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Dienstag, 24. April 2018
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Deathangel
Hörspiel von Marco Blaauw
Regie und Komposition: Marco Blaauw
(Produktion: SWR, ZKM Institut für Musik und Akustik 2016)
Länge: ca. 54 Minuten

Grundlage dieses Hörspiels ist ein Interview, das Marco Blaauw mit seinem Vater (geb. 1928) geführt hat. In diesem Interview ging es um die großen Fragen: um Leben und Tod. Die Antworten des Vaters kristallisierten sich als Zeitporträt einer Generation heraus, deren Erfahrungen und Prägungen ein langes 20. Jahrhundert in seinen geschichtlichen Ereignissen und Verwerfungen überspannen. Geboren in den Jahren der Weltwirtschaftskrise von 1929/30, erlebte Blaauws Vater Armut, Krieg, den starken Einfluss der Religion, den wirtschaftlichen Wiederaufbau, Neujustierungen und abrupte Änderungen der Ethik, Kapitalismus und Überfluss der Nachkriegszeit, die Globalisierung, den Siegeszug neuer Technologien und schließlich die sogenannten sozialen Medien. Die Geschichten in “Deathangel” werden chronologisch erzählt, von seinen frühesten Erinnerungen um 1933 bis heute. Die Sprache in diesem Hörspiel ist ein niederländischer Dialekt, der seine Wurzeln im Plattdeutschen hat. Improvisationen, Sound-Processing und Soundscapes stellen dabei das musikalische Gerüst dar.

Dienstag, 7.6.2016, 23:03 Uhr, SWR2 ars acustica
 
 

 
Hörspieltipp: Nordlichter
Hörspiel von Christina Baron
Mit: Christina Baron, Geza Luisa Bering und Ludwig Müller
Regie: Christina Baron
(Autorenproduktion 2014)

Länge: 39 Minuten

Eines Tages, von einem Moment auf den nächsten, findet sich die Autorin in einer menschenleeren Welt wieder. Alles scheint wie immer: der Wind in den Bäumen, die Vögel, ein Hund in der Ferne. Aber sonst ist es still, viel zu still, keine Menschenseele weit und breit. Die Protagonistin richtet sich im Radiostudio der Universität ein und strahlt eine Sendung aus: „Hier sendet Christina Baron. Ich befinde mich in der Marienstraße 5 in Weimar. Wenn Sie mich hören, geben Sie mir ein Zeichen ....“ Vielleicht ist da draußen noch jemand, dem es ähnlich geht? Die Tage und Wochen verstreichen und die Radiosendung wird zunächst zur Routine, dann zu einem Tagebuch, zu einem Gesprächspartner in einer scheinbar ausweglosen Situation. Doch wie lange kann man senden, ohne etwas zu empfangen?

Am Dienstag, 7.6.2016, 19:20 Uhr, SWR2 Tandem

Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
Länge: 39 Minuten
 
 

 
Hörspieltipp: „Die Geschichte von Franz Biberkopf“
Hörspiel von Alfred Döblin nach seinem Roman „Berlin Alexanderplatz“
Mit: Heinrich George, Hilde Körber, Hans Heinrich von Twardowsk, Lore Braun u.a.
Komposition: Walter Goehr
Regie: Max Bing
(Produktion: Reichrundfunk Gesellschaft RRG 1930)
Länge: 78 Minuten

Franz Biberkopf, früher Zement- und Transportarbeiter, will nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ein anständiger Mensch werden. So steht er auf dem Alexanderplatz des alten Berlin und betreibt seine kleinen Handelsgeschäfte. Anfangs geht alles gut, aber die Zeiten sind schlecht. Biberkopf hat nicht nur mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sondern wird in einen regelrechten Kampf verwickelt mit etwas, das von außen kommt, das unberechenbar ist und wie ein Schicksal aussieht.

"Mein Denken und Arbeiten geistiger Art gehört, ob ausgesprochen oder nicht ausgesprochen, zu Berlin. In diesem großen, nüchternen, strengen Berlin bin ich aufgewachsen, dies ist der Mutterboden, dieses Steinmeer, der Mutterboden aller meiner Gedanken", schrieb Döblin um 1930, nachdem sein Roman „Berlin Alexanderplatz“ erschienen war.

Spiegel der Stadt (4)
Sonntag, 05.06.2016, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Der jüngste Tag (2/2)
Live-Mundarthörspiel nach dem Theaterstück von Ödön von Horváth
Hörfunkbearbeitung und Regie: Klaus Spürkel
(Produktion: SWR/KUMEDI Riegel 2016)
Länge: 50 Minuten

Ein kleiner Bahnhof in einem kleinen Ort in Süddeutschland zu Dampflokzeiten. Das Personal: Der Stationsvorstand, ein »Hiesiger«, seine Frau, etliches älter als er und »nicht von hier«, nebst ihrem Bruder, der Wirt des Gasthauses, die Tochter des Wirts, die Bedienung, Reisende, Fremde, und natürlich das Dorf, in dem sich alle als »seit jeher von hier« fühlen. Ein ganz normaler kleiner Ort eben. Nun geschieht etwas, was die gewohnte Ordnung durcheinanderbringt: Der pflichtbewusste Stationsvorstand versäumt es, ein Signal für den durchfahrenden Eilzug zu geben. Ein Zugunglück mit Toten und Verletzten ist die Folge. Der von allen geschätzte Stationsvorstand wird verhaftet, kommt aber durch die Falschaussage Annas, der Tochter des Wirts, wieder frei. Ein großes Fest wird gefeiert. Danach sagt seine eigene Frau gegen ihn aus. Die Stimmung beginnt zu kippen, bis eine regelrechte Jagd auf ihn losgeht.

Der Aufführungsort, die KUMEDI in Riegel, ist ein ehemaliger kleiner Bahnhof in einem kleinen Ort in Süddeutschland…

Ursendung
Samstag, 04.06.2016, 21.03 Uhr, SWR4
 
 

 
Hörspieltipp: Der Kater Franz und der Besuch
Von Caroline Ebner
Gelesen von der Autorin
Moderation: Christoph König

Länge: 18 Minuten

Frau P., die Nachbarin, bekommt Besuch. Josepha mit “ph” heißt dieser Besuch, und erweist sich als ein mit Mädchen ziemlich einnehmendem Wesen. Der Kater tut, was er kann, doch es gelingt ihm nicht, sich Josephas Liebesbekundungen zu entziehen, und so muss er Verkleidungen und Verschönerungen aller Art über sich ergehen lassen. Kein Wunder, dass das Ganze nicht lange gut geht. Doch die Wendung, die die Sache nimmt, ist völlig unerwartet und wird hier nicht verraten.

Samstag, 04.06.2016, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert (3/3)
Nach dem gleichnamigen Roman von Joël Dicker
Aus dem Französischen von Carina von Enzenberg
”Das Paradies der Schriftsteller”
Mit: Hans Löw, Gerd Wameling, Laura Maire, Christian Redl, Tilo Werner, Marie Löcker, Hedi Kriegeskotte, Markus Graf, Wolf-Dietrich Sprenger, André Szymanski, Stefan Kaminski, Peter Kirchberger u.v.a.
Musik: Peter Harrsch
Hörspielbearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
(Produktion: NDR 2015)
Dieses Hörspiel steht nach der Sendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
Länge: 54 Minuten

Marcus Goldman ist gerade mal 30 und ein gefeierter Literaturstar. Gleich von seinem ersten Roman hat er eine Million Exemplare verkauft. Er zieht in ein New Yorker Loft, datet ein TV-Sternchen, flaniert über rote Teppiche und wird auf der Straße erkannt. Als sein Verlag jedoch einen Nachfolge-Hit erwartet, bringt Marcus keinen vernünftigen Satz mehr aufs Papier. Verzweifelt wendet er sich an seinen alten Mentor Harry Quebert. Der emeritierte Uniprofessor hat selbst einen modernen Klassiker verfasst und wird seitdem als “Die Feder Amerikas” verehrt. Doch bevor er Marcus aus seiner Krise helfen kann, wird auf Harrys Anwesen in der neuenglischen Kleinstadt Aurora die Leiche eines Mädchens gefunden, das im Sommer 1975 verschwunden ist. Als dann herauskommt, dass Harry eine Affäre mit ihr hatte, ist der Skandal perfekt. Harry droht die Todesstrafe. Aber was ist damals wirklich geschehen?

Freitag, 03.06.2016, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: Der Mann in der Menge
Hörstück von Rainer Römer unter Verwendung von Edgar Allan Poes Erzählung “The Man in the Crowd” und Charles Baudelaires Gedicht “A une passante”
Aus dem Englischen von Hans Wollschläger
Aus dem Französischen von Friedhelm Kemp und Robert Argrich
Mit: Graham Valentin, Sylvester Groth, u. a.
Gesang: Antonia Rug
Musik und Realisation: Rainer Römer
(Produktion: SWR 2016 in Zusammenarbeit mit der Popakademie Baden-Württemberg)
Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
Länge: 49 Minuten

1840 schrieb Edgar Allan Poe seine Erzählung über einen Flaneur, der, im Café sitzend, aus dem Fenster dem vom Gaslicht beschienenen Stadttreiben zuschaut. Plötzlich erblickt er einen geheimnisvollen Mann in der Menge. Er folgt ihm, um sein Geheimnis zu ergründen, nicht wissend, was diesen Mann, der einen Dolch oder einen Diamanten unter dem Gewand trägt, bis frühmorgens durch die düsteren Straßen Londons treibt.
17 Jahre später erschien Charles Baudelaires Gedicht “A une passante”, eine Hymne an eine in der großstädtischen Menschenmenge “vorübergehende Frau”.
Städte sind Wirklichkeits- und Möglichkeitsräume, nicht zuletzt für die Einsamen, die sich in ihnen spiegeln. Der Komponist, Hörspielmacher und Schlagzeuger Rainer Römer, Mitglied des Ensemble Modern, hat Poe und Baudelaire in eine heutige großstädtischen Klangsprache übersetzt. Die Stilmittel stehen dabei zwischen Popsong, moderner Elektronik, “musique concrète” und auskomponierten Streichtriopassagen.

Ursendung – Spiegel der Stadt (3)
Donnerstag, 02.06.2016, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Bitten an Karl
Hörspiel von Saskia Nitsche
Mit: Christoph Gawenda, Benjamin Kramme und Mandy Rudski
Sounddesign: Martin Eichberg
Regie: Judith Lorentz
(Produktion: SWR 2014)

Länge: 30 Minuten

Am Morgen nehmen die Väter den Zug zur Fabrik, am Abend kehren sie zurück. Die Ordnung der Trabantenstadt, in der Elise, Karl und Hanno leben, ist bestimmt durch den Rhythmus des Zuges. Bis er eines Morgens nicht mehr fährt. Die Fabrik hat geschlossen. Die Väter verlieren ihre Aufgabe und der Ort seinen Rhythmus und seine Daseinsberechtigung. Man beginnt ihn abzureißen. Während die Welt, die sie kennen, allmählich verschwindet, ziehen sich Elise und Karl in ihre inneren Welten zurück. Hanno bringt als Einziger den Mut auf, sich mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen und dem Verfall mit Plänen zu begegnen. Doch er verliert seine gerade gefundene Wahrheit über Deutschland an eine Familienlüge.

Dienstag, 31.05.2016, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem

Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
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