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Mittwoch, 25. April 2018
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Gesucht! Henri, der Bücherdieb
Eine Bilderbuchgeschichte von Emily MacKenzie
Aus dem Englischen von Kanut Kirches
Erzähler: Ilja Richter
Musik von FUMMQ (Ferenc und Magnus Mehl Quartett)

”Wer hat diesen Hasen gesehen? Er wird gesucht wegen: Klauen von Krimis, Raub von Romanen und Stibitzen von Schauergeschichten. Zuletzt gesehen in Arturs Haus. Hört auf den Namen Henri (manchmal). Vorsichtig nähern, nur mit Büchern füttern! Die Polizei bittet um Mithilfe! Zusammen werden wir den Bücherklau beenden!”

Während andere Hasen Möhren lieben, liebt Henri nur Bücher. Um an Lesestoff zu kommen, schreckt er nicht einmal vor Diebstahl zurück. Bis er aus Versehen ins Haus des Polizisten einbricht – und prompt überführt wird.

Eine kunterbunte und witzige Story für alle Hasenliebhaber, Jazzfreunde und Fans von öffentlichen Bibliotheken. Und für diejenigen, die es noch werden wollen.

Samstag, 10.9.2016, 18:40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Unseres Herzens Gordischer Knoten
Diskretionen von Mary de Rachewiltz, der Tochter Ezra Pounds
Hörspiel von Klaudia Ruschkowski
Mit: Mary de Rachewiltz, Sibylle Canonica u. a.
Sounds und Regie: Giuseppe Maio
(Produktion: DLR Kultur 2015)
Länge: 87 Minuten

Mary de Rachewiltz, Jahrgang 1925, ist die uneheliche Tochter des vom italienischen Faschismus faszinierten amerikanischen Dichters Ezra Pound, einem Begründer der modernen Poesie, und der amerikanischen Geigerin Olga Rudge. Pound war verheiratet, Olga stand am Beginn ihre Karriere. Mary wuchs als Pflegekind in einer Bauernfamilie im Tiroler Pustertal auf, wurde aber allmählich in das Boheme- und Kulturleben der Eltern in Venedig einbezogen. Zwischen Vater und Tochter entwickelte sich ein enges Verhältnis.

Aus der Jurybegründung der Auszeichnung “Hörspiel des Monats Juli 2015”: “Komplexe zeitgeschichtliche und familiäre Hintergründe, dramatische Verwicklungen und Schicksalsschläge – das Hörstück gibt einer seltenen Zeitzeugin allen Raum, sich mit Humor und lebenspraller Einsicht zu erinnern. Kein bloßer Nachtrag zur Faktenlage, keine einfältige Anekdotensammlung. Lebensweisheit setzt Lebenslust voraus, das lässt sich hier hören.”

Sonntag, 11.9.2016, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Schwarze Sonne Nemesis
Hörspiel von Andreas Götz
Regie: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR 2016)

Länge: ca. 25 Minuten

Nach einer über zweitausend Jahre langen Reise im Kälteschlaf erwacht Raumfahrer Gregorius in seiner Raumkapsel Melancholia 2. Er ist kurz vor seinem Ziel: dem Himmelskörper Nemesis, dem schwarzen Zwilling der Sonne, verantwortlich für das Aussterben der Dinosaurier und auch für den Untergang der Menschheit. Gregorius ist der letzte seiner Art, sogar das letzte Lebewesen überhaupt, das von der Erde stammt. Glaubt er. Bis es plötzlich in seiner Raumkapsel summt. Das leibhaftige Exemplar einer Musca domestica taucht auf und landet auf seinem Arm. Kann eine Stubenfliege zweitausend Jahre lang als blinder Passagier mitgereist sein? Oder ist sie womöglich erst während des Flugs an Bord gekommen? Der letzte Vertreter der Menschheit treibt durchs All und steht vor einem Paradoxon in Form einer Musca domestica.

Dienstag, 6.9.2016, 19:20 Uhr, SWR2 Tandem

Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
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Hörspieltipp: Scardanelli
Hörspiel von Harald Bergmann auf der Grundlage seines gleichnamigen Films
Mit: Walter Schmidinger, Hans Treichler, André Wilms u. a.
Musik: Peter Schneider
Regie: Harald Bergmann
(Produktion: ECM 2004)
Länge: 62 Minuten

”Scardanelli” rekonstruiert die zweite Lebenshälfte des Dichters Friedrich Hölderlin. Es handelt sich um die Jahre seines “Wahnsinns” von 1807 bis 1847. Kein Satz in dem Stück ist erfunden; alle Szenen, Dialoge und Zeugenaussagen beruhen auf den überlieferten Berichten: Hölderlin wird in eine Tübinger Klinik interniert und sieben Monate später mit der Diagnose “unheilbar wahnsinng mit einer Lebenserwartung von drei Jahren” dem Schreinermeister Ernst Zimmer zur Pflege übergeben. In dessen Handwerkerhaus lebt der Dichter weitere 36 Jahre, betreut von der Tochter Lotte Zimmer im Turmzimmer am Neckar, klavierspielend, zeichnend, weiterdichtend unter dem Namen “Scardanelli”.

Die eigenes für CD neu abgemischte Tonspur von Harald Bergmanns gleichnamigem Film von 2000 ist ein akustisch-poetisches Meisterwerk, das als Filmtonspur zum Hörspielkanon zählen sollte.

Sonntag, 4.9.2016, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Laible und Frisch
Gut geklaut ist halb gebacken
Nach der gleichnamigen Fernsehserie von Frieder Scheiffele und Sebastian Feld
Hörspielbearbeitung Christel Freitag und Günter Maurer
Musik: Thomas Rau
Regie: Günter Maurer
(Produktion SWR 2016)
Länge: ca. 50 Minuten

„Gut geklaut ist halb gebacken“ – das werfen sich Großbäcker Manfred Frisch und Traditionsbäcker Walter Laible vor. Jeder bezichtigt den anderen der Urheberrechtsverletzung. Konkret geht es um das Rezept einer neuartigen Backware: Den Bragel! Manfred Frisch plant, den Streit mit seinem Widersacher öffentlich in einer Fernsehshow zu beenden. Vor laufender Kamera will der selbstverliebte Großbäcker den wortkargen Schwaben endgültig zu Fall bringen. Währenddessen bittet Walter Laible, seine Frau Marga, deren beste Freundin Uschi und seinen Neffen Jo um Beistand im Kampf gegen den Backkonkurrenten. Frischs Tochter Lina, die mit Jo Laible liiert ist, steht zwischen den Stühlen und versucht vergeblich, es allen recht zu machen. Die Fernsehshow gerät dann auch zu einem aberwitzigen Schlachtfeld verletzter Eitelkeiten und Gefühle. Es kommen Wahrheiten ans Licht, die so mancher lieber für immer im Dunkeln gelassen hätte …

Ursendung am Samstag, 3.9.2016, 21:03 Uhr, SWR4 BW Mundarthörspiel

Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung zum Nachhören auf: SWR.de/SWR4/bw
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Hörspieltipp: Wie Ella mir die Welt erklärt
Zwei Geschichten von Brigitte Endres
Gelesen von Jochen Striebeck und Jens Wawrczeck

Linus hat ein Problem: Es heißt Ella und ist seine große Schwester. Wenn sie ihre kleine Goldrandbrille geraderückt, ist alles zu spät, denn dann erklärt sie Linus wichtige und unwichtige Dinge des Lebens.
Denn Ella weiß (fast) alles, zum Beispiel, wieso die Menschen heute von Tellern essen. Oder dass die Römer beim Essen auf dem Boden lagen, weil sie noch keine Stühle hatten. – Doch: Kann man Ellas Vorträge wirklich ernst nehmen?

Samstag, 3.9.2016, 18:40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Proust ist mein Leben, doch es langweilt mich sehr
Hörspiel von Christian Rottler
Mit Nicole Heidrich, Hartmut Oesterle, Peter Schütz und Professor Dr. Andreas Ziemann
Musik Christian Rottler & Galakomplex
(Regie & Produktion Martin Hirsch und Christian Rottler 2015)
Länge: 39 Minuten

Erst ist es nur ein Song von Christan Rottler & Galakomplex: „Proust ist mein Leben, doch es langweilt mich sehr“. Aber er ist der Anlass für die Anfrage eines gewissen Eberhard Pontifex, der für einen Sammelband zum Thema Proust von Rottler wissen will, was den Anstoß zu diesem Song gab. Der Rottler schreibt sich warm, aus dem gewünschten kurzen Kommentar wird ein ganzer Beitrag über Erlebnisse und Folgen der nicht zu Ende gebrachten Proustlektüre. Doch um den abgeschickten Beitrag bleibt es still, der Pontifex rührt sich über Wochen nicht. Erst als er mit dem Herausgeber des Sammelbands, Professor Albert Gier, Kontakt aufnehmen kann, wittert Rottler wieder Morgenluft – jedoch nur kurz. Der Professor will den Beitrag nicht veröffentlichen und der Rottler den Proust nicht fertig lesen, aber dafür macht er aus dem ganzen Vorgang ein Hörspiel und gelangt zu der Erkenntnis, dass der Vorsatz, endlich wieder mit Proust zu beginnen, erstaunlich viel Ähnlichkeit mit der Absicht hat, mit dem Rauchen aufzuhören.

Dienstag, 30.8.2016, 19:20 Uhr, SWR2 Tandem

Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
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Hörspieltipp: Ich dachte, in Europa stirbt man nie
Hörspiel von Sarah Schreier
Idee und Konzept: Sarah Schreier
Regie: Alfred Behrens
(Produktion: RBB 2016)
Länge: 53 Minuten

Im Oktober 2015 hatte die Dokumentarfilmerin Sarah Schreier in langen Vorgesprächen sechs Flüchtlinge, zwei Frauen und vier Männer, kennengelernt und anschließend ins Hörspielstudio eingeladen. Im Schutz einer nachgebauten Jurte haben sich die sechs Protagonistinnen und Protagonisten, die anonym bleiben wollten, ein Wochenende lang anhand von mitgebrachten Gegenständen ihre Geschichten erzählt.

Ausgezeichnet als Hörspiel des Monats Januar 2016. Aus der Begründung der Jury:
”Die Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Serbien, Angola und Nigeria berichten neutral, ohne Pathos und Emphase, was ihnen widerfahren ist, warum sie ihr Land verlassen mussten, mit welchen Verlusten und Traumata sie zu kämpfen haben. Gerade dieser nüchterne, auf das eigene Erleben fokussierte und beschränkte Erzählton erzeugt beim Zuhörer eine starke Intimität und Intensität.”

Sonntag, 28.8.2016, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 



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