lesen-oder-vorlesen.de
Samstag, 24. Juni 2017
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Rot und Schwarz (1/3)
Nach dem gleichnamigen Roman von Stendhal
Aus dem Französischen von Friedrich von Oppeln-Bronikowski
Mit: Markus Meyer, Chris Pichler, Jaschka Lämmert, Linda Olsansky, Cornelius Obonya, Corinna Kirchhoff, Michael Rotschopf u.a.
Komposition: Christian Zanési
Hörspielbearbeitung: Helmut Peschina
Regie: Marguerite Gateau
(Produktion: DLR/ORF 2004/2005)
Länge: 58 Minuten

Der begabte aber arme Julien Sorel schwärmt für Napoleon, hält sich für einen geschickten Manipulator und folgt aus strategischen Gründen nicht seinem Herzen, sondern Ehrgeiz, Stolz und Eitelkeiten. Durch den Klerus und die Liebe zweier schöner Frauen gelingt ihm vor dem Hintergrund der französischen Restauration schnell der Aufstieg in die Pariser Gesellschaft. Oben angelangt, verstrickt sich Sorel in politische Intrigen von Landadel, Klerus sowie Machenschaften des Hochadels und landet schließlich unter dem Fallbeil. “Rot und Schwarz”, Stendhal berühmtestes Werk, erschien 1830, in einer Zeit des Umbruchs: Das Bürgertum drängte in die herrschenden Positionen, Adel und Klerus steuerten dagegen.

Sonntag, 20.04.2014, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Feiertag

Teil 2, Ostermontag, 21. April, 18.20 Uhr
Teil 3, Sonntag, 27. April, 18.20 Uhr
 
 

 
Hörspieltipp: Löffel hoch!
Lob auf Meister Lampe
Moderation: Christoph König

Wie gut, dass ein Hase nicht lesen kann,
dachte der Hase und rieb sich die Pfoten.
Er holte tief Luft und öffnete dann
die Tür mit der Aufschrift “Zutritt verboten”.
(Frantz Wittkamp)

Hase und Ei sind Sinnbilder für die Fruchtbarkeit, das Ei verkörpert die Auferstehung, der Hase die Freude am Frühling. Aber neuerdings kommt der Hase nicht nur an Ostern zum Einsatz, sondern auch als Weihnachtshase und als Glücksbringer rund ums Jahr. In den Buchhandlungen und Büchereien stapeln sich Hasenbücher mit Löffelgedichten und Detektivgeschichten – während der Feldhase in der freien Natur immer wieder vom Aussterben bedroht ist. Wir feiern den Triumph des Hasen und seiner tierischen Freundinnen und Freunde.

Samstag, 19.04.2014, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Tintenherz (1/3)
Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Cornelia Funke
Mit: Stephan Schad, Rainer Strecker, Robin Brosch, Leonie Landa, Peter Kaempfe, Lars Rudolph u. a.
Musik: Jan-Peter Pflug
Hörspielbearbeitung und Regie: Frank Gustavus
(Produktion: Oetinger Media 2013)
Länge: ca. 55 Minuten

Warum liest Meggies Vater Mo ihr niemals vor? Und wohin ist ihre Mutter wirklich verschwunden? Erst als Meggie von Bösewicht Capricorn gefangen genommen wird, erfährt sie die Wahrheit: Mo kann die Figuren aus den Büchern “herauslesen”, während reale Menschen darin verschwinden – so auch Meggies Mutter. “Ich war sicher, dass ‘Tintenherz’ nur eine Geschichte für Büchersüchtige werden würde, unverdaulich für alle, die nicht wie ich zwischen Stapeln von Gedrucktem leben. Dass dieses Buch die Sucht sogar bei Nichtlesern auslösen kann, war das Wunderbarste, was es mir beschert hat. ‘Tintenherz’ hat mich selbst für alle Zeit süchtig nach schönen Büchern gemacht. Es wird mich immer daran erinnern, dass ein Buch ein Objekt der Begierde sein sollte”, so Cornelia Funke heute über den Erfolg von “Tintenherz”.

Samstag, 19.04.2014, 14.05 Uhr, SWR2 Spielraum

Teil 2: Ostersonntag, 20. April, 14.05 Uhr
Teil 3: Ostermontag, 21. April, 14.05 Uhr
 
 

 
Hörspieltipp: Kaiser Wilhelm Overdrive Remix
Hörstück von Andreas Ammer und FM Einheit
Musik und Realisation: Andreas Ammer/FM Einheit
(Produktion: BR 1991/95)
Länge: 22 Minuten

Allgemein gefasst, bedeutet Remix eine Neumischung eines Titels auf der Basis des Mehrspur-Originals, wobei der Titel zerlegt werden kann und von Grund auf mit hinzu gemischten Klangeffekten, Neueinspielungen von Instrumenten sowie einer weitreichenden klanglichen Veränderung des vorhandenen Materials neu zusammengesetzt wird. Manchmal erscheinen über ein Dutzend Versionen von einem Song, die dann an die DJs gehen. “Unseren Kaiser Wilhelm” tanzbar machen und trotzdem die kritische Perspektive bewahren? Dem Duo Ammer/Einheit ist das gelungen. Sie haben sich das O-Ton-Hörspiel “Kaiser Wilhelm Overdrive” von 1991, das aus Tondokumenten aus den Jahren bis 1918 bestand, erneut vorgenommen. Im digitalen Remix rauscht noch einmal die grammofonische Mobilmachung Kaiser Wilhelms vorbei und wird das Tonstudio zur Fälscherwerkstatt, die dem deutschen Kaiser Sätze wie “es muss denn das Ross nun entscheiden” in den Mund legt – mit einer schnellen und lauten Musik. Und der letzte Kastrat singt auch noch dazu.

SWR2 Extra: Der Erste Weltkrieg
Donnerstag, 17.04.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio

Im Anschluss:
”Eingedenken” (8+9/20)
Installation in 20 Teilen für Radio und Web von Christoph Korn nach Walter Benjamins “Über den Begriff der Geschichte”
(Produktion: SWR 2014)
”Eingedenken” mit Video steht nach der Sendung zum Download auf: SWR2.de/hoerspiel
Mehr
 

 
Hörspieltipp: Die Entfernung der Amygdala
Von Markus Orths nach seinem gleichnamigen Theaterstück
Regie: Silke Hildebrandt
(Produktion: SWR 2014)
Länge: 56 Minuten

Nina Krohn wird sterben. Ihre Neurochirurgin Anne Buber gibt ihr ein halbes Jahr. Ein eigentlich inoperabler Tumor. Es sei denn, man würde Ninas Amygdala gleich mit entfernen, jenen Ort im Gehirn, in dem – laut neurowissenschaftlicher Forschung – unter anderem die Angst “entsteht”. Ohne Amygdala aber würde Nina ein gefühlstotes, betäubtes Leben führen. Ninas Angst droht sie zu ersticken. Sie weiß nicht, wie sie es ihrem Mann sagen soll: Paul Bernstein, einem eigenbrötlerischen Philosophen. Sie schafft es nicht allein und bittet ihre Ärztin Anne, sie bei diesem Gang zu begleiten. Die Situation spitzt sich zu, als die Neurochirurgin in Ninas Mann jenen Philosophen erkennt, mit dem sie nach einem Symposium eine wilde Nacht verbracht hat. Und dann sind da noch der Sargverkäufer Gernot, in dessen “Kiste” Nina steigt, weil sie alles über den Tod herausfinden will; Ninas Mutter Ilse, die pausenlos spricht, ohne dass man sie gefragt hätte; sowie das Smartphone Galaxy mit Sprechfunktion, ein sehr moderner Gott der Technik, der fast nie um eine Antwort verlegen ist. In seiner “komischen Tragödie” nähert sich Markus Orths dem Phänomen des Todes aus fünferlei Perspektive: als existenzielles Drama, als burleske Farce über das Geschäft mit dem Sterben, als Boulevardkomödie der Verdrängung, sowie im Widerstreit des naturwissenschaftlichen und philosophischen Diskurses. Dieser Genre-Mix seziert die Vielzahl der Möglichkeiten, mit denen wir dem eigenen Ende ins Gesicht schauen – oder eben nicht.

Ursendung
Sonntag, 13.04.2014, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag

Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung als Download auf: SWR2.de/hoerspiel
Mehr
 

 
Hörspieltipp: Weltkrieg in Ingersheim
Von Josephine und Clara Bohn
Mit Christoph König

”Am Montag, den 17. August kam spät abends ein Soldat zu uns. Er bat uns um eine Welle Stroh, denn sie mussten unter argem Regen bei den Kanonen Wache halten. Er klagte uns seinen Hunger. Wir bereiteten ihm deshalb etwas zu. Noch drei weitere Brüder von ihm sind im Feld. Von der ganzen Familie hatte er keine Nachricht.”
Zwei Schwestern aus Ingersheim im Elsass, Josephine und Clara Bohn, haben von 1914 bis 1919 gemeinsam Tagebuch geführt. Bei Kriegsausbruch waren sie 9 und 13 Jahre alt. Sie schrieben auf lose Heftseiten, auf Packpapier, Kalenderblätter … Diese Aufzeichnungen sammelten sie in einem Schuhkarton, und den gibt es bis heute.

Samstag, 12.04.2014, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte

Die Geschichte steht nach der Sendung ein Jahr zum Download unter www.kindernetz.de/spielraum.
Mehr
 

 
Hörspieltipp: Die Katze des Libanesen
Kriminalhörspiel von John von Düffel
Mit: Marion Breckwoldt, Markus Meyer, Katharina Matz u. a.
Regie: Christiane Ohaus
(Produktion: Radio Bremen 2014)
Länge: ca. 54 Minuten

Nach einem Blutbad in einer Bremer Wohnung ist Hauptkommissarin Evernich ratlos. Niemand will etwas gesehen oder gehört haben. Doch es gibt zwei Überlebende der Tat: einen traumatisierten Schwerverletzten ohne Erinnerung und eine Katze. Da niemand das Tier kennt, landet es bei Staatsanwalt Dr. Gröninger. Während sich Kommissarin Evernich in den Fängen eines mächtigen libanesischen Clans verstrickt und dabei ihr Leben riskiert, bringt Gröninger die Katze zu Evernichs Mutter. Diese entpuppt sich als Tierkennerin. Mit ihrer Hilfe gelingt es Gröninger, das Tier zu verstehen.

ARD Radio Tatort
Freitag, 11.04.2014, 22.33 Uhr, SWR2 Krimi
sowie Samstag, 12.04.2014, 21.03 Uhr, SWR4

Diese Folge steht ab Montagabend nach der Sendung vier Wochen zum Download auf: www.radiotatort.ard.de. Auch als Podcast abonnierbar!
Mehr
 

 
Hörspieltipp: Eingedenken (1-7/20)
Installation in 20 Teilen für Radio und WEB von Christoph Korn
Unter Verwendung von Walter Benjamins Text “Über den Begriff der Geschichte”, Teil 1-20
Realisation: Christoph Korn
(Produktion: SWR 2014/Ursendung)
Einführung: Manfred Hess
”Eingedenken” mit Video steht nach der Sendung als Download auf: SWR2.de/hoerspiel
Länge: 50 Minuten

Walter Benjamins “Über den Begriff der Geschichte” (1940) besteht aus 20 kurzen, formal zwischen Prosadichtung und Essay stehenden Texten. Sie ziehen eine Linie, die die Auslöschung menschlicher Erfahrungsräume von den Materialschlachten des Ersten Weltkriegs bis hin zu faschistischen Massenbewegungen umkreist. Der Erste Weltkrieg wird hier nicht als Solitär begriffen, sondern als Konsequenz eines negativen Geschichtsprozesses, der in der Moderne, d.h. im Kapitalismus gründet. Benjamin setzt gegen den leeren Erfahrungsraum emphatisch den Begriff des geschichtlichen “Eingedenken”. Die Texte scheinen so auf als Zeugnis seiner Sehnsucht nach Sprachwerdung der/des in der Geschichte Unterdrückten wie seiner Sehnsucht nach “messianischer Erlösung”. Auf der Flucht vor den Nazis nahm sich Benjamin am Ende seines Fluchtwegs vom französischen Dorf Banyuls sur-Mer hin zum spanischen Grenzort Portbou das Leben. Im Reisegepäck: der Text. Er erschien 1942 in den USA, herausgeben von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Diese Druckfassung liegt der Installation zugrunde. Christoph Korn geht den etwa fünfstündigen Fluchtweg über die Pyrenäen mit dem Mikrofon nach. Dieser führt über verkehrsreiche Straßen und einschlägige Wanderwege bis in unwegbares Gelände mit grandiosen Naturausblicken. Während des Weges spricht Korn die 20 Texte ein. Nach jeder 5-minütigen Teilstrecke mit Text folgt ein 5-minütiger Kamerablick zurück auf den bereits beschrittenen Weg.

SWR Extra: Der Erste Weltkrieg
Donnerstag, 10.04.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio

(Die Audio-Teile 8 bis 20 senden wir in den folgenden Wochen jeden Donnerstag im Anschluss an das Hörspiel-Studio; die Videos sind nur im Netz abrufbar.)
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 
SWR2.jpg


Copyright 2010 - 2017 Benjamin Jäger