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Freitag, 24. November 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Das Kreuz vom Erlenberg
Hörspiel von Bodo Traber
Mit: Nina Weniger, Florian Lukas, Johann von Bülow, Matthias Ponnier, Claude de Demo, Ilse Strambowski, Sigrid Burkholder, Ernst August Schepmann, Heinz Kloss, Alexander Grill u.a.
Regie: Thomas Leutzbach
(Produktion: WDR 2004)
Länge: 55 Minuten

Jahr um Jahr zum 23. September, wenn das große Seefest begangen wird, strömen die Touristen in Scharen nach Erlensee - einer kleinen, verschlafenen Gemeinde tief in der süddeutschen Provinz. Seit ihrer Kindheit waren Paul und seine Schwester Lena nicht mehr hier. Nach dem Unfalltod ihrer Eltern sind sie im Heim und im Internat aufgewachsen. Jetzt kommen sie zurück, um das Haus ihrer verstorbenen Großmutter zu verkaufen. Bald zeigt das Heimatidyll erste Risse. Was ruht auf dem Grund des Erlensees? Paul und Lena begegnen dem schrecklichen Geheimnis ihrer Kindheit.

Freitag, 05.07.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: Atlantis Tapes
Hörspiel von Klaus Buhlert
Mit: Ken Jebsen, Jürgen Holtz, Bernhard Schütz, Shorty Scheumann und Manfred Zapatka
Komposition: Klaus Buhlert
(Produktion: DLF 2007)
Länge: 49 Minuten

In dieser akustischen Fantasie treten zwei Ikonen der deutschen Nachkriegskunst auf: der Schriftsteller und Dramatiker Heiner Müller und der bildende Künstler Joseph Beuys. Der eine ist aus dem Osten, der andere aus dem Westen. Getroffen haben sie sich zwar nie, aber entworfen haben sie Utopien, die dem herkömmlichen Land Utopia fremd zu sein scheinen. So versuchen sie, eine Reise nach Atlantis, dem Ort aller Orte, zu organisieren. Im Gepäck haben sie dabei Francis Bacons 1662 erschienenes utopisches Werk “Nuova Atlantis” sowie Tapes mit O-Tönen, Erzählungen, Theorien, Sounds.

Donnerstag, 04.07.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Hörspieltipp: the cold monolith
Hörstück von Lawrence English und Werner Dafeldecker
Komposition und Realisation: Lawrence English und Werner Dafeldecker
(Produktion: SWR 2010/11)
Länge: 42 Minuten

Die Antarktis ist ein Ort voller Kontraste. Eine auf den ersten Blick trostlose Einsamkeit, angrenzend an artenreiches, brodelndes Leben. Ohrenbetäubende Stille, gebrochen durch gewaltige Umfänge monochromer Oberflächen, beschienen von den unterschiedlichen Spektren des Sonnenlichts. Zwischen diesen Kontrasten existiert eine subtile Abstufung sich verändernder Strukturen und Schattierungen welche auf die Komplexität und die charakteristischen Eigenschaften des antarktischen Kontinents verweisen. Im Februar 2010 besuchten die beiden Klangkünstler Lawrence English und Werner Dafeldecker zwei argentinische Stützpunkte der antarktischen Halbinsel, um an einem künstlerischen Projekt zu arbeiten, welches auf die sozialen, historischen und geografischen Eigenschaften dieser Region Bezug nimmt. Das gesammelte Klangmaterial erlaubt Einblicke in komplexe Abläufe der antarktischen Makro- und Mikrowelt – zu Luft, zu Wasser und zu Land. Die Vielfalt der Hörereignisse spiegelt die Antarktis als eine sich stets im Prozess der Veränderung befindliche, flüchtige Umgebung wieder.

Dienstag, 02.07.2013, 23.03 Uhr, SWR2 ars acustica
 
 

 
Hörspieltipp: Geh nicht nach El Kuwehd
Hörspiel von Günter Eich
Mit: Heinz Klevenow, Max Walter Sieg, Kurt Ebbinghaus, Alice Verden, Heinz Klingenberg u.a.
Musik: Rolf Unkel
Regie: Karl Peter Biltz
(Produktion: SWF 1954)
Länge: 67 Minuten

Für viele seiner Hörspiele wählte Eich den Orient als Schauplatz; so auch für sein erstes Hörspiel “Geh nicht nach El Kuwehd”, das 1950 urgesendet wurde. Eich erzählt darin vom reichen Kaufmann Mohallab, für den Wirklichkeit Traum und Traum Wirklichkeit wird. Im Traum verliert Mohallab sein Vermögen, seine Geliebte und sein Leben und begibt sich dennoch nach seinem Erwachen in die Realität dieses Traumes. Günter Eich hat sich in allen seinen Werken für den aktiven Widerstand gegen die Mächtigen, gegen den Schlaf der Gerechten, gegen die scheinbare Ohnmacht der Machtlosen ausgesprochen. Wenn der Kaufmann am Schluss des Hörspiels sagt: “Ich gehe”, unterwirft er sich nicht dem, irgendeinem Schicksal, sondern fordert es heraus, um sich als Mensch beweisen zu können.

Sonntag, 30.06.2013, 18.20 Uhr, Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Istanbul, all inclusive
Hörspielkomödie von Bernd Storz
Regie: Günter Maurer
(Produktion: SWR 2013)
Länge: ca. 45 Minuten

Das schwäbische Ehepaar Friedel und Eugen gönnt sich nach vielen ferienlosen Jahren einen Urlaub zu zweit. Jetzt, wo die Kinder aus dem Haus sind, bietet sich die optimale Gelegenheit. Das Reiseziel: Istanbul, Türkei. Während Friedel sich gern mal von türkischen Männern umgarnen lässt, kann Eugen den unzähligen Angeboten des türkischen Bazars nicht wiederstehen. Am Ende der Reise steht das Ehepaar vor dem finanziellen Ruin. Ob und wie die Beiden sich aus ihren Schwierigkeiten befreien, erfahren sie auf amüsante Weise im Hörspiel „Istanbul, all inclusive“.

Samstag, 29.06.2013, 21.03 Uhr, SWR4 Mundart-Hörspiel
 
 

 
Hörspieltipp: Die verlorene Melodie
Eine Geschichte von Eberhard Streul
mit Musik von Andreas N. Tarkmann
Mit Eva Schramm

Eine Melodie ist ein eigenständiges kleines Wesen. Erschaffen von einem Komponisten und gespielt von einem Musiker auf seinem Instrument. Doch klingt so eine Melodie immer gleich? Schließlich sind es ja immer dieselben Töne, die erklingen – egal ob eine Klarinette, eine Geige oder ein Kontrabass sie spielt. Oder etwa nicht?
In der Geschichte von Eberhard Streul entwickelt eine kleine Melodie ihr Eigenleben. Das ist nicht immer nur angenehm. Malte Arkona erzählt die spannende Geschichte von der abenteuerlustigen Melodie, die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz liefert die Töne dazu.

Samstag, 29.06.2013, 18.40 Uhr, SWR2 Spielraum – Die Geschichte
 
 

 
Hörspieltipp: Boulevard der Irren
Nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Patrick Pécherot
Aus dem Französischen von Katja Meintel
Hörspielbearbeitung: Sabine Grimkowski
Regie: Philippe Bruehl
(Produktion: SWR 2013)
Länge: 54 Minuten

Juni 1940 in Paris: Die Menschen flüchten vor der deutschen Besatzung, auch die Irrenhäuser werden evakuiert und ihre Insassen wandern im allgemeinen Exodus nach Süden, während Räuber, Nazis und Kollaborateure in Paris Einzug halten. Nestor hat den Auftrag, einen depressiven Psychiater vom Selbstmord abzuhalten. Besteht eine Verbindung zwischen ihm und einem psychisch Kranken, der Nestor um Hilfe bittet? Als der Psychiater stirbt, stößt der anarchistische Privatdetektiv Nestor (eine Hommage an Léo Malet), auf eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte.

Die 40er-Jahre: Paris-Trilogie (3)
Freitag, 28.06.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi

Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
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Hörspieltipp: Die Verbesserung von Mitteleuropa, Roman
Nach dem gleichnamigem Text von Oswald Wiener
Mit: Wolfram Berger, Donata Höffer u.a.
Musik: zeitblom
Hörspielbearbeitung: Michael Farin
Regie: Marlene Renner
(Produktion: HR 2006)
Länge: 50 Minuten

In den 1960er-Jahren schrieb Oswald Wiener den grundlegenden und für die deutsche Literatur folgenreichen Prosatext “Die Verbesserung von Mitteleuropa, Roman”. Der Text ist ein verzweifelter und zugleich spielerisch-ironischer Versuch, das romantische Künstlerideal über die Zertrümmerung der Form zu dekonstruieren, aber den unhinterfragbaren Rest des Ideals für das eigene Leben zu bewahren – im Angesicht wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Hörspielfassung konzentriert sich bewusst auf die Perspektive der künstlerischen Selbstreflexion und ihrer literarischen Inszenierung.

Donnerstag, 27.06.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 



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