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Donnerstag, 23. November 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Mein Motto - Mutter
Hörspiel von Michael Stauffer
Musik: Michael Stauffer
Regie: Claude Pierre Salmony
Produktion: Schweizer Radio DRS 2008
Länge: 51 Minuten

Die Konstruktion von männlicher Identität dürfte auch in der deutschsprachigen Schweiz ähnlich verlaufen wie in der BRD. Oder vielleicht doch nicht? Der Dichter Stauffer nimmt ein Tonband und befragt seine Mutter und vor allem die in seinem Leben wichtigen Frauen über einen Fragenkatalog nach seiner Person. Aber auch die Figuren der Disney-World mit Donald und Mickey werden mit einbezogen. Diese tiefgründig-leichtsinnige Collage von authentischem und fiktionalem Material zeitigt ein vielstimmiges Konzert, das alle akustischen Register zieht. Das Ergebnis: Wo die gesuchte Substanz, das Signifikat eines »Ich« des Künstlers steckt, bleibt unbekannt; es materialisiert sich vielmehr über das Spiel einer Signifikantenbewegung – und zwar einzig über den und im verspielten Hörspiel-Mix der komischen, traurigen und widersprüchlichen Motti und Klänge zu einer Person mit Namen »Stauffer«, die Dichter ist.

Freitag, 04.11.2011, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Reise im Mondlicht
Nach dem gleichnamigen Roman von Antal Szerb
Musik: Mario Schneider
Hörspielbearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer
Produktion: SWR 2004
Länge: 90 Minuten

Dem Vater zum Gefallen und mit der Absicht, fortan ein bürgerliches Leben zu führen, hat Mihály endlich geheiratet. Doch bereits auf der Hochzeitsreise wird er in Italien durch die Begegnung mit einem Freund von Erinnerungen an seine rebellische Jugend überwältigt. Als er seine Frau dann an einem kleinen Bahnhof “verliert”, begreift Mihály dies als ein Zeichen, und eine ganz andere Reise beginnt, eine Schattenreise zum Selbst, auf der er erkennt, dass er sich auf dem Weg zur inneren Freiheit von den Geistern seiner Jugend befreien muss. Die “Reise im Mondlicht” wurde 1937 erstveröffentlicht, ihr Autor gilt in seinem Heimatland Ungarn als einer der wichtigsten Autoren der Nationalliteratur.

Dienstag, 01.11.2011, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Feiertag
 
 

 
Hörspieltipp: Mörder
Hörspiel von Agnieszka Lessmann
Regie: Christine Nagel
Produktion: DLF/SWR 2011 – Ursendung
Länge: 68 Minuten

Polen im März 1968: Unter dem Druck einer antisemitischen Kampagne der regierenden Kommunistischen Partei Polens müssen 20.000 Juden ihre Heimat verlassen, darunter auch Überlebende des Holocaust wie der Vater der kleinen Aga. Sie zieht mit ihren Eltern über Israel nach Deutschland in ein Haus der jüdischen Gemeinde, ein Haus voller nicht erzählter Geschichten. Aga zieht – so hat sie es aufgeschnappt – in das “Land der Mörder”. Aber wo sind die Mörder? Der “Kommissar” Erik Ode, den sie im Fernsehen kennenlernt, hilft ihr bei der Suche. Ein Hörspiel über das Schweigen und über die Neugier und Fantasie eines sechsjährigen Kindes, das die Bundesrepublik der Brandt-Ära aus dieser ganz eigenen Perspektive erlebt.

Sonntag, 30.10.2011, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Matilda und der Kirmesprinz
Kinderhörspiel von Silke Benn
Regie: Günter Maurer
Produktion: SWR 2011
Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche zum Download bereit: www.swr.de/swr2/hoerspiel
Länge: 55 Minuten

Ein Schulausflug in den Erlebnispark, wie aufregend! Aber die 10-jährige Matilda muss zuhause bleiben, weil sie Fiebritis-Schnupfculum hat. Die Mutter hat in der Schule angerufen. “Hohes Fieber, womöglich sogar die Windpocken”, hat sie gesagt. Aber eigentlich ist Fiebritis-Schnupfculum gar keine echte Krankheit und die Mutter hat am Telefon geflunkert. Matilda ist gesund, sie hat bloß kein Geld. Ihre Mutter hat die Arbeitsstelle in der Bäckerei verloren und die Familie kriegt staatliche Unterstützung. Matilda schämt sich, dass sie sich die teuren Klassenfahrten nicht leisten kann, und verbringt den Tag daheim im Garten. Doch dann geschieht etwas Unvorhergesehenes: Matilda rettet den Papagei Blauzahn vor einem bösen Nachbarn. Kann Blauzahn der Mutter vielleicht helfen, eine neue Arbeit zu bekommen? Matilda überlegt hin und her. Jedenfalls ist der Vogel ein genialer Sprachverdreher und damit lässt sich eine ganze Menge auf den Kopf stellen ... Aber leider kann Matilda ihn nicht behalten. Auf der Suche nach dem Besitzer landet sie auf dem Rummelplatz, wo sie eine Freundin findet. Die sagt ihr eine sagenhafte Zukunft voraus: “Manchmal, da passieren echt komische Sachen, die sind so unglaublich, dass sie fast überhaupt nicht wahr sein können. Aber sie passieren wirklich.”

Samstag, 29.10.2011, 16.05 Uhr, SWR2 Spielraum
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Hörspieltipp: Abendlandnovelle
Hörspiel von Friederike Roth nach ihrem gleichnamigen Buch
Regie: Iris Drögekamp
Produktion: SWR 2011 – Ursendung
Länge: 55 Minuten

Das Stück beschreibt ein Wagnis und geht es zugleich ein: das Wagnis nämlich, einen Anfang zu setzen im klaren Bewusstsein, dass jeder Anfang sein Ende immer schon mit sich führt. Zwischen Anfang und Ende tauchen die ewig alten Fragen auf, »die handeln von Gott und der Welt / und dem Tod und der Liebe / von Leben Kunst Geld«. Bang taucht die Frage auf, was wäre, wenn sich alle zwischen Anfang und Ende ausgespannten Lebens- und Textgeschichten als Wiederholungen in endlosen Variationen erwiesen? Wenn das Wagnis zum Schrecken würde vor den bekannten Zwangsläufigkeiten.

Freitag, 28.10.2011, 22.33 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Vaterland
adisch-pfälzisches Hörspiel
Von Géza Gzopf
Regie: Maria Ohmer
Produktion: SWR Studio Freiburg 2011
Länge: ca. 52 Minuten

»Da, wo wir lieben, ist Vaterland, wo wir genießen, ist Hof und Haus.« Den hehren Worten Goethes folgend, würde auch Katja gerne glücklich werden. Sie liebt ihr Dorf und hat mit ihrem Mann Haus und Hof erworben, um den Nachbarn im eigenen Lokal Genuss zu bereiten. Doch das Idyll ist trügerisch. Nicht nur an der ausländischen Familie, die nach vielen Jahren ausgewiesen wird, muss Katja erkennen, dass ein Vaterland nicht unbedingt zur Heimat taugen muss. Auch die Beziehung zu ihrem Vater, einem Patriarchen, der im Dorf die Fäden zieht, droht ihr den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Als dann auch noch ihre große Liebe von einst unter mysteriösen Umständen wiederkehrt, scheint neues Übel Wurzeln zu schlagen. Katja muss Stellung beziehen. Und so kämpft sie – während ihr
Mann in der Küche die hausgemachte Farce vom heimischen Landschwein verfeinert – für ihre Ehre, ihr Gewissen und ihre Selbstachtung. Ein Kampf, der fast schon übernatürlichen Beistand erfordert. Doch die Engel im Himmel schauen dem Treiben hier unten nur kopfschüttelnd zu.

Samstag, 22.10.2011, 21.05 Uhr, SWR4 BW Mundarthörspiel
 
 

 
Hörspieltipp: Schwarz wird stets gemalt der Teufel (1)
Von Edward Boyd
Aus dem Englischen von Hubert von Bechtolsheim und Marianne de Barde
Regie: Heiner Schmidt
Produktion: SWF 1972
Länge: 52 Minuten

Der Londoner Privatdetektiv Steve Gardiner sucht Trost im Whisky. Shirley, seine Freundin, hat sich mit »Rien ne va plus!« aus dem Staub gemacht. Nach einer feuchtfröhlichen Nacht findet sich Gardiner im Zug nach Glasgow wieder. Dort angekommen, sucht er nach Judy Clark, die er vor einiger Zeit scheinbar grundlos verlassen hat. Er findet sie schließlich in einem entlegenen Hotel im schottischen Hochland. Sie ist in Begleitung des unangenehm schönen Peter Calder, der als Mitgiftjäger bekannt ist. Überraschenderweise hat sich auch Inspektor Gordon in dem Hotel eingemietet. Ein unaufgeklärter Mord, der vor exakt einem Jahr in dieser Einöde passiert ist, lässt ihm keine Ruhe. Und in dem einsamen Hotel sind dieselben Leute wie damals versammelt.

Donnerstag, 20.10.2011, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
(2. Teil am Donnerstag, 27. Oktober, 22.03 Uhr)
 
 

 
Hörspieltipp: Fromme Lügen
Nach der gleichnamigen Erzählung von Irene Dische
Musik: Peter Zwetkoff
Hörspielbearbeitung und Regie: Irene Schuck
Produktion: MDR 1995
Länge: 55 Minuten

Dr. Ronald Hake ist Biologe und Mediziner und zur Zeit in der städtischen Pathologie nicht ganz ausgelastet. Kaum ist es ihm gelungen, mit seiner Kollegin Conny Bauer ein Verhältnis anzufangen, kommt er einer kapitalen Lebenslüge auf die Spur. Connys Tochter Sally fiel es nämlich “wie Schuppen von den Augen”, als sie die Schlagzeile “Adolf Hitler in den USA untergetaucht” liest. Sie wusste, wer Hitler war. Es war Opa. Erstens, er verbietet das Fernsehen. Zweitens, er stammt aus Österreich. Drittens, er trägt immer noch dieses Bärtchen unter der Nase. Viertens, er lehnt es strikt ab, von seiner Vergangenheit zu reden und gebärdet sich als vorbildlicher Katholik und Patriot. Dr. Hake geht diesem bald kaum noch von der Hand zu weisenden Verdacht nach ... bis er selbst eine schreckliche Entdeckung machen muss.

Sonntag, 9.10.2011, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 



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