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Lesungen

Von Raubkunst, Gurlitt und den
 
Von Raubkunst, Gurlitt und den "Monuments Men"
Anfang März erschien mit "Die Bilder sind unter uns. Das Geschäft mit der NS-Raubkunst und der Fall Gurlitt" eine erweiterte und überarbeitete Neuauflage von Stefan Koldehoffs Standardwerk zum Thema Raubkunst und der hitzigen Debatte um den Schwabinger Kunstfund und Cornelius Gurlitt.

Gerade in diesen Tagen wird die öffentliche Diskussion heftig befeuert: Gurlitt selbst hat mit einer eigenen Homepage einen Vorstoß gewagt, der ihm eine Menge medialer Aufmerksamkeit beschert hat. Auf www.gurlitt.info richtet er sich mit einem persönlichen Brief an »Kunstinteressierte« und verteidigt seine Haltung, die in der Aufgabe bestehe, »die Sammlung seines Vaters zu erhalten und bewahren« und sich dennoch »offen der historischen Verantwortung zu stellen«.

Zudem läuft in den Kinos der Film "Monuments Men", der auf der wahren Geschichte einer Gruppe von Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunsthistorikern basiert, die kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Auftrag der Alliierten nach Deutschland eingeschleust werden, um Kunstwerke vor der Zerstörung durch die Nazis zu retten. Die echten "Monuments Men" stellten bei ihrer Mission 125 Werke aus der Sammlung Hildebrand Gurlitts sicher – 1950 wurde alles zurückgegeben.

Koldehoffs Buch erweitert die heftige Debatte um einen grundlegenden Beitrag, da es nicht nur umfangreiche Rechercheergebnisse präsentiert, sondern auch dringend überfällige Konsequenzen fordert. Der ehemalige Kulturstaatminister Michael Naumann empfiehlt "Die Bilder sind unter uns" nicht nur »jedem mündigen Bürger, sondern auch Staatsanwaltschaften und Politikern, die sich mit der unzureichenden Gesetzgebung nicht abfinden wollen.«

Lesungen mit Stefan Koldehoff:

31. März 2014, München, Literaturhaus München. Beginn: 20 Uhr.
21. März 2014, Weimar, Tourist-Information, Markt 10. Beginn: 19.30 Uhr
7. April 2014, Berlin, Jüdisches Museum. Mit Michael Naumann, Kulturstaatsminister a.D.
4. September 2014, Linnich, Deutsches Glasmalerei-Museum
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Wallgrabens Literatur-Kaffee: „Die Schwestern Bronte“
Die Romane der Schwestern Charlotte, Emily und Anne Brontë gaben Mitte des 19.Jahrhunderts der englischen Literatur die Sporen und versetzten den viktorianischen Kulturbetrieb in helle Aufregung. In einer Zeit, in der die Ehe für bürgerliche Frauen das einzig erstrebenswerte Ziel darstellte und berufliche Karrieren ihnen verschlossen waren, nahmen sich die Heldinnen der Brontës heraus, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen und einen Mann auch über Klassenschranken hinweg zu wählen - und zu verlassen. »Das Knallen der Schlafzimmertür, die Helen Huntingdon vor ihrem Mann zuschlug, hallte durch das ganze viktorianische England«, schrieb Mae Sinclair über Annes Roman The Tenant of Wildfell Hall. Ebenso fesselnd wie ihre Romane fanden ihre dichtenden Kollegen von Thackeray bis Arno Schmidt die Biographie der drei Pfarrerstöchter, ihr von Leid und Schwindsucht verkürztes Leben, das sich vorwiegend in einem unwirtlichen Flecken in den Mooren von Yorkshire abspielte.

Vorgetragen werden Auszüge aus ihren Romanen („Sturmhöhe“, „Jane Eyre“, „Agnes Grey“), aus den Briefen, Gedichte und Zeugnisse von Zeitgenossen u.v.a..
Es lesen: Doris Wolters und Holger Heddendorp
Redaktion: Holger Heddendorp

Wallgrabentheater Freiburg
Sonntag, den 16.03.2014, 16.00 Uhr; Bewirtung ab 15.00 Uhr
 
 

Lesung: Ryad Assani-Razaki „Iman“
Buchcover
 
Lesung: Ryad Assani-Razaki „Iman“
Afrokanadischer Autor im Centre Culturel Français Freiburg

Zahllose Kilometer entfernt rückt Afrika immer näher. Ryad Assani-Razaki lässt in seinem großen Roman junge Menschen sprechen, die von den eigenen Eltern verkauft und von der Welt verraten wurden. Toumani, Alissa und Iman verbindet ein gemeinsames Schicksal, ihre Träume und Hoffnungen aber trennen sie. Die Liebe kommt ihrer Freundschaft in die Quere, und am Ende steigt einer der drei in ein Boot nach Europa.

Donnerstag, 13. März 2014 um 20:00 Uhr
Eintritt: 7 € / 5 € ermäßigt
Moderation und Übersetzung: Sonja Finck
Lesung deutscher Text: Corinna Henselmann

Centre Culturel Français Freiburg
Münsterstraße 11, 79098 Freiburg im Breisgau

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Lesung und Gespräch: „Gefühlsecht“
- Thomas Meinecke und Barbara Vinken in Lesung und Gespräch mit anschließender „spürBar“- Party

Ob Coolness, Wut auf das System oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Klasse: Mode ist Ausdruck eines Lebensgefühls und bedient die Zuordnung zu sozialen Rastern. Wie eng sie mit der historischen und gesellschaftlichen Konstruktion von Gefühlen und Gender verzahnt ist, zeigen die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken („Angezogen. Das Geheimnis der Mode“, 2013) und der Autor, Musiker und DJ Thomas Meinecke („Lookalikes“, 2011).

Moderation: Sonja Eismann, Missy Magazin. Im Anschluss legt Thomas Meinecke, Mitgründer der Band Freiwillige Selbstkontrolle (F.S.K.), in der „spürBar“ Platten auf.

Samstag 22.02., 20:00 Uhr: Festival Art Affects
im Kinosaal und Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40, 79102 Freiburg
Eintritt: 8/6 Euro
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Karlsruhe: "Prunkvoll bestattet"
Lesung und Vortrag zu Albert Bürklin im Info-Center am Hauptfriedhof

Unter dem Titel "Literatur und städtisches Leben - Albert Bürklin und seine Zeit" bietet das Info-Center am Hauptfriedhof am Donnerstag, 20. Februar, um 19 Uhr eine Lesung und einen Vortrag zur Ausstellung "Prunkvoll bestattet - 100 Jahre Bürklinsches Mausoleum" an.

100 Jahre steht das Bürklinsche Mausoleum auf dem Hauptfriedhof. Doch wer verbirgt sich hinter der Namensgebung? Wer war Albert Bürklin und welche Stellung hatte er in Karlsruhe? Kunsthistorikerin Simone Dietz präsentiert an diesem Abend eine Familiengeschichte mit interessanten und imposanten Begebenheiten. Die Veranstaltung dauert rund 1,5 Stunden. Treffpunkt ist das Info-Center am Hauptfriedhof. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung kann noch bis Samstag, 29. März, besucht werden. Die Öffnungszeiten des Info-Centers am Hauptfriedhof sind Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und Samstag von 10 bis 13 Uhr. Rückfragen sind telefonisch unter der Rufnummer 0721/782 09 33 möglich.
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ZWISCHEN/MIETE - SALON
Raus aus der Wohngemeinschaft, hinein in den Salon! Zum Leitungswechsel im Literaturbüro öffnet sich die studentische Reihe „zwischen/miete“ einmalig einem breiten Publikum: Junge Literaturfans treffen auf erfahrene LeserInnen, Bier und Brötchen auf Schampus und Schnittchen. Im Mittelpunkt steht, wie gewohnt, Literatur aus der jüngsten Schriftstellergeneration. Eingeladen ist mit Martin Kordić, 1983 in Celle geboren, eine der spannendsten Entdeckungen des Bücherfrühjahrs. In seinem Debütroman „Wie ich mir das Glück vorstelle“ erzählt er von der großen Reise eines kleinen Jungen, von Krieg, Freundschaft und der Kraft der Poesie. Mit dem Autor ins Gespräch kommt Martin Bruch, danach laden wir zu einem kleinen Empfang.

Da auch diese „zwischen/miete“ in einem Privatraum mit begrenztem Platz stattfindet, wird um Reservierung dringend gebeten; Parkplätze stehen leider so gut wie nicht zur Verfügung; Sitzkissen bitte mitbringen.

Mit: Studentenwerk Freiburg
Eintritt: 3 Euro
Samstag, 8. Februar, 20 Uhr
Max-Rieple-Weg 8, Freiburg
 
 

 
THERESIA WALSER UND KARL-HEINZ OTT
IN LESUNG UND GESPRÄCH

„Irgendwann lieben wir nicht mehr die Liebe, sondern nur noch die Gewohnheiten. Sie sind der Kitt der späten Ehejahre und halten zusammen, was immer wieder auseinanderzubrechen droht. Dennoch: Vor häuslichen Katastrophen schützt das nicht. Die gegenseitigen Vernichtungsorgien von Strindberg über Ibsen und Albee bis hin zu Yasmina Reza verraten es. Kriselnde Paare und ihre Lebenslügen sind auf der Bühne ein Dauerbrenner. Theresia Walser und ihr Mann Karl-Heinz Ott haben mit ihrem Stück Die ganze Welt dem Thema ein weiteres Kapitel hinzugefügt.“ Stuttgarter Zeitung

Theresia Walser, derzeit Hausautorin am Nationaltheater Mannheim, und der Schriftsteller Karl-Heinz Ott haben zahlreiche Preise und Auszeichnungen bekommen und leben in der Nähe von Freiburg.

Veranstaltet vom Förderkreis Literaturhaus Freiburg, mit freundlicher Unterstützung des Morat-Instituts
Eintritt: 7/4 €
am Donnerstag, 6. Februar, 20 Uhr
im Morat-Institut, Lörracher Straße 31
 
 

 
Matinee Gesangs-Lesung: Sumo, Sushi, Dauerlächeln
Zu einer außergewöhnlichen Gesangs-Lesungs-Matinee lädt die Emmendinger Buchhandlung Sillmann mit dem deutschen Schriftsteller Hans-Georg Kaethner und seiner japanischen Ehefrau Naoko Horii-Kaethner ein:

Sonntag, den 16. Februar 2014, 11.00 Uhr
Buchhandlung Sillmann
Theodor-Ludwig-Straße 26, 79312 Emmendingen

Hans-Georg Kaethner lebt in Basel und liest aus seine sehr detailreichen und höchst amüsanten Charakterstudien über eine andersartige, oftmals skurril anmutenden Gesellschaft. Assistiert wird er von seiner japanischen Ehefrau Naoko Horii-Kaethner, einer Mezzo-Sopranistin vom Theater Basel, die durch zahlreiche Konzerte bekannt geworden ist. Sie wird das gesprochene Wort mit japanischen und deutschen Liedern untermalen, wobei die Überleitungen von einer Lesestelle zum Lied besonders witzig und verblüffend sind. Naoko Horii-Kaethner wird zu den Geschichten aus Japan ausgewählte Lieder von Franz Schubert, Kozaburo Hirai, Johannes Brahms, Kosaku Yamada, Wolfgang Amadeus Mozart und Christoph Willibald Gluck vortragen.

Da die Teilnehmerzahl für diese japanische Matinee-Veranstaltung begrenzt ist, wird um eine Voranmeldung gebeten.

Eintritt: € 6.-
Anmeldung und Kartenvorverkauf bei der Buchhandlung Sillmann
Theodor-Ludwig-Straße 26 un 79312 Emmendingen
Tel. 07641-8563, buch-sillmann@t-online.de
 
 



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