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Lesungen

 
Das geraubte Leben des Waisen Jun Do
Lesung mit Adam Johnson, Pulitzer-Preis 2013

In Nordkorea besteht die Primärbeziehung eines Menschen natürlich zwischen ihm und dem Staat. Dem Staat soll man sich am meisten verbunden fühlen, erst danach kommt die Familie - was in gewisser Weise alle zu Waisen macht und das Kim-Regime zum Herrn der Waisen. Adam Johnson

Pak Jun Do hat noch nie einen Film gesehen, kaum je ein Werbeplakat, er findet es merkwürdig, dass woanders Leute Tiere im Haus halten und wundert sich über Maschinen, die Geld auswerfen. Er kennt keine Ironie, keine Kunst, keine Mode und keine Magazine. Aufgewachsen im nordkoreanischen Waisenhaus Frohe Zukunft, ist er ein winziges Rädchen im großen Getriebe der absurd-grausamen Herrschaft des »Geliebten Führers« Kim Jong Il. Nur ein falsches Wort kann jeden sofort ins Lager bringen. Doch mit der Zeit beginnt Jun Do an etwas zu glauben, was stärker ist als Staatstreue: Freundschaft und Liebe. Als er die Schauspielerin Sun Moon trifft, lernt er das bedingungslose Vertrauen in einen anderen Menschen kennen. Und nur dafür lohnt es sich zu überleben.

Adam Johnson, geboren 1967 in South Dakota, lehrt in Stanford Creative Writing. 2002 erschienen die Short Storys Emporium, 2003 der Roman Parasites like us. Das geraubte Leben des Waisen Jun Do wurde 2013 mit dem Pulitzer-Preis für den besten Roman ausgezeichnet.

Fr 14.06. | 20 Uhr
artjamming, Günterstalstraße 41, 79102 Freiburg | 8/6 Euro

Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761.289989
 
 

 
Sterben und Lieben. Lesung und Gespräch mit Karl Ove Knausgård
Das eigene Leben offen, schonungslos und radikal zum Gegenstand des Schreibens zu machen – dies ist das Konzept, zu dem sich Karl Ove Knausgård in einem furiosen Mammutprojekt entschlossen hat. Radikal ehrlich und mit unglaublicher sprachlicher Kraft nähert er sich in Sterben, dem ersten Roman einer sechsbändigen Serie, seinem schwierigen Verhältnis zu seinem Vater, das ihn grundlegend geprägt hat.

Das radikale Vaterporträt in Sterben wird in Lieben ergänzt durch das kompromisslose Suchen nach Nähe und Beziehung. Was bleibt von all der Romantik und Leidenschaft, wenn der Alltag Einzug hält ins Leben zweier moderner, auf Selbstverwirklichung bedachter Menschen mit kleinen Kindern? Anspruch und Wirklichkeit prallen aufeinander. Das tägliche Ringen um Freiräume, Lebensfreude und Zeit wird zum unauflösbaren Konflikt. Die eigene Identität muss mit Klauen verteidigt, die Liebe immer wieder neu gefunden werden. Ein Kraftakt, von dem Knausgård in seinem Roman Lieben voller Zärtlichkeit und mit entwaffnender Ehrlichkeit erzählt.

Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als wichtigster norwegischer Autor seiner Generation. Sterben – der erste Roman eines sechsbändigen, autobiographisch angelegten literarischen Projektes, das in Norwegen zur Sensation wurde – war das meist diskutierte Buch der letzten Jahre und wurde mit dem wichtigsten norwegischen Literaturpreis, dem Bragepreis, ausgezeichnet. Bei Luchterhand erscheint nun nach Sterben und Lieben der dritte Band seines Projektes unter dem Titel Spielen. Karl Ove Knausgård lebt mit seiner Familie an der schwedischen Südküste.

Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Joachim Grage vom Skandinavischen Seminar der Universität Freiburg.
Eine Veranstaltung des Skandinavischen Seminars der Universität Freiburg und des Literaturbüros Freiburg mit freundlicher Unterstützung von Norla - Norwegische Literatur im Ausland.

Di 04.06. | 20.00 Uhr
Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40, 79102 Freiburg
7/5 Euro

Kartenvorbestellung unter 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de
 
 

Lesung:
Hatice Akyün / Foto: Museum f. Kommunikation
 
Lesung: "Flirt und andere Fettnäpfchen."
Tausendundeine Geschichte aus dem Leben zwischen Berlin und Bosporus

Hatice Akyün liest im Museum für Kommunikation Frankfurt

Das Museum für Kommunikation Frankfurt lädt am 6. Juni 2013, um 19 Uhr, zur Lesung mit Hatice Akyün ein. Die freie Journalistin und Autorin türkischer Herkunft versteht es, mit Temperament und viel Humor über ihr Leben zwischen den zwei Welten Berlin und Bosporus zu berichten. In ihren Erzählungen dreht sich alles um die vielen kleinen Begebenheiten des Alltags, die deutlich machen, wie unterschiedlich Kulturen sind, und wie viel Bereicherung kulturelle Vielfalt für eine Gesellschaft sein kann. Ihr biografischer Roman „Einmal Hans mit scharfer Soße“ (2005) und die Fortsetzung „Ali zum Dessert“ (2008) rufen auf zu einem toleranteren Zusammenleben und befassen sich mit dem Thema Integration aus mehreren Blickwinkeln. Hatice Akyün, in Anatolien geboren, zieht im Alter von drei Jahren nach Duisburg. Die Tochter von Analphabeten lernt Deutsch mit Grimms Märchen und Büchern von Hanni und Nanni. Sie macht eine Lehre als Justizangestellte beim Amtsgericht und geht als Au-pair-Mädchen für ein Jahr nach New York. Es ist ihre Begeisterung für das Lesen und viele Zufälle, die sie schließlich zum Journalismus führen. Heute lebt sie als freie Autorin, unter anderem beim SPIEGEL, EMMA und dem Berliner Tagesspiegel, und als Schriftstellerin in Berlin.

Die Lesung findet im Rahmen der Ausstellung „GLÜCKSFÄLLE – STÖRFÄLLE. Facetten interkultureller Kommunikation“ statt, die für die Besucherinnen und Besucher an diesem Abend geöffnet sein wird. Der Eintritt kostet 4 Euro. Die Veranstaltung wir unterstützt vom Frauenreferat Frankfurt.

Donnerstag,. 6. Juni 2013, 19 Uhr
Eintritt 4 Euro
im Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt am Main
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Taschenparadiese. Eine Vorlesereise für kleine Leute
Öffne den Vorhang und schlüpf in unser Zelt!

Wir ziehen eine zauberhafte Welt aus unseren Taschen: Paradiese, die sich zwischen zwei Buchdeckeln verstecken. Wir tauchen ein in Geschichten und Erinnerungen, tanzen mit Feen und Kobolden, Prinzessinnen und Rittern, starken Mädchen und wilden Jungs. Wir gehen auf eine gemeinsame Reise und entdecken aufregend Neues und lang vergessenes Altes.

Für Zuhörer ab 3 Jahren kramt an sechs Sonntagvormittagen im Jahr ein Freiburger Leser seine Kinderbücher hervor und liest im bunten Zelt aus seinen Lieblingsgeschichten. Es wird gelauscht, gespielt, gemalt und getobt. Eltern können sich währenddessen im Café im Alten Wiehrebahnhof bei Kaffee & Croissant entspannen.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg. Betreut von Alexandra Kuhn und Anne-Marie Collé. Mit freundlicher Unterstützung des Förderkreises Literaturhaus Freiburg.

So, 26.05. | 11.00 Uhr
Galerie im Alten Wiehrebahnhof
Eintritt pro Kind: 3 Euro (5 Euro inkl. Kaffee & Croissant für Mama oder Papa)

Weitere Termine 2013:

Sonntag, 30. Juni

Sonntag, 29. September

Sonntag, 27. Oktober

Sonntag, 24. November

Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761/289989
 
 

SÄTZLINGE. Mit frischen Texten auf Lesewanderung im Stühlinger
 
SÄTZLINGE. Mit frischen Texten auf Lesewanderung im Stühlinger
Bislang unentdeckte Freiburger Talente erfrischen am 16. Mai 2013 Literaturbegeisterte an verschiedenen öffentlichen Orten des Stühlingers mit bisher nie Gehörtem, geheimen Entwürfen und Schubladenhütern. In kleinen Gruppen zieht das Publikum von Ort zu Ort und wird zum Entdecker urban-poetischer Zusammenspiele: Welche bitteren Kurzgeschichten werden im Süßigkeitenladen erzählt? An welchem Roman wird in der Autowerkstadt geschraubt? Was für eine Geschichte wartet im Wartezimmer? Im Anschluss würdigt Singer-Songwriter Lukas Meister mit seiner Musik den Liedtext als literarische Form. Im gemütlichen Ambiente klingt der Abend mit den Sätzlingen bei Leckereien aus dem Hofcafé Corosol aus. Die „Sätzlinge“ wurden unter einer Vielzahl von Einsendungen im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung ausgewählt. Bisher unerprobte Texte erhalten hier eine Bühne und Literatur betritt den städtischen Raum.

Es lesen: Fabian Schwamb, Irina Butter (engl.) und Julia Rothenburg

Musik: Lukas Meister, Belle (DJ der Pop Society)

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg, dem u-asta der Universität Freiburg, dem Studentenwerk Freiburg sowie der Dr. Rolf Böhme-Stiftung der Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau.

Das Projekt ist entstanden im Rahmen der Übung „staub & trocken. Literatur und ihre Vermittlung“ am Deutschen Seminar der Universität Freiburg.

Do, 16.05. | 18:30 Uhr
Treffpunkt: Hofcafé Corosol | Ferdinand-Weiß-Straße 9-11
6/4 Euro

Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761/289989
 
 

 
Europa erfindet die Zigeuner | Lesung und Gespräch mit Klaus-Michael Bogdal
In diesem Buch wird von einer anderen Geschichte erzählt, von einer Geschichte, die fortschreitet, ohne Fortschritte hervorzubringen, von Veränderungen, auf die Europa wenig stolz sein kann, von versäumten und zerstörten Chancen. Klaus-Michael Bogdal

Die Geschichte der Roma ist die Geschichte einer Ausgrenzung über 600 Jahre hinweg.Wie es möglich wurde, daß sich jahrhundertealter Hass zwischen Faszination und Verachtung bis heute halten konnte, analysiert der Literaturwissenschaftler Klaus-Michael Bogdal zum ersten Mal im europäischen Vergleich. Anhand von historischen und literarischen Quellen veranschaulicht der Autor, wie die Europäer stets die größtmögliche Distanz zum verachteten Volk am unteren Ende der Gesellschaftsskala suchten. Keine der unterschiedlichen Gesellschafts- und Machtordnungen, in denen sie lebten, ließ und läßt eine endgültige Ankunft in Europa zu. Ohne einen schützenden Ort sind die Roma seit ihrer Einwanderung vor 600 Jahren ständigen Verfolgungen und Ausgrenzungen ausgesetzt: in den Imaginationen der Kunst ebenso wie in der politischen Realität.

Klaus-Michael Bogdal, geboren 1948, ist Professor für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld. Für sein Buch Europa erfindet die Zigeuner. Eine Geschichte von Faszination und Verachtung erhiet Klaus-Michael Bogdal den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2013.

Mit dem Autor spricht Prof. Albert Scherr vom Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzungen.

Eine Veranstaltung des Kommunalen Kinos Freiburg und des Literaturbüros Freiburg im Rahmen des Freiburger Filmforums 2013.

So 12.05.| 11 Uhr
Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40
7/5 Euro

Kartenvorbestellung unter 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de
 
 

 
ZWISCHEN/MIETE! Junge Literatur in WGs
Zu Gast: Annika Scheffel mit "Bevor alles verschwindet"

"Damals, als alles anders war, als sie noch keine Ahnung hatten von nichts und ihre Phantasie sperrangelweit offen stand, wurden ihnen zwei Dinge prophezeit: erstens, ihr werdet einmal sehr glücklich sein, und zweitens, alles geht unter." Annika Scheffel

Die Lesereihe zwischen/miete präsentiert Literatur aus der jüngsten Schriftstellergeneration und bringt sie ins Gespräch. Von Studierenden organisiert und moderiert, kommen für einen Abend professionelle junge AutorInnen zur "Zwischenmiete" in Freiburger Wohngemeinschaften und präsentieren ihre Texte. Die von ihren Bewohnern ganz unterschiedlich geprägten studentischen Räume werden so zu einem Ort der jungen Literatur und etablieren eine Plattform für den deutschsprachigen literarischen Nachwuchs.

Annika Scheffel, 1983 in Hannover geboren, studierte in Gießen und Bergen Angewandte Theaterwissenschaft. Sie ist Prosa- und Drehbuchautorin. 2010 erschien ihr Debütroman Ben, der auf der SWR-Bestenliste stand. Aktuell lebt sie mit ihrer Familie in Berlin. Bevor alles verschwindet ist ihr zweiter Roman.

Fr 10.05. |20 Uhr
Studentensiedlung, Sundgauallee 12, Etage 10, 79110 Freiburg
3 Euro inkl. Bier und Brötchen
 
 

 
Wünsche | Lesung und Gespräch mit Judith Kuckart
Was hat Vera eigentlich die letzten zehn Jahre gemacht? Dem eigenen Leben zugeschaut, wie man Farbe zuschaut, wenn sie trocknet? Sie setzt sich auf die schmale Bank unter dem Kabinenspiegel und nimmt die fremde Wildlederjacke auf den Schoß. Mit den Fingern kämmt sie das Fell am Kragen. Als sie die Westernstiefel anzieht, passen sie. Jetzt muss sie nur noch aufstehen und gehen. Judith Kuckart

Silvester in einer kleinen Stadt: Vera geht schwimmen. Es ist ihr 46. Geburtstag, zu Hause warten wie jedes Jahr ihr Mann, ihr Sohn und ihre Freunde, um gemeinsam zu feiern. Da findet sie im Schwimmbad den Ausweis einer anderen Frau und haut ab. Nach London, wo sie sich mehr erhofft, als ihr bisheriges Leben ihr bieten konnte. Am selben Tag feiert Friedrich Wünsche die Wiedereröffnung seines Warenhauses. Er hat es geerbt und hegt große Träume. Was wäre ein besserer Ort für Utopien als das "Haus Wünsche"? Vera und die anderen Geburtstagsgäste, die sich einen Silvesterabend lang Sorgen um sie machen, erwartet ein Jahr voller Veränderung. Kuckarts Wünsche erkundet, ob ein besseres Leben möglich wäre. Ob man nach dem Neuanfang ein anderer ist oder nur um eine Lebenslüge leichter.

Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm, lebt als Autorin und Regisseurin in Zürich und Berlin. 1986 gründete sie das Tanztheater Skoronel, das sie bis 1998 leitete. Judith Kuckart veröffentlichte bei DuMont den Roman Lenas Liebe (2002), den Erzählband Die Autorenwitwe (2003) sowie die Romane Kaiserstraße (2006) und Die Verdächtige (2008). Judith Kuckart wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2012.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg.

Do 25.04. | 20 Uhr
artjamming, Günterstalstraße 41, 79102 Freiburg
7/5 Euro

Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761/289989
 
 



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