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Freitag, 23. Juni 2017
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HörBar

 
HörBAR * Art’s birthday * Feier des Geburtstags der Kunst ...
... mit Feature und Live-Stream

20.00 Uhr: Denke global, handle idiotisch. Alternative Kunst aus Nowosibirsk * Ein Feature von Viktoria Balon

Für die jungen Aktionskünstler aus den sibirischen Metropolen ist die Stadt Bühne, Akteur und Zuschauer zugleich. Die Gruppe „Die Omi nach dem Begräbnis“, die ursprünglich „Contemporary Art Terrorism“ hieß, bezieht beispielsweise einen fahrenden U-Bahn-Wagen und eine Amtsstelle der russischen Luftwaffe in ihre Performance ein. Auch Denkmäler des Sozialismus, politische Kundgebungen und Jahrestage werden von den Künstlern gerne als Anlass und Teil ihrer Aktionen genutzt. Als die Aktionskünstler sich einer Demonstration zum 1. Mai mit der Parole „Gehirne für das Volk“ anschlossen, wurden sie vorübergehend festgenommen. Durch Brüskierung und Provokation zwingen die jungen Wilden ihre meist auf Patriotismus und ökonomischen Aufstieg eingeschworenen Zuschauer, eigene Positionen zum Zustand der russischen Gesellschaft zu beziehen: „Es kann nur eine Antwort auf den unendlich vielfältigen Appetit der Macht geben: Die Zukunft gehört unserem Lachen!“

Ab 21.00 Uhr: Feier des Geburtstags der Kunst als live-Stream aus dem ZKM Karlsruhe mit dem Verband der Radiokünstler aus der European Broadcasting Union

Der Geburtstag der Kunst wird jährlich am 17. Januar gefeiert, in Gedenken an den Fluxus-Künstler Robert Filliou, der 1963 behauptete, dass exakt vor 1 Million Jahren die Kunst geboren worden sei, um präzise zu sein, am 17. Januar, seinem eigenen Geburtstag. Seit Fillious Tod im Jahr 1987 führen Künstler weltweit im Sinne seines Konzepts der Kunst als »Eternal Network« oder »Fête permanente« den »Art’s Birthday« fort: Mit »mailart«, Fax und »slow scan tv events« finden vernetzte Events an verschiedenen Orten statt. Die einzige Voraussetzung ist, dass jede Gruppe Geburststagsgeschenke senden und empfangen kann. Dazu wird aus dem ZKM ein Konzert mit Jan Jelinek und Hanno Leichtmann übertragen. Beide werden sowohl aus ihren akustischen Alben spielen, als auch eine Auftragskomposition für den Art’s Birthday präsentieren.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, Kommunalen Kinos Freiburg und SWR2.

Di 17.01. | 20.00 Uhr
Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt: 6/4 €
 
 

HörBAR |Arnaldur Indriðasen | „Kältezone“
 
HörBAR |Arnaldur Indriðasen | „Kältezone“
In einem See wird ein Skelett mit einem Loch im Schädel gefunden – und ein Abhörsender. Die Leiche, männlich, ermordet, muss schon über 40 Jahre in diesem See liegen. Kommissar Erlendur Sveinsson und seine beiden Kollegen Elínborg und Sigurdur haben in Arnaldur Indriðasens „Kältezone“ mit einem neuen Fall zu tun, der sie in die Tiefen des Kalten Krieges führt. Die Ermittlungen bringen Kommissar Sveinsson zum Geheimdienst der ehemaligen DDR. Dem isländischen Autor gelingt es, auf spannende Weise eine Verbindung zwischen der Zeit des Kalten Krieges auf dem europäischen Kontinent und dem heutigen Island zu ziehen.

Arnaldur Indriðasen, geboren 1961 in Reykjavík, ist einer der bekanntesten Autoren Islands. Er hat lange Zeit für die isländische Tageszeitung „Morgunbladid“ als Journalist und Filmkritiker gearbeitet. 1997 erschien Indriðasens erster Kriminalroman in deutscher Sprache. Für seine Krimireihe erhielt Indriðasen bereits mehrere Auszeichnungen, u. a. den skandinavischen Krimipreis Glasnyckel für seinen Roman „Nordermoor“ , der im Jahre 2006 verfilmt wurde und den Hauptpreis des 42. Filmfestivals von Karlsbad erhielt, den „Golden Dagger Award“ für seinen Roman „Todeshauch“ und den „Martin-Beck-Award“ für seinen Roman „Engelsstimme“. Sein Roman „Kältezone“ erschien 2007 in Zusammenarbeit mit dem WDR als Hörspiel.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, Kommunalen Kinos Freiburg und SWR2.

Mo 05.12. | 20 Uhr
Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof
Eintritt: 5/4 €
 
 

 
HörBAR | Esther Dischereit | „Nothing to Know but Coffee to Go“
Regie: Robert Schoen | Buch: Esther Dischereit

Vielleicht gewöhnt man sich an die indiskreten Sicherheitschecks in Zeiten des Terrors. Oder an den Krebs. Nur wohin fliehen, wo bleiben, wohin umziehen, wenn es überall unerträglich wird? Immer wieder diese komischen Familienfeiern, als ließe sich irgendwas klären zwischen variablen Seitensprüngen oder zwischen Ost und West. Was weiß man denn voneinander? „Nothing to Know but Coffee to Go“ (Regie: Robert Schoen) lautet Esther Dischereits beinahe werbetaugliche Kurzformel für das postmoderne Gefühlsnomadentum. Ihr Radiostück gleichen Namens präsentiert die Autorin selbst in der November-HörBAR.

Dischereit, geboren 1952 im hessischen Heppenheim, ist der Geheimtipp einer blühenden deutsch-jüdischen Literaturszene: Nach einer wild bewegten Phase politischer Aktivität hat sich die Wahlberlinerin zu einem veritablen schriftstellerischen Allround-Talent gemausert. Neben Erzählungen, Gedichten und einem „Entwicklungsroman in Fragmenten“ verfasst sie Hörspiele und Essays – bekannt wurde sie 1998 mit den „Übungen jüdisch zu sein“, in denen sie klug auslotet, wie man heutzutage „normal“ jüdisch leben kann, wenn doch im Holocaust alle Normalität abhanden gekommen ist. Es moderiert Jenny Warnecke.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, Kommunalen Kinos Freiburg und SWR2.

Do 10.11. | 20 Uhr
Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof | Eintritt: 5/4 €
 
 

HörBAR | Karl-Sczuka-Preis 2011
Foto: PR / ZKM Karlsruhe
 
HörBAR | Karl-Sczuka-Preis 2011
Die HörBAR im Oktober steht im Zeichen des Karl-Sczuka-Preises 2011, der jährlich an die beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt, verliehen wird. Im Anschluss an die Preisverleihung bei den Donaueschinger Musiktagen präsentieren die Preisträger ihre Werke in Freiburg im Rahmen der HörBAR.

Die Künstlergruppe „Institut für Feinmotorik“ erhält den vom Südwestrundfunk (SWR) gestifteten Karl-Sczuka-Preis 2011 für Hörspiel als Radiokunst. Sie wird für das Radiostück „Die 50 Skulpturenvbdes Institut fuer Feinmotorik“ ausgezeichnet, das aus einer am 17.01. 2011 gesendeten SWR-Veranstaltung zu „Art’s Birthday 2011“ hervorgegangen ist.

Der diesjährige Karl-Sczuka-Förderpreis wird an die Kölner Autorin und Regisseurin Ulrike Janssen für ihre Produktion „vogelherdrecherche“ vergeben, die am 29.03. 2011 vom Deutschlandfunk urgesendet wurde.

Daniel van den Eijkel vom „Institut für Feinmotorik“ und Ulrike Janssen stellen ihre preisgekrönten Stücke selbst in der HörBAR vor. Die Moderation übernimmt Hans Burkhard Schlichting, Sekretär des Karl-Sczuka-Preises.

Die HörBAR ist eine Veranstaltungskooperation des Literaturbüros Freiburg, Kommunalen Kinos und SWR2.

| Mo 17.10. | 20.00 Uhr | Kinosaal | Karl-Sczuka-Preis 2011 | Alter Wiehrebahnhof | Eintritt: 5 /4 € |
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HörBAR | Dar As-Sina´a
Hörstück nach Texten von Peter Waterhouse

Dar as-sina'a: ein arabisches Wort für Werkstatt oder auch Fabrik, verwandt unserem Wort Arsenal - Waffenlager. In Venedig gibt es ein riesiges Gebiet, das sich so nennt: Arsenale, die ehemalige Schiffswerft. Kaum merklich bezieht sich Peter Waterhouses Gedichtband auf Venedig. Mit seinen kargen Beobachtungen bewegt der Autor sich am Rand der Stadt, dort, wo gearbeitet wird, wo der Alltag stattfindet, in Werkstätten und Industrieanlagen. Sein Thema ist aber auch das Venedig des Handels, das Beziehungen pflegte zu Ländern des ‚Orients’. Unscheinbares trifft hier auf Bedeutendes, Nahes spiegelt sich im Fernen.
Ein Hörstück von Andreas Fervers nach dem gleichnamigen Zyklus aus dem Gedichtband Prosperos Land von Peter Waterhouse mit Klängen und Tönen aus dem Arsenale von Venedig (SWR 2010).

Andreas Fervers, geboren 1957 in Solingen, lebt als Regisseur und Komponist in Denzlingen und ist Verfasser zahlreicher Features, Essays und Hörspiele wie bspw.: E 71 (DKultur 2001) und Jauntal Übersetzung nach Texten von Peter Waterhouse (SWR 2009). Er ist an diesem Abend zu Gast in der HörBAR.

Do 21.07. | 20.00 Uhr | HörBAR | Dar as-sina'a
Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
Eintritt: 5/4 €
 
 

 
HÖRBAR Spezial |TON DER LUFT
mit Nicoletta Torcelli und Werner Cee

Luft umgibt uns überall. Nicht zu sehen, nicht zu greifen, ist dieses flüchtige, formlose Element Grundbedingung des Lebens. Atem, Gravitation, Luftwiderstand, Atmosphäre, Wind und Klima: Die Freiburger Ausstellung »luftig...flüchtig« präsentiert 13 künstlerische Verarbeitungen zum Thema »Luft«. Vorwiegend im Kunstraum L6 (Stadtteil Zähringen), im Alten Wiehrebahnhof Freiburg sowie im öffentlichen Raum. Aus diesem Anlass präsentieren das Literaturbüro Freiburg und das Kommunale Kino ein HörBAR-Spezial. Unter dem Titel »Ton der Luft« entwickelt Werner Cee in seinem Hörstück mit Mitteln der akustischen Kunst eine komplexe Landschaftsaufnahme: Schichtung, Akzentuierung, Kontrastierung, Mischung, Verwischen, Lasieren – Techniken, die üblicherweise in der Malerei angewendet werden, gestalten hier eine Audioproduktion, in der eine Klanglandschaft mit musikalischen Mitteln inszeniert wird. Zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten, in verschiedenen Wetterstimmungen entstanden Aufnahmen in Surround-Technik, die ein genaues Abbild der Positionen und Klangbewegungen ermöglicht. Die verwendeten Texte stammen aus Über das Geistige in der Kunst von Vassily Kandinsky und einer Liste von Malpigmenten. Sie machen das Stück auf einer zusätzlichen Ebene zu einer akustischen Farbenlehre.

Werner Cee, geboren 1953 in Friedberg/Hessen, ist Komponist und Klangkünstler. Seine Werke wurden bei zahlreichen internationalen Festivals aufgeführt und prämiert. Werner Cee und Nicoletta Torcelli, Freiburger Kunsthistorikerin und Kuratorin der Ausstellung »luftig...flüchtig«, werden an 21.6. zu Gast sein und im Gespräch mit Beate Thill über Ausstellung und Hörstück Auskunft geben.

Di 21.06. | 20.00 Uhr
HörBAR Spezial mit Nicoletta Torcelli und Werner Cee
Galerie| Alter Wiehre Bahnhof
Eintritt: 5/4 €
 
 

 
HörBAR: »LOST IN MUSIC – DIE CORNEL CHIRIAC-STORY«
70er Jahre Rockmusik mit O-Tönen aus dem kalten Krieg

»Ein buntes und bestürzendes und beeindruckendes Radiofeature, das Geschichte lebendig werden lässt«.

Neue Musikzeitung Online

Cornel Chiriac hat in den 60er Jahren eine ganze Generation mit seiner Musiksendung Metronom fasziniert und bewegt. Als legendärer Radio-DJ und Regimekritiker der Ceauşescu-Ära in Rumänien ging er in die Geschichte ein. Er spielte englischsprachige Rockmusik, übersetze und kommentierte sie und vermittelte auf diese Weise Tausenden jungen Rumänen und Menschen in ganz Europa eine Idee von Freiheit. In der Folge wurde seine Sendung verboten, und er floh 1969 nach Deutschland. Von da ab produzierte er Metronom beim amerikanischen Exil-Sender Radio Freies Europa in München. Schnell erlangte er Kultstatus, doch seine offenen Provokationen handelten ihm bald darauf auch die ersten Morddrohungen des rumänischen Geheimdienstes ein. 1975 wurde er schließlich unter nicht geklärten Umständen ermordet. Patrick Banushs dokumentarisches Hörspiel erzählt die Geschichte des einsamsten DJs der Welt und Sprachrohrs einer ganzen Generation junger Rumänen.

SWR/WDR/BR 2008 | Prix Europa. Prix Italia 2009
Zu Gast: Redakteur Wolfgang Wessels und Autor Patrick Banush

am Do 09.06. | 20.00 Uhr
HörBAR | »Lost in music – die Cornel Chiriac-Story«
70er Jahre Rockmusik mit O-Tönen aus dem kalten Krieg

im Alter Wiehrebahnhof | Eintritt: 5/4 €
 
 

 
HörBAR | STIFTERS DINGE
Hörstück von Heiner Goebbels | Nach Texten von Adalbert Stifter

Der Dichter Adalbert Stifter (1805-1868) beschäftigte sich intensiv mit dem Zusammenwirken von Menschen und Dingen. Auf diese Weise entstanden vor allem detaillierte Naturbeschreibungen in einer Genauigkeit, die immer wieder auf den grundlegenden Respekt des Autors gegenüber den Dingen verweist. Die intensive Wahrnehmung als Grundvoraussetzung seiner Arbeit aber erfordert Zeit, die er bis heute auch seinen Lesern abverlangt. Heiner Goebbels hat nun ein Hörstück realisiert, in dem er Stifters Eisgeschichte aus Die Mappe meines Urgroßvaters mit Originalaufnahmen von Stimmen aus unterschiedlichen Teilen der Welt und Geräuschen von Maschinen und Motoren kombiniert. Goebbels bezeichnet sein Werk aus Stimmen und Klängen selbst als performative Installation, die das Eigenleben der Dinge erlebbar machen soll. Stifters Dinge ist ein Klavierstück für fünf Klaviere ohne Pianisten, ein Theaterstück ohne Schauspieler und eine Performance ohne Performer; vor allem aber ist es eine Einladung an die Zuschauer in einen faszinierenden Raum voller Töne und Bilder.

Heiner Goebbels arbeitet als Musiker, Komponist, Hörspielautor, Regisseur und ist außerdem Professor für Angewandte Theaterwissenschaft an der Universität Giessen. Für seine Hörstücke ist er bereits mehrfach ausgezeichnet worden unter anderem mit dem Karl-Sczuka-Preis. 2003 wurde ihm der Deutsche Kritikerpreis Musik verliehen und 2010 der Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Er lebt in Frankfurt am Main und ist Präsident der Hessischen Theaterakademie.

Der Dramaturg Burkhard Schlichting vom SWR wird als Gast der HörBAR das Stück vorstellen.

Do 07.04. | 20.00 Uhr
HörBAR | Alter Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
Eintritt: 5 bzw. 4 €
 
 



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