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Mittwoch, 25. April 2018
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Das Treibhaus
Nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Koeppen
Mit: Axel Milberg, Rüdiger Vogler, Volkert Kraeft, Christian Redl u.a.
Bearbeitung und Regie: Walter Adler
Produktion: HR/SWR/WDR 2009
Länge: 98 Minuten

Felix Keetenheuve wird nicht glücklich: Der Bundestagsabgeordnete war schon “geschlagen als er anfing”, so erfährt man aus Wolfgang Koeppens 1953 erschienenem Roman, der den Mittelteil seiner berühmten Nachkriegstrilogie bildet. Die Hörspielfassung greift die Stimmen auf, die Koeppen virtuos einsetzt: die innere Stimme des Protagonisten, die meist eng an der Hauptfigur orientierten Schilderungen eines Erzählers, die Stimmen, die sich szenisch fassen lassen. Sie alle beschreiben die hoffnungslose Opposition eines kompromisslosen, linksliberal geprägten Intellektuellen und lethargischen Träumers, der kaum in der Lage ist, tätig einzugreifen.

Sonntag, 30.09.2012, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Grenzfälle - D'r Seelahiater
Hörspielmonolog in elsässischem Alemannisch von Pierre Kretz
Regie: Martin Graff
Produktion: SWR 2012
Länge: ca. 53 Minuten

Seit meiner frühesten Kindheit schäme ich mich, dieses Gefühl klebt mir an der Haut, und ich würde es gerne loswerden. Ich kann nichts dafür, dass mein Vater als deutscher Soldat in Russland gefallen ist – und er auch nicht –, das weiß ich wohl. Ich kann auch nichts dafür, dass meine Mutter in der Irrenanstalt in Rouffach gestorben ist. Aber es lässt mich einfach nicht los. Im Übrigen weiß ich, dass ich nicht wie die anderen bin.
In einem intensiven, schier schonungslosen Monolog, aber doch nicht ohne Herz und Witz, erzählt ein Mann, warum er sich so ganz aus der Welt und Wirklichkeit zurückgezogen hat. Mitten in seinem Dorf, »Heimsdorf«, das aussieht wie jedes andere elsässische Dorf auch, lebt er freiwillig im Keller seines Elternhauses. Er ist zum »Hüter der Seelen« all der elsässischen Soldaten geworden, die (freiwillig? zwangsverpflichtet?) für Hitler und Deutschland in Russland gefallen, verschollen sind – und er ist damit zugleich auch als »Hüter der Seelen« ein Fürsprecher der vielen elsässischen Frauen, die ohne Männer geblieben sind. Seine »Lebensbeichte« öffnet den Weg zur Linderung, zur klarsichtigeren Gelassenheit, vielleicht zur Aussöhnung – wobei das zwangsweise Aneignen der Sprache, der deutschen wie der französischen, und das ist das Hauptthema der Geschichte, stets als Akt der Gewalt empfunden wurde.

Samstag, 29.09.2012, 21.03 Uhr, SWR4 BW Mundarthörspiel
 
 

 
Hörspieltipp: Charlys Kaktus
Kinderhörspiel von Maraike Wittbrodt
Komposition: Michael Rodach
Regie: Beatrix Ackers
Produktion: DLR Kultur 2010
Länge: 50 Minuten

Charlys Eltern haben sich getrennt. Eine Woche wohnt sie bei ihrer Mutter und eine Woche bei ihrem Vater. Das geht gut bis zu dem Tag, an dem ihr Vater mit seiner neuen Freundin zusammenziehen will. Tobi, der Sohn der Freundin, soll mit in Charlys Zimmer wohnen. Und das ausgerechnet in der Woche, in der Charly für das Abschlussfest einen Tanz einstudieren will. Aber Charly ist nicht bereit, so schnell das Feld zu räumen. Zum Tanzen braucht sie Platz, da muss Tobi eben in die Küche! Und die komische stachlige Pflanze, die plötzlich für sie abgegeben wird, fliegt sofort in den Müll. Woher soll sie denn wissen, dass Tobi ihr damit eine Freude machen wollte?

Samstag, 29.09.2012, 16.05 Uhr, SWR2 Spielraum
 
 

 
Hörspieltipp: Endstation Venedig (2/2)
Nach dem Roman “Endstation Venedig. Commissario Brunettis zweiter Fall” von Donna Leon
Aus dem Englischen von Monika Elwenspoek
Mit: Hannelore Hoger, Michael König, Hille Darjes, Abak Safaei-Rad, Wolfgang Hinze, Matthias Ponnier u.v.a.
Hörspielbearbeitung: Daniel Grünberg
Regie: Hans Gerd Krogmann
Produktion: SDR/DLR/WDR 1997
Länge: 55 Minuten

Commissario Guido Brunetti wird immer klarer, dass der Mord an dem amerikanischen Sergeant Foster geschehen ist, um ein anderes Verbrechen zu vertuschen. Offenbar hatte Foster Informationen über einen gigantischen Umweltskandal, in den sowohl die Amerikaner wie eine italienische Chemiefabrik verwickelt sind. - Bei Dr. Peters findet er geheime Berichte über ein krankes Kind, das an extremem Hautausschlag, Verbrennungen und hohem Fieber gestorben war. Als dann noch Dr. Peters ermordet aufgefunden wird, ist Brunetti klar, dass es gefährlich wird. Mit Hilfe seines Kollegen aus Vicenza kommen sie einem riesigen Umweltverbrechen auf die Spur.

Freitag, 28.09.2012, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: 20 Millionen Dollar - verstoscht - in bar!
Von Fritz Heidegger nach seinem gleichnamigen Theaterstück
Mit Heinz Meier, Bernd Gnann, Klaus Spürkel, Walter Renneisen u.a.
Regie: Ulrich Lampen
Musik: Peter Kaizar
Produktion: SWR 2010
Länge: 53 Minuten

Warum erbt man? Weil wir den siechen Alten aufopferungsvoll gepflegt und ihn in seinen letzten Lebensjahren begleitet und betreut haben, weil wir schon immer der Lieblingsneffe des reichen Onkels waren, weil einfach kein anderer Verwandter übrig geblieben ist ... Egal, seien wir ehrlich, Hauptsache wir erben. Und wenn der Rubel der Erbschaft nicht rollt, dann setzt das Drama ein, dann muss prozessiert werden. In dieser 1936 geschriebenen anarchisch-dadaistischen Farce geht es um “20 Millionen Dollar - verstoscht - in bar!” Sieben Kläger aus dem oberschwäbischen Geniewinkel Meßkirch machen sich mit dem Luftschiff auf nach Amerika, um für ihren Reichtum und ihr Recht rechtschaffen zu streiten.

Donnerstag, 27.09.2012, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: Hoffmanns Rache
Von Christoph Prochnow
Hauptkommissar Bronnen – Falk Rockstroh
Edzard Scheffel – Ingo Hülsmann
Prof. Seltsam – Max Volkert Martens
Dr. Rosen – Thomas Holländer
Ferner: Martin Hohner, Eva Meckbach, Julia Mohn, Markus Hoffmann, Klaus Manchen, Erika Skrotzki
Regie: Christoph Dietrich
DKultur 2007

Kriminalassistentin Weiss muss sich mit Literatur befassen. Denn der Schädel des Dichters E.T.A. Hoffmann ist verschwunden. Er stand seit drei Wochen auf dem Flügel des Komponisten Edzard Scheffel, dessen Kreativität dadurch beneidenswert beflügelt wurde. Eine neue Oper war gerade im Entstehen. Umso unbegreiflicher, dass Scheffel sich in glücklichster Schaffensphase vom Balkon stürzte. Spuren von äußerer Gewalt sind nicht feststellbar, aber die begehrte Reliquie ist gestohlen. Das bemerkt die Sängerin Isolde Karstensen sofort, die mit dem Toten beruflich und privat verbunden war. Verbunden ist sie aber auch mit dem Librettisten Dr. Arnim, der das Opernwerk nun sogar kompositorisch vollenden will.

Christoph Prochnow, geb. 1942, Filmdramaturg, Hörspielautor. Hörspiele u.a. "Todesphantasie" (DKultur 2008), "Der letzte Schritt" (DKultur 2010), "Der Zahn des Voltaire" (DKultur 2011).

Mittwoch, 26.9.2012 um 20.03 und
Donnerstag, 27.09.2012, 21:03 bis 22:00 Uhr, im Bayern 2 radioKrimi
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Hörspieltipp: Born a fox
Hörspiel von A. L. Kennedy
Regie: Iris Drögekamp
Produktion: SWR 2012
Länge: 49 Minuten

Gary und Anne, ein Ehepaar mittleren Alters, erwarten Besuch: Garys älterer Bruder Mark, der erfolgreich in einer Werbeagentur arbeitet, kommt mit neuer Freundin zum Abendessen. Das löst schon im Vorfeld Spannungen aus, denn die Brüder unterhalten ein schwieriges Verhältnis, und Gary hat kürzlich seine Stellung als Lehrer aufgeben müssen. Beim Eintreffen der Gäste lassen die Gereiztheiten nicht lange auf sich warten, zumal Marks Freundin Beulah, studierte Soziologin, attraktiv und höchstens 30 ist. Zwischen den Brüdern geht es schon bald um den toten Vater und die Streitfrage, welcher Sohn mehr geliebt wurde.

Sonntag, 16.09.2012, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag

Dieses Hörspiel steht nach der Sendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
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Hörspieltipp: Tödliche Kunst
Kriminalhörspiel von Katja Röder und Fred Breinersdorfer
Regie: Walter Adler
Produktion: SWR 2012
Länge: 55 Minuten

Diese Folge steht ab Montagabend nach der Sendung vier Wochen zum Download bereit: www.radiotatort.ard.de.Auch als Podcast abonnierbar!
Die 93-jährige July Bloomberg stürzt vom Balkon eines Stuttgarter Nobelhotels. Sie war Mitglied einer jüdischen Reisegruppe. Die Behörden schließen die Möglichkeit eines fremdenfeindlichen Anschlags nicht aus, das LKA wird eingeschaltet. Xaver Finkbeiner und Nina Brändle befragen den Enkel der alten Dame, der ihr Hals über Kopf aus New York nachgereist ist. Angeblich, um ihr bei der Wiederbeschaffung eines kostbaren Gemäldes von Otto Dix zu helfen, das Julys Großvater gehört haben soll. Das Dix-Bild hängt nun in einem Stuttgarter Museum. Widerrechtlich – davon war July Bloomberg überzeugt. Musste sie sterben, weil sie das Bild zurückforderte?

ARD Radio Tatort
am Freitag, 14.09.2012, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
und am Samstag, 15.09.2012, 21.03 Uhr, SWR 4
 
 



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