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Donnerstag, 23. November 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Der letzte Sommer
Nach der gleichnamigen Erzählung in Briefen von Ricarda Huch
Mit: Walter Andreas Schwarz, Hermann Schomberg, Brigitte König u. a.
Hörspielbearbeitung: Simon Glas
Regie: Fränze Roloff
(Produktion: HR 1955)
Länge: 73 Minuten

Der Gouverneur Jegor von Rasimkara geht als Funktionär des zaristischen Regimes mit Todesurteilen gegen rebellierende Studenten vor. Im Sommer hat er sich mit seiner Familie auf seine Datscha in Kremskoje zurückgezogen. Dem Studenten Lju Pavlowitsch gelingt es unter dem Vorwand, den Gouverneur vor einem Attentat zu schützen, sich mit der Familie anzufreunden. Er wird Jegors Sekretär.
Ricarda Huch skizziert den Generationenkonflikt im zaristischen Russland vor der bolschewistischen Revolution. Psychologisch subtil wird hier der Typus des "gewissenlosen Nihilisten" aufgefächert. Dabei sind die sich einander ähnlicher, als sie vermuten: der studentische Attentäter und Anarchist Lju, der politisch korrupte Gouverneur Jegor und dessen Sohn Wanya, der als verwöhnter Spross der Herrschenden sein Leben melancholisch ästhetisiert.

Sonntag, 08.10.2017, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Der lutherische Urknall
deutsche, franzosen, elsässer
Mundarthörspiel von Martin Graff
Regie: Martin Graff
(Produktion: SWR 2016)
Länge: 55 Minuten

Wir schreiben das Jahr 1511. Noch ist Martin Luther katholisch. Er kommt aus Rom zurück. In Norditalien finden Kämpfe statt, so nehmen sie den Umweg über Frankreich in Kauf. In der Nacht zuvor haben sie im Augustinerkloster in Aix-en-Provence übernachtet. Jetzt geht es weiter Richtung Genf, Augsburg, Wittenberg. Sie geraten in einen heftigen Sturm und stoßen im Gebirge auf eine Waldensersiedlung. Die Waldenser sind Rebellen, genauso wie die Katharer kämpfen sie gegen das Machtmonopol des Papstes.
Pierre Valdo, ein reicher Kaufmann aus Lyon, hat die Bewegung im 12. Jahrhundert ins Leben gerufen. Armut und Nächstenliebe als Botschaft des Evangeliums stießen bald in ganz Europa auf Zuspruch. Die korrupte Kirche sollte erneuert werden. Die Waldenser – nach Pierre Valdo genannt – verschanzten sich zunächst in den Alpentälern Norditaliens, siedelten im Zuge von Verfolgungen aber auch über nach Südfrankreich. Luther trifft auf sie bei Lourmarin am Fuße des Lubéronmassifs. Noch heißt er Martin Luder, er ist der Sohn eines Hüttenmeisters aus Eisleben. Noch ist er Augustinermönch. Martin ist 28 Jahre alt, als er auf die Waldenser trifft.

Samstag, 07.10.2017, 21:03 Uhr, SWR4 BW Mundarthörspiel
 
 

 
Hörspieltipp: Fundsachen
Eine Herbstgeschichte von Antje Damm
Gelesen von Andreas Helgi Schmid
Steht nach der Sendung 1 Jahr zum Download unter www.kindernetz.de/spielraum

Eigentlich findet Nils Pilze sammeln ganz in Ordnung. Ihm und seinem Vater macht es Spaß, im dichten Wald umher zu stapfen und nach Steinpilzen Ausschau zu halten. Was Nils aber gar nicht gefällt, ist, dass seine Eltern sich häufig streiten. - Auch beim Pilze sammeln. Er fühlt sich dabei immer ziemlich überflüssig.
An einem Sonntag passiert dann etwas Unerwartetes: Nils verliert seine Eltern aus den Augen und läuft immer tiefer in den Wald hinein. Angst kommt in ihm auf, er fühlt sich allein und verlassen und versucht schließlich trotzdem, das Beste aus der Sache zu machen. Doch plötzlich begegnet er einem eigenartigen Fuchs ...
Antje Damm (geb. 1965) gehört zu den renommiertesten KinderbuchautorInnen ihrer Generation. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet. "Fundsachen" ist die erste Geschichte von Antje Damm für SWR2 Spielraum.

Samstag, 07.10.2017, 18:40 Uhr, SWR2 Spielraum - Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Verräter
Von Dirk Josczok
Mit: Guntbert Warns, Claudia Eisinger, Herbert Sand, Janusz Kocaj, Friederike Kempter u. a.
Komposition: Michael Rodach
Regie: Beatrix Ackers
(Produktion: DKultur 2015)
Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf SWR2.de/hoerspiel
Länge: 52 Minuten

Beim Überfall auf einen Spätkauf in Neukölln wird der türkischstämmige Ladenbesitzer erschossen und die Kasse geplündert. Ist es die Gelegenheitstat eines Junkies oder steckt mehr hinter dem Mord? Der Täter ist gekommen und gegangen ohne Spuren zu hinterlassen. Zwar gelingt es Hauptkommissar Kurt Magnus und seinem Team, einen Verdächtigen zu ermitteln, aber der bekennende Neo-Nazi Mark Wedéll hat ein Alibi für die Tatzeit. Und Ingo Witte, der einzige Zeuge der Tat, scheint andere Pläne zu haben, als mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Dass er dabei nicht nur seine schwangere Freundin in Lebensgefahr bringt, begreift er zu spät.

Freitag, 06.10.2017, 22:33 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: Memento Auditis Europae
Eine Klangcollage aus dem alten Europa von Helmut Kopetzky
Realisation: Helmut Kopetzky
(Autorenproduktion für den SWR 2016)
Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf SWR2.de/hoerspiel
Länge: ca. 75 Minuten

Europa, wie es klang - und vielleicht in einigen Teilen immer noch tönen mag. Helmut Kopetzky hat den europäischen Kontinent mit seinen auch ausgelagerten Inseln von 1981 bis 2010 mit dem Mikrofon bereist und ein Archiv der europäischen Klänge angelegt. Für SWR2 hat er es erneut geöffnet. Seine Field Recordings sind Ausgangspunkt für sechs Hörcollagen unter dem Titel "Memento Auditis Europae".
Das Stück ist in sechs Abschnitte aufgeteilt. Jeder dieser Abschnitte vereint Sounds, die an verschiedenen Orten, aber zur gleichen Uhrzeit aufgenommen wurden. So geht die Reise mal in die städtische Nacht, mal zu bäuerlichem Leben und Arbeiten oder lässt Traditionen um Geburt, Hochzeit und Tod hören. Das Ergebnis ist eine bewusst schlichte, meditative Einlassung auf eine Gleichzeitigkeit als europäische Polyphonie der Dinge, Orte, Tiere und Menschen.

Donnerstag, 05.10.2017, 22:03 Uhr SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Die Leiden des jungen Werther (2/2)
Nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe
Mit: Werner Wölbern, Florian von Manteuffel, Stephanie Schönfeld, Marc Oliver Schulze u. a.
Musik: Michael Riessler
Hörspielbearbeitung: Manfred Hess
Regie: Christiane Ohaus
(Produktion: RB/HR/RBB 2010)
Dieses Hörspiel steht nach der Sendung 30 Tage als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
Länge: 95 Minuten

Im zweiten Teil erzählt der Herausgeber, Werthers nachgelassene Briefe und Notate zitierend sowie sich auf die Berichte der Beteiligten berufend, seine Version von Werthers skandalösem Weg in den Selbstmord am 24. Dezember 1772. Goethe entwirft den Herausgeber als einen eigenständigen, mit seiner Subjektivität kämpfenden Charakter und erweist sich hiermit als eine Art "Vorromantiker" sowie als Vorläufer modernen Erzählens.
Das Hörspiel versucht, die Erzählstruktur des Textes auf akustische Weise offen zu legen und dabei der rhythmischen Sprachmacht des Originaltextes treu zu bleiben.

Dienstag, 03.10.2017, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonn- und Feiertag
 
 

 
Hörspieltipp: Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor
Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Joke van Leeuwen
Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers
Mit: Liv Lisa Fries, Matthias Breitenbach, Gabriela Badura, Almut Henkel, Christian Redl, Hedi Kriegeskotte u. a.
Hörspielbearbeitung und Regie: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR 2014)
Dieses Hörspiel steht nach der Sendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
Länge: 55 Minuten

Bevor Todas Vater ein Busch wurde, war er Feinbäcker. Jeden Tag buk er 20 Sorten Kuchen und drei Sorten Torte. Aber dann begannen die einen, gegen die anderen zu kämpfen, und Todas Vater musste weg, um die einen gegen die anderen zu verteidigen. Zum Glück hat er ein Buch, in dem erklärt wird, wie man sich tarnen kann, z. B. als Busch. Toda bleibt bei ihrer Oma, bis der Krieg auch zu ihnen kommt und es zu gefährlich für ein Kind wird. Toda soll über die Grenze gehen, nach woanders, wo ihre Mutter wohnt. Der Weg nach woanders ist weit und steckt voller Gefahren und Abenteuer. Doch Toda gibt nicht auf!

Dienstag, 03.10.2017, 14:05 Uhr, SWR2 Spielraum
 
 

 
Hörspieltipp: Die Leiden des jungen Werther (1/2)
Nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe
Mit: Werner Wölbern, Florian von Manteuffel, Stephanie Schönfeld, Marc Oliver Schulze u. a.
Musik: Michael Riessler
Hörspielbearbeitung: Manfred Hess
Regie: Christiane Ohaus
(Produktion: RB/HR/RBB 2010)
Länge: 92 Minuten

Die 1. Fassung von Goethes Text erschien anonym 1774 und war damals schon ein »Bestseller«. Goethe überarbeitete den Roman für seine 2. Fassung von 1787 auf eine sprachlich-stilistische Modernisierung hin. Sie ist dem heutigen Leser gemäßer und Grundlage der Hörspielbearbeitung.

Teil 1 des Hörspiels folgt der Briefkorrespondenz und dem Tagebuch von Werther, die ein namenloser Herausgeber veröffentlicht hat und sparsam kommentiert. Es ist die Geschichte, die am 4. Mai 1771 beginnt: Als exzentrischer, dem Sturm und Drang folgender Maler wendet Werther sich vom Stadtleben ab und verliebt sich auf dem Lande in Lotte, die aber einem anderen, Albert, versprochen ist. Als der seine Ansprüche wahrnimmt, flieht Werther in den diplomatischen Dienst, findet dort keine Erfüllung und kehrt ins Dorf zu dem mittlerweile verheirateten Paar Lotte und Albert zurück.

Sonntag, 01.10.2017, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag

Teil 2: Dienstag, 3. Oktober 2017, 18:20 Uhr
 
 



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