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Mittwoch, 28. Juni 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Über die Schädlichkeit des Tabaks / Schwanengesang
Zwei Einakter von Anton Tschechow
Mit: Ignaz Kirchner und Rudolf Wessely
Regie: Elisabeth Panknin
Musik: Klaus Buhlert
(Produktion: DLF/ORF 2004)
Länge: 34 Minuten

"Ich selbst bin Raucher, aber meine Frau wollte, dass ich heute über die Schädlichkeit des Tabaks spreche, und da gibt es keine Widerrede ..." Iwan Ivanowitsch Njuchin soll im Auftrag seiner Frau einen Vortrag halten über den Schaden des Tabaks. Er bleibt schön beim Thema, bis seine Frau weg ist. Dann schweift er ab und nutzt die Gelegenheit, den Versammelten sein Leid zu klagen über seine Frau, seine Tochter, sein Familienleben. Und wie die Frau wieder auftaucht, kehrt er zurück zum Thema Tabak. Ein kurzer und gewitzter Einakter mit einer typischen Tschechow-Figur.

Die dramatische Etüde "Schwanengesang" entstand Anfang 1887. Tschechow schrieb dazu: "Ich habe ein Theaterstück in vier Viertelchen verfasst. Es ist in 15 bis 20 Minuten zu spielen. Das kleinste Drama der Welt ...". Der alte Provinzschauspieler Swetlowidow ist betrunken eingeschlafen. Nun irrt er nachts über die leere Bühne. Der Souffleur gesellt sich dazu, der kein Zuhause hat und immer im Theater schläft.

Das ursprünglich für diesen Termin vorgesehene Hörspiel "Irres Licht" von Uwe Dierksen und Matthias Göritz wird voraussichtlich Anfang 2014 gesendet.

Donnerstag, 26.09.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Munkel Trogg
Von Janet Foxley
Gelesen von Boris Aljinovic
Mit Eva Schramm

Tief im Rumpelberg, verborgen vor den Menschen, da leben die Riesen. Aber nicht alle sind groß: Munkel ist viel zu klein, um gut im Waffenschmieden oder Drachenpflegen zu sein, und in der Riesenschule hat er auch sonst nur Ärger. Eines Tages hat er genug davon, dass sich alle über ihn lustig machen und beschließt, etwas ganz Großes zu leisten. Doch schon bald merkt er: Heldenmut braucht man an ganz anderen Stellen, als er – und alle anderen Riesen – bisher gedacht haben.
Ein ebenso liebevolles wie witziges Märchen, humorvoll gelesen von Boris Aljinovic.

Samstag, 21.09.2013, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Septemberleuchten
Kriminalhörspiel von Martin Gülich nach seinem gleichnamigen Roman
Hörspielbearbeitung: Martin Gülich
Mit: Bernd Tauber, Janusz Cichocki, Bernd Gnann und Boris Burgstaller
Regie: Felicitas Ott
(Produktion: SWR 2013)
Länge: 56 Minuten

In den frühen Morgenstunden eines Herbsttages begehen drei Männer am Ufer eines Sees ein Verbrechen. Einer von ihnen gibt später zu Protokoll, was in der Nacht geschah – und will nur passiver Mitläufer gewesen sein. Der Mann, dem er berichtet, erzählt das Gehörte neutral und gleichsam unbeteiligt, ohne moralische Wertung. “Septemberleuchten” ist ein Monolog über die archaische Dynamik von Angst und Gewalt und dabei ein Kriminalstück mit unwiderstehlicher Sogwirkung, wie es in der Gegenwartsliteratur in Deutschland selten zu finden ist.

Ursendung am Freitag, 20.09.2013, 22.33 Uhr, SWR2 Krimi
Zweitsendung am Samstag, 21.09.2013, 21.03 Uhr, SWR4 Mundart-Hörspiel

Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
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Hörspieltipp: In der Strafkolonie
Kunstkopf-Hörspiel nach der gleichnamigen Erzählung von Franz Kafka
Mit: Bruno Ganz, Wolfgang Stendar u.a.
Hörspielbearbeitung und Regie: Claude Pierre Salmony
(Produktion: DRS 1981)
Länge: 44 Minuten

Während um Kafkas nachgelassene Romane wie “Der Process” oder “Amerika” ein editorischer Kampf um die richtige bzw. gültige Fassung tobt, erschien die 1914 entstandene Erzählung von ihm autorisiert 1919. Ein Forschungsreisender besucht eine Insel, die eine Strafkolonie ist. Er wird zu einer Exekution eingeladen. Die Exekutionsmaschine soll langsam dem Verurteilten das übertretene Gebot immer tiefer in den Körper ritzen, bis er schließlich stirbt. Ein Offizier, der auch die Funktion des Richters übernimmt, erläutert sachkundig diesen Mechanismus. Gegen diese Form der Bestrafung gibt es mittlerweile Bedenken. Der Reisende kann das nachvollziehen. Der Offizier bittet ihn, seine Einschätzung nicht öffentlich beim neuen Kommandanten kundzutun. Und plötzlich befreit er den Verurteilten aus der Maschine und legt sich selber auf das Gerät. Das setzt sich ebenso plötzlich automatisch – und nicht wie angekündigt laut und langsam, sondern leise und schnell – in Gang und tötet den Offizier. Der Reisende besucht anschließend das Grab des alten Kommandanten, der die Maschine erfunden hat, und verlässt die Insel. Interpretation: offen.

Donnerstag, 19.09.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Konstellationen
Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Nick Payne
Aus dem Englischen von Corinna Brocher
Komposition: Martin Bezzola
Regie: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR 2013 - Ursendung)
Länge: ca. 75 Minuten

Marianne ist Quantenphysikerin, Roland Imker. Ihre Liebesgeschichte von der anfänglichen Leidenschaft über den ersten Seitensprung bis hin zum “Dass der Tod euch scheidet” könnte ein übliches Beziehungsdrama sein, würde nicht Mariannes Forschungsgebiet auf überraschende Weise die Handlungsentwicklung bestimmen: Angenommen, es gäbe eine unüberschaubare Anzahl von Paralleluniversen, die sich bei jeder gefällten Entscheidung weiter verzweigen, so würde auch unser Leben in unendlich vielen Varianten existieren. Dieser Theorie folgend, entspinnt Payne viele mögliche Handlungsfäden statt eines linearen Strangs. Dasselbe Geschehen wird immer wieder anders erzählt, ein Wort zu viel – oder eines zu wenig – führt zu völlig verschiedenen Lebensverläufen.

Ursendung am Sonntag, 15.09.2013, 18.30 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag

Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
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Hörspieltipp: Ein Rucksack voller Sand
Von Elisabeth Steinkellner
Gelesen von Tino Leo
Mit Christoph König

Paula träumt vom Reisen: von der Wüste und vom Meer, vom Dschungel und von den Bergen. Die Eltern können ihre Tochter nicht verstehen: “Stell dir vor, dir klaut jemand deine Sachen! Oder du wirst krank und niemand hilft dir?”
Eines Tages steht Samir vor der Tür, ein Freund der Familie, und kündigt an, dass er verreisen wird. “Ich komme mit!”, sagt Paula, und das macht sie auch. Als Paula wieder nach Hause kommt, hat sie ein ganz besonderes Mitbringsel im Rucksack. Eine wunderbare Geschichte über den Reichtum, den man auf Reisen sammeln kann.

Samstag, 14.09.2013, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Ans Wasser
Kriminalhörspiel von Elisabeth Herrmann
Mit: Sandra Borgmann, Martin Reinke u.a.
Regie: Sven Stricker
(Produktion: NDR 2013)
Länge: 54 Minuten

Hamburg-Wilhelmsburg, Europas größte bewohnte Flussinsel, Heimat für Menschen aus 40 Nationen, gilt als sozialer Brennpunkt. Durch die Internationale Bauausstellung und die Internationale Gartenschau wird dem Stadtteil 2013 ein neues Gesicht gegeben. Jennifer Lorenz, die sich JayLo nennt, sieht im Wandel ihre Chance. Der Fotograf Daniel Wettinghusen prophezeit ihr eine glanzvolle Modelkarriere. Als seine Leiche unter Seerosen im Kuckucksteich gefunden wird, gehört JayLo zum Kreis der Verdächtigen. Hauptkommissarin Bettina Breuer quartiert sich in Wilhelmsburg ein.

Radio Tatort am Freitag, 13.09.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
und Samstag, 14.09.2013, 21.03 Uhr, SWR4 (Wiederholung)

Diese Folge steht ab Montagabend nach der Sendung vier Wochen zum Download bereit: www.radiotatort.ard.de. Auch als Podcast abonnierbar!
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Hörspieltipp: Nanga Parbat
Hörspiel von Kai-Uwe Kohlschmidt
Mit: Wolfgang Wagner, Momo und mutare ensemble
Komposition und Realisation: Kai-Uwe Kohlschmidt
(Produktion: HR 2007)
Länge: 59 Minuten

Der Nanga Parbat (”Nackter Berg”) – auch als Diamir (”König der Berge”) bekannt – ist die größte sichtbare, freistehende Massenerhebung der Erde. Mit 8125 Metern ist er als der westliche Eckpfeiler des Himalayas der neunthöchste Berg der Welt. Unter Alpinisten gilt er als anspruchsvollster der Welt. Die Wahrscheinlichkeit, bei der Gipfelbesteigung zu sterben, ist rund dreimal höher als am Mount Everest. Reinhold Messner hat hier im ewigen Eis seinen Bruder verloren. Fünf befreundete Künstler suchen nach extremer Selbsterfahrung, die sie für ihre Arbeit nutzen wollen. Sie machen sich 2004 auf den Weg, eine sächsische Bergsteiger-Expedition bis zum Basislager zu begleiten und ihre Gipfelbesteigung von dort zu verfolgen. Für einen der Sachsen endet sie mit dem tödlichen Absturz. Einer der Künstler ist der Komponist Kai-Uwe Kohlschmidt. Er brachte von der Reise zurück: seine lakonischen Tagebuchprotokolle, O-Töne von Naturgeräuschen und Gesprächen während des Verlaufs der Expedition und schließlich den dokumentierten Funkverkehr zwischen Basislager und Gipfelstürmern. Auf der Grundlage dieser Materialien komponiert er ein Wort-Musik-Stück, das sich suggestiv wie mit kaltem artistischem Kalkül auf dem schmalen Grat zwischen Requiem auf einen verstorbenen Bergsteiger und Apotheose einer faszinierenden wie gnadenlosen Grenzerfahrung bewegt.

Donnerstag, 12.09.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 



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