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Sonntag, 19. November 2017
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Hörspieltipps

 
Hörspieltipp: Letzte Lockerung
Hörspiel von Walter Serner
Mit: Dirk von Lowtzow
Komposition und Realisation: zeitblom
(Produktion: BR 2012)
Länge: 57 Minuten

”Letzte Lockerung”, im Untertitel ausgewiesen als “Ein Handbrevier für Hochstapler und solche, die es werden wollen”, diese “glänzende Analyse des Zeitalters des vollendeten Nihilismus” (Jörg Drews) schrieb Walter Serner 1918. 1920 veröffentlichte er den ersten Teil als dadaistisches Manifest. Erst 1927 kam ein weiterer Teil dazu und das Werk erhielt seinen Untertitel. Die “Letzte Lockerung” bietet Hinweise zu allem, worüber Kosmopoliten informiert sein sollten, darunter Menschenkenntnis, Reisen und Hotels, Männer, Frauen, Kleidung und Manieren. Serner wirft mit diesem Ratgeber für Dandytum und anarchischen Hedonismus Schlaglichter auf eine moralisch verkommene Gesellschaft und feiert die Individualität. Dazwischen eingestreute Lieder zu völlig anderem. Den roten Faden bildet die Zerstreuung, das Enzyklopädische.

Donnerstag, 21.11.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio

Dieses Hörspiel steht nach der Sendung eine Woche als Download auf: SWR2.de/hoerspiel
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Hörspieltipp: Zum Glück
Eine Spezialität für zwei Personen
Hörspiel von Oliver Brod und Claudia Lohmann (alias Weltbetrieb)
Mit: Oliver Brod, Britta Steffenhagen und Tetsuo Terasaki
Regie: Oliver Brod und Claudia Lohmann
(Produktion: SWR 2013)
Länge: ca. 25 Minuten

Der WELTBETRIEB schickt zwei Glücksritter einander über den Weg, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Henry sucht mit analytischer Akribie die Unwucht am Rad der Fortuna und ist davon überzeugt, dass er die besten Bedingungen für sein Glück nur selbst schaffen kann. Helene hingegen überlässt das ihre den handelsüblichen Orakeln sowie der Kommunikation mit dem Universum. Als ihr Blick beim routinemäßigen Verzehr eines Glückskekses in ihrem panasiatischen Stamm-Imbiss auf Henry fällt, erfüllt sich beider Schicksal.

Dienstag, 19.11.2013, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem

Dieses Hörspiel steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
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Hörspieltipp: Jackie
Hörspiel von Elfriede Jelinek
Mit: Marion Breckwoldt
Regie: Karl Bruckmaier
(Produktion: BR 2003)
Länge: 56 Minuten

Eine ehemalige Heroine Amerikas, ein längst verstorbenes Idol, ruft aus dem Jenseits die Toten an. Dabei erschafft sie ein Bild von sich selbst, sie prüft Inhalt und Form ihrer Rolle, sie inszeniert sich als Kunstwerk. Mit biografischen Fakten und einem permanenten Vergleich mit Marilyn Monroe, Jackies stärkster Gegenspielerin, umkreist Jelinek in ihrem Hörspielmonolog Jacqueline Bouvier (1929 – 1994), die Witwe des US-Präsidenten John F. Kennedy und des griechischen Milliardärs Aristoteles Onassis. Ein Leben voller Glanz und Glamour, Bedeutung und Behauptung, Schicksalsschläge und Schocks.

Hörspielpreis der Kriegsblinden 2004
Sonntag, 17.11.2013, 18.20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 

 
Hörspieltipp: Wasser bis zum Hals
Kriminalhörspiel von Robert Hültner
Mit: Florian Karlheim, Brigitte Hobmeier u.a.
Komposition: zeitblom
Regie: Ulrich Lampen
(Produktion: BR 2013)
Länge: 54 Minuten

Ausnahmezustand in Bruck am Inn: Wie in jedem Frühjahr schwillt der Fluss an, droht die Stadt zu überfluten. Die Wassermassen hinterlassen nicht nur erhebliche Schäden, überschwemmte Keller, Schlamm und Geröll, sie spülen auch entsetzliche Überraschungen ans Tageslicht. Neben Nazirelikten wie Mutterkreuzen, Stahlhelmen und Uniformresten: eine Leiche. Die herbeigerufene Kripo hält sich zu deren Identität zunächst auffallend bedeckt. Dann aber lässt es sich nicht mehr verheimlichen: Das Opfer war ein V-Mann, der in Sachen Drogenhandel und Geldwäsche ermittelte.

ARD Radio Tatort am Freitag, 15.11.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
und Wiederholung am Samstag, 16.11.2013, 21.03 Uhr, SWR4

Diese Folge steht ab Montagabend nach der Sendung vier Wochen zum Download bereit: www.radiotatort.ard.de. Auch als Podcast abonnierbar!
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Hörspieltipp: Une page d’histoire déchirée / Vorübergehender Aufenthalt
Hörspiel in Französisch und Deutsch von Nicole Guiraud
Mit: Nicole Guiraud
Regie: Nicole Guiraud
(Produktion: hr/Marielies Hess-Stiftung 2003)
Länge: 46 Minuten

”Meine ‘voyage sentimental’ ist eine provisorische akustische Installation als Reise zurück in die Vergangenheit. Sie führt zu den Schnittstellen von Kindheit und Erwachsenwerden, die mit einem Epochenwechsel in Frankreich und Algerien während des Unabhängigkeitskrieges korrespondieren. Die 1950er- und 60er-Jahre zeichnen sich als eine Zeit des Umbruchs aus, geprägt von Krieg und Exil, aber auch von einer unstillbaren Lebenslust. In einer Collage aus Musik der Zeit, historischen Ereignissen und Tagebuchtexten nähere ich mich auf eine sehr persönliche Weise dieser Zeit der ‘grande illusion’.” (Nicole Guiraud). Die Autorin erzählt in Deutsch und Französisch eine Geschichte von einst, eine Geschichte von der Unschuld in Zeiten der gesellschaftlichen wie politischen Schuld im kolonialisierten Algerien. Diese Geschichte steht stellvertretend für eine Kindheit in Konfliktregionen und hätte z.B. auch die Geschichte einer Serbin im heute kroatischen Dubrovnik sein können oder einer Kroatin in Serbien.

Donnerstag, 14.11.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio
 
 

 
Klappstuhllesung: Clara
von Sandra Burkhardt
Mit: Caroline Junghanns
Regie: Ulrich Lampen
(Produktion: SWR 2013)
Länge: 18 Minuten

Annika studiert Mikrotechnologie und Nanostrukturen und lebt bei ihren Eltern in Saarbrücken. Ihre schöne Kusine Clara studiert natürlich nicht im kleinen Saarland, sondern in Berlin und nichts mit Naturwissenschaften, sondern Kunstgeschichte. Clara ist die, an der sich Annika schon in ihrer Kindheit abgearbeitet hat. Jetzt steht ein Besuch bei Clara in Berlin an. Annikas Eltern kommen auch mit. Das kann nicht gut gehen.

Dienstag, 12.11.2013, 19.20 Uhr, SWR2 Tandem

Diese Lesung steht nach der Sendung als Download auf swr2.de/tandem
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Hörspieltipp: Ein Akt der Gewalt
Nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Ryan David Jahn
Aus dem Englischen von Teja Schwaner
Mit: Wolfgang Pregler, Katja Bürkle, Matti Krause, Maren Kroymann, Sven Lehmann u.v.a.
Bearbeitung und Regie: Irene Schuck
(Produktion: DLR 2012)
Länge: 51 Minuten

Auf dem Heimweg wird Katrina Marino Opfer eines Überfalls. Der Angriff findet vor ihrer Haustür statt – unter den Augen ihrer Nachbarn, die untätig bleiben. Jeder kämpft mit seinem eigenen kleinen Drama. Der 19-jährige Patrick etwa, der zur Armee eingezogen werden soll, aber für seine kranke Mutter sorgen muss. Oder Diane, die sich mit ihrem Ehemann streitet, weil er sie betrügt. Sie alle hören Katrinas Schreie, sehen, dass auf der Straße etwas Schreckliches passiert. Katrina hofft auf Hilfe und kämpft gegen den Tod. Das Hörspiel basiert auf einer wahren Geschichte.

Freitag, 08.11.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Krimi
 
 

 
Hörspieltipp: Hochzeiten von Schatten und Licht
Hörstück von Rainer Römer
nach Motiven aus Albert Camus’ “L’nvers et l’ndroit” und “Noces”
Mit: André Jung u.a.
Komposition und Realisation: Rainer Römer
(Produktion: SWR 2013 in Kooperation mit dem Goethe Institut Algier)
Länge: 55 Minuten

”Um einer angeborenen Gleichgültigkeit die Waage zu halten, wurde ich halbwegs zwischen das Elend und die Sonne gestellt. Das Elend hinderte mich zu glauben, dass alles unter der Sonne und in der Geschichte gut sei; die Sonne lehrte mich, dass die Geschichte nicht alles ist.” In seinem späteren Nachwort zu “Licht und Schatten”, das er 1938 im Alter von 24 Jahren geschrieben hatte, bekennt Camus sich zu seiner Jugend in Algerien als Quelle seines künstlerischen Schaffens. “Impuls zu meinem Hörstück war das Nachwort von Camus zu seinen Jugendschriften. Daraufhin las ich sie wie auch seine Texte aus “Hochzeit des Lichts” voller Bewunderung und mit fremdem Blick, gleich einem Künstler, der frühen Arbeiten eines Kollegen begegnet und sie auf seine Arbeit überträgt. Die Texte verselbständigten sich und wurden für mich Anleitungen zur Komposition. Dabei orientierte ich mich an Natur- und Ortsbeschreibungen, die als Stationen den Zeitrahmen für musikalische Prozesse bilden. Fieldrecordings an den Originalschauplätzen der ausgewählten Camus-Textpassagen, ermöglicht durch einen Aufenthalt beim dortigen Goethe Institut, dienen als Material für eine musique concrète, in die sich die zeitliche Distanz zum Heute einlagert. Konzentrationspunkte des Seins entstehen – sei es Text, Geräusch oder Musik.” (Rainer Römer)

Ursendung am Donnerstag, 07.11.2013, 22.03 Uhr, SWR2 Hörspiel-Studio

Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche als On-Demand-Stream auf: SWR2.de/hoerspiel
 
 



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