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Sonntag, 25. Juni 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Queenie
Kriminalhörspiel von Sabine Stein
Mit: Sandra Borgmann, Martin Reinke u.v.a.
Regie: Andrea Getto
(Produktion: NDR 2015)

Länge: ca. 55 Minuten

Eine entsetzte Mutter erstattet Anzeige, weil sie durch einen Privatdetektiv herausgefunden hat, dass ihre 16-jährige Tochter Zoe in einer Wohnung, die von einem Kleinkriminellen namens Bott angemietet wurde, der Prostitution nachgeht. Hauptkommissarin Bettina Breuer vermutet, dass dieser Bott nur ein kleiner Fisch ist; es gilt, die eigentlichen Drahtzieher zu erwischen. Jac Garthmann lässt sich zur Mithilfe breitschlagen und gibt im Internet den interessierten Freier ab. Garthmann und Breuer sind überzeugt: Dieses junge Mädchen ist in etwas hineingeraten, das ihm über den Kopf gewachsen ist. Der Fall scheint klar zu sein. Doch bald werden alle Annahmen gründlich durcheinandergewirbelt. Als eine 14-jährige “Mitarbeiterin” Zoes spurlos verschwindet, wird dieser Fall immer verwirrender und verstörender.

ARD Radio Tatort
Freitag, 18.12.2015, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi

sowie Samstag, 19.12.2015, 21.03 Uhr, SWR4

Diese Folge steht ab Montagabend nach der Sendung vier Wochen zum Download bereit: www.radiotatort.ard.de
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Hörspieltipp: White Spaces / Weiße Räume
Hörstück von Johannes S. Sistermanns unter Verwendung des gleichnamigen Textes von Paul Auster aus dem Amerikanischen von Werner Schmilz
Mit: Chris Newmann und Nora Gomringer.
Komposition und Realisation: Johannes S. Sistermanns
(Produktion: SWR 2015 in Kooperation mit dem Staatlichen Institut für Musikforschung)
Länge: ca. 55 Minuten

Im Januar 1979 beendet der Schriftsteller Paul Auster eines Nachts den für seinen Geschmack ersten gelungenen kurzen Prosatext: “Weiße Räume”. Er stellt hier die Fragen: Was bleibt, wenn der Tod zugeschlagen hat? Was werden wir sein, wenn wir nur noch Erinnerung sind? Paul Auster löst das Rätsel nicht, ob ein Mensch nur als ein flackernder Widerschein im Getümmel der Dinge und der anderen aufscheint und dann verlischt. Er beschreibt das Problem, er erfindet Bilder und verliert sich in ihnen. Diese Selbstbefragung zwischen Essay und Poesie ist Ausgangspunkt für das Hörstück des bei Köln lebenden Komponisten und Hörspielmachers Johannes S. Sistermanns. Er lässt den Text in einem echolosen sowie einem äußerst halligen Raum deutsch und englisch sprechen. Die Passagen werden mit Field Recordings konfrontiert, die auf verschiedene Lebenssituationen verweisen. Die Komposition überführt Austers Reflexion in eine akustische Selbstverortung von Sprache und Geräuschen über das, was dem Menschen entgleiten könnte, wenn er seine und anderer An- wie Abwesenheit formuliert.

Ursendung
Donnerstag, 17.12.2015, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Mich mir merken
Hörspiel von Ruth M Benrath
Mit: Christine Schorn und Tanja Wedhorn
Regie: Judith Lorentz
(Produktion: SWR 2015)

Länge: ca. 25 Minuten

Eine Tochter besucht ihre Mutter im Pflegeheim und verwickelt sie in ein Gespräch über früher. Sie will das Erinnerungsvermögen der Mutter anregen, indem sie ihr Geschichten über das einstige Familienleben entlockt. Dabei kommt es zu einer spiegelbildlichen Identitätsvergewisserung: Die Mutter erzählt der Tochter Geschichten aus ihrem Vorleben, die diese nicht kennt, ebenso wie die Tochter die Mutter an Geschichten aus der gemeinsamen Vergangenheit erinnert, die diese mehr und mehr zu vergessen droht. Die Erinnerungsarbeit, die Mutter und Tochter in ihrem Gespräch leisten, stellt nicht nur den Versuch dar, den Gedächtnisverlust der Mutter wenn nicht aufzuhalten, so doch vielleicht abzumildern, sondern auch das Bemühen der Tochter, sich der eigenen Kindheitserinnerungen zu vergewissern, deren Garant einst die Mutter war.

Ursendung
Dienstag, 15.12.2015, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem

Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
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Hörspieltipp: Harrys Kopf
Hörspiel von Tankred Dorst
Mit: Christian Berkel, Angelika Thomas, Felix von Manteuffel u.v.a.
Regie: Hans Gerd Krogmann
(Produktion: SDR 1998)
Länge: 78 Minuten

Später wollen es immer alle besser gewusst haben. Und so eröffnet Tankred Dorst auch sein neues Stück mit den zwar authentischen, aber auch recht grotesken, albernen, teilweise höchst widersprüchlichen Aussagen derer, die den Dichter Heinrich Heine noch vor seinem Tode besuchsweise kennengelernt hatten. Danach allerdings entsteht aus einer Szenenfolge voll heiterer Melancholie, bissiger Komik, zynischer Bösartigkeit und zarter Poesie die Annäherung an einen Dichter, dessen vielerlei Masken brüchig geworden sind, dessen Verzweiflung durch diese Brüche schimmert, und der dennoch und trotzdem versucht, seine Würde und Fassung bis zum bitteren Ende zu bewahren. “Wer von seinem Herzen rühmt, es sei ganz geblieben, der gesteht nur, dass er ein prosaisches weitabgelegenes Winkelherz hat, durch das meinige aber ging der große Weltriss.” (Heinrich Heine)

Tankred Dorst zum 90. Geburtstag
Sonntag, 13.12.2015, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Vier Schwaben auf Welttournee
Mundarthörspiel von Susanne Hinkelbein
Regie: Susanne Hinkelbein
(Produktion: SWR 2015)
Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung auf: SWR.de/SWR4/bw
Länge: ca. 45 Minuten

Vier gescheiterte Existenzen aus Schwaben gründen eine Band. Dummerweise landen sie für ihren ersten Auftritt nicht in Bad Cannstatt, sondern in Baikonur am Weltraumbahnhof. Weitere Missverständnisse führen die Möchtegernmusiker nicht ins heimatliche Baden-Württemberg sondern rund um die Erde. Erst als die Vier in größten Schwierigkeiten stecken und mit ihrem schwäbischen Latein am Ende sind, bietet sich ihnen eine ungeahnte Gelegenheit: Ein Geheimauftrag der NSA! Im Abhören hochrangiger schwäbischer Politiker völlig überfordert, begehrt die NSA die Sprachkompetenz der vier schwäbischen Landeier.
Und einer glücklichen Heimreise steht nichts mehr im Weg!

Samstag, 12.12.2015, 21.03 Uhr, SWR4
 
 

 
Hörspieltipp: Das Weihnachtsmannkomplott
Von Ute Krause
Moderation: Eva Schramm

Weihnachtsmänner gibt es nicht, so steht es tatsächlich in der Zeitung. Wen wundert es da, dass die Weihnachtsmänner darüber verärgert und auch ein bisschen beleidigt sind? Kurzerhand beschließen sie, in diesem Jahr an Weihnachten Urlaub in der Südsee zu machen.

Das Bilderbuch von Ute Krause hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel, ist aber immer wieder ein echter “Weihnachtsrenner” für die ganze Familie. In diesem Jahr wird es vom Dressler Verlag neu aufgelegt.

Samstag, 12.12.2015, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte

Steht nach der Sendung zum Nachhören bereit unter kindernetz/spielraum.de
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Hörspieltipp: Die Malaussène-Trilogie (3/3)
Sündenbock im Bücherdschungel
Nach den Malaussène-Romanen von Daniel Pennac
Aus dem Französischen von Eveline Passet
Hörspielbearbeitung: Sabine Grimkowski
Regie: Philippe Bruehl
(Produktion: SWR 2015)
Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
Länge: ca. 55 Minuten

Pennacs “Saga Malaussène” ist in Frankreich seit 30 Jahren ein Bestseller – und in Deutschland Kult. Er trifft den Nerv der Zeit: Von Beruf ist Benjamin Malaussène Sündenbock. Aber auch großer Bruder und Ernährer zahlreicher Halbgeschwister: Die ganze Sippschaft wohnt in einem alten Laden im bunten Pariser Stadtteil Belleville. Tödliche Gefahr gehört für Malaussène zum Geschäft. Als Verlagslektor in den Editions Tallion hat er schon immer riskant gelebt, wenn sich die Enttäuschung abgelehnter Möchtegern-Dichter bei ihm entlud. Im Auftrag der strengen Verlegerin Reine Zabo muss er in die Rolle des unglaublich erfolgreichen Bestsellerautors J.L.B. schlüpfen, der inkognito bleiben möchte. So gibt Benjamin als Double Interviews und erträgt sein Bild als J.L.B. auf Postern in der Stadt. Und dann wird Benjamin während einer Lesung von einer Kugel getroffen. Zufall? Gibt es nicht. Nicht in Belleville.

Ursendung
Freitag, 11.12.2015, 22.33 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: Hugo Wolf und drei Grazien, letzter Akt
Hörstück von Gerhard Rühm
Mit: Gerhard Rühm und Monika Lichtenfeld
Regie: Gerhard Rühm
(Produktion: WDR 2014)

Länge: ca. 39 Minuten

Der große romantische Liedkomponist Hugo Wolf (1860 – 1903) verbrachte seine letzten Jahre als Folge seiner Syphiliserkrankung in einer Irrenanstalt. Es ist das tragische Finale eines Komponistenlebens, in dessen Verlauf es drei unglückliche Liebesbeziehungen gab – mit Vally Franck, Melanie Köchert-Lang und Frida Zerny. Diese biografische Konstellation wäre andernorts die Basis für ein Melodram oder realistisch-psychologisierendes Hörspiel. Nicht so bei Gerhard Rühm. Er überträgt sein lang gehegtes Vorhaben eines Sprechstücks für fünf Stimmen, von denen jede nur Wörter mit einem der Vokale U, O, A, E oder I spricht – sie finden sich in den Namen des Liebenden und der Geliebten -, auf die Situation des späten Wolf. Anlässlich der Ursendung notierte der Medienkritiker Jochen Meißner:

”Rühms Exerzitium in experimenteller Poesie entwickelt trotz bzw. wegen des sehr reduzierten Sprachschatzes und, laut Rühm, der Aufhebung der Hierarchie des syntaktischen Regelsystems zugunsten der freien Verfügbarkeit des Einzelwortes einen Sog, der durch die Lautgestalt des Hörspiels trägt – große Kunst.”

Die Jury des Karl Sczuka Preises für Radiokunst bestätigte diese Urteil und kürte ein halbes Jahr später die Produktion zum Preisträger 2015.

Karl-Sczuka-Preis
Donnerstag, 10.12.2015, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio

Audio unter: swr2.de/sczuka
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