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Donnerstag, 26. April 2018
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Die vierzig Tage des Musa Dagh (1/2)
Nach dem gleichnamigen Roman von Franz Werfel
"Das Nahende" und "Die Kämpfe der Schwachen"
Mit: Sebastian Blomberg, Alexander Fehling, Vincent Leittersdorf, Josef Ostendorf, Robert Gallinowski u.v.a.
Musik: Araik Bartikian und David Kuckhermann
Gesang: Meline Popovian
Hörspielbearbeitung und Regie: Kai Grehn
(Produktion: SWR/NDR/HR 2015)

Gabriel Bagradian kehrt nach 23 Jahren, die er in Paris verlebt hat, in seine armenische Heimat am Fuß des Musa Dagh zurück. Der Besuch in Yoghonoluk soll nur kurze Zeit in Anspruch nehmen, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus, die Familie sitzt fest. Gabriel wird in die vom Osmanischen Reich verhängte Verschickung der armenischen Minderheit verwickelt. Doch statt sich in das schreckliche Schicksal der Deportation zu fügen, setzt er alles auf eine Karte: Auf dem Musa Dagh sucht er mit zirka 5000 Armeniern Zuflucht vor Verfolgung, Verschleppung und Ausrottung durch die Türken. Sein verzweifelter Triumph heißt erbitterter Widerstand, koste es, was es wolle.
"... ein großes Klagelied ..., ein eindringliches Lamento, das trotz des kriegerisch lauten, gewalttätigen Geschehens auch Stille beschwört. Näher hätte eine Bearbeitung diesem unbedingt lesenswerten Roman kaum kommen können." (Angela di Ciriaco-Sussdorff, Medienkorrespondenz)

Sonntag, 01.04.2018, 18:20 Uhr, Hörspiel am Sonntag

(Teil 2, Ostermontag, 2. April, 18:20 Uhr)
 
 

 
Hörspieltipp: Igraine Ohnefurcht (1/2)
Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Cornelia Funke
Mit: Felix von Manteuffel, Laura Maire, Rainer Strecker, Cathlen Gawlich u. v. a.
Musik: Jan-Peter Pflug
Hörspielbearbeitung und Regie: Frank Gustavus
(Produktion: Oetinger audio 2016)
Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel

Igraine lebt auf Burg Bibernell, wo die Steinlöwen über dem Tor brüllen, wenn sich Fremde nähern, wo Bücher singen und dicke Kater sprechen können. Igraines Eltern, Sir Lamorak und die schöne Melisande, sind Zauberer, sogar ihr großer Bruder Albert kann zaubern. Nur Igraine träumt von etwas ganz anderem. Sie möchte eine Ritterin werden, auf Turnieren kämpfen und Drachen retten. Als sich ihre Eltern ausgerechnet an ihrem zehnten Geburtstag aus Versehen in Schweine verwandeln, muss Igraine Ohnefurcht losreiten, einem Riesen ein paar Haare abschneiden und Burg Bibernell vor Gilgalad dem Gierigen retten. Dass sie dabei einem "echten" Ritter begegnet, kann sie natürlich nicht ahnen!

Sonntag, 01.04.2018, 14:05, SWR2 Spielraum - Hörspiel

(Teil 2, Ostermontag, 2. April, 14.05 Uhr) Uhr
 
 

 
Hörspieltipp: Die Stimme hinter dem Vorhang
SWR Klassikarchive online
Hörspiel von Gottfried Benn
Mit: Ursula Langrock, Henny Schneider-Wenzel, Friedrich von Bülow, Otto Collin u. a.
Musik: Heinz Bartels
Regie: Gert Westphal
(Produktion: SWF 1955)

"Radio ist sehr gegen meine Neigung. Ich kann und will nicht unter mein Niveau", schrieb Gottfried Benn 1949. Zwei Originalhörspiele schrieb er aber doch: "Drei alte Männer" 1948 und 1951 "Die Stimme hinter dem Vorhang". Die Erstinszenierung von Benns zweitem Hörspiel ist verschollen, die SWF-Inszenierung von 1955 ist erhalten geblieben. Ein Familientreffen: Alle Geschwister kommen zu ihrem Erzeuger, der sich aber hinter einem Vorhang verbirgt. Benn ironisiert hiermit Instanzen religiöser oder richtender Macht. Hauptthema ist die Liebe jenseits traditioneller Moral: Eine Tochter ist polyamorph und damit zufrieden, ein Sohn bezeugt die fürs Eheglück hygienisch notwendige Funktion von Affären. Mit Rat und Tat kann dieser Vater aber nicht dienen, seine Nachfahren müssen die Widersprüche der Welt aushalten, als "Solitäre", Einzelne in einer mit Hilfe der Kunst zu ertragenden Eiseskälte der Welt. Dieses dichterisch so präzise wie heitere Stimmenspiel Benns verabschiedet im aufklärerischen Sinne jegliche Heilsgeschichte. Und ermutigt in seinem humanen Pathos, trotzallem nicht aufzuhören, im Dunkeln "zu tun, was wir können".

Donnerstag, 29.03.2018, 22:03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Das Warheads-Oratorium
Originalton-Hörspiel von Romuald Karmakar und Michael Farin
Mit: Manfred Zapatka, Günter Aschenbrenner und Carl N.
Regie: Bernhard Jugel/Romuald Karmakar
Musik: Laar/zeitblom
(Produktion: BR 1997)

Firmen und Zwischenhändler, weit entfernt von der Frontlinie, verdienen mit Waffen wie mit Hilfsgütern am Krieg. Die asymmetrische Kriegsführung hat viele Gewinnerseiten. Dazu kann auch der einfache Soldat gehören, insbesondere als Söldner. Seine Gewinn- und Verlustrechnung dürfte so einfach wie komplex sein. Einblicke eröffnet dieses Hörspiel aus dem Jahr 1997. Heute noch dürften sie ihre Gültigkeit besitzen. Hauptfiguren sind der Legionär Günter Aschenbrenner und der britische Söldner Carl. Mit Einsätzen im Algerienkrieg, im Tschad, in Djibouti, in der Republik Zentralafrika, in Kolwezi sowie in Französisch-Guayana. Carl stammt aus Liverpool und ist seit 15 Jahren Söldner. Er war in Westafrika, Surinam, im Sudan und in Gospic, Kroatien.

Sonntag,25.03.2018, 18:20 Uhr, Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Prof. Sigmund Freud: Krankheit und Symptom
Kriminalhörspiel von Heiko Martens
Musik und Regie: Christian Hagitte und Simon Bertling
(Produktion: STIL/HR 2011)
CD-Produktion: STIL (Alive)

Wien, in den 1920er-Jahren: Die Avantgarde der Psychoanalyse befindet sich in den Wohn- und Arbeitsräumen von Prof. Dr. Sigmund Freud. Zusammen mit dem Ermittler Karl Gruber und mithilfe seiner dickköpfigen Tochter Anna macht sich Sigmund Freud auf, den psychologisch vertrackten Verbrechen seiner Heimatstadt auf den Grund zu gehen: Bei der Sanierung einer Strafvollzugsanstalt wird das alte Tagebuch eines Häftlings gefunden. In den Aufzeichnungen stehen detaillierte Ausführungen zu einer lange zurückliegenden Mordserie, die offenbar niemals aufgeklärt wurde. Karl nimmt mit Annas Unterstützung die Ermittlungen unter ehemaligen Häftlingen auf, während Sigmund Freud versucht, dem Täter mithilfe der Aufzeichnungen auf die Spur zu kommen. Wer ist der Mörder? Und wie sieht seine Prognose aus?

Freitag, 23.03.2018, 22:03 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: Sodom und Gomorrha (3/3)
Nach dem gleichnamigen Roman von Marcel Proust
Aus dem Französischen von Bernd-Jürgen Fischer
Teil 3 "Betrübnisse von Monsieur de Charlus"
Mit: Michael Rotschopf, Lilith Stangenberg, Gerd Wameling, Stefan Konarske, Corinna Kirchhof, Tina Engel u. v. a.
Hörspielbearbeitung: Manfred Hess, Hermann Kretzschmar
Komposition: Hermann Kretzschmar
Musik: Ensemble Modern
Regie: Iris Drögekamp
(Produktion: SWR/DLF 2018)
CD-Edition: Der Hörverlag

Der vierte Roman aus Marcel Prousts “À la recherche du temps perdu” heißt “Sodom und Gomorrha I”, erschienen in zwei Bänden zwischen 1920 und 1921. Im Alten Testament sind mit diesen Namen Städte benannt, die Gott unter einem Regen aus Feuer und Schwefel begrub, weil sie sich der Sünde hingegeben haben. Im Stadtpalais der hochadligen Familie der Guermantes hat sich für Marcel, den Ich-Erzähler, die mondäne Welt der exquisiten Gesellschaft erschlossen, Zugleich hat er dort die Welten von Sodom als der der männlichen und Gomorrha als der der weiblichen Homosexualität entdeckt.
Der dritte Teil der Hörspielfassung spielt in der Normandie. Proust erzählt von den Leidenden und Lächerlichen im Spiel des gleich- und heterogeschlechtlichen Begehrens. Neben Marcels Liebe zu der jungen und koketten Albertine Simonet, von seiner krankhaften Eifersucht bei dem Verdacht, sie begehre Frauen, steht die Beziehung des Hochadligen Baron de Charlus zum jungen Geiger Morel im Zentrum. Die Hörspielfassung wahrt die Eckpfeiler des Handlungs- und Erzählverlaufs. Sie kürzt aber radikal, um Platz zu schaffen: für umfangreiche akustische Tableaus entlang der Satzkonstruktionen, die den Proustschen Erinnerungsprozess in all seiner Hetereogenität belassen, in all seiner Komik und Unbarmherzigkeit.
Das Hörspiel basiert auf der neuen Übersetzung der "Recherche" durch Bernd-Jürgen Fischer, die 2016 abgeschlossen wurde.

Donnerstag, 22.03.2018, 22:03 Uhr Ursendung, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Sehnsucht - Das geheime Tagebuch der Contessa Livia
Nach der gleichnamigen Novelle von Camillo Boito
Aus dem Italienischen von Bettina Kienlechner
Mit: Marie-Lou Sellem, Michael Steinocher u. v. a.
Regie: Kai Grehn

"Sehnsucht" - erstmals 1883 erschienen - erzählt vor dem Hintergrund des italienischen Befreiungskrieges gegen Österreich von Begehren, Verrat und Rache.
"Und stets suche und reize ich die Risse der unverheilten Wunde": Die 39-jährige Contessa Livia Serpieri blickt auf ihre vor 16 Jahren gescheiterte Liebe zurück. Mit dem schönen Remigio, einem österreichisch-ungarischen Offizier, hat sie ihren Mann, der ihr Großvater sein könnte, bereits während der Hochzeitsreise in Venedig betrogen. "Stark, schön, pervers, feig - er gefiel mir." Als Remigio nach Verona versetzt wird und sich nur noch meldet, wenn er Geld braucht, wittert Livia Verrat - und begibt sich auf eine gleichermaßen schmerz- wie lustvolle Reise in die tiefsten menschlichen Abgründe.
"Einzig die zu berechnendem Kalkül fähige Emma Bovary könnte ihr das Wasser reichen. Alle anderen, Ana, Luísa, Effi, Anna, sind Lämmlein gegen diese radikal selbstbezogene wölfische Italienerin. Eine vergleichbare Frauenfigur findet sich kaum in der Geschichte der bürgerlichen Erzählliteratur; eher im Film noir des 20. Jahrhunderts." (Ursula März / Nachwort der deutschen Buchausgabe)

Sonntag,11.03.2018, 18:20 Uhr Ursendung, Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Veranstaltungen der städtischen Bibliotheken vom 6. bis 10. März
Dienstag, 6. März, 15.30 Uhr
Frühlingszeit – Vorlesezeit
(Kinder- und Jugendmediothek Rieselfeld)
Für Mädchen und Jungen von drei bis sechs Jahren liest
Vorlesepatin Marion Ernst in der Mediothek Rieselfeld, Maria-vonRudloff-Platz
2, am Dienstag, 6. März, um 15.30 Uhr, lustige,
spannende oder auch nachdenkliche Geschichten. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 7. März, 16 Uhr
Vorlesestunde mit Felizitas Lacher
(Kinder- und Jugendbibliothek)
Lustige und spannende Bilderbücher liest Felizitas Lacher für
Mädchen und Jungen von 3 bis 5 Jahren am Mittwoch, 7. März, um
16 Uhr, in der Kinderbibliothek, Münsterplatz 17. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 7. März, 16 Uhr
Vorlesestunde in Mooswald (Stadtteilbibliothek Mooswald)
Vorlesepatin Beate Düe liest für Kinder von 3 bis 6 Jahren lustige
Geschichten in der Stadtteilbibliothek Mooswald, Falkenbergerstr.
21, am Mittwoch, 7. März, um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 7. März, 16 bis 18 Uhr
Sprachcafé Deutsch (Stadtbibliothek)
Die Stadtbibliothek am Münsterplatz 17 lädt am Mittwoch, 7. März,
von 16 bis 18 Uhr, zum nächsten Sprachcafé Deutsch ein.
Studierende mit der Studienrichtung Deutsch als Zweit- und
Fremdsprache bieten in lockerem Rahmen die Möglichkeit, Deutsch
zu sprechen, sich kennenzulernen und auszutauschen. Das
Sprachcafé ist offen für alle und ohne Anmeldung. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 7. März, 16 bis 18 Uhr
Gaming-Nachmittag für Kinder
Für Kinder ab 8 Jahren gibt es jeden Mittwoch und Donnerstag einen
Gamingnachmittag zwischen 16 und 18 Uhr in der Kinder- und
Jugendbibliothek, Münsterplatz 17. Gespielt wird auf den Konsolen
Nintendo Switch und PS4. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 7. März, 17 Uhr
Die ½ Vorlesestunde (Stadtteilbibliothek Haslach)
Für Mädchen und Jungen ab 3 Jahren werden in der halben
Vorlesestunde am Mittwoch, 7. März, um 17 Uhr, in der
Stadtteilbibliothek Haslach, Staudinger Straße 10, Geschichten nach
den Wünschen der Kinder gelesen. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 8. März, 15.30 Uhr
Märchenstunde mit Peter Pflug (Stadtteilbibliothek Haslach)
Peter Pflug erzählt für Kinder ab 3 Jahren das Märchen „Die drei
kleinen Schweinchen“ am Donnerstag, 8. März um 15.30 Uhr, in der
Stadtteilbibliothek Haslach, Staudingerstraße 10. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 9. März, 15.30 Uhr
Freitagsbasteln (Kinder- und Jugendmediothek Rieselfeld)
Am Freitag, 9. März, um 15.30 Uhr, findet in der Kinder- und
Jugendmediothek Rieselfeld, Maria-von-Rudloff-Platz 2, Basteln für
Kinder ab 4 Jahren statt. Der Eintritt ist frei.

Samstag, 10. März, 11 Uhr
Italienische Vorlesestunde für Kinder (Stadtbibliothek)
Für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren lesen Mitglieder des Centro
Culturale Italiano am Samstag, 10. März, um 11 Uhr, in der
Stadtbibliothek am Münsterplatz aus italienischen Kinderbüchern.
Der Eintritt ist frei.
 
 



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