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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Vogelherdrecherche
Von Ulrike Janssen mit Texten von Thomas Kling
Komposition: Gerd Bessler
Regie: Ulrike Janssen
Produktion: DLF/HR 2011
Länge: 47 Minuten

”Vogelherd. mikrobucolica”, so heißt einer der geheimnisvollsten und zugleich konkretesten Gedichtzyklen von Thomas Kling, der 2005 im Alter von 47 Jahren starb. “Vogelherd. mikrobucolica” klingt poetisch-geheimnisvoll, verweist aber auf eine grauenvolle Jagdmethode, die sich noch bis ins 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreute. Ein Vogelherd ist eine Fangstelle mit Lockvögeln, denen man mit einem glühenden Kupferdraht die Hornhaut der Augen verbrannte. Die geblendeten Vögel, die nun nicht mehr zwischen Tag und Nacht unterscheiden konnten, sangen fortan immerzu so laut und so kräftig, dass andere Vögel herbeigelockt wurden, die dem Fänger ins Garn gingen. Thomas Kling recherchierte für seine Arbeit gründlich: am Schreibtisch, aber auch auf Reisen. Mit Materialien aus seinem Nachlass macht sich das Hörspiel auf die Spuren des Dichters und versucht dem Geheimnis seiner Texte nahezukommen.

Donnerstag, 05.01.2012, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio

Karl-Sczuka-Förderpreis 2011
 
 

 
Hörspieltipp: empty rooms / Leere Räume
Hörstück von Hubert Machnik
Komposition und Realisation: Hubert Machnik
Produktion: HR 2000
Länge: 53 Minuten

”empty rooms/Leere Räume” basiert auf Audioaufnahmen, die in Frankfurt am Main im August/September 2000 an Verkehrskreuzungen und -überwegen mit blindenspezifischen Signaleinrichtungen gemacht wurden. Ausschnitte aus diesen Aufnahmen, hier zwischen einer und zweieinhalb Sekunden, werden als sich wiederholende Schleifen (loops) abgespielt. Dabei bewegen sich diese Ausschnitte langsam in entgegengesetzter Zeitrichtung vom Ende der Originalaufnahme zum Anfang, d.h. jede neue Schleife beginnt und endet - bei gleichbleibender Dauer - etwas früher als die vergangene. Diesen Vorgang könnte man bildlich als scannen einer Klanglandschaft verstehen und dessen zeitliche Komponente als Bewegung vom Zukünftigen zum Vergangenen. Die durch die langsame Scannerbewegung - verschiedene Tempi im Millisekundenbereich - entstehenden graduellen Veränderungen in den Schleifen, gefrieren das triviale Umweltgeräusch sozusagen zu akustischen Fotografien. Gleichzeitig werden durch diese Methode deren melodische rhythmischen Qualitäten hervorgehoben und zum strukturierenden Merkmal der Komposition. Das Geräusch der Blindensignale als großstädtisches Sonar im Zentrum der Aufnahmen, entwickelt sich so zu rhythmischer wie inhaltlicher Orientierung im Klangraum. Die Komposition wurde mit einem für diesen Zweck geschriebenen Computerprogramm realisiert. Dabei wurden ausschließlich Schleifen und Lautstärkenverläufe (Hüllkurven) zur Gestaltung verwendet, ausdrücklich kein Sounddesign und keine Tonhöhentranspositionen. Das Stück kann live am Computer aufgeführt werden.

Dienstag, 03.01.2012, 23.03 Uhr, SWR2 ars acustica
 
 

Klaus Kinski. Um mich herum ist es dunkel – und in mir wächst das Dunkel
Klaus Kinski in „Das Rätsel des silbernen Dreiecks“ von 1965/66 / (c) HR
 
Klaus Kinski. Um mich herum ist es dunkel – und in mir wächst das Dunkel
Hörspiel von Michael Farin und Peter Geyer

Mitwirkende:
Blixa Bargeld
Ulrich Matthes
Nadeschda Brennicke
u.a.

Regie: Michael Farin & zeitblom
Musik: zeitblom
(DLF/hr 2011)
- Ursendung –

Klaus Kinski in „Das Rätsel des silbernen Dreiecks“ von 1965/66
Klaus Kinski hat sein Leben lang Mythen verkörpert, unter anderem den Marquis de Sade, Edgar Allan Poe, Jack the Ripper, Nosferatu, Woyzeck oder Don Lope de Aguirre in „Aguirre, der Zorn Gottes“. Doch als er vor nunmehr zwanzig Jahren starb, am 23. November 1991, war er längst selbst zum Mythos geworden. Ein Weltstar.

„Er hat die Mähne eines Löwen, den Blick eines Adlers, das Lächeln des Wolfes, die raue Schönheit des tobenden Meeres und die wilde Hässlichkeit der schmelzenden Lava, blutrot, wie ein blutendes Herz, am Abhang des düsteren Vulkans“, schrieb man damals über ihn. Kurz zuvor hatte er noch seinen Lebenstraum verwirklicht: Mit sich selbst in der Hauptrolle drehte er einen Film über Niccolò Paganini.

Mittwoch, 4. Januar 2012, 21:30 Uhr im Hessichen Rundfunk HR2
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Hörspieltipp: Gaslicht
Gasbeleuchtung / (c) HR
 
Hörspieltipp: Gaslicht
Hörspiel von Patrick Hamilton
Aus dem Englischen von Günther Blöcker

Mitwirkende:
Bella Manningham - Dinah Hinz
Jack Manningham - Herbert Fleischmann
Rough - René Deltgen
Nancy - Maja Stolle

Regie: Guido Wiederkehr
Musik: Hans Moeckel
(DRS, Studio Basel 1972)

Das 1938 in London uraufgeführte Theaterstück wurde durch George Cukors Verfilmung des von ihm sehr frei bearbeiteten Stoffes im Jahre 1944 zu einem Welterfolg. Unserem Hörspiel liegt das weniger bekannte Psycho-Thriller-Original zugrunde.

Seit das Ehepaar Manningham vor sechs Monaten in ein neues Haus gezogen ist, verschwinden andauernd Gegenstände der verschiedensten Art. Mr. Manningham behauptet, seine junge Frau leide an Gedächtnisstörungen. Schließlich war schon ihre Mutter geistesgestört. Bella, die sich vor dem großen, dunklen Haus fürchtet, beginnt allmählich selbst, an ihrem Verstand zu zweifeln. Da erscheint eines Tages in Abwesenheit ihres Mannes ein netter, alter Herr, der sich auch vom Dienstmädchen an der Haustür nicht abweisen lässt. Ihm ist ein Detail aufgefallen, dass Mrs. Manningham vor dem drohenden Wahnsinn bewahren und ein Indiz für ganz reale Vorgänge im oberen Stockwerk des Hauses sein könnte: Zu bestimmten Zeiten wird nämlich das Gaslicht im Hause schwächer …

Sonntag, 1. Januar 2012, 14:05 Uhr im Hessischen Rundfunk HR2
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Hörspieltipp: Jane Eyre (3)
Nach dem gleichnamigen Roman von Charlotte Brontë
Musik: Annie Whitehead und Ramesh Shotham
Hörspielbearbeitung und Regie: Christiane Ohaus
Produktion: SR/DLR/NDR/RB 2005
Länge: 78 Minuten

Nachdem sie erfahren hat, dass Rochesters geisteskranke Ehefrau Bertha versteckt auf Thornfield Hall lebt, verlässt Jane Eyre Thornfield, verhungert beinahe und findet schließlich Zuflucht im Haus des Geistlichen St. John Rivers und seiner beiden Schwestern. Er beabsichtigt, als Missionar nach Indien auszuwandern und möchte, dass Jane als seine Ehefrau mitkommt. Doch Jane will herausfinden, was aus Rochester geworden ist. Sie trennt sich von den Geschwistern Rivers und kehrt nach Thornfield zurück. Dort hat inzwischen ein Brand alles verändert.

Sonntag, 01.01.2011, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Jorinde und Joringel
Nach einem Märchen von Johann Heinrich Jung-Stilling
Gesammelt von den Brüdern Grimm
Idee und Realisation: Ute Kleeberg und Uwe Stoffel
Produktion: Edition See-Igel / SWR 2006
Länge: 46 Minuten

”Nun war einmal eine Jungfrau, die hieß Jorinde; sie war schöner als alle anderen Mädchen. Die und dann ein gar schöner Jüngling namens Joringel hatten sich zusammen versprochen. Sie waren in den Brauttagen, und sie hatten ihr größtes Vergnügen eins am andern. Damit sie nun einsmalen vertraut zusammen reden könnten, gingen sie in den Wald spazieren. ‘Hüte dich’, sagte Joringel, ‘dass du nicht so nahe ans Schloss kommst.’” Das wunderschöne Märchen erzählt von der Kraft der Liebe, die alle bösen Mächte besiegen kann. Die Produktion wurde mit dem “Leopold” und dem “Preis der deutschen Schallplattenkritik” ausgezeichnet.

Samstag, 31.12.2011, 15.05 Uhr, SWR2 Spielraum
 
 

 
Hörspieltipp: Songs of War and Love
Hörstück von Cathy Milliken
Komposition und Realisation: Cathy Milliken
Produktion: HR 2005
Länge: ca. 48 Minuten

Ausgangspunkt für das Collage-Stück sind Texte aus William Shakespeares “Sonetten” und frei bearbeitete Motive englischsprachiger Dichtungen des 20. Jahrhunderts. Milliken begegnet den Texten mit einem Crossover von zeitgenössischen musikalischen Stilen, die von Pop oder vom Jazz-Song bis hin zum Klangexperiment aus dem Geiste der Neuen Musik reichen. Der assoziativ angelegte Textbogen führt strukturell vom Krieg zur existenziellen Sinnfrage, von Liebe zu Liebesverlust und neuer Hoffnung. Wenn am Ende der neue Liebhaber jedoch mit “my Napoleon” assoziiert wird, schließt sich der Kreis zum Anfangsmotiv. Milliken übersetzt eine Tradition ins Heute, die mit Claudio Monteverdis “Madrigali guerrieri et amorosi” einsetzte, eine Sammlung unterschiedlicher Spielarten weltlicher Vokalmusik, in denen der Dreißigjährige Krieg widerhallt. Ihr musikdramatisches Collagekonzept bedient sich hingegen der Form eines konzertanten Liederzyklus. Sie mündet über szenische Arrangements und aus der modernen Studiotechnik entwickelte
Stimmführungen in ein Werk originärer Radio- und Hörspielästhetik.

Freitag, 30.12.2011, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Wo die Löwen weinen (2)
Von Heinrich Steinfest nach seinem gleichnamigen Kriminalroman
Hörspielbearbeitung: Heinrich Steinfest
Regie: Günter Maurer
Produktion: SWR 2011 - Ursendung
Länge: 54 Minuten

Natürlich geht es um Mord. Bedroht wird gleich eine ganze Stadt. Im Stuttgarter Kessel, in dem sich die Tragödie der öffentlichen Verkehrspolitik zuspitzt, verhärten sich die Fronten. Drei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und ein Hund kämpfen und ringen um Rettung. Sie alle straucheln und landen mitten in der Bodenlosigkeit des umkämpften Großprojekts Stuttgart 21. Steinfest stellt sie vor: “Rosenblüt, der Kommissar. Ein in die Jahre gekommener Robert Redford und elitärer Kriminalist, der dem lieben Gott versprochen hat, nie wieder nach Stuttgart zu reisen. Hans Tobik, der Stuttgartforscher. Ein Mann, der den Mächtigen die Angst zurückbringen möchte, auf dass sie sich wieder in Menschen verwandeln. Wolf Mach, der Archäologe. Mach ist der Österreicher, denn für jede Geschichte braucht es einen Österreicher. Der Österreicher symbolisiert das Leben und den Tod. Und Kepler, der Hund. Vermutlich die Reinkarnation des Mischlingsrüden Lauscher, der einst den Detektiv Cheng begleitete.”

Donnerstag, 22.12.2011, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
 
 



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