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Freitag, 19. Januar 2018
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Uhr


Sonstiges 
 
 
Theatertipp: Maxi Schafroth - Faszination Bayern
Kabarett,
Sonntag, 14. Januar 2018 | 19.00 Uhr
im Vorderhaus Freiburg

"Schafroth zerlegte Ländliches wie Kleinbürgerliches, Bauernschläue, Banker-Chuzpe und alternative Betulichkeit in ihre komische Banalität, ohne sie lächerlich zu machen. Und traf dabei beim Publikum ins Schwarze" (Süddeutsche Zeitung)
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Astrid Fritz
 
Buchtipp: Astrid Fritz "Tod im Höllental"
Ein Fall für Serafina

Im vierten Teil ihrer Serafina-Reihe, «Tod im Höllental», bietet die Autorin Astrid Fritz ihren Lesern ein tolles Setting, eine gute Portion Grusel und auch etwas Romantik, denn Serafina heiratet endlich ihre große Liebe, den Stadtarzt Achaz. Dennoch bleibt sie der Schwesternsammlung weiter verbunden. Die plagen seit kurzem große Sorgen: Ein Basler Wanderprediger hetzt gegen die freien Schwestern auf, an ihren Häusern prangen schon Wandschmierereien. Und dann der Schock: Eine Lämmlein-Schwester wird in einer Gasse erschlagen aufgefunden.

Die Situation spitzt sich zu, als Catharina, die Meisterin der Beginen, schwer verletzt von ihrer Reise nach Konstanz zurückgebracht wird, wo sie den Bischof als Fürsprecher gewinnen wollte. Sie musste den Weg durch die enge Schlucht bei der Ruine Falkenstein nehmen, genannt Höllental, und wurde an einer Engstelle blutüberströmt vorgefunden. Nun beschließt Serafina, selbst nach Konstanz aufzubrechen. Dafür muss auch sie das Höllental passieren.

Rowohlt Verlag 2017, 272 Seiten, EUR 9,99 (D), 10,30 (A)
ISBN: 978-3-499-27347-6
 
 

Museumstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Freiburger Museen von 8. bis 14. Januar
Augustinermuseum

Mit der Kuratorin durchs Laboratorium der Moderne
Kuratorin Verena Faber führt am Donnerstag, 11. Januar, um
15.30 Uhr durch die Ausstellung „Im Laboratorium der Moderne.
Hölzel und sein Kreis“ im Augustinermuseum am Augustinerplatz.
Die Teilnahme kostet 2 Euro; dazu kommt der Eintritt von 7 Euro,
ermäßigt 5 Euro.

Orgel-Musik im Museum
Studierende der Musikhochschule Freiburg spielen am Samstag,
13. Januar, um 12 Uhr ausgewählte Stücke auf der Welte-Orgel im
Augustinermuseum am Augustinerplatz. Die Teilnahme kostet den
regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Konzert-Matinée: Freiburger Domkapelle
Unter der Leitung von Boris Böhmann singt die Freiburger
Domkapelle am Sonntag, 14. Januar, um 12 Uhr Werke von
Johann Sebastian Bach und Tomás Luis de Victoria sowie
zeitgenössische Chorstücke. Die Teilnahme kostet den regulären
Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Rundgang durchs Laboratorium der Moderne
Ein Rundgang durch die Ausstellung „Im Laboratorium der
Moderne. Hölzel und sein Kreis“ findet am Sonntag, 14. Januar,
um 10.30 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz statt. Die
Teilnahme kostet 2 Euro; dazu kommt der Eintritt von 7 Euro,
ermäßigt 5 Euro.

Spotlights – Werke aus der Sammlung

Bürgerinnen und Bürger der Gruppe „Steckenpferd Kunst“
erläutern regelmäßig Werke des Augustinermuseums am
Augustinerplatz. Am Sonntag, 14. Januar, um 11 Uhr widmet sich
Renate Gimmi dem Thema „Begegnungen mit den
Münsterpropheten“. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt
von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Bunt ist meine Lieblingsfarbe
Familien mit Kindern ab 5 Jahren können am Sonntag, 14. Januar,
von 14 bis 16 Uhr im Augustinermuseum in die farbenfrohe Welt
der Kunst eintauchen. Sie entdecken einen begehbaren Farbkreis,
betrachten die Welt durch farbige Glasscheiben und erfahren viele
Geschichten rund um die Kunst. Anschließend entstehen in der
Werkstatt Stimmungs-Farbkreis-Barometer. Die Teilnahme kostet
3 Euro; für Erwachsene zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5
Euro.

Haus der Graphischen Sammlung

Kunstpause
„Ein Mann mit vielen Gesichtern“ lautet das Thema einer
Kurzführung mit Tilmann von Stockhausen, Leiter der Städtischen
Museen, am Mittwoch, 10. Januar, um 12.30 Uhr im Haus der
Graphischen Sammlung im Augustinermuseum (Zugang über die
Salzstraße 32). Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 7
Euro, ermäßigt 5 Euro.

Rundgang durch die Rembrandt-Schau
Eine Führung durch die Schau „Rembrandt. Von der Macht und
Ohnmacht des Leibes. 100 Radierungen“ findet am Samstag, 13.
Januar, um 15 Uhr im Haus der Graphischen Sammlung im
Augustinermuseum statt (Zugang über die Salzstraße 32). Wer
teilnehmen möchte, zahlt 2 Euro; dazu kommt der Eintritt von 5
Euro, ermäßigt 3 Euro.

Museum für Neue Kunst

Dialoge zu Rudolf Großmann
Zu „kunst:dialogen zu Rudolf Großmann“ laden Mitglieder des
Fördervereins am Dienstag, 9. Januar, um 11 Uhr ins Museum für
Neue Kunst, Marienstraße 10a, ein. Die Teilnahme kostet den
regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Kunsteinkehr
Eine Kurzführung zum Künstler Georg Winter findet am
Donnerstag, 11. Januar, um 12.30 Uhr im Museum für Neue
Kunst, Marienstraße 10a, statt. Die Teilnahme kostet den
regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Führung mit der Kuratorin

Die Kuratorin Elena Frickmann führt am Donnerstag, 11. Januar,
um 16 Uhr durch die aktuelle Sonderausstellung „In guten und in
schlechten Zeiten. Wie was bleibt“ im Museum für Neue Kunst,
Marienstraße 10a. Die Teilnahme kostet 2 Euro; zuzüglich Eintritt
von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

In guten und in schlechten Zeiten. Wie was bleibt.
Eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „In guten und
in schlechten Zeiten. Wie was bleibt“ findet am Sonntag, 14.
Januar, um 15 Uhr im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a,
statt. Die Teilnahme kostet 2 Euro; dazu kommt der Eintritt von 7
Euro, ermäßigt 5 Euro.

Museum für Stadtgeschichte

Freiburger Kurzgeschichten
Um das Thema „Bildung für Mädchen“ dreht sich eine Kurzführung
im Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, am Freitag, 12.
Januar, um 12.30 Uhr. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt
von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Museum Natur und Mensch

Märchenstunde
„Von Katzen und Mäusen“ erzählt Veronika Hinkelbein am
Samstag, 13. Januar, um 15 Uhr mit ihrem japanischen
Papiertheater Kamishibai im Museum Natur und Mensch,
Gerberau 32. Die Veranstaltung richtet sich an Kinder ab 5
Jahren. Die Teilnahme kostet 2 Euro; für Erwachsene zuzüglich
Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Finissage-Führung: Todsicher? Letzte Reise ungewiss
Ein letzter Rundgang durch die Ausstellung „Todsicher? Letzte
Reise ungewiss“ findet am Sonntag, 14. Januar, um 14 Uhr im
Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, statt. Die Teilnahme
kostet 2 Euro; dazu kommt der Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3
Euro.

Ask Me – Organspende
Um das Thema Organspende dreht sich ein Dialog mit Dominik
Metzdorf von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO)
am Sonntag, 14. Januar, von 14 bis 15.30 Uhr im Museum Natur
und Mensch, Gerberau 32. Die Teilnahme kostet den regulären
Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Familiennachmittag: Spurensuche im Winter
Beim Familiennachmittag im Museum Natur und Mensch,
Gerberau 32, gehen kleine und große Gäste am Sonntag, 14.
Januar, um 14 Uhr im Wald- und Wieseraum auf Spurensuche.
Abschließend gießen sie aus Gips ihre eigenen Winterspuren. Die

Teilnahme kostet 3 Euro; für Erwachsene zuzüglich Eintritt von 5
Euro, ermäßigt 3 Euro.
 
 

Museumstipps 
 
 
Frankfurt: Kinder funken um die Welt
Kid’s Day der Funkamateure im Museum für Kommunikation

Die Funkstation im Museum für Kommunikation Frankfurt lädt am Sonntag, 7. Januar 2018 erneut zum Kid’s Day ein. An diesem Tag herrschen beim Funken besondere Spielregeln: Kinder ohne Funkausbildung dürfen im Normalfall nur zuhören, aber nicht sprechen. Am Kid’s Day dürfen alle Kinder und Jugendliche funken wie die Großen und können auch ohne Funkzeugnis Nachrichten um den Globus schicken. Den Kid’s Day gibt es zweimal im Jahr. Er wurde von Funkern aus den USA ins Leben gerufen, um jungen Menschen die Möglichkeit zum Amateurfunken zu geben.

Die Kinder erhalten eine Amateurfunker-Urkunde am Ende des Tages als Erinnerung an den Tag in der Funkstation. Das Amateurfunken am Kid’s Day wird möglich gemacht durch den Ortsverband Frankfurt a. M. des DARC (Deutscher Amateur Radio Club), der den Kid’s Day im Museum für Kommunikation regelmäßig ausrichtet.

Eingeladen sind alle Kinder und Jugendliche ab acht Jahren in Begleitung eines Erwachsenen sowie alle Funkinteressierten.

Termin: Sonntag, 7. Januar 2018, 13 bis 18 Uhr
Kosten: Museumseintritt ab 6 Jahren 1, 50 EUR, ab 18 Jahre 5 EUR

Museum für Kommunikation
Schaumainkai 53
60596 Frankfurt
 
 

Filmtipp 
 
Filmtipp: LETZTE TAGE IN HAVANNA - Ùltimos días en la Habana
Foto: Veranstalter
 
Filmtipp: LETZTE TAGE IN HAVANNA - Ùltimos días en la Habana
Kuba 2016 | OmU | 93 Min.
Regie: Fernando Pérez | Buch: Fernando Pérez, Abel Rodríguez | mit: Jorge Martínez, Patricio Wood, Gabriela Ramos, Cristian Jesús Pérez, Coralia Veloz, Carmen Solar

Diese Tragikomödie ist eine wunderbare Liebeserklärung an die kubanische Hauptstadt und ihre Bewohner von einem der renommiertesten Regisseure der Karibikinsel und ein sehr unterhaltsamer Blick auf eine Kultur im Umbruch, die ständige Flexibilität und unglaublichen Optimismus fordert.
Diego und Miguel, beide Mitte vierzig und Kindheitsfreunde, leben mitten in der malerischen Altstadt von Havanna, allerdings in einer ziemlich baufälligen Wohnung. Komfort ist hier ein Fremdwort, Lebenskunst Alltag. Miguel arbeitet als Tellerwäscher und träumt von einem Visum für die USA. Liebevoll kümmert er sich, gemeinsam mit Nachbarn und Familie um Diego, der trotz schwerer Krankheit sich seine unbändige Lebensfreude erhalten hat. Als sich Diegos Zustand verschlechtert, bringt seine temperamentvolle schwangere Nichte Yusi frische Luft in die Zweier-WG. Zugleich trifft Miguels langersehntes Visum ein, und für alle stehen überraschende Entscheidungen an…

Bleiben oder Gehen? Das war schon in exzellenten Filmen der 1960er Jahre in Kuba eine zentrale Frage. Fernando Pérez gehört zu denen, die sich fürs Bleiben entschieden haben, wobei er als renommierter Künstler immer frei reisen konnte. Seinen Filmen ist die Liebe zum eigenen Land anzumerken, gleichzeitig betrachtet er hier eine Gesellschaft, die sich kaum noch bewegt, obwohl sie sich auf immer wieder neue Situationen einstellen muss: flexibel, einfallsreich, mitunter listig.

LETZTE TAGE IN HAVANNA lief als Special im Hauptprogramm der Berlinale 2017 und wurde als bester lateinamerikanischer Film beim Filmfestival Malaga ausgezeichnet.

Kommunales Kino Freiburg
am Mittwoch, 17.01.2018 19:30 und Samstag, 20.01.2018 19:30
Sonntag, 21.01.2018 17:30 und Mittwoch, 24.01.2018 19:30
Donnerstag, 25.01.2018 19:30 und Freitag, 26.01.2018 21:30
Sonntag, 28.01.2018 17:30 sowie Mittwoch, 31.01.2018 19:30
 
 

Bibliotheken 
 
 
Veranstaltungen der städtischen Bibliotheken von 8. bis 13. Januar
Winterzeitzeit – Vorlesezeit
(Kinder- und Jugendmediothek Rieselfeld)
Für Mädchen und Jungen von 3 bis 6 Jahren liest Vorlesepatin
Marion Ernst in der Kinder- und Jugendmediothek Rieselfeld,
Maria-von-Rudloff-Platz 2, am Dienstag, 9. Januar, um 15.30
Uhr lustige, spannende und nachdenkliche Geschichten. Der
Eintritt ist frei.

Vorlesestunde mit Felizitas Lacher
(Kinder- und Jugendbibliothek)
Lustige und spannende Bilderbücher für Mädchen und Jungen
von 3 bis 5 Jahren liest Felizitas Lacher am Mittwoch, 10.
Januar, um 16 Uhr in der Kinderbibliothek, Münsterplatz 17.
Der Eintritt ist frei.

Vorlesestunde (Stadtteilbibliothek Mooswald)
Lustige Geschichten für Kinder von 3 bis 6 Jahren liest
Vorlesepatin Beate Düe am Mittwoch, 10. Januar, um 16 Uhr
in der Stadtteilbibliothek Mooswald, Falkenbergerstr. 21. Der
Eintritt ist frei.

Sprachcafé Deutsch (Stadtbibliothek)
Die Stadtbibliothek am Münsterplatz lädt am Mittwoch, 10.
Januar, von 16 bis 18 Uhr zum nächsten Sprachcafé Deutsch
ein. Studierende mit der Studienrichtung Deutsch als Zweitund
Fremdsprache bieten im lockeren Rahmen die
Möglichkeit, Deutsch zu sprechen, sich kennenzulernen und
auszutauschen. Das Sprachcafé ist offen für alle und ohne
Anmeldung. Der Eintritt ist frei.

Die halbe Vorlesestunde (Stadtteilbibliothek Haslach)

Wunschgeschichten für kleine Zuhörerinnen und Zuhörer ab 3
Jahren gibt es in der halben Vorlesestunde am Mittwoch, 10.
Januar, um 17 Uhr in der Stadtteilbibliothek Haslach,
Staudinger Straße 10. Der Eintritt ist frei.

Märchenstunde (Stadtteilbibliothek Haslach)
Das Märchen „Schneewittchen“ erzählt Peter Pflug für Kinder
ab 3 Jahren am Donnerstag, 11. Januar, um 15.30 Uhr in der
Stadtteilbibliothek Haslach, Staudingerstraße 10. Der Eintritt
ist frei.

Italienische Vorlesestunde für Kinder (Stadtbibliothek)
Mitglieder des Centro Culturale Italiano lesen für Kinder
zwischen 5 und 10 Jahren am Samstag, 13. Januar, um 11
Uhr in der Stadtbibliothek am Münsterplatz aus italienischen
Kinderbüchern vor. Der Eintritt ist frei.
 
 

Sonstiges 
 
Ausstellungstipp: ROBERT GERNHARDT
 
Ausstellungstipp: ROBERT GERNHARDT
Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst
bis 15. April 2018

Robert Gernhardt war ein Meister der Bildergeschichten und -gedichte und gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Dichter deutscher Sprache. Er war Zeichner und Maler, Lyriker, Schriftsteller und Drehbuchautor und verfasste humortheoretische Schriften. Am 13. Dezember 2017 wäre er 80 Jahre alt geworden.

Am 13. Dezember 1937 wurde Robert Gernhardt in Reval, dem heutigen Tallinn, als einer von drei Söhnen eines Richters geboren. Zwei Jahre nach seiner Geburt musste die Familie nach Posen umsiedeln. Als sein Vater 1945 im Zweiten Weltkrieg fiel, floh die Mutter mit Robert und seinen Brüdern Per und Andreas über Thüringen nach Niedersachsen, wo sie sich 1946 in Göttingen niederließen.

Nach dem Abschluss seiner Schulausbildung in Göttingen und dem Studium der Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin, kam Robert Gernhardt schließlich mit 27 Jahren nach Frankfurt – seiner Wahlheimat bis zu seinem zu frühen Tod 2006. Begleitet wurde er damals von seinem Studienkollegen und Freund F.W. Bernstein (Fritz Weigle). Zusammen zogen sie von Berlin nach Frankfurt, um für das neu gegründete Satiremagazin pardon zu schreiben und zu zeichnen.

Seit 1964 arbeitete Robert Gernhardt – bis 1971 unter verschiedenen Pseudonymen, allen voran Lützel Jeman – bei pardon. Zusammen mit F.K. Waechter riefen Gernhardt und F.W. Bernstein die beliebte Nonsens-Beilage „Welt im Spiegel“, kurz „WimS“, ins Leben, welche bis 1976 Zeitungsparodien mit Texten, Rätselspielen und Zeichnungen bot und schnell Kultstatus erlangte. Zu den festen Bestandteilen von WimS gehörte u.a. Gernhardts legendärer „Schnuffi“-Comicstrip mit Geschichten über die absurden Abenteuer eines Nilpferdes.

Bei pardon fanden sich diejenigen Zeichner und Autoren zusammen, die wir heute als „Neue Frankfurter Schule“ kennen und die als Wegbereiter eines neuen Komikverständnisses in Deutschland gelten. Die Künstlergruppe bestand neben den eben genannten Robert Gernhardt, F.W. Bernstein und F.K. Waechter aus den Zeichnern Chlodwig Poth, Hans Traxler und den Autoren Bernd Eilert, Eckhard Henscheid und Pit Knorr. Robert Gernhardt wird dabei von den Kollegen die Rolle des „Schuldirektors“ (Eckhard Henscheid), „Klassenprimus“ (Hans Traxler) oder auch „Supergurus“ (F.K. Waechter) zugeschrieben.

Gemeinsam mit Pit Knorr schrieb Gernhardt ab 1971 Sketche und eigene Serien für den Hessischen Rundfunk, u.a. „Dr. Seltsams Sonntags-Sortiment oder Hörrohr klar zum Gefecht – eine aktuelle Merkwürdigkeitenschau” und „HELP – ein satirisches Aushilfsmagazin”. Bald stieß Bernd Eilert dazu und das Autoren-Trio „GEK-Gruppe“ war geboren. Diese verantwortete später u.a. die TV-Comedy-Schau „Dr. Muffels Telebrause“ sowie die Produktion „Der Forellenhof – ein neuer Film zu alten Bildern“. In Kleinstarbeit wurde das Material der gleichnamigen Fernsehserie aus den 1960ern auf höchst komische Art und Weise neu zusammengeschnitten und synchronisiert. Nicht zuletzt begann in den 1970ern die Zusammenarbeit mit dem Komiker Otto Waalkes, für den die GEK-Gruppe zahlreiche Programme und Drehbücher schrieb.

1979 gehörte Robert Gernhardt zu den Mitbegründern des endgültigen Satiremagazins TITANIC, welches bis heute seinen Sitz in Frankfurt hat, und in dem Gernhardt unzählige Texte und Zeichnungen veröffentlichte. Exemplarisch sind „Gernhardts Erzählungen“ zu nennen, die sich, bestückt mit Bildergeschichten von Robert Gernhardt, meist auf einer Doppel-, manchmal auf einer Einzelseite durch die frühen TITANIC-Jahre zogen. Sie wurden später abgelöst von „Mit Gernhardt durchs Jahr“. Daneben erschien eine Fülle an weiteren Texten, so auch Humortheoretisches für die Rubrik „Humorkritik“ und Zeichnungen, die alleine oder in Gruppenarbeit entstanden.

Seit Beginn der 1980er veröffentlichte Gernhardt zahlreiche Gedichtbände, u.a. „Wörtersee“ 1981, eine Sammlung seiner Gedichte und Bildgedichte aus dem „Zeitmagazin“, in welchem Robert Gernhardt von 1978 bis 1986 veröffentlichte. Im Laufe der 1990er Jahre wurde Robert Gernhardt endlich auch vom Feuilleton zunehmend als Lyriker geschätzt.

In seinem lyrischen Schaffen verarbeitete Gernhardt auch seinen gesundheitlichen Kampf: Nach seiner schweren Herzoperation 1996 entstand der Band „Herz in Not“. Über seine Darmkrebserkrankung, von der er seit 2002 Kenntnis hatte, verfasste er zahlreiche Gedichte, welche unter dem Titel „K-Gedichte“ veröffentlicht wurden.

Zu Frankfurt am Main hegte Gernhardt eine sehr enge und besondere Verbindung. Zum 10-jährigen Jubiläum des Frankfurter GrünGürtels 2001 schenkte er der Stadt das von ihm gezeichnete GrünGürtel-Tier, laut Schöpfer eine „Mischung aus Wutz, Molch und Star“. Seit 2006 steht es in Bronze gegossen auf der Robert-Gernhardt-Brücke in Bonames. Neben seiner Wahlheimat Frankfurt schaffte er sich 1972 in der Toskana ein zweites Domizil, in dem er jährlich drei bis vier Monate verbrachte.

2001 wurde Robert Gernhardt als Gastdozent für die Frankfurter Poetikvorlesungen an der Johann Wolfgang Goethe-Universität eingeladen. In dem Jahr vor seinem Tod hielt er LyrikVorlesungen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und residierte kurzzeitig als Autor an der University of Warwick in England.

Seine Werke wurden mit zahlreichen Ausstellungen und Auszeichnungen gewürdigt, z.B. mit dem „Kasseler Kulturpreis für grotesken Humor“, dem „Stadtschreiber von Bergen“, dem „Göttinger Elch“, dem „Bert-Brecht-Preis“, dem „Heinrich-Heine-Preis“ sowie dem „JoachimRingelnatz-Preis“.

Robert Gernhardt starb am 30. Juni 2006 nach langer Krankheit in Frankfurt

DIE AUSSTELLUNG

Der zeichnerische Nachlass von Robert Gernhardt befindet sich in der Sammlung des Caricatura Museums Frankfurt. Ein Teil davon wird ständig in der Dauerausstellung gezeigt. Anlässlich seines 80. Geburtstags präsentiert das Caricatura Museum Frankfurt in der Einzelausstellung „Robert Gernhardt“ ausgewählte Werke seines satirischen Schaffens, allen voran Bildergeschichten, Cartoons und Illustrationen sowie Originale zu seinen Buch-Covern. An verschiedenen Hörstationen werden dem Besucher zudem Gedichte und Texte zugänglich gemacht.

Im Erdgeschoss ist ein Schwerpunkt der Ausstellung zu sehen: Gernhardts Bildergeschichten und Cartoons für TITANIC aus den Jahren 1979 bis 1994. Großen Raum nehmen hierbei die Zeichnungen aus Gernhardts langjährigen Serien „Gernhardts Erzählungen“ und „Mit Gernhardt durchs Jahr“ ein. Daneben werden eine Reihe von Gernhardts bunten Pastellzeichnungen für seine Buchcover präsentiert, sowie die vollständige Reihe „Deutsche Leser“, erschienen 1986 in der Literaturbeilage der Zeit, und Auszüge aus den 99 Sudelblättern, die Robert Gernhardt zu 99 Sudelsprüchen von Georg Christoph Lichtenberg gezeichnet hat.

Auf der Galerie werden Coverzeichnungen und Illustrationen zu Robert Gernhardts Büchern „Die Falle“, „Ostergeschichte“, „Wege zum Ruhm“, „Das Ungeheuer von Well Ness“ (mit Pit Knorr und Bernd Eilert) und „In Zungen reden“ gezeigt. Diese Zeichnungen werden das erste Mal im Caricatura Museum ausgestellt.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung befindet sich ebenfalls auf der Galerie: Über 50 Comic-Strips mit Schnuffis Abenteuern aus „Welt im Spiegel“ (pardon). Eine weitere Besonderheit, nicht nur für Frankfurter, sind Zeichnungen und Gedichte, die in Robert Gernhardts Amtsperiode 1991/1992 als „Stadtschreiber von Bergen“ entstanden.

Als mediales Extra zeigt das Caricatura Museum in der Ausstellung ein Interview mit Bernd Eilert und Pit Knorr, in dem sie u.a. von ihrer gemeinsamen Zeit mit Robert Gernhardt als Autorentrio „GEK-Gruppe“ berichten.

Im 1. Obergeschoss in den Räumen der Dauerausstellung „Die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule“ werden im Gernhardt-Kabinett Auszüge aus seinem Buch „Die Magadaskar-Reise“ präsentiert: Gernhardt fügte hierfür lose Zeichnungen aus dem Zeitraum zwischen 1970 und 1980 zusammen und erstellte daraus einen (fiktiven) Reisebericht über seine „Magadaskar-Reise“.

Neben den Zeichnungen kann der Besucher in einer Leseecke in den Büchern von Robert Gernhardt schmökern.
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Sonstiges 
 
 
Eine Vision vom Frieden
Vom Friedensprogramm Max Josef Metzgers zur heutigen Friedensbotschaft der Kirche

Anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor einhundert Jahren diskutieren auf Einladung der Katholischen Akademie am 11. Januar um 19.00 Uhr der Theologe und Friedensforscher Prof. Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven und der Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars Collegium Borromaeum, Dr. Christian Heß, über das Friedensprogramm des Pazifisten, Priesters der Erzdiözese Freiburg und Visionärs Max Josef Metzgers. Dr. Heß ist Autor einer Dissertation über Max Josef Metzger, für den im Frühjahr 2006 ein Seligsprechungsverfahren eröffnet wurde.

Es waren seine furchtbaren Erfahrungen als Feldgeistlicher im Ersten Weltkrieg, die Metzger dazu brachten ein internationales und religiöses Friedensprogramm zu entwerfen. An die Diskussion über sein Programm wird die Frage angeschlossen, wie es um die heutige Friedensbotschaft der Kirche steht. Wie hat sich die kirchliche Friedensbotschaft seitdem verändert und entwickelt? Welche Versäumnisse, welche Fehler sind zu beklagen? Der Eintritt ist frei.
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