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Freitag, 23. Juni 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Die Glocken von London
Nach einer Erzählung von Charles Dickens
Hörspielbearbeitung: Otto Zoff
Musik: Friedrich Scholz
Regie: Hanns Korngiebel
Produktion: SWF/RB /RIAS 1957
Länge: 82 Minuten

Samstag, 25.12.2010, 15.05 Uhr, SWR2

Der Dienstmann Toby Veck führt mit seiner Tochter Meg ein ärmliches Leben in London. Am Silvesterabend gesteht Meg ihrem Vater, an Neujahr den Tischler Richard Johnson heiraten zu wollen. Der Armenrichter Alderman Cute, auf dessen Treppe Vater und Tochter Veck zu Abend essen, prophezeit Meg eine düstere Zukunft, als er von ihren Plänen erfährt. Er, der selbsternannte »Freund der Armen«, ist auf der Jagd nach Will Fern, einem arbeitslosen Kutscher, der aus dem Schuldengefängnis entkommen ist. Als Toby Veck spät abends Fern und seine kleine Nichte auf der Straße trifft, versteckt er sie vor der Polizei und nimmt sie bei sich auf. In der Silvesternacht erzählen dann die Glocken von London dem übermüdeten Dienstmann von einer erschreckenden Zukunft, die so manches übertrifft, von dem der Armenrichter gesprochen hatte.
 
 

 
Hörspieltipp: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand (1)
Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Jonathan Stroud
Aus dem Englischen von Katharina Orgaß und Gerald Jung
Musik: b.deutung
Regie: Robert Schoen
Produktion: SWR 2010 – Ursendung
Länge: 54‘12

Freitag, 24.12.2010, 15.05 Uhr, SWR2
(Teil 2, Samstag, 25. Dezember, 15.05 Uhr
Teil 3, Sonntag, 26. Dezember, 15.05 Uhr)

”Gestatten, mein Name ist Bartimäus. Bämonen sind überaus heimtückisch. Sie fallen dir in den Rücken, sobald sich ihnen auch nur die geringste Gelegenheit dazu bietet. Hast du verstanden?” Und ob der Zauberlehrling Nathanael verstanden hat. Er weiß genau, was es mit der Macht von Dämonen auf sich hat. Deshalb hat er sich ja für Bartimäus entschieden, einen 5000 Jahre alten Dschinn. Nathanael braucht einen mächtigen Mitspieler für seinen Plan: Er will sich rächen für eine Demütigung, die er als kleiner Junge erleiden musste. Der Auftrag an Bartimäus ist klar: Er soll das Amulett von Samarkand stehlen, das im Besitz des bösen Zauberers Simon Lovelace ist.
 
 

 
Hörspieltipp: Das Geburtstagsgeschenk (1)
Nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Barbara Vine
Hörspielbearbeitung: Uta-Maria Heim
Regie: Irene Schuck
Produktion: SWR 2010 - Ursendung
Länge: 55‘18

Donnerstag, 23.12.2010, 22.03 Uhr, SWR2
(Teil 2, Donnerstag, 30. Dezember, 21.03 Uhr)

Ivor Tesham, ein Machtmensch, Draufgänger und Politiker aus der Thatcher-Ära, macht seiner verheirateten Geliebten zum 28. Geburtstag ein riskantes Überraschungsgeschenk: Gegen Abend soll sie sich in einem Außenbezirk von London einfinden. Tesham schenkt ihr eine Fahrt ins Blaue – mit dem Ziel, im Haus seines Schwagers zügellosen Sex zu genießen. Doch aus dem abenteuerlichen Spiel wird bitterer Ernst. Die inszenierte Entführung endet in einem Desaster. Das Geburtstagsgeschenk entwickelt sich zu einem Alptraum, der Ivor Teshams Karriere und sein Leben zu zerstören droht.
 
 

 
Hörspieltipp: "Der verbotene Garten. Fragmente über D’Annunzio"
Von Tankred Dorst und Ursula Ehler
Regie: Hans Gerd Krogmann
Produktion: SDR/SWF/SR 1984
Länge: 82 Minuten

Tankred Dorst zum 85. Geburtstag!
Sonntag, 19.12.2010, 18.20 Uhr, SWR2

Gabriele D’Annunzio, das ist der italienische Dichter, der im Ersten Weltkrieg als Kampfflieger über Wien Flugblätter mit seinen Gedichten abwarf und 1919 mit einer Freischar Fiume besetzte. Er huldigte dem Kult des Übermenschen und sah dessen Verkörperung zeitweilig in Mussolini. Dorst und Ehler zeigen D’Annunzio am Ende seines Lebens, das in seiner dekadenten Exzentrik, im Versuch, Kunst und Leben in einer privaten Mythologie zu vereinen, ein einziger Aufstand gegen den Tod ist. Dem Greis erscheinen, wie in einem Totentanz, Gestalten seiner Vergangenheit: der Knabe, der er einmal war, die Geliebte und der gescheiterte »Duce«.
 
 

Hörspieltipp: ARD Radio Tatort
 
Hörspieltipp: ARD Radio Tatort "Schlick"
Kriminalhörspiel von Elisabeth Herrmann
Komposition: Hans Schüttler
Regie: Sven Stricker
Produktion: NDR 2010
Länge: 55 Minuten

Donnerstag, 16.12.2010, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi

Diese Folge steht nach der Sendung eine Woche zum Download bereit: www.radiotatort.ard.de
Auch als Podcast abonnierbar!

Betrauert, ersehnt, angekündigt, verschoben, erwartet. Als das Kreuzfahrtschiff “Shangri-La” nach zweijähriger Bauzeit die Papenburger Werft verlässt, ist das ein Fest für Hundert- tausende. Doch unter den jubelnden Anwesenden sind auch einige, die nicht glücklich sind. Der Erste Offizier des Schiffes verschwindet spurlos. Kriminalhauptkommissarin Bettina Breuer, die zu der Jungfernfahrt eingeladen war, lässt sich in den Fall verwickeln und ermittelt gegen die Zeit. Auch Jac Garthmann, ihr verdeckter Ermittler, wird an Bord tätig. Denn so mancher Abschied hat Spuren hinterlassen, die so schnell verschwinden wie Steine im Schlick.
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Hörspieltipp: Blue Mountains
 
Hörspieltipp: Blue Mountains
Von Juli Zeh
Komposition: Frank Bretschneider
Regie: Alice Elstner
Produktion: SWR 2010 – Ursendung
Länge: 72 Minuten

Sonntag, 12.12.2010, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag

Die Produktion steht nach der Ursendung eine Woche zum Download bereit: www.swr2.de/hoerspiel

Rolf sitzt im Rollstuhl, seit er bei einem Autounfall beide Beine verloren hat. In seinem Job als Werbetexter hat er Erfolg, aber mit den Frauen klappt es nicht – Rolf hatte noch nie eine Freundin. Als sein 40. Geburtstag vor der Tür steht, überredet ihn seine Schwester Nora, eine Kontaktanzeige aufzugeben. Doch Rolf erhält keine einzige Zuschrift und ist sicher, dass der Grund dafür in seiner Behinderung liegt. Nora drängt ihn, nicht aufzugeben. Endlich meldet sich eine Frau namens Martha, der die Tatsache, dass Rolf im Rollstuhl sitzt, nichts auszumachen scheint. Zwischen Martha und Rolf entspinnt sich ein E-Mail-Wechsel. Schnell begreift Rolf, dass er die Frau seines Lebens gefunden hat. Mit Martha kann er über alles reden, lachen, streiten. Er verliebt sich rettungslos in sie – per E-Mail und SMS. Als Rolf um ein Treffen bittet, weigert sich Martha. Es stellt sich heraus, dass sie nicht einmal bereit ist, mit ihm zu telefonieren. Nora rät ihrem Bruder, den Kontakt zu Martha sofort abzubrechen. Aber er kann nicht. Was sich zwischen Martha und ihm entwickelt hat, ist kein Flirt, sondern Liebe. Rolf beginnt zu recherchieren, um hinter Marthas Gründe zu kommen.
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Hörspieltipp: Zwanzig Milli onen Dollar– verstoscht – in bar!
nach einem Erbschaftsdrama in einem Akt
von Fritz Heidegger
Hörspielbearbeitung und Regie: Ulrich Lampen
Produktion: SWR Freiburg 2010
Länge: ca. 50 Minuten
Samstag, 11.12.2010, 21.05 Uhr, SWR4 BW Mundarthörspiel

Dieses Hörspiel steht nach der Sundung eine Woche zum Download bereit:
www.swr.de/swr4/bw

Warum erbt man? Weil wir den siechen Alten aufopferungsvoll gepflegt und ihn in seinen letzten Lebensjahren begleitet und betreut haben, weil wir schon immer der Lieblingsneffe des reichen Onkels waren, weil einfach kein anderer Verwandter übrig geblieben ist ... Egal, seien wir ehrlich, Hauptsache wir erben, und zwar schnell und zwar viel, denn – und das war schon immer so – die ersten neuen Anschaffungen werden meist schon in der Todesstunde getätigt. Und wenn es klemmt, wenn der Rubel der Erbschaft nicht rollt, dann setzt das Drama ein, das Erbschaftsdrama. Dann muss prozessiert werden, dann muss die Gegenseite ebenjuristisch gezwungen werden, das Erbe rauszurücken. Hier beginnt das Fastnachtsstück im Kostüm eines Erbschaftsdramas von Fritz Heidegger, das sich völlig zurecht einen Feuchten darum schert, warum wer wieso erbt. Es geht immerhin um »Zwanzig Millionen Dollar – verstoscht – in bar!« Und also machen sich die sieben Kläger aus dem oberschwäbischen Geniewinkel Meßkirch mit dem Luftschiff auf nach Amerika, um für ihren Reichtum und ihr Recht rechtschaffen zu streiten. Dabei vergessen sie leider die noch ältere Weisheit: Reichtum ist wie Stallmist, er nützt nur, wenn man ihn ausstreut.

Reichtum ist wie Stallmist,
er nützt nur,
wenn man ihn ausstreut.
Enne, denne do!
Vabe, nalle, no!
Ise, dalle, fumbe, nalle!
Enne, denne, do!

Oh du lieber Augustin, alles ist hin. Fritz Heidegger, der große kleine Bruder des Philosophen, schrieb dieses Erbschaftsdrama zur – bisher einzigen – Aufführung an der Meßkirchner Fastnacht 1936. Über seinen im Heimatort viel weniger bekannten Bruder schrieb er: »Dem Martin hot me für nix Gescheits brauche kenne, no isch er halt Philosoph worre.« Den Originaltext des Fastnachtsstücks aus dem Nachlass von Fritz Heidegger haben uns freundlicherweise seine Söhne Heinrich und Thomas zur Verfügung gestellt. Die Idee und Umsetzung der szenischen Einrichtung zusammen mit anderen Texten stammt von Ulrich Lampen
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Hörspieltipp: Die Zofen
Von Jean Genet
Regie: Kurt Hübner
Produktion: SDR 1959
Länge: 51 Minuten - mono

Freitag, 10.12.2010, 22.33 Uhr (veränderte Anfangszeit), SWR2 Hörspiel-Studio

1933 ermordeten die Geschwister Papin ihre Dienstherrin und deren Tochter. Eine wahre Geschichte, die damals in Frankreich viel Aufsehen erregte und Jean Genet zu seinem Stück »Die Zofen« anregte. Unter heftigen Protesten der Öffentlichkeit findet am 17. April 1947 im Pariser Théâtre de l’Athénée die Uraufführung von Genets zwischen perversem Traum und grausiger Wirklichkeit angesiedelter Tragödie statt. Die Zofen Claire und Solange, zwei Schwestern, haben ihren Herrn, um ihn als angebeteten Verbrecher glorifizieren zu können, mit falschen Anschuldigungen ins Gefängnis gebracht und wollen nun ihre Herrin vergiften, die sie zugleich lieben und hassen. Als sie den vergifteten Tee servieren, erreicht die Herrin ein Anruf, dass ihr Gatte aus der Haft entlassen worden ist. Während die Herrin ihrem Mann entgegeneilt, spielen die Zofen das Ritual zu Ende: Claire verkleidet sich als die Herrin und trinkt den vergifteten Tee. Solange stellt sich dem Gericht.
 
 



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