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Samstag, 18. November 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Die Erfindung der RAF durch einen manisch-depressiven Teenager
Nach dem gleichnamigen Roman von Frank Witzel
Mit: Jonas Nay, Edmund Telgenkämper, Valery Tscheplanowa, Christiane Roßbach, Peter Fricke, Oliver Nägele, Shenja Lacher, Götz Schulte
Musik: Frank Witzel
Hörspielbearbeitung: Leonhard Koppelmann, Frank Witzel
Regie: Leonhard Koppelmann
(Produktion: BR 2016)

Gudrun Ensslin, eine Indianersquaw aus braunem Plastik, und Andreas Baader, ein Ritter in schwarzglänzender Rüstung - so vermischen sich im Kopf des 13-jährigen namenlosen Erzählers in Frank Witzels Roman "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" die politischen Verwerfungen in der BRD des Jahres 1969 mit seinen kindlich-spielerischen Fantasien. Das Jugendzimmer wird zum Echoraum der Geschichte, und der hier ausgetragene Aufstand gegen die Trias Familie, Staat und Kirche ist nicht minder real als die von der RAF geträumte Revolution auf bundesdeutschen Straßen.
Deutscher Hörbuchpreis 2017 in der Kategorie "Bestes Hörspiel".

Sonntag, 15.10.2017, 22:03 Uhr SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Vincent und der verrückte Strickwettbewerb
Eine Bilderbuchgeschichte von Emily MacKenzie
Gelesen von Doris Wolters
Musik von Ferenc und Magnus Mehl und Sebastian Schuster
Steht nach der Sendung 4 Wochen zum On-Demand-Stream bereit unter www.kindernetz.de/spielraum

Vincent ist ein bisschen anders als andere Katzen, denn Vincent liebt es zu STRICKEN! Vincent strickt bunte Bommel zum Frühstück und zaubert Pudelmützen in der Badewanne. Er strickt sogar, während er schläft! Und was macht Vincent mit all seinen wolligen Kreationen? Na klar, er verschenkt sie an seine Freunde! Als Vincent vom großen Strickwettbewerb erfährt, macht er sich natürlich sofort ans Werk. Er schnappt sich Nadeln und Wolle und strickt und strickt und strickt … Aber WAS nur? Was es ist, das sollt ihr erraten!
Im Anschluss daran stellen wir euch "Das platte Kaninchen" von Bárður Oskarsson und "Am Schneesee" vor, eine Sprachspielgeschichte von Franz Fühmann, die jetzt als Bilderbuch erschienen ist. Was passiert wohl, wenn die Schneeseekleerehfee ganz schlimm Schneeseekleerehfeezehweh bekommt?

Samstag, 14.10.2017, 18.:40 Uhr, SWR2 Spielraum - Die Geschichte
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Hörspieltipp: Nein heißt Nein
ARD RADIO TATORT
Mit: Hilmar Eichhorn, Nele Rosetz, Anne Müller u. a.
Regie: Götz Fritsch
(Produktion: MDR 2017)
Audio unter radiotatort.ard.de

Seit einem Jahr rennt Caroline Griem, die Neue im LKA, gegen eine Mauer des Schweigens. Dahinter: Ein Müllskandal, der aus der Tiefe einer alten Tongrube bis hinauf in Landtag und Ministerien reicht. Zu allem Unglück wurde auch noch Annika de Beer von dem Fall abgezogen, weil ihr Mann Arne Listewenik, seit ihm ein Freund aus Jugendtagen das unverhoffte Angebot machte, Pressesprecher des zweifelhaften Entsorgungsbetriebes ist. Und: Braubach könnte endlich LKA-Direktor werden und kann keine hunderttausend Tonnen Müll brauchen, illegal abgelagert - wer macht sich mit so was schon beliebt bei Politik und Verwaltung? Bis Caroline Griem ein gewagtes Spiel riskiert: Ein - fingiertes - Geständnis von Arne Listewenik soll ein Leck schlagen in den Panzer der Korruption und die Exeunt GmbH unter Druck setzen. Prompt entlässt die ihren PR-Chef fristlos. Doch schlimmer als das ist der Grund, auf den sie sich beruft: Eine Kollegin hat Arne wegen Vergewaltigung angezeigt. Nur, macht es die Sache für Annika wirklich besser, wenn es eine Affäre war, wie Arne behauptet? LKA-Legende Jost Fischer jedenfalls würde lieber alles dran setzen, die Müllmafia hinter Gitter zu bringen, als die Ehe seiner Ex-Kollegin zu retten.

Freitag, 13.10.2017, 18:20 Uhr, SWR2 Krimi
Samstag, 14.10.2017, 21:03 Uhr, Zweitsendung SWR4
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Hörspieltipp: Die Maschine
Hörspiel von Georges Perec
Aus dem Französischen von Eugen Helmlé
Regie: Wolfgang Schenck
(Produktion: SR 1968)

Wer kennt es nicht, Goethes "Wandrers Nachtlied" mit der berühmten Anfangszeile "Über allen Gipfeln ist Ruh" von 1815. Das Hörspiel analysiert das Sprachmaterial systematisch. Dabei wird das Gedicht gegliedert und verändert zusammengefügt. Neue Sinnbezüge entstehen. Das Spiel über die und mit der Sprache zeigt den inneren Mechanismus der Poesie auf, mit Witz und Sinn für Ironie.
Dieser Klassiker des "Neuen Hörspiel" sollte die Arbeitsweise eines Computers simulieren, was aus späterer Perspektive vielleicht etwas altbacken und naiv erscheint. Geblieben ist hingegen ein Stimmenspiel der überraschenden, nicht gealterten poetischen Vielschichtigkeit. Vielleicht weil der humane Faktor "Autor", eine trotz allem dezidiert subjektiv-künstlerische Konzeption die Feder führte - und kein Cyborg im Spiel war. Dieser intelligente Hör-Spaß ist wohlweislich vom bloßen Computer-Schabernack und der Pointe zu unterscheiden.

Donnerstag, 12.10.2017, 14:05 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Der letzte Sommer
Nach der gleichnamigen Erzählung in Briefen von Ricarda Huch
Mit: Walter Andreas Schwarz, Hermann Schomberg, Brigitte König u. a.
Hörspielbearbeitung: Simon Glas
Regie: Fränze Roloff
(Produktion: HR 1955)
Länge: 73 Minuten

Der Gouverneur Jegor von Rasimkara geht als Funktionär des zaristischen Regimes mit Todesurteilen gegen rebellierende Studenten vor. Im Sommer hat er sich mit seiner Familie auf seine Datscha in Kremskoje zurückgezogen. Dem Studenten Lju Pavlowitsch gelingt es unter dem Vorwand, den Gouverneur vor einem Attentat zu schützen, sich mit der Familie anzufreunden. Er wird Jegors Sekretär.
Ricarda Huch skizziert den Generationenkonflikt im zaristischen Russland vor der bolschewistischen Revolution. Psychologisch subtil wird hier der Typus des "gewissenlosen Nihilisten" aufgefächert. Dabei sind die sich einander ähnlicher, als sie vermuten: der studentische Attentäter und Anarchist Lju, der politisch korrupte Gouverneur Jegor und dessen Sohn Wanya, der als verwöhnter Spross der Herrschenden sein Leben melancholisch ästhetisiert.

Sonntag, 08.10.2017, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Der lutherische Urknall
deutsche, franzosen, elsässer
Mundarthörspiel von Martin Graff
Regie: Martin Graff
(Produktion: SWR 2016)
Länge: 55 Minuten

Wir schreiben das Jahr 1511. Noch ist Martin Luther katholisch. Er kommt aus Rom zurück. In Norditalien finden Kämpfe statt, so nehmen sie den Umweg über Frankreich in Kauf. In der Nacht zuvor haben sie im Augustinerkloster in Aix-en-Provence übernachtet. Jetzt geht es weiter Richtung Genf, Augsburg, Wittenberg. Sie geraten in einen heftigen Sturm und stoßen im Gebirge auf eine Waldensersiedlung. Die Waldenser sind Rebellen, genauso wie die Katharer kämpfen sie gegen das Machtmonopol des Papstes.
Pierre Valdo, ein reicher Kaufmann aus Lyon, hat die Bewegung im 12. Jahrhundert ins Leben gerufen. Armut und Nächstenliebe als Botschaft des Evangeliums stießen bald in ganz Europa auf Zuspruch. Die korrupte Kirche sollte erneuert werden. Die Waldenser – nach Pierre Valdo genannt – verschanzten sich zunächst in den Alpentälern Norditaliens, siedelten im Zuge von Verfolgungen aber auch über nach Südfrankreich. Luther trifft auf sie bei Lourmarin am Fuße des Lubéronmassifs. Noch heißt er Martin Luder, er ist der Sohn eines Hüttenmeisters aus Eisleben. Noch ist er Augustinermönch. Martin ist 28 Jahre alt, als er auf die Waldenser trifft.

Samstag, 07.10.2017, 21:03 Uhr, SWR4 BW Mundarthörspiel
 
 

 
Hörspieltipp: Fundsachen
Eine Herbstgeschichte von Antje Damm
Gelesen von Andreas Helgi Schmid
Steht nach der Sendung 1 Jahr zum Download unter www.kindernetz.de/spielraum

Eigentlich findet Nils Pilze sammeln ganz in Ordnung. Ihm und seinem Vater macht es Spaß, im dichten Wald umher zu stapfen und nach Steinpilzen Ausschau zu halten. Was Nils aber gar nicht gefällt, ist, dass seine Eltern sich häufig streiten. - Auch beim Pilze sammeln. Er fühlt sich dabei immer ziemlich überflüssig.
An einem Sonntag passiert dann etwas Unerwartetes: Nils verliert seine Eltern aus den Augen und läuft immer tiefer in den Wald hinein. Angst kommt in ihm auf, er fühlt sich allein und verlassen und versucht schließlich trotzdem, das Beste aus der Sache zu machen. Doch plötzlich begegnet er einem eigenartigen Fuchs ...
Antje Damm (geb. 1965) gehört zu den renommiertesten KinderbuchautorInnen ihrer Generation. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet. "Fundsachen" ist die erste Geschichte von Antje Damm für SWR2 Spielraum.

Samstag, 07.10.2017, 18:40 Uhr, SWR2 Spielraum - Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Verräter
Von Dirk Josczok
Mit: Guntbert Warns, Claudia Eisinger, Herbert Sand, Janusz Kocaj, Friederike Kempter u. a.
Komposition: Michael Rodach
Regie: Beatrix Ackers
(Produktion: DKultur 2015)
Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf SWR2.de/hoerspiel
Länge: 52 Minuten

Beim Überfall auf einen Spätkauf in Neukölln wird der türkischstämmige Ladenbesitzer erschossen und die Kasse geplündert. Ist es die Gelegenheitstat eines Junkies oder steckt mehr hinter dem Mord? Der Täter ist gekommen und gegangen ohne Spuren zu hinterlassen. Zwar gelingt es Hauptkommissar Kurt Magnus und seinem Team, einen Verdächtigen zu ermitteln, aber der bekennende Neo-Nazi Mark Wedéll hat ein Alibi für die Tatzeit. Und Ingo Witte, der einzige Zeuge der Tat, scheint andere Pläne zu haben, als mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Dass er dabei nicht nur seine schwangere Freundin in Lebensgefahr bringt, begreift er zu spät.

Freitag, 06.10.2017, 22:33 Uhr, SWR2 Krimi
 
 



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185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 
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