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Freitag, 23. Juni 2017
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HörBar

 
Hörspiel „The Moon Tapes“
Von Stephan Krass (Text) und Ulrike Haage (Regie und Komposition)
Mit einem Chor, Sprechern, einem spoken-word-Künstler, Flügel und Zuspielband

Zu Gast: Ulrike Haage (Regie und Komposition), Stephan Krass (Text) und Hans Burkhard Schlichting (Dramaturgie)

Die Komposition folgt dem Wortklang von Krass’ konkreter Poesie auf einer musikalisch-rhythmischen Spur und lässt so modernes Musiktheater für das Radio entstehen. Dabei wird der Text wie das Libretto zu einer Oper behandelt, die hier in einer Weltraumkapsel spielt. Auf der Erdkugel, die als vielfältiger Klangkörper erscheint, entfaltet sich das rhythmische Spiel der Solisten und Chöre, bis die Buchstaben und Töne in einem großen Finale in das Echo der Weltraumpoesie einstimmen.

Mit dem SWR Vokalensemble. Einstudierung: Florian Helgath. Solo Sopran: Kirsten Drope. Solo Mezzosopran: Ulrike Becker. Flügel und Celesta: Ulrike Haage. Antipode: Ken Yamamoto. Castor: David Bennent. Pollux: Bernhard Schütz

Eine Produktion des Südwestrundfunks 2014
Ursendung am gleichen Abend um 22.03 Uhr im SWR2

Donnerstag, 12. Juni 2014, 20 Uhr: HörBAR

Kommunales Kino Freiburg / Eintritt: 6/4 Euro
 
 

 
HörBAR: BERNHARD - Hörspiel von Peter Danzinger
Zu Gast: Marek Kedzierski, Übersetzer und Thomas-Bernhard-Experte

Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard, zeitlebens ein Haderer mit sich, Gott, der Welt und der Tatsache, kein Musiker oder Sänger geworden zu sein, starb 1989 im Alter von 58 Jahren. Anlässlich seines 15. Todestages veröffentlichte Peter Denzinger im Jahr 2004 „Bernhard - Fast ein Monolog, naturgemäß“. In diesem Hörspiel tritt der Autor als räsonierende Dichterfigur in den Mittelpunkt und ist selbst Gegenstand seines Monologs, wobei das Schreiben und die Existenz als Schriftsteller in Österreich thematisiert werden. Dieser Hörspielmonolog behandelt den Schaffungsprozess seines eigenen Requiems, die "Bernharddämmerung", als ultimatives Gesamtkunstwerk.

Kartenvorbestellung für alle Veranstaltungen telefonisch unter 07 61/28 99 89 oder per mail an: info@literaturbuero-freiburg.de

Do 12.12. | 20.00 Uhr
Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40, 79102 Freiburg
6/4 Euro
 
 

 
HörBAR: Karl-Sczuka-Preis 2013 der Donaueschinger Musiktage
Oswald Egger gelingt mit dem Hörstück Linz und Lunz eine vielstimmige Hommage an den Dichter Jakob Michael Reinhard Lenz. Dabei begibt sich Egger in den Sprach- und Lebensraum von Lenz, der deutschsprachig im Livland, einer historischen Landschaft im Baltikum, während der Goethezeit aufgewachsen ist. Egger erforscht den Klangraum der untergegangenen livländischen Sprache und verschränkt sie mit seinem eigenen poetischen Sprechen. Die Regisseurin Iris Drögekamp inszeniert die Vielstimmigkeit des Textes als musikalischen Raum aus Wörtern. Drei Sprecher und drei Vokalkünstlerinnen – Maulwerkerinnen – erschaffen eine polyphone Sprachlandschaft. Das Hörstück öffnet den ZuhörerInnen einen unerwarteten Imaginationsraum aus Sprachsinnlichkeit und der Kraft der Wörter gegen die Zumutungen des Lebens. „Iris Drögekamp und Oswald Egger beschreiten für das Radio neue Wege der akustischen Kunst", so das vielversprechende Urteil der Jury des Karl-Sczuka-Preises über die diesjährigen Gewinner Oswald Egger und Iris Drögekamp und ihr Radiostück Linz und Lunz .

Das Hörstück der Karl-Sczuka-PreisträgerInnen wird im Anschluss an die Preisverleihung bei den Donaueschinger Musiktagen in der HörBAR präsentiert. Der Preis ehrt jährlich die beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, des Kommunalen Kinos Freiburg und des SWR2.

Do 21.10. | 20.00 Uhr
Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40, 79102 Freiburg
6/4 Euro
Kartenvorbestellungen unter: info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761.289989
 
 

 
HörBAR | Die Module spielen verrückt – Trauma und Technik bei Tom McCathy
Zu Gast: Barbara Wahlster, Leiterin der Abteilung Literatur bei Deutschlandradio Kultur

Feature von Michael Hillebrecht, DLR 2012

Tom McCarthy, der Star der britischen Literatur, sendet auf vielen Frequenzen: Er veröffentlicht nicht nur Romane, Erzählungen und Essays, sondern ist auch „Generalsekretär“ der „International Necronautical Society“, eines semi-fiktiven Avantgarde-Netzwerks. McCarthy wurde 1969 in London geboren, wo er noch heute als Schriftsteller und Künstler lebt.

In einem Gespräch mit dem Autor über seinen neuen Roman „K“ wird seine radikal materialistische Auffassung vom Leben ausgeleuchtet. Der Roman spielt in England, wo Serge Karrefax vor der Wende zum 20. Jahrhundert mit einer Glückshaube, die ihm eine außergewöhnliche Zukunft verheißt, auf die Welt kommt. Und tatsächlich, sein Leben spiegelt all die Wunder des soeben angebrochenen neuen Zeitalters. "K" steht für Kommunikation: Begeistert von der neuen Funktechnologie, verbringt Serge die Nächte mit der Suche nach Signalen im Äther. "K" steht für Krieg: Im Ersten Weltkrieg wird er als Funker eingezogen, und er liebt es, in seiner Flugmaschine, Kokain im Blut, Hölderlin auf den Lippen, über die Verwüstungen hinwegzufliegen. "K" steht aber auch für Krypta: Nach Séancen, Sex und Paranoia im Swinging London der Zwanziger verschlägt es Karrefax in das Ägypten Howard Carters. Bis sein Leben an jenem Tag, an dem er in eine der altägyptischen Grabkammern hinabsteigt, eine Wendung nimmt.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, Kommunalen Kinos Freiburg und des SWR2. Kuratorin: Beate Thill.

| Do 18.07. | 20 Uhr
Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
6/4 Euro
 
 

 
HörBAR | 1912 – Die Epochenschwelle der Poesie
Zu Gast: Hans Thill

1912 – Die Epochenschwelle der Poesie | Feature von Michael Braun, SWR2 2012

Das Jahr 1912 ist ein Gipfeljahr europäischer Literatur. Die Kontinentalverschiebung, die damals der Geowissenschaftler Alfred Wegener entdeckte, fand auch in der modernen Dichtung statt. Denn die Manifeste und Aktionen der italienischen Futuristen, französischen Kubisten, angloamerikanischen Imagisten, deutschen Expressionisten und russischen Akmeisten kündeten nicht nur vom Anbruch einer neuen Zeit, sondern veränderten die Poesie von Grund auf. Die Epochenschwelle zu einer radikal modernen Lyrik überschritten damals vier Pioniere einer neuen Weltwahrnehmung: Der Amerikaner Ezra Pound ersann sein „Imagist Manifesto“ und in Russland proklamierte Ossip Mandelstam seine Poetik des Akmeismus. Zur gleichen Zeit verfasste der junge Dichterarzt Gottfried Benn seine morbiden „Morgue“-Gedichte und Guillaume Apollinaire formulierte in seinem visionären Gedicht „Zone“ die Absage an die abendländische Vergangenheit. 100 Jahre danach rekonstruieren zeitgenössische Dichter und Übersetzer in ihrer Lyrik das Schwellenjahr der modernen Poesie.

Zu Gast in der HörBAR: Der Dichter und Apollinaire-Übersetzer Hans Thill. Er wird anhand weiterer Beispiele aus der zeitgenössischen Lyrik über die Moderne in der Dichtung sprechen.

Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt seit 1974 in Heidelberg als Lyriker und Übersetzer. Er ist Mitbegründer des Verlags „Das Wunderhorn“. Des Weiteren ist er Leiter der Reihe „Poesie der Nachbarn - Dichter übersetzen Dichter“ und des Künstlerhauses Edenkoben. Er erhielt 1985 den Hungertuch-Preis und im Jahre 2004 den Peter-Huchel-Preis.

Do 13.06. | 20 Uhr
Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg| 6/4 Euro

Kartenvorverkauf unter 0761.289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de
 
 

 
HörBAR: Der Glückliche
Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Roswitha Quadflieg
Radio Bremen/ WDR 2012 | Regie: Christiane Ohaus

Zu Gast: Roswitha Quadflieg

Der Arzt Leopold Wagner wird 1938 wegen einer Führer-Beleidigung auf Veranlassung der Gestapo verhaftet. Gefängnis und KZ bleiben ihm erspart, er wird in eine Heil- und Pflegeanstalt für psychisch Kranke eingewiesen. Hier verbringt er die nächsten 21 Jahre. Drei Tage nach seiner Entlassung 1959 stürzt Leopold Wagner auf einer Gebirgswanderung in Begleitung seiner Schwester unter rätselhaften Umständen in den Tod. 25 Jahre später kommt es zu einem Treffen der Angehörigen, eingeladen sind auch ein Rechtsanwalt, ein früherer Arzt der Heilanstalt und ein ehemaliger Mitinsasse. Verhandelt wird die Lebensgeschichte von Leopold Wagner. War er verrückt oder nur ein streitbarer, unangepasster Charakter? Wurde er in den Tod gestürzt, war es Freitod oder doch ein Unfall? Die eigentliche Tragödie jedoch ist die Familie selbst.

Roswitha Quadflieg, geboren 1949 in Zürich, studierte Malerei, Grafik, Typografie und Illustration in Hamburg. Für die von ihr gestalteten und in eigener Werkstatt produzierten Kunstbücher erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Seit 1985 ist sie auch als Autorin tätig; nach vielen Jahren in Freiburg lebt sie nun in Berlin.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, Kommunalen Kinos Freiburg und des SWR2.

Do 11.04. | 20 Uhr
Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40 | 6/4 Euro
Kartenvorbestellung unter info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761/289989
 
 

 
HörBAR: Doppelprogramm | Euthanasie
Patienten als unproduktive Fremdkörper ‒ Der Euthanasie-Vordenker Prof. Alfred Hoche. Feature von Stephan Kuß, SWR2 2009

Der Freiburger Psychiatriedirektor Alfred Erich Hoche war ein umfassend gebildeter Mensch. Ein hochgeachteter Wissenschaftler, vielgefragter Gutachter, ehrenamtlich tätiger Richter und talentierter Stilist. Er veröffentlichte zahllose Essays, Romane, Polemiken, auch Lyrik. Hoche selbst hätte sich fraglos zu jenen Doppelbegabungen gezählt, die mit dem zweifach geschärften Blick des Heilkundigen und des Künstlers auf den Menschen zu blicken vermögen: Anton Tschechow gehörte dazu und Heinar Kipphardt, Arthur Schnitzler, Gottfried Benn, aber auch Alfred Döblin, der bei Hoche promovierte. Hoches schöngeistige Schriften sind heute vergessen. Die Schrift, die ihn berühmt machte, war keine Literatur. Sie erschien 1920: Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens. Ihr Maß und ihre Form. Co-Autor war der Rechtswissenschaftler Karl Binding, auch er ein hochangesehener Gelehrter.

Zu Gast in der HörBAR ist Stephan Kuß.

Und raus bist du /Et tu es dehors. Dokumentarfilm von Claire Angelini, München 2012 | OmU

Dokumentaraufnahmen geben die Stimmung der Zeit wieder, in der Euthanasie in Deutschland zur Politik wurde. Ausgehend von den Texten des Psychiaters Alfred Hoche, der das menschenverachtende System ersann und propagierte, verfolgt der Film die gesellschaftliche Stellung "anderer" oder fremder Menschen in Frankreich bis in die heutige Zeit. Ein Euthanasie-Opfer, ein Psychiater und eine Angestellte in einer französischen Ausländerbehörde kommen zu Wort. Mit einer Bildmotivik von diskreter Schönheit gelingt es der Regisseurin, diese Themen zu einer einprägsamen Dramaturgie zu verflechten.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, Kommunalen Kinos Freiburg und des SWR2.

Do 14.03. | 20 Uhr
Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40
Doppelprogramm: 8/6 Euro
Kartenvorbestellungen unter: info@literaturbuero-freiburg.de oder 0761.289989
 
 

 
HörBAR: »Das grüne Auge von Falun. Suchlauf auf einer vergangenen Skala«
Vorpremiere des Hörspiels von Stephan Krass (Autor) und Ulrich Lampen (Regisseur); beide sind in der HörBAR am 14.2.2013 zu Gast.
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