Freiburg am Sonntag, 14.04.2013 um 16:00 Uhr

Von Ingeborg Bachmann hörte man zuerst, als sie 1953 bei der Mainzer Tagung der Gruppe 47 Gedichte vorlas und dafür mit dem Preis der Gruppe (den vorher Günter Eich, Heinrich Böll und Ilse Aichinger erhalten hatten) ausgezeichnet wurde.

Bald darauf sah man ihr Gesicht als Titelfoto des Nachrichtenmagazins >>Der Spiegel<<. Der Artikel im Innern des Heftes berichtete von ihrem Aufenthalt in Rom, wie sie lebte, wie sie arbeitete, was die italienischen Nachbarn über Signora Bachmann zu erzählen wussten. Kein Autor der deutschen Nachkriegsdichtung war bis dahin so auffällig vorgestellt worden. Ihrem ersten Auftritt wurde gleich eine Story hinzugegeben.

Den Namen Ingeborg Bachmann merkten sich auch die, die keine Gedichte lasen.

Ingeborg Bachmann (1926-1973) zählt heute zu den größten Dichterinnen deutscher Sprache des vergangenen Jahrhunderts. Wohl ist ihr lyrisches und erzählerisches Werk Spiegelbild der Verletzbarkeit und Leidenserfahrungen dieser Frau. Aber in ihrem Reichtum, in der beschwörenden Schönheit ihrer Sprache, in der das Entsetzen abwehrenden Härte sprechen die poetischen Bilder weit über die Person der Dichterin hinaus. Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Autorin stehen im Mittelpunkt unseres Literatur-Kaffees. Vorgetragen werden Auszüge aus den Romanen und Erzählungen (u.a. „Malina“, „Das dreißigste Jahr“), Gedichte, Essays und Briefe.

Es lesen: Doris Wolters und Holger Heddendorp

Redaktion: Holger Heddendorp
 
 

 
Bo | Lesung und Gespräch mit Rainer Merkel
"Irgendwo klingelte das Telefon seines Vaters. Irgendwo dort draußen in der liberianischen Landschaft, von der Benjamin nur ein paar krumme dunkelgrüne Bäume zu sehen bekam, die am Rande der Straße im Licht der Scheinwerfer kurz aufblitzten, dann aber schnell wieder verschwanden." Rainer Merkel

Eigentlich sollte Benjamin von seinem Vater abgeholt werden. Aber stattdessen steht der Dreizehnjährige mitten in der Nacht allein am Flughafen von Monrovia, Liberia. Ohne Pass und Gepäck, aber mit einem fremden Mantel, in dessen Taschen dicke Geldbündel stecken. Auf dem Weg in die Stadt wird er von zwielichtigen Gestalten verfolgt und steht plötzlich vor dem gleichaltrigen Bo und der wohlstandsverwöhnten Brilliant. Haben sie ihn schon erwartet? Rainer Merkel, dessen letzter Roman "Lichtjahre entfernt" auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, erzählt uns mit waghalsiger Leichtigkeit von einer Reise durch die afrikanische Welt und das Erwachsenwerden, eine rasante Road-Novel in unsere unbekannte Gegenwart.

Rainer Merkel, 1964 in Köln geboren, hat Psychologie und Kunstgeschichte studiert und lebt in Berlin. Von 2008 bis 2009 arbeitete er für Cap Anamur im einzigen psychiatrischen Krankenhaus Liberias.

Die Moderation übernimmt Prof. Dr. habil. Nausikaa Schirilla, Professorin für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Migration und interkulturelle Kompetenz an der Katholischen Hochschule Freiburg.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg.
am Mi. 10.04. | 20 Uhr
Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40 | 6/4 Euro
Kartenvorbestellung unter 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de
 
 

Freiburger Andruck 13|1: Nachhinein|Lesung mit Lisa Kränzler
Lisa Kränzler (Quelle: privat)
 
Freiburger Andruck 13|1: Nachhinein|Lesung mit Lisa Kränzler
Moderation: Bettina Schulte

Wir schneiden passende Stücke aus unserer Wirklichkeit und basteln uns eine Welt, in der wir einander nahe sind. Sichtbare Klebestellen und verunglückte, grobgezackte Formen, deren Farben nur selten harmonieren, kümmern uns wenig, denn noch arbeiten wir ohne fremde Vorlagen, Muster und Maßstäbe. Lisa Kränzler

In ihrem zweiten Roman Nachhinein erzählt Lisa Kränzler von der Freundschaft zweier Mädchen: Die eine Akademikerkind, die andere Arbeiterkind. Die eine wächst behütet auf, wird geliebt, spielt Klavier und darf rebellisch sein. Die andere wird gehänselt, gemobbt, missbraucht. Die Beziehung der beiden ist geprägt von Zuneigung, Sehnsucht und erwachender Sexualität ebenso wie von Eifersucht, Macht und Grausamkeit. Bis die Ereignisse außer Kontrolle geraten.

Lisa Kränzler, geboren 1983 in Ravensburg, studierte Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und lebt heute als Malerin und Schriftstellerin in Freiburg. 2012 eschient ihr Debütroman Export A; im selben Jahr erhielt Lisa Kränzler den 3sat-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur für ihren Auszug Willste abhaun aus ihrem neuen Roman Nachhinein. Nachhinein stand zudem auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2013.

Die Lesereihe Freiburger Andruck ist eine Kooperation des Kulturamts mit dem Literaturbüro Freiburg, der Stadtbibliothek, dem Theater Freiburg, dem Südwestrundfunk und der Badischen Zeitung.

Freitag, 12. April, 20 Uhr (NEUER TERMIN!!!)
BZ Haus, Bertoldstraße 7, 79098 Freiburg | 7 / 5 Euro

Eintrittskarten sind in der Stadtbibliothek Freiburg, Münsterplatz 17, sowie an der Abendkasse erhältlich.
 
 

 
Lesung: Evelyn Grill | Der Sohn des Knochenzählers
"Das Verhältnis zu seinem Vater bestand seit jeher nur aus Mißverständnissen. Daran war er gewöhnt. Ein Verständnis seines Vaters für seine Interessen, ja schon die Kenntnis davon, hätte ihn irritiert." Evelyn Grill

Acht Monate ist es her, dass Titus’ Mutter spurlos verschwand. Als Italienerin war sie im Dorf eine Fremde geblieben; der Vater hatte sie von einer Forschungsreise mitgebracht. Nun kursieren Gerüchte und Vermutungen: Hat der See sie verschluckt, ist sie mit einem Liebhaber durchgebrannt oder wurde sie Opfer eines Verbrechens? Titus selbst ist seit Jahren ein Außenseiter. Durch ein Brandmal gezeichnet, meidet er Menschen. Das Angebot, dem neuen Totengräber zu assistieren und bei ihm zu wohnen, erscheint ihm als Möglichkeit, der Enge des Elternhauses zu entkommen. Doch der Totengräber ist kein Unbekannter und führt ihn bald in eine düstere Welt voller Geheimnisse.

Evelyn Grill, geboren 1942 in Garsten, Oberösterreich, lebt als freie Schriftstellerin in Freiburg. Im Residenz Verlag erschienen die Romane: Vanitas oder Hofstätters Begierden (2005, nominiert für den Deutschen Buchpreis), Der Sammler (2006, mit dem Otto-Stoessl-Preis ausgezeichnet), Wilma (Neuauflage 2007) und zuletzt Das römische Licht (2008).

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg.

Di 19.03. | 20 Uhr
Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
Eintritt: 7/5 €

Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761.289989
 
 

Freiburg: Detektiv Heinz Schlapp
 
Freiburg: Detektiv Heinz Schlapp
Kinderlesung mit der Autorin Marion Klötzer und dem Bilderkünstler Hanjörg Palm

Er heißt Heinz Schlapp, ist ein alter Schuh und hält sich für den besten Detektiv aller Zeiten. Doch statt wilde Abenteuer zu erleben, schlurft Heinz nur jeden Morgen miesepetrig von seinem Schuhschrank zum Bäcker. Dann aber überschlagen sich die Ereignisse: Dem Maharadscha von Prunk und Protz wird der goldene Schnürsenkel aus seiner Bändelsammlung geklaut – und das ausgerechnet von Lotti Langfinger, der berühmtesten Räuberin im ganzen Schuhreich! Eine rasante Detektivgeschichte mit vielen Bildern, jeder Menge verrückter Schuhen, wilder Verfolgungsjagden und einem schusseligen Held, der sich nicht unterkriegen lässt: Ein echter Schlapp macht nämlich niemals schlapp!

Marion Klötzer (Text) ist Krimifreak, Basteltante, Leseratte, Tiernärrin und Sperrmüllsammlerin – und ausserdem noch Kulturjournalistin und Kinderbuchautorin. Hansjörg Palm (Fotos) ist BilderKünstler und SchuhFan – wenn andere Leute ihre alten Schuhe wegwerfen, fängt er sie auf und macht Kunst damit.

Eine Veranstaltung der Bürgerstiftung Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Freiburg und dem Kommunalen Kino Freiburg.

So, 17.03. | 15 Uhr
Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40
Für Kinder ab 6 Jahren
Kartenvorbestellung unter 0761.289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de
 
 

LOST WOR(L)DS. Ein literarischer Atlas Europas.
 
LOST WOR(L)DS. Ein literarischer Atlas Europas.
Lesung und Gespräch mit Katja Lange-Müller, Aris Fioretos und Goran Petrović auf der Leipziger Buchmesse

Doch wie wurde, Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts und unter DDR-sozialistischen Verhältnissen, aus dem vergleichsweise harmlosen ‚Bummler’ der regimefeindliche, ja staatsgefährdende ‚Bummelant’? Katja Lange-Müller

Von der „Berliner Stulle“ über die „Setzmilch“ zum „regimefeindlichen Bummelanten“:
14 Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus 12 Ländern haben sich auf die Suche nach verlorenen Wörtern und Welten in Europa gemacht. Entstanden ist eine Textsammlung, die im Rahmen der Leipziger Buchmesse erstmalig vorgestellt und im Mai 2013 in der edition.FOTOtapeta erscheinen wird. In den Essays reflektieren die Autorinnen und Autoren als Seismographen und Sinnbildstifter ihrer Gesellschaften die Geschichte europäischer Länder des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Sie benennen Wörter und Themen, die sowohl eng mit der eigenen Biographie verflochten sind als auch übergeordnete aktuelle Diskussionen um Europa.

in den jeweiligen Ländern aufgreifen. Hat doch die gegenwärtige globale Finanzkrise bei weitem nicht nur eine ökonomische Dimension, sondern auch soziale Bewegungen ausgelöst, die alle Gesellschaftsschichten erreichen und für einen Wandel im europäischen Bewusstsein sorgen. Wohin die Veränderungsprozesse führen, ist noch nicht absehbar; die Formierung einer sogenannten „europäischen Öffentlichkeit“ ist gegenwärtig erst im Entstehen. Dabei werden Fragen nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden, nach Solidarität und Individualismus, nach Nationalem und Europäischen, Vielfalt und historischen Wurzeln neu gestellt. Die Autorinnen und Autoren des Bandes begegnen Fragen wie diesen kritisch, analytisch, wohltuend eigensinnig und nicht zuletzt auch mit der nötigen Portion Humor und Ironie.

Im Juni finden weitere Veranstaltungen im Literaturbüro Freiburg und in Berlin statt, nähere Informationen ab April unter www.lost-worlds.kulturgenossenschaft.de.

Eine Veranstaltung von Kulturgenossenschaft e. V., gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Robert Bosch Stiftung, die Schwedische Botschaft, in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Freiburg, dem Programmschwerpunkt der Leipziger Buchmesse „tranzyt. Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus“ und dem Verlag edition.FOTOtapeta.

Do, 14.03. | 17 Uhr | Buchmesse Leipzig, Halle 4, Café Europa | Eintritt frei
 
 



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