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Mittwoch, 22. November 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Richthofen
Hörspiel von Gert Hofmann
Mit: Ernst Jacobi, Charles Wirths, Hans Meyer u. a.
Regie: Walter Adler
(Produktion: HR/NDR/RIAS 1979)
Länge: 37 Minuten

Manfred Albrecht Freiherr von Richthofen, genannt der Rote Baron, wurde am 2. Mai 1892 in Breslau geboren und war ein deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg. Er erzielte die höchste Zahl von Luftsiegen, die im Ersten Weltkrieg von einem einzelnen Piloten erreicht wurde. Am 21. April 1918 wurde er im Luftkampf über Frankreich abgeschossen. Er wird vielfach als Ikone des fairen und tapferen Soldaten sowie des patriotischen Adligen angesehen. Aus der Jurybegründung zum Hörspiel des Monats Juni 1979: “Hofmann hat aus den autobiografischen Dokumenten des Barons einen comicartigen Bilderbogen aus 50 Szenen geschaffen, der sich nicht auf individuelle und gesellschaftliche Bedingungen einlässt. Vielmehr entsteht in der plakativen Verkürzung der Kriegs-, Jagd- oder Familienereignisse und in der Wiedergabe der krampfhaft flotten Sprechweise des Barons eine Groteske, die betroffen macht. Der großen Kindlichkeit Richthofens trägt die Inszenierung Rechnung. Flugzeug- und Maschinengewehrgeräusche werden nicht technisch naturgetreu wiedergegeben, sondern wie im Kinderspiel mit der menschlichen Stimme nachgemacht. Die Rohheit des Krieges wird durch diese Infantilisierung nicht gemildert – im Gegenteil.”

Donnerstag, 05.06.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: TAXI
Hörstück von Johannes S. Sistermanns
Komposition und Realisation: Johannes S. Sistermanns
(Produktion: SWR 2014)

”In einem Taxi vermuten wir immer den Ortskundigen. Was zählt, ist hier das Taxameter, oftmals ist die Fahrt eine lange Schweigeminute. Diskretion inbegriffen. Ein nicht enden wollendes Rauschen des fahrenden Taxiraumes, des sprechenden Taxifahrers. Doch dann kommt alles anders: Wo kommst du her? Und ich frage dann auch: Wo kommst du her? So geschehen in Hong Kong, New York, Perth, Rom, Fremantle, Shanghai, Adelaide, Istanbul, Berlin, Köln. Denn nicht selten sind Taxifahrer selbst die Ortsunkundigen, Fliehenden, Flüchtigen und nicht Sesshaften. Und, wohin ist der Taxifahrer unterwegs? Er ist auch am neuen Ort ein Rastloser, dauernd auf Achse und fährt andere. Die temporäre Transitsituation Taxi – Auto – Fahrgast – Fahrer – abgeschlossener Innenraum ergibt eine kurze, äußerst komplexe Klangsituation: Radiostationen, Funkverbindung mit der Zentrale, die Fahrgeräusche bei geschlossenem wie geöffnetem Fenster. In der Klangmontage werden Gespräche nicht beendet, nur unterbrochen, später wieder fortgeführt. Hochgeschwindigkeits-Klangbänder rauschen vorüber, bevor sie im Echo der Städte versickern: akustische Durchgangsstationen, die zur auditiven Sozialfotografie gerinnen.”

Ursendung
Dienstag, 03.06.2014, 23.03 Uhr, SWR2 ars acustica

Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung 2 Wochen als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
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Hörspieltipp: Mafarka, der Futurist
Nach dem gleichnamigen Roman von Filippo Tommaso Marinetti
Aus dem Französischen von Janina Knab
Mit: Bernhard Schütz, Eva Gosciejewicz, Sophie von Kessel, Eva Schuckardt und Uwe Dierksen
Komposition: Klaus Buhlert
Hörspielbearbeitung: Michael Farin
Regie: Klaus Buhlert
(Produktion: BR 2002)
Länge: 80 Minuten

Filippo Tommaso Marinetti, Begründer des Futurismus und Zerstörer jeglichen Sprachzwangs, greift mit seinem 1909 in französischer Sprache geschriebenen Roman “Mafarka, der Futurist” tief in die Pathos-Klaviatur eines höchst eigenen “Helden”-Liedes. Er zelebriert überbordende Allmachtsvisionen, Übermensch-Fantasien und zynischen Antihumanismus. Die in Marinettis Roman formulierte Verachtung der Frau, die nicht enden wollende Glorifizierung von “Männern mit breiten Schläfen und einem Kinn aus Stahl” und deren “heroischen Körpern” sowie seine Verherrlichung eines ungehemmten Vitalismus, gipfelnd in einer Hymne auf jeden Krieg, ist ohne Beispiel in der Geschichte der Literatur.

SWR2 Extra: Der Erste Weltkrieg
Sonntag, 01.06.2014, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Letztes Heimspiel
Mundarthörspiel von Mona Frick
Regie: Günter Maurer
(Produktion: SWR 2014)
Länge: ca. 50 Minuten

Horst Bromstetter lebt in Tübingen und ist begeisterter Fußballfan. Gern fährt er zusammen mit seiner Frau Erna zu den Spielen seiner Mannschaft in die Landes­hauptstadt. Leider verlieren seine Stuttgarter Jungs – wie schon so oft das Spiel gegen Frankfurt 94. Ent­täuscht verlässt Bromstetter die Fußballarena, als er beim Gang durch die Stadionreihen einen Toten ent­deckt. Er benachrichtigt sofort die Polizei und trifft auf Oberkommissar Schäfer. Auch der hat das vermaledeite Spiel miterlebt und kann sofort mit den Ermittlungen beginnen. Schon bald gerät ein bekannter Hooligan un­ter Verdacht. Schäfer und sein junger Kollege Henning stoßen auf immer neue Spuren, die mehr als 40 Jahre zurückliegen und auf den Bundesliga-Skandal in den Siebzigern verweisen.

Ursendung
Samstag, 31.05.2014, 21.03 Uhr, SWR4 Mundarthörspiel

Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR.de/SWR4/bw
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Hörspieltipp: Tränen kreist der Raum
Hörspiel von Michael Trabitzsch nach Briefen und Tagebüchern von August Stramm, Wilhelm Klemm und Wilhelm Groener
Mit: Michael König, Heinrich Giskes und Traugott Buhre
Regie: Ulrich Gerhardt
(Produktion: SFB 1990)
Länge: 70 Minuten

In einer Montage aus Briefen und Tagebüchern erzählen drei Männer aus dem Ersten Weltkrieg. Ihr Dialog ist fiktiv. August Stramm wird am 1. August 1914 als Hauptmann eingezogen. Er ist 40 Jahre alt, hoher Beamter in der Reichspostverwaltung in Berlin. Seit dem Frühjahr 1914 werden seine Gedichte und Dramen in der Kunstzeitschrift “Der Sturm” publiziert. Mit dem Herausgeber Herwarth Walden und dessen Frau Nell verbindet ihn eine enge Freundschaft, an sie schreibt er seine Briefe. Wilhelm Klemm ist 33 Jahre alt, approbierter Arzt. Seit 1914 gehört er zum Kreis der frühexpressionistischen Dichter um die in Berlin erscheinende Zeitschrift “Die Aktion”. Er wird als Feldarzt eingezogen. Seine Briefe sind an seine Frau gerichtet. Oberst Wilhelm Groener ist 1914 47 Jahre alt. Als Chef des Feldeisenbahnwesens ist er verantwortlich für den Aufmarsch des Heeres und die Verschiebung von Armeegruppen.

SWR2 Extra: Der Erste Weltkrieg
Donnerstag, 29.05.2014, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Feiertag
 
 

 
Hörspieltipp: Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor
Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Joke van Leeuwen
Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers
Hörspielbearbeitung und Regie: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR 2014)
Länge: 55 Minuten

Bevor Todas Vater ein Busch wurde, war er Feinbäcker. Jeden Tag buk er 20 Sorten Kuchen und drei Sorten Torte. Aber dann begannen die einen, gegen die anderen zu kämpfen, und Todas Vater musste weg, um die einen gegen die anderen zu verteidigen. Zum Glück hat er ein Buch, in dem erklärt wird, wie man sich tarnen kann, z. B. als Busch. Toda bleibt bei ihrer Oma, bis der Krieg auch zu ihnen kommt und es zu gefährlich für ein Kind wird. Toda soll über die Grenze gehen, nach woanders, wo ihre Mutter wohnt. Der Weg nach woanders ist weit und steckt voller Gefahren und Abenteuer. Doch Toda gibt nicht auf!

Ursendung
Donnerstag, 29.05.2014, 14.05 Uhr, SWR2 Spielraum

Dieses Hörspiel steht nach der Sendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
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Hörspieltipp: Herr Fuchs mag Bücher
Von Franziska Biermann
Gelesen von Jürgen Thormann
Moderation: Eva Schramm

Der kleine Herr Fuchs hat Bücher zum Fressen gern! Er mag Bücher so sehr, dass er immer, wenn er eines gelesen hat, dasselbe mit Salz und Pfeffer verspeist. Leider ist der kleine Herr Fuchs nicht reich genug, um seine Kost im Laden zu kaufen. Er besorgt sich seine Lebensmittel aus der Bibliothek. Eines Tages wird er bei einer Mahlzeit erwischt und wandert ins Gefängnis. Das ist schlimm. Doch zum Glück bringt ihm der Gefängniswärter Herr Schultz Papier und Stifte. Nun schreibt der kleine Herr Fuchs sich seine Bücher selbst.

Die Arbeit der Illustratorin und Autorin Franziska Biermann zeichnet sich durch eine Kombination aus federleichtem Humor, Originalität und großem handwerklichen Können aus.

Samstag, 24.05.2014, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Blut am Schuh (1/2)
Kriminalhörspiel von Ralf Günther und Leonhard Koppelmann
Komposition: Henrik Albrecht
Mit: Reinhard Schulat, Christian Korp, Diether Krebs, Thomas Lang, Nina Hoger, Paul Mahwera u.a.
Regie: Leonhard Koppelmann
(Produktion: WDR 1996)
Länge: 55 Minuten

Der Kölner Schuhfabrikant Banz steht kurz vor der Pleite. Mit Hilfe des ehrgeizigen Sportredakteurs Lieblich, seinem Schwiegersohn in spe, erhofft sich Banz den entscheidenden Durchbruch. Um seine marode Firma zu sanieren, steigt er ins Fußballgeschäft ein und wird Präsident des Zweitligaklubs “Kölner Eintracht”. Mit einem aus dem Senegal eingekauften “Wunderstürmer” startet er den Siegeszug der “Eintracht” und des “Wunderschuhs” Marke Banz. Mit rechten Parolen, unterstützt von den Fanclubs, bewirbt sich Banz um das Bürgermeisteramt. Doch er hat die Rechnung ohne den linken Sensationsreporter Rothermund gemacht.

Freitag, 23.05.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi

(Teil 2: Freitag, 30. Mai, 22.03 Uhr)
 
 



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