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Mittwoch, 22. November 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: 1945–2015: Verzähl amol, Vatter!
Elsässisches Regionalhörspiel von Martin Graff
(Produktion: SWR 2015)
Audio auf auf: SWR.de/SWR4/bw
Länge: ca. 55 Minuten

Im Wohnzimmer der Familie Graff, im elsässischen Münstertal, hängt das Bild des Vaters in französischer Uniform. Doch dann ist der Vater in deutscher Uniform in Ostoberschlesien gefallen. Wie kam das? Vater Martin, Elsässer, kämpfte als französischer Soldat 1939–1940 gegen die Nazis. Hitler annektierte das Elsass 1940 und zwang die Elsässer, die Uniform zu wechseln. Am 8. Mai 1945 meldete Schorschi, der Freund von Martin, der Ehefrau Marie-Louise, dass ihr Mann am 3. Februar 1945 bei Bielitz in den Beskiden, Polen, gefallen sei. Der Sohn, auch ein Martin, war damals sechs Monate alt. Siebzig Jahre später bekommt er aus Polen einen Hinweis, dass ein Elsässer namens Graff nach dem Krieg dort gewohnt habe. Sohn Martin lässt die Hoffnung nicht mehr los: Hat sein Vater vielleicht doch überlebt? Warum kam er nach dem Krieg nicht in seine Heimat zurück, warum hat er sich nicht mehr gemeldet?

Ursendung
Samstag, 09.05.2015, 21.03 Uhr, SWR4 Mundarthörspiel
 
 

 
Hörspieltipp: Sockenfoul mit Nachspiel
Von Frank Maria Reifenberg
Gelesen von Andreas Helgi Schmid
Moderation: Christoph König

Mögt ihr Fußball? Skip und Pelle lieben Fußball! Am liebsten erleben sie alles live mit im Stadion. Aber beim letzten Pokalfinale hatten sie Masern und mussten das Spiel vor dem Fernseher verfolgen. Dass das diesmal anders laufen muss, ist ja wohl klar. Ab nach Berlin! Das ist diesmal der Austragungsort. Es müssen Eintrittskarten her und Flugtickets. Nur mit dem Geld ist das so eine Sache. Der Kioskjob bei Oma Karsulke am Stadion ist zwar cool – Fußballer hautnah! – , aber für Berlin reicht der Lohn noch lange nicht. Doch so leicht lassen sich die beiden nicht abhalten, schließlich geht es ums Pokalfinale, und Pelle hat auch schon den perfekten Plan …

Samstag, 09.05.2015, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte

Die Geschichte steht nach der Sendung ein Jahr als Download bereit.
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Hörspieltipp: Hinkel
Kriminalhörspiel von Susanne Ayoub
Mit: Eva Mayer, Alexander Ebeert, Sabine Trooger, Pippa Galli, Philipp Hochmair
Komposition: Sabine Worthmann
Regie: Andrea Getto
(Produktion: DKultur 2014)
Länge: 54 Minuten

Mai 1945: Der große Krieg ist zu Ende, Ruinen, Hunger und Elend herrschen in der Stadt. Auf der Straße läuft ein verwirrtes Mädchen, ein totes Baby im Arm. Polizist Karas nimmt sie zur Vernehmung mit. Sie nennt sich Ili, besitzt keine Papiere und erzählt von einem Keller, in dem sie Unterschlupf fand. Dort hauste Anna, die für Tschick anschaffen ging. Ili sollte das Kind ausfahren, wenn Anna von einem Mann besucht wurde. Karas versucht herauszufinden, was mit dem Baby passiert ist und ob Ili wirklich die ist, für die sie sich ausgibt.

Freitag, 08.05.2015, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: Die Brücke von Berczaba
Hörspiel von Heinrich Böll
Mit: Horst Niendorf, Günther Pfitzmann, Maria Schanda u.a.
Regie: Harald Philipp
(Produktion: RIAS 1953)
Länge: 39 Minuten

Als der Krieg zu Ende ging: In einem kleinen slovakischen Gebirgsort wurde zu Kriegsbeginn von den Partisanen eine Brücke gesprengt, die ein kleines Flüsschen überspannte. Im Oktober 1944 rückt ein deutscher Trupp an, um sie mit deutscher Gründlichkeit wie für die Ewigkeit wieder aufzubauen. Angesichts der immer näher rückenden russischen Front wollen Flüchtlingsströme die Brücke queren. Das wird ihnen mit Waffengewalt verwehrt, da die Brücke noch nicht vorschriftsmäßig abgenommen wurde. Schließlich ergeht der Befehl an den Trupp, sie wieder zu sprengen – ebenso präzise wie beim Aufbau. Heinrich Böll, gestorben 1985 in Köln, gilt mit seinen Romanen und Erzählungen als einer der wichtigsten deutschen Nachkriegsautoren. Sein moralisches Engagement machte ihn vielfach zum Gewissen der alten Bundesrepublik. 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. “Die Brücke in Berczaba” ist Bölls Hörspielfassung einer Episode aus seinem 1951 erschienenen Roman “Wo warst du, Adam?”.

Donnerstag, 07.05.2015, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Oksus
Hörstück von Marc Sinan
Mit Sebastian Mirow und der Marc Sinan Company (mit: Oğuz Büyükberber, Heinrich Köbberling, Marc Sinan, Rolf Zielke)
Musik und Realisation: Marc Sinan
(Produktion: SWR 2015)
Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
Länge: 56 Minuten

Der einst große reißende Strom ist heute fast versiegt. Einst reichte er von China bis zu seiner Einmündung in den Aralsee. Seit Jahrtausenden bringt der Fluss, der auf Persisch Amudarya heißt und in der Antike Oxus hieß, kulturelle Reichtümer hervor. Der Fluss ist Fundort der legendären Schätze des Achämidenreiches im 6. bis 4. Jahrhundert v. Chr., der antike griechische Geschichtsschreiber Polybios macht in ihm im 2. Jahrhundert v. Chr. den Orientierungspunkt der Nomadenvölker aus und in mittelalterlichen arabischen und muslimischen Quellen erscheint er als einer der vier Flüsse des Garten Eden. Marc Sinan bereiste seinen alten Lauf von Usbekistan aus bis zum Aralsee. Auf der Grundlage von field recordings und dokumentarischen Aufnahmen immer noch praktizierter alter Musik- und Liedtraditionen beschwört er diesen legendären Fluss über eine kammermusikalische Suite aus dem Geiste der Moderne. Eine akustische Reise-Archäologie entsteht jenseits von traditioneller Weltmusik.

Ursendung
Dienstag, 05.05.2015, 23.03 Uhr, SWR2 ars acustica
 
 

 
Hörspieltipp: Tod durch Einatmen von Flüssigkeiten
Hörspiel von Christiane Kalss
(Produktion: 2013)
Länge: 20 Minuten

Ein Mann geht ins Badezimmer und kommt völlig verstört zurück. Denn in der Badewanne liegt ein Toter, vollständig bedeckt von einer weißen Masse. Drei Menschen sind in der Wohnung. Keiner kennt den Toten, keiner hat ihn hereingelassen. Die Sache ist so rätselhaft, dass es nur eine Lösung zu geben scheint: Der Tote ist einer von ihnen.

Dienstag, 05.05.2015, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem
 
 

 
Hörspieltipp: Flughunde
Nach dem gleichnamigen Roman von Marcel Beyer
Mit: Jens Wawrczeck, Natalie Spinell, Jana Köpke, Ulrich Matthes, Corinna Kirchhoff, Paul Herwig, Michael Rotschopf u.a.
Hörspielbearbeitung und Regie: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR 2012)
Audio für sieben Tage unter SWR.de/swr2/hoerspiel
Länge: 99 Minuten

Es hat ihn wirklich gegeben: Hermann Karnau, Wachmann im Berliner Führerbunker, den Westalliierten erster Zeuge für Hitlers Tod. In Marcel Beyers Roman wird aus der verbürgten Randfigur der Zeitgeschichte etwas anderes: ein bizarrer Stimmenforscher, für den die Flughunde Sinnbild sind einer vor dem Zugriff menschlicher Stimmen geschützten Welt. Karnau ist fasziniert von der Idee, der Eigenart der Menschen durch die Untersuchung ihrer Artikulationen und Stimmen auf die Spur zu kommen. Ihm zur Seite, im Kontrast, steht die zweite Erzählerstimme des Stücks. Es ist die von Helga. Helga ist die älteste Tochter von Joseph Goebbels. Mehrfach begegnen sich die beiden, nicht erst im Bunker der letzten Tage des Dritten Reiches. Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992: Karnau, der nach dem Krieg untertauchen konnte, findet in seinem Plattenarchiv die Gespräche der ermordeten Goebbels-Kinder wieder. Er hatte sie aufgezeichnet während ihrer letzten Tage und Nächte.

Sonntag, 03.05.2015, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Liebe Eltern, liebe Kinder, wo seid ihr?
Hörspiel von Anne Dorn
Mit: Witta Pohl, Rolf Becker, Sabine Wegner und Nina Danzeisen
Regie: Günter Bommert
(Produktion: SWF 1986)
Länge: 70 Minuten

Frühjahr 1945. Die Alliierten sind auf dem Vormarsch, in Deutschland löst sich die ehemals straff organisierte Kriegsmaschinerie in ein Chaos auf. Spiegel dieser allgemeinen Auflösung ist eine Familie, die in einem kleinen Dorf in Dresden beheimatet ist und deren Mitglieder durch Einberufung, Abkommandierung und Fluchtbewegung in alle Winde zerstreut sind. Um so wichtiger wird für sie das Gefühl, zusammenzugehören, der Wunsch, wenigstens brieflich miteinander Kontakt zu halten. Und dabei werden sie sich darüber bewusst, dass bisher zwischen ihnen Wesentliches unausgesprochen blieb.

Freitag, 01.05.2015, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Feiertag
 
 



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