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Samstag, 24. Juni 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Der Sündenhund
Hörspiel von Theodor Weißenborn
Regie: Ulrike Brinkmann
Produktion: RIAS Berlin 1990
Länge: 44 Minuten

Freitag, 23.09.2011, 22.33 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio

»Ich bin Peter Küpper und ich bin ein Zombie«, so beginnt der Monolog eines Grundschülers, der in die Psychiatrie eingeliefert wurde. Vom gewalttätigen polnischen Stiefvater zur Folgsamkeit geprügelt, von der schwachen Mutter im Stich gelassen, in der Schule isoliert, flüchtet sich der Junge in eine Wahn-Welt: »Zombies sind immun gegen Schmerzen, Zombies machen keine Fehler, weil sie nichts sagen.« Mit eiserner Stummheit antwortet er auf eine Wirklichkeit, die ihm bloß Martyrium ist. Theodor Weißenborn erzählt die Geschichte über physische und psychische Gewalt gegen einen Jugendlichen psychologisch äußerst feinfühlig. Und er erzählt zugleich von dem Teufelskreis, in den sozial Benachteiligte in unserer sogenannten Wohlstandsgesellschaft geraten können. Die Produktion wurde 1990 mit dem Hörspielpreis der Akademie der Künste Berlin ausgezeichnet.
 
 

 
Hörspieltipp: Es sind Kinder
Kriminalhörspiel von Herbert Beckmann

Im SWR2-Radio am Donnerstag, 22.09.2011, 22.03 bis 23.00 Uhr

Mit: Valerie Koch, Devid Striesow, Barbara Wurster, Stjepan Markovic u.a.
Regie: Tobias Krebs, Produktion: SWR 2009, Länge: 51 Minuten

Tine und Stefan machen mit ihrem kleinen Sohn Leon Urlaub in einem »Biosphärenreservat« in Rumänien nahe der Ukraine. Die Stimmung ist gereizt: Tine versucht Stefan dazu zu bringen, sich von seiner Ehefrau Hanna zu trennen. Stefan meint jedoch, dass Tine ein bisschen zu gern mit ihrem Freund Dirk telefoniert. Mitten in den Urlaubsstress in einer erschreckend ärmlichen Umgebung platzen drei neugierige Kinder. Tine fühlt sich von ihnen bedroht. Als es aber dann zum Konflikt kommt, verletzt sich eines der Kinder am Arm. Kurz darauf verschwindet Leon aus einem Straßencafé. Wurde er entführt? Die Nachforschungen der Eltern führen lediglich zu Peinlichkeiten. Die Spannung verschärft sich, da sich Tine von Hanna in die Enge getrieben fühlt und Stefan an seiner Vaterschaft zweifelt. Jeder Versuch, die ukrainischen Kinder zum Reden zu bringen, schlägt fehl.

Herbert Beckmann, geboren 1960 in Ahaus, lebt als Psychologe und Autor in Berlin. Er veröffentlichte bereits zahlreiche Sachbücher, historische Romane und Krimis sowie Geschichten und Hörspiele für Kinder und Erwachsene. 2007 sendete der SWR sein Hörspieldebüt »Storyboard«, 2008 und 2011 folgten die Kinderhörspiele »Der Zven kommt« und »Aber ich dich nicht!«.
 
 

 
Hörspieltipp: Radio Tatort "Fischers Fall"
Ein Schwerverbrecher entgeht der Sicherungsverwahrung und kommt frei. Die einstige Kronzeugin ist in großer Gefahr - dabei hatte Hauptkommissar Fischer ihr Sicherheit versprochen.

Der Fall: Rainer Prahm ist ein Schwerverbrecher. Sein Leben besteht aus einer Folge von Gewaltdelikten und langjährigen Haftstrafen. 1994 wurde er wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt. Als er seine Strafe abgesessen hatte, kam er in die Sicherungsverwahrung. Niemand dachte, dass er je wieder rauskommen würde - auch er selbst nicht. Doch 2010 erklärte der "Europäische Gerichtshof für Menschenrechte" die nachträgliche Verhängung der Sicherungsverwahrung für Unrecht.

Rainer Prahm kommt frei. Für die einstige Kronzeugin Ute Meißner heißt das: Angst, blanke Angst. Kommissar Jost Fischer hatte sie damals mit Blick auf Prahms lebenslängliche Haft überzeugt, gegen ihn auszusagen. Ute klammert sich an Fischer, der mehrfach zu ihr nach Dresden fährt. Doch was kann er tun? Seine Ohnmacht verleitet ihn zu einem gefährlichen Experiment, dessen Folgen auch Annika de Beers beherztes Eingreifen auf eigene Faust nur noch teilweise abwenden kann.

Die Region: Sachsen-Anhalt, das ist die Heimat derer, die hier geboren und nicht weggekommen, oder später hierher geraten und hängengeblieben sind. Eine Heimat von mageren Reizen, graubraun und glanzlos wie Kartoffeln und Zuckerrüben. Eine Heimat, in der die Tristesse noch ein bisschen trister und die Provinz noch ein bisschen provinzieller ist als anderswo; eine Heimat zwischen barmender Stagnation und zähen Versuchen, sich nicht aufzugeben, nicht selten von Illusionen genährt.

Was helfen Händel, Bach und Schiller, wenn die Jugend zusieht, dass sie Land gewinnt? Sachsen-Anhalt, im Schatten der DDR-Vergangenheit, von allerhand Untoten bevölkert, denen die Zukunftsmusik in die Beine fährt. Die Menschen hier machen es keinem leicht; auch sich selbst nicht. Der ARD Radio Tatort vertieft sich in eine noch unentdeckte Region!

Am 14.09.2011 um 20.03 Uhr im Radio Bayern 2
weitere Sendetermine unter http://www.ard.de/radio/radiotatort/sendetermine/-/id=725844/hagux4/index.html
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Hörspieltipp: SWR2 Thementag: 9/11 - Windows on the world
Nach dem gleichnamigen Roman von Frédéric Beigbeder
Musik: Karsten Riedel
Bearbeitung und Regie: Martin Zylka
Produktion: WDR 2004
Länge: 75 Minuten

Sonntag, 11.09.2011, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag

Einmal nur frühstücken auf dem “Gipfel der Welt”. Das wünschen sich David und Jerry, die beiden Söhne des Immobilienmaklers Carthew Yorston aus Texas. Im 107. Stock des World-Trade-Centers im Luxusrestaurant “Windows on the World” sitzen sie am 11. September 2001, als sich eine Boeing 767 um 8.46 Uhr zwischen dem 94. und 98. Stockwerk in den Nordturm bohrt. Für die über 1.000 Menschen in den darüber liegenden 19 Stockwerken beginnt der Todeskampf, aus dem es kein Entkommen gibt. Frédéric Beigbeder imaginiert den inneren Prozess der Menschen im brennenden Tower und gibt die Gedanken in den letzten 119 Minuten im Leben des Familienvaters und seiner Söhne wieder.
 
 

 
Hörspieltipp: Der Ministerpräsident
Mundarthörspiel nach seinem gleichnamigen Roman von Joachim Zelter
Regie: Michael Utz
Produktion: SWR Tübingen 2011
Länge: ca. 50 Minuten - Ursendung

Samstag, 10.09.2011, 21.05 Uhr, SWR4 BW Mundarthörspiel

Claus Urspring, von Amts wegen Ministerpräsident, hatte einen schweren Autounfall, liegt im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Er kennt weder den Namen seiner Partei noch weiß er, was ein Ministerpräsident eigentlich tut und in welchem Bundesland er regiert. Sogar seinen schwäbischen Dialekt hat er verlernt. Der Unfall des fiktionalen Ministerpräsidenten kommt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, denn der Wahlkampf steht vor der Tür. Für einen neuen Kandidaten fehlt die Zeit. Aber wozu hat Claus Urspring einen persönlichen Referenten. Julius März erkennt die Problematik und schreitet zur Tat. Nach seinem Unfall kann Urspring nicht mehr richtig gehen. Er hinkt. Doch auf März ist Verlass. Urspring wird als Rennradler ausstaffiert und verkörpert so auf dem Sportgerät den ökologischen Umweltgedanken. Nun muss sich März nur noch um eine wahlkampftaugliche Rede kümmern. Dabei hilft ihm die begnadete Tontechnikerin Hannah. Sie lässt Claus Urspring allerlei Worte, Worthülsen und Versatzstücke sprechen, um dann daraus die dem jeweiligen Anlass entsprechende Rede zusammenzuschustern. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. »Der Ministerpräsident«: eine bitterböse und streckenweise urkomische Politsatire.
 
 

 
Krimi-Hörspieltipp: Michael Koser "Der letzte Detektiv (33) - Blackout"
Komposition: Frank Duval
Regie: Werner Klein
BR 1998, Länge: 48'49

BR2-Radio am Mittwoch, 7.9.2011, 20.03 Uhr
online hörbar unter http://bayern2.radio.de/

Babylon, Vereinigte Staaten von Europa, Juli 2014. Er wacht auf. Wie jeden Morgen. Soweit nichts Besonderes. Aber wenn er aufwacht, liegt er im Bett. Normalerweise. Diesmal nicht. Diesmal liegt er im Eingang eines Hauses. An einer Straße. Ist er schon mal auf der Straße aufgewacht? Er kann sich an nichts erinnern. Er weiß nicht, wo er ist. Nicht, wie er hierher gekommen ist. Und vor allem nicht, wer er ist. In seinem Kopf ist nichts als Nebel. Als der Nebel anfängt, sich zu lichten, erkennt er das Haus. Hier wohnt er. Und in seiner Hosentasche findet er einen Zettel: „Sie sind Jonas. Nur Jonas. Der letzte Detektiv. Sie sind in Lebensgefahr. Tauchen Sie unter!” Und Sam? Seinen unentbehrlichen Begleiter und Ratgeber hatte Jonas offensichtlich im Appartement zurückgelassen. Am Tag davor. Sam weiß auch wieso: von wegen dem Stromausfall und dem daraus resultierenden mangelhaften Ladezustand des kleinen Blechkastens auf Rädern. Und Sam weiß bald noch mehr: Jonas ist das Opfer von Memoryklau. Vulgo. Andere nennen es illegale Entnahme individueller Gedächtnissegmente zwecks kommerzieller Verwertung!

Mit Bodo Primus, Peer Augustinski, Diana Körner, Nicola Tiggeler, Dirk Galuba, Michael Tregor, Christian Buse u.a.

Michael Koser, geb. 1938 in Berlin, Schriftsteller. Hörspiele u.a. Film Noir (Dradio Kultur 2000), Die Schule der Glücksritter oder: Arsène Lupin trifft Al Capone (Dradio Kultur 2004). Weitere Krimireihe Professor van Dusen (RIAS/Dradio Kultur 1978-99, 79 Folgen).
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Hörspieltipp: Apologie des Zweifels
Hörspiel von Ernst Meister
Regie: Otto Düben
Produktion: SDR 1971
Länge: 49 Minuten

Sonntag, 04.09.2011, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag

Soldaten in den deutschen Schützengräben des Ersten Weltkriegs. Gläubige und ungläubige Meinungen über Leben und Leben nach dem Tod werden konfrontiert mit Jean Pauls “Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei”. Diese Textverschränkung wird vom Autor ausdrücklich nicht als theologische Angelegenheit verstanden, sondern als “Apologie des Zweifels” überhaupt.
 
 

 
Hörspieltipp: Rosmarie
Alemannisches Mundarthörspiel
von Christina Calvo
Musik: James Dugger
Regie: Gerhard Willert
Produktion: Südwestfunk Studio Freiburg 1987
Länge: 45 Minuten

Samstag, 27.08.2011, 21.05 Uhr, SWR4 Mundarthörspiel BW

Seit Jahren sind die Schwestern Carola und Dorothee mit sich selbst – zu zweit – allein. Sie leben zusammen, aufeinander angewiesen und gleichzeitig voneinander abgestoßen. Ihre Gespräche kreisen um die immer gleichen Themen: die Mahlzeiten, das tägliche Kreuzworträtsel in der Zeitung und die Vergangenheit. Jede der Schwestern fantasiert sich ihre ganz eigene Version zurecht. Die Schmerzen des Alters, die Verletzungen der Seele, ihre Einsamkeit und Carolas Klebstoffsucht vernebeln und erzeugen zugleich ganz eigene Erinnerungen. Die gemeinsame Projektionsfläche dafür bietet die schon vor vielen Jahren verstorbene dritte Schwester: Rosmarie. Wenn sie nur Rosmarie noch lebte! Oder ihr Sohn Rolf doch endlich mal wieder zu Besuch käme! Ein Dialog in der Dämmerung zwischen zärtlicher Melancholie und makaberer Verbitterung entspinnt sich zwischen den beiden Alten, Schwestern im Geiste von Ham und Clov aus Becketts »Endspiel«. Und wie Wladimir und Estragon warten sie auf die Ankunft ihres persönlichen Godots. Bis am Ende die Türglocke läutet.
 
 



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