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Mittwoch, 22. November 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Theogonie (1/2)
Hörstück von Raoul Schrott als Nachdichtung des gleichnamigen Werks von Hesiod und ergänzt um syro-anatolisch und hethitische Quellen
Einrichtung, Musik und Regie: Klaus Buhlert
(Produktion: SWR/NDR 2014)
Länge: 57 Minuten

Die Musen haben eine lange und wechselvolle Entwicklungsgeschichte. Heute stellt man sich unter einer Muse eine Art künstlerisches Pin-up-Girl, eine Inspirationsquelle für das Eigene vor. Sie gelangten über die Dichter des augusteischen Zeitalters (Horaz, Vergil, Properz, Ovid) zu uns. Vorbilder waren ihnen wiederum die Griechen: Sie sahen die Musen als etwas, das durch den Dichter spricht, den sie zu ihrem Sprachrohr machen. Von einer Ausdifferenzierung der Künste durch die einzelnen Musen, davon war auch keine Rede. Die Musen hauchen Hesiod am Gipfel des Berges Helikon, unweit Thebens gelegen in einer malerischen Szenerie mit weitem Blick über den Golf von Korinth und Euböia, ihre Stimme ein. Sie weihen ihn als Verkünder einer neuen Götterlehre. So schildert Hesiod das Entstehen der Welt und der einzelnen Göttergenerationen, erzählt von ihren Kämpfen untereinander und von Prometheus und Pandora, von Dämonen und Monstern, von Zeus’ Machtergreifung am Olymp und den Liebschaften der Götter. Nach seiner viel diskutierten Nachdichtung der “Ilias” von Homer legt Raoul Schrott 2014 eine neue Fassung des ersten ‘Stücks griechischer Literatur’ vor: Hesiods Götterlehre, seine “Theogonie”. Für das Hörspiel hat er seine Nachdichtung um weitere historische Quellen ergänzt und zu einem Stimmenspiel erweitert.

(Teil 2, Donnerstag, 18. Dezember, 22.03 Uhr)


Ursendung
Donnerstag, 11.12.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Das Phantom des Alexander Wolf
Nach dem gleichnamigen Roman von Gaito Gasdanow
Mit: Sebastian Blomberg, Valery Tscheplanowa, Gerd Wameling u.a.
Hörspielbearbeitung: Klaus Schmitz
Regie: Oliver Sturm
(Produktion: MDR/DLF 2013)
CD-Edition: Hörverlag
Länge: 79 Minuten

Ein ehemaliger Weißgardist erinnert sich an ein tragisches Erlebnis im Bürgerkrieg in Russland, als er einen Reiter niederschoss. Jahre später, im Exil in Paris, findet er den Vorfall in einem Buch beschrieben. Er versucht den Autor namens Alexander Wolf zu treffen, doch stattdessen begegnet er der rätselhaften Jelena und verliebt sich in sie. Eines Tages erzählt sie ihm von ihrem früheren Geliebten, der dachte, bald sterben zu müssen, weil er dem Tod schon einmal entronnen war. Gaito Gasdanow erzählt in seinem 1947/48 in einer Exilzeitschrift in New York auf Russisch erschienenen Roman von einem “unglaublichen Zusammentreffen von Umständen”, von Liebe, Tod und Erinnerung.

Sonntag, 07.12.2014, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Frisch ausgepackt
Aktuelles vom Buch- und CD-Markt
Mit Christoph König

Habt ihr schon wieder alles ausgelesen, alle CDs gehört und der Nikolaus hat euch heute leider nur Nüsse, Orangen und Schokolade gebracht? Dann ist das eure Sendung! Jede Woche bekommen wir viele spannende und großartige Neuerscheinungen auf den Tisch. In “Frisch ausgepackt” stellen wir euch einige davon vor, lesen aus Büchern, hören in Hörbücher hinein, und natürlich spielen wir für euch jede Menge Musik. Da findet sich bestimmt noch ein super Hinweis für den Wunschzettel! Denn ihr wisst ja: In 18 Tagen ist Weihnachten!

Samstag, 06.12.2014, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Die Gentlemen bitten zur Kasse
Kriminalhörspiel von Sándor Ferenczy
Mit: Horst Tappert, Gerhart Lippert u.v.a.
Musik: Kai Warner
Bearbeitung und Regie: Sándor Ferenczy
(Produktion: Audio Factory 1966 / 2013)
Länge: 50 Minuten

Zu Beginn des Jahres 1966 war der Fernseh-Dreiteiler “Die Gentlemen bitten zur Kasse” ein Straßenfeger der Extraklasse. Mehr als 35 Millionen Zuschauer verfolgten den Film über den Postzugraub in Großbritannien vom 8. August 1963. Dieser gilt bis heute als der größte Raubüberfall des 20. Jahrhunderts. Sándor Ferenczy schrieb und produzierte 1968 dieses Stereo-Hörspiel mit einem großen Staraufgebot – allen voran Horst Tappert. Das auf Vinyl erschienene Hörspiel galt lange als verschollen. Nun wurde das legendäre Orchester-Stück aufwändig und originalgetreu restauriert.

Freitag, 05.12.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: Feuille d’Album
Nach der gleichnamigen Erzählung von Katherine Mansfield
Mit: Simone Aughterlony, Patrick Güldenberg u.a.
Musik: Bernadette Johnson
Hörspielfassung und Regie: Franziska Hirsbrunner
(Produktion SRG/DLR 2010)
Länge: 36 Minuten

Paris um 1917: Ian French, ein junger Maler, schüchtern und eigenwillig, wird von den Frauen der Bohème umschwärmt. Je weniger er auf ihre Avancen eingeht, desto interessanter wird er für sie. Und die Projektionen schießen ins Kraut. Am Ende aber lassen die Frauen enttäuscht von ihm ab. Der Maler kann sich in seinem schäbigen, aber überaus ordentlich gehaltenen Atelier wieder ungestört seiner Kunst widmen. Doch dann verfällt der scheinbar so autarke junge Mann selber einer Projektion, als er eine neue Nachbarin erblickt und sie durch die Stadt verfolgt …

Frauen-Geschichten (4)
Donnerstag, 04.12.2014, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Sackgasse im Himmel
Hörspiel von Matt Wand
Aus dem Englischen von Christian von Arnim
Mit: Valery Tscheplanowa und Julia Neupert
Komposition: Matt Wand
Regie: Matt Wand
Sprachregie der deutschen Fassung: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR 2014)
Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel
Länge: 52 Minuten

Matt Wand bezeichnet sein Hörspieldebut als “audio electro-acoustimentary” und lädt zu einer siebentägigen Luftschiffreise mit obskuren Gästen und einem seltsamen Begleitprogramm ein. Zu dessen Hauptattraktion zählt die Hellseherin Madam Mertvyeslova, die Kontakt zu den verstorbenen Angehörigen der Mitreisenden aufnimmt. Das Hörspiel speist sich aus der Vielzahl der kleinen Geschichten über und Erinnerungen an die beeindruckenden Ereignisse der 140-jährigen Geschichte und Mythologie des Zeppelins.

Ursendung
Dienstag, 02.12.2014, 23.03 Uhr, SWR2 ars acustica
 
 

 
Hörspieltipp: Schachnovelle
Nach der gleichnamigen Novelle von Stefan Zweig
Mit: Gert Westphal, Willy Trenk-Trebitsch, Max Noack, Kurt Lieck, Mario Adorf u.a.
Hörspielbearbeitung: Klaus L. Graeupner
Regie: Werner Hausmann
(Produktion: HR/SR/DRS 1959)
Länge: 66 Minuten

Ein als Schachspieler mäßig dilettierender Ich-Erzähler berichtet von seiner Begegnung mit dem Weltschachmeister Mirko Czentovic, den ein selbstgefälliger Millionär gegen Honorar zu einer Simultanpartie herausfordert. Ein fremder Herr, der österreichische Emigrant Dr. B., greift beratend in die hoffnungslos verfahrene Partie ein und rettet gegen den eiskalt operierenden Weltmeister ein schmeichelhaftes Remis. Dr. B., als Vermögensverwalter großer Klöster von der Gestapo verhaftet, hatte sich – in einem Hotelzimmer hermetisch von der Außenwelt abgeschnitten – vor nervlicher Zermürbung und geistiger Aushöhlung bewahrt, indem er Monate lang eine Sammlung von 150 Meisterpartien blind durchspielte und mit diesen intellektuellen Exerzitien jene Widerstandskraft zurückgewann, die ihm die täglichen Verhöre abverlangten.

Sonntag, 30.11.2014, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Kommet, mer ganget
Amerika! Du viel gepriesenes Paradies der Gegenwart
Eine Collage mit Texten von Albert Heim, Maxi Obexer, Peter Gürth und anderen
Hörspieleinrichtung: Uta-Maria Heim
Regie: Mark Ginzler
(Produktion: SWR 2014)
Audio unter SWR.de/swr4/bw
Länge: ca. 54 Minuten

Mit galligem Humor erzählt Albert Heim, wie er durch seine ernüchternden Erfahrungen in Argentinien zum Amerika-Skeptiker geworden ist. Am Ende steht die schiere Desillusionierung: Die Neue Welt kann der alten Heimat in vielerlei Hinsicht nicht das Wasser reichen. Durchbrochen und ergänzt wird dieser bisweilen sehr ironische Monolog durch die Stimmen von Schriftstellern, die sich mit dem Begriff Heimat auseinandersetzen. Dazu zählen die Südtirolerin Maxi Obexer und der schwäbische Mundartautor Sebastian Blau. Der Landeskundler Peter Gürth berichtet von den Hintergründen der über Jahrhunderte hinweg nie versiegenden Auswanderungswelle. Badener und Württemberger als mitunter strauchelnde Migranten – etliche der damaligen Zeitgenossen aus Heims Dorf haben heute Nachfahren in Chicago und Buenos Aires. Darunter sind einige Verwandte, unter anderem eine Urgroßnichte von Albert Heim.

Ursendung
Samstag, 29.11.2014, 21.03 Uhr, SWR4 Mundarthörspiel
 
 



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