lesen-oder-vorlesen.de
Freitag, 23. Juni 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Lesungen

VORTRAG: Martin Mosebach | Vermeers Zimmer
Martin Mosebach © Peter-Andreas Hassiepen, Hanser Verlag
 
VORTRAG: Martin Mosebach | Vermeers Zimmer
Der Schriftsteller (* 1951) lebt in Frankfurt am Main. Martin Mosebach wurde u.a. mit dem Heimito von Doderer-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie, dem Kleist-Preis, dem Georg-Büchner Preis und jüngst mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie der Berliner Akademie der Künste. Mosebachs Interesse für die bildende Kunst zeigt sich etwa in den Essaybänden »Du sollst Dir ein Bild machen. Über alte und neue Meister« (2005) und »Als das Reisen noch geholfen hat. Von Büchern und Orten« (2011). Zu seinen neueren Publikationen zählen »Der Mond und das Mädchen« (2007), »Was davor geschah« (2010) und »Der Ultramontane. Alle Wege führen nach Rom« (2012) sowie sein neuester Roman »Das Blutbuchenfest« (2014). Der Stadt Frankfurt, in der auch Max Beckmann 17 Jahre lebte, fühlt sich Martin Mosebach in besonderer Weise verbunden; ihr widmet er viele seiner Feuilletons, Reportagen und einige Romane.

Mittwoch 29.01., 18.30 Uhr
Ernst von Siemens-Auditorium, Pinakothek der Moderne, München
Eintritt 8 Euro | Für Mitglieder der Max Beckmann Gesellschaft ist der Eintritt frei
 
 

Lesung: MEHR ALS LAUT - DJs ERZÄHLEN
 
Lesung: MEHR ALS LAUT - DJs ERZÄHLEN
Eine Lesung von und mit JÜRGEN TEIPEL (Verschwende deine Jugend)

Ein Doku-Roman über die musikalischen Erlebniswelten von DJs.

am Samstag 18. Januar
im White Rabbit (20 Uhr / AK 8 €)
Leopoldring 1-3 (in der Siegesdenkmalunterführung Ecke Habsburgerstraße), 79098 Freiburg

Info:
DJs erzählen. Von Partys und ständigem Unterwegssein. Von Beziehungen und Lampenfieber. Persönlichen Schlüsselerlebnissen und Geschlechterrollen. Von Ekstase und Drogen. Leben und Tod. Von den haarsträubenden Anfängen in ranzigen Schuppen wie dem milk! in Mannheim Anfang der Neunziger bis zu beseelten Plätzen mitten im kolumbianischen Dschungel in den Nullerjahren. Vom legendären Schwulenclub in Berlin bis zum Sonnenuntergang über einem Flüsschen in China.
In Mehr als laut erzählen DJ-Helden wie Miss Kittin, Richie Hawtin, Koze oder Acid Maria über ihre musikalischen Erlebniswelten und geben atmosphärisch beeindruckende und persönliche Einblicke in DJ-Szene und Clubkultur.
»Ein Zeitdokument vom Zenit der DJ-Culture.« (Felix Bayer, Musikexpress)

Zum Autor:
Jürgen Teipel (*29. Juli 1961 in Kulmbach) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Ab 1980 war er als Veranstalter von Konzerten mit Malaria!, Abwärts, The Wirtschaftswunder, Performances, Ausstellungen sowie Filmabenden tätig. Er war zudem Inhaber eines Tonstudios, DJ, Tourneebegleiter und Herausgeber des Regensburger Punk-Fanzines Marionett. Seit 1988 ist er freier Journalist und schreibt u.a. für Spex, Tempo, Neue Zürcher Zeitung, Rolling Stone, Spiegel und Die Zeit.
2001 veröffentlichte er das Buch Verschwende Deine Jugend, einen Doku-Roman über die Punk- und New Wave-Bewegung in Deutschland.

Das Buch "Mehr als laut - DJs erzählen" ist erschienen am 11.11.2013 als suhrkamp taschenbuch 4482, Klappenbroschur, 235 Seiten

…im direkten Anschluss an die Lesung:

Fetepetete präsentiert: LISTEN TO
DJs: Sello (Moodmusic, Compost Black Label; Düsseldorf) & Liquid Phonk (Foul & Sunk; Freiburg)
22.30 - 04.00 Uhr / 4 €, ab 00.30 Uhr 6 €
Mehr
 

 
Literaturkaffee: Robert Walser
im Wallgrabentheater am Sonntag, den 12.01.2014, 16.00 Uhr
Bewirtung ab 15 Uhr

Am Weihnachtstag 1956 fand man den toten Robert Walser oberhalb Herisau im Schnee. Er war auf einem Spaziergang gestorben. Robert Walser war und ist eine Legende, ein trauriges Märchen. Sein Tod ist der Tod des Poeten. Jenes Poeten, den er selbst beschrieben hat - fünfzig Jahre vorher, als 28jähriger - in seinem ersten großen Buch, in den „Geschwistern Tanner“:
„Sebastian mochte hier, durch große, nicht mehr zu ertragene Müdigkeit, hingesunken sein. Allzu kräftig war er nie gewesen. Er ging immer in gebückter Haltung, als ertrüge er die aufrechte nicht, als täte es ihm weh, seinen Rücken und seinen Kopf stramm zu halten. Wenn man ihn ansah, empfand man, daß er dem Leben und seinen kalten Anforderungen nicht gewachsen war."

Ob uns das passt oder nicht, der junge Walser hat hier seinen eigenen Tod beschrieben. Er hat, davon bin ich überzeugt, gewußt daß Schreiben etwas Ernstes ist und daß man nicht ungestraft erfindet. Er fürchtet sich auch davor. Er legt sich beim Schreiben nie ganz fest; er flüchtet in den Humor, den er vielleicht nicht eigentlich hat, aber den er braucht.

Walser spielt, er spielt Rollen durch. Und ab und zu habe ich den Eindruck, er spielt auch sich selbst - er ist gar kein Schriftsteller, will keiner sein, er spielt nur einen -, ein Hochseilakt, der eines Tages schiefgehen muß.

1929 wird Robert Walser - einundfünfzig Jahre alt - in die Heilanstalt Waldau in Bern eingewiesen. Vier Jahre später bringt man ihn nach Herisau in die Heil- und Pflegeanstalt seines Heimatkantons Appenzell-Außerrhoden. Er gibt seine literarische Arbeit vollständig auf, läßt sich kaum mehr darauf ansprechen. Er will mit Literatur nichts mehr zu tun haben. Er gerät nach und nach in Vergessenheit. Und eigentlich erst nach seinem Tod wird er wieder neu entdeckt.

1956, am Weihnachtstag, stirbt in Herisau ein Mann, der einmal ein angesehener und von den Literaten gefeierter Autor war. Für seine wenigen treuen Leser, die ihn auch in dieser Zeit nicht vergaßen, war er ein Mann, der in seinem Werk um Anteilnahme an seiner Trauer warb, einer, den man in seinem Werk lieben lernt. (Peter Bichsel)

Es lesen: Patrick Blank und Holger Heddendorp
Redaktion: Holger Heddendorp
 
 

 
Die etwas andere Bibellesung von Marc Günther
am kommenden Freitag, dem 13. 12. um 20 Uhr im Marienbadtheater Feiburg.

Marc Günther, Regisseur einiger unserer Inszenierungen, u.a. "An der Arche um Acht", die wir gerade spielen oder "Kabale und Liebe" die Sie vielleicht auch gesehen haben, hat sich in den letzten Jahren immer wieder mit dem alten Testament auseinandergesetzt, war vor kurzem im heiligen Land, und lädt sie nun ein, seiner Expedition durch die abenteuerlichen Landschaften des Alten Testamentes, durch die Schluchten von Verrat, Totschlag und Hass, über die Hügel von Liebe und Poesie bis in die Wüsten von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, immer auf der Suche nach dem erhellenden Licht, zu folgen.
Vielleicht wollten Sie sich schon immer mal wieder die Bibel vornehmen, hier finden Sie sicher eine Anregung diesem alten Wissen näher zu kommen.
 
 

 
Literaturkaffee: Veza Canetti
Als die Veröffentlichung von Veza Canettis verstörendem Episodenroman „Die gelbe Strasse“ 1990 für Aufsehen sorgte, war die gefeierte Autorin bereits 27 Jahre tot. Die 1897 geborene Wiener Jüdin war von 1934 bis 1963 mit Elias Canetti verheiratet. Dass sie selbst eine wichtige Autorin Österreichs und des Exils war, war zum damaligen Zeitpunkt nahezu vergessen. Dass dem so war, hatte vor allem mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu tun.

In Deutschland wurden ihre Geschichten nach der Machtübernahme durch die Nazis 1933 verbrannt. Und als 1934 in Österreich der so genannte Austro-Faschismus die Macht übernahm, wurde es für die Jüdin und Sozialistin fast unmöglich zu veröffentlichen, denn fast alle Zeitungen und Verlage, für die sie bisher gearbeitet hatte, wurden verboten.
Kurz bevor auch in Wien die Synagogen brannten, floh Veza Canetti dann 1938 mit ihrem Mann nach London. Und obwohl sie auch dort weiter schrieb, gelang es ihr nicht, ihre Geschichten zu veröffentlichen. Immer stärker ordnete sie sich in den Folgejahren bis zu ihrem Tod der Arbeit ihres Mannes unter. Erst 1990 wurden ihre Erzählungen und Romane, die vorrangig im Wiener Stadtteil Leopoldstadt spielen, neu entdeckt und gefeiert. Die Kritik war begeistert von den meisterhaften Erzählungen und fasziniert von der sprachlichen Souveränität. Vorgetragen werden Auszüge u.a. aus den Romanen („Die gelbe Straße“, „Schildkröten“), den Erzählungen („Geduld bringt Rosen“) sowie aus den „Briefen an Georges“, den Aufzeichnungen ihrer Zeitgenossen und vieles mehr.

Es lesen: Doris Wolters und Holger Heddendorp
Redaktion: Holger Heddendorp

Wallgrabentheater Freiburg am Sonntag, 8. Dezember, 16 Uhr
 
 

 
Lesung im Colombischlössle: „Die letzten Tage der Eule“
am Samstag, 7. Dezember, 17.30 Uhr

Nils Opitz-Leifheit präsentiert am Samstag, 7. Dezember,
17.30 Uhr, Ausschnitte seines Romans "Die letzten Tage der
Eule". Die Lesung findet im historischen Treppenhaus des
Colombischlössles (Rotteckring 5) statt.

Das Buch entführt die Leserinnen und Leser in bekannte
Städte und entlegene Winkel des Römischen Reichs im frühen
fünften Jahrhundert. Die Zuhörer begegnen dem Heiligen
Augustinus, der Philosophin Hypatia und den Nibelungen am
Rhein – und sie alle sind ganz anders, als man erwartet hätte.
Denn der Autor erzählt die Geschichte des Untergangs der
Antike einmal anders herum: Nicht wie in alten Hollywood-
Filmen, in denen das frühe Christentum Licht und Wärme in
die kalte, heidnische Welt bringt. Sondern aus dem Blickwinkel
einer staatlich verordneten Zwangschristianisierung, die die
römisch-griechische Hochkultur in einen tausendjährigen
Abgrund reißt. Der Roman beschreibt die Entwicklung von
einer toleranten Gesellschaft mit vielen Göttern in eine
Monokultur. Eine Bevölkerung, in der die Mehrheit lesen,
schreiben und rechnen kann und die tausende Bibliotheken
und Schulen ihr eigen nennt, wird zu einem Heer von
Analphabeten, in dem nur noch wenige Geistliche „Heilige
Schriften“ hegen und kopieren. Bäder müssen schließen,
Wissen, Philosophie und Kunst gehen verloren.

Die Geschichte handelt von Quintus Aurelius, Gastwirtssohn
aus dem Bären in Vangiones, dem heutigen Worms. Bis ans
Ende der damaligen Welt reist er, um seine in die Sklaverei
entführte Verlobte an den Rhein zurück zu holen. Dabei
sammelt er, der noch die klassische Bildung erfuhr, die nun
verbotenen Bücher und Papiere, um sie für die Nachwelt zu
bewahren.

Der Eintritt zur Lesung ist frei.
 
 

Riegel: - Owi lacht - Das neue Weihnachtsprogramm der KUMEDI / Literatur
 
Riegel: - Owi lacht - Das neue Weihnachtsprogramm der KUMEDI / Literatur
In diesem heiteren Weihnachtsprogramm der KUMEDI finden auch längere Geschichten ihren Platz, ohne dass der Humor zu kurz kommt. Die schönsten Geschichten namhafter Autoren, zum Schmunzeln und Kichern, denn es heißt ja nicht umsonst: Stille Nacht, Heilige Nacht, alles schläft, Owi lacht….!

Mit: Gisela Strähle und Klaus Spürkel.

Kumedi am Bahnhof Riegel, Römerstr. 2, 79359 Riegel a. K.
FR 06.12. und SA 07.12., jeweils 20.30 Uhr
Eintritt: 17 Euro, Mitglieder 16 Euro, Schüler+Studenten: 12 Euro
Mehr
 

NA BRODU /AN BORD – KROATISCHE LITERATUR AUF TOURNEE
 
NA BRODU /AN BORD – KROATISCHE LITERATUR AUF TOURNEE
In Freiburg zu Gast: Ivana Sajko und Edo Popović

''Jener Moment, jener Augenblick, in dem wir glauben, dass wir irgendeine Wahrheit, egal welche, erkannt haben, in dem Moment mache ich die Wende, verdrehe das und fange von einer anderen Seite an.'' Ivana Sajko

"Na brodu / An Bord" gegangen sind kroatische Autorinnen und Autoren, die den vom Krieg gezeichneten Ländern Ex-Jugoslawiens und ihren Menschen mit einer kraftvollen Literatur begegnen. Im Rahmen einer großen Deutschlandtournee präsentieren sie ihre Literatur in ausgewählten Städten. Aufschrei, Lachen, Ironie und Empathie gehen einher mit einem hohen Bewusstsein künstlerischer, ästhetischer Qualität. In der Abschlusslesung – in Freiburg – wird Edo Popović seinen Roman Aufstand der Ungenießbaren vorstellen und über seinen Ort des Schreibens sprechen. Mit ihm im Gespräch ist Ivana Sajko, die das dritte Stück Das sind nicht wir, das ist nur Glas aus ihrer Trilogie des Ungehorsams vorstellen wird.

Ivana Sajko, Autorin, Dramatikerin und Regisseurin, geboren 1975 in Zagreb, lebt in Zagreb und Istrien. Edo Popović, geboren 1957 in Livno, Bosnien und Herzegowina, lebt in Zagreb und Ribnik. Er war Mitbegründer einer der einflussreichsten Underground-Literaturzeitschriften. Die Moderation übernimmt die Übersetzerin, Autorin und Literaturvermittlerin Alida Bremer, die die Werke der beiden AutorInnen ins Deutsche übertragen hat. Auszüge aus den deutschen Texten liest der Freiburger Schauspieler Michael Schmitter.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg und der Kulturallmende im Rahmen der bundesweiten Literaturtournee NA BRODU / AN BORD. Kartenvorbestellung telefonisch unter: 07 61/28 99 89 oder per mail an: info@literaturbuero-freiburg.de

Mi 04.12. | 20.00 Uhr
Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40, 79102 Freiburg | 7/5 Euro
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger