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Sonntag, 24. September 2017
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Museumstipps 
 
 
Museumstipp: Reisegepäck fürs Jenseits
Das Archäologische Museum Colombischlössle zeigt ab Freitag, 15. September, neue Grabfunde aus Baden

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, möchten wir ihm auf seine letzte Reise etwas mitgeben: eine Erinnerung ans Leben, etwas Nützliches fürs Jenseits. Diesen Wunsch hegen Menschen bereits seit Jahrtausenden. Mit der Ausstellung „Versorgt fürs Jenseits? Neue Grabfunde aus Baden“ zeigt das Archäologische Museum Colombischlössle ab Freitag, 15. September wertvolle und ungewöhnliche Grabbeigaben aus vergangenen Zeiten. Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 22. April 2018.

Alle gezeigten Objekte stammen aus aktuellen Grabungen der regionalen Denkmalpflege. Die Ausstellung macht sie zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich. Erst unlängst zu Tage gefördert, geben sie Aufschluss über die Grabkultur von der Steinzeit bis in die römische Zeit.

Ihre Verstorbenen legten die Menschen in einfache Erdgräber, unter riesige Grabhügel oder verbrannten sie bei aufwendigen Feuerbestattungen. Waffen, Schmuck und Gefäße gaben sie ihnen mit auf die letzte Reise. Vom Bronzedolch über einen Armreif aus Sapropelit (einem Gestein, das aus Faulschlamm entsteht) bis zu einem einzigartigen Tongefäß mit Metallauflagen – die Palette der Gaben für das Jenseits ist vielfältig.

Hands-On-Stationen machen die Thematik der Ausstellung greifbar: Besucherinnen und Besucher können nachgebildete Grabbeigaben berühren und ertasten. Eine interaktive Station lädt ein, eigene Wünsche für die Ewigkeit festzuhalten. Die archäologischen Objekte regen dazu an, auch im Hier und Heute darüber nachzudenken: Was ist mir im Leben wirklich wichtig? Möchte ich etwas für meine letzte Reise mitnehmen?

Im umfangreichen Begleitprogramm zur Ausstellung diskutieren Christoph Huth, Professor für Urgeschichte, und Alexander Heising, Professor für Provinzialrömische Archäologie, mit dem Publikum über Bestattungsformen. Einen Einblick in die Arbeit der Denkmalpflege erhalten Interessierte bei Vorträgen. Die Referenten zeigen Impressionen der Ausgrabungsstätten und erzählen, wie die ausgestellten Fundstücke ans Tageslicht kamen.

Außerdem stehen interdisziplinäre Dialogführungen auf dem Plan. Hier trifft die Archäologie auf Anthropologie, Theologie, Ethnologie und Kunst. Auch eine Führung mit Gebärdensprachdolmetscherin und ein Ausstellungsrundgang, der sich speziell an Blinde und Menschen mit Sehbehinderung richtet, sind Teil des Programms.

Zudem ist für Familien einiges geboten: Bei Führungen im Dunkeln entdecken Kinder die kostbaren Objekte mit der Taschenlampe. Familiennachmittage laden ein, gemeinsam Gaben für die letzte Reise zu gestalten. Am 31. Oktober erwartet das Colombischlössle große und kleine Gäste zur Geisterstunde mit Elektro-Swing.

Das Thema Tod ist zeitgleich auch in anderen Häusern der Städtischen Museen Freiburg Ausstellungsthema. Noch bis zum 24. September läuft die Ausstellung „Gutes Sterben – Falscher Tod“ im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a. Die Schau „Todsicher? Letzte Reise ungewiss“ im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, ist noch bis zum 21. Januar zu sehen.

Das Archäologische Museum Colombischlössle hat durch einen Umbau der ehemaligen Bibliothek im Obergeschoss neue Ausstellungsfläche gewonnen. Mit der Ausstellung „Versorgt fürs Jenseits?“ bespielt es nun erstmals den neuen Raum, der mit historischem Intarsienparkett versehen ist. Gemeinsam mit dem LeoWohleb-Saal, der bereits für Sonderschauen genutzt wird, ergibt sich eine Ausstellungsfläche von 75 Quadratmetern.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg. Partner für das Begleitprogramm sind das Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Freiburg und die Katholische Akademie Freiburg.

Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Unter 18 Jahren, für Mitglieder des Fördervereins des Archäologischen Museums und mit MuseumsPass-Musées ist er frei. Weitere Informationen zum Begleitprogramm stehen im Internet ...
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Museumstipps 
 
 
Veranstaltungstipps der Freiburger Museen von 18. bis 24. September
Augustinermuseum

Zwischen Himmel und Hölle
Über das Jüngste Gericht sprechen am Donnerstag, 21.
September, um 15.30 Uhr Museumsleiter Tilmann von Stockhausen
und Theologe Stephan Langer. Die Führung findet im
Augustinermuseum am Augustinerplatz statt und ist Teil der Reihe
„Zwischen Himmel und Hölle“, bei der das Museum mit dem
Roncalli-Forum Karlsruhe und dem Bildungszentrum Freiburg
(beide vom Bildungswerk der Erzdiözese) kooperiert. Die
Teilnahme kostet den Museumseintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Zeitzeugengespräch
„Im Kloster Stegen versteckt überlebt“ ist das Thema eines
Zeitzeugengesprächs am Sonntag, 24. September, um 15.30 Uhr
im Augustinermuseum am Augustinerplatz. Die Freiburgerin Ursula
Giessler erzählt aus ihrer Geschichte. Wer teilnehmen möchte,
zahlt den regulären Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Haus der Graphischen Sammlung

Führung mit Drink für Männer: It’s a man’s world!
Bei der Veranstaltung „It’s a man’s world!“ können Männer am
Donnerstag, 21. September, einen geselligen Abend inklusive
Kulturgenuss verbringen. Die Tour beginnt um 16 Uhr im Haus der
Graphischen Sammlung, Salzstraße 32, mit einer Kuratorenführung
von Felix Reuße. Um 17.30 Uhr geht es weiter zu einem kleinen
Ausflug ins Greiffenegg Schlössle, wo die Teilnehmer bei einem
guten Drink den Tag ausklingen lassen. Die Kosten betragen 14
Euro inklusive Eintritt, Führung und Drink.

Museum für Neue Kunst

Dialog zur Ausstellung „Gutes Sterben – Falscher Tod“
Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt am
Donnerstag, 21. September, um 16.30 Uhr, zur Dialogreihe „Step
in“ ein. Der Therapeut Wolfgang Stich vom Arbeitskreis Leben
Freiburg / Suizidprävention widmet sich dabei einem ausgewählten
Werk der Ausstellung „Gutes Sterben – Falscher Tod“. Die
Teilnahme kostet den Museumseintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Artist Talk mit dem Fotografen Holger Keifel
Beim Artist Talk im Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, gibt
der Fotograf Holger Keifel am Samstag, 23. September, ab 15 Uhr
Einblicke in die Entstehung seiner Serien „Donar Organs” und
„Einstein’s Brain”. Die Teilnahme kostet 2 Euro; dazu kommt der
Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Museum für Stadtgeschichte

Freiburger Stadtgeschichten
Eine Führung durch die neue Ausstellung „Bildung für Mädchen.
Adelhausen: Kloster – Schulfonds – Stiftung 1867 – 2017“ bietet
das Museum für Stadtgeschichte, Münsterplatz 30, am Sonntag,
24. September, um 12 Uhr. Die Teilnahme kostet den regulären
Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Kombi-Führung: Tod und Jenseits – damals und heute
Eine Kombi-Führung durch zwei Ausstellungen zum Thema Tod ist
am Samstag, 23. September, um 14 Uhr geboten. Die Tour startet
in der Schau „Versorgt fürs Jenseits?” im Archäologischen Museum
Colombischlössle, Rotteckring 5. Anschließend geht es durch die
Ausstellung „Todsicher? Letzte Reise ungewiss” im Museum Natur
und Mensch. Wer teilnehmen möchte, zahlt 3 Euro; dazu kommt
der Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Museum Natur und Mensch

Kuratorenführung zur Mittagszeit
In der Reihe „MUSE:um 12“ spricht Kuratorin Stefanie Schien am
Donnerstag, 21. September, um 12.30 Uhr über „Das letzte Geleit“.
Die Kurzführung findet im Museum Natur und Mensch, Gerberau
32, statt. Die Teilnahme kostet den regulären Eintritt von 5 Euro,
ermäßigt 3 Euro.

Wir bauen eine Erinnerungsschatzkiste
Das Museum Natur und Mensch lädt Familien mit Kindern ab 5
Jahren am Samstag, 23. September, ab 15 Uhr zum Bauen einer
Erinnerungsschatzkiste ein. Partner des Angebots ist die
Hospizgruppe Freiburg. Die Teilnahme ist für Kinder frei,
Erwachsene zahlen den Eintritt von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.
 
 

Sonstiges 
 
Gespräch mit Sylvia Löhken über ihr Buch „Leise Menschen – gutes Leben“
Sylvia Löhken / Foto: presse
 
Gespräch mit Sylvia Löhken über ihr Buch „Leise Menschen – gutes Leben“
- Wann wurde Ihnen zum ersten Mal bewusst, dass Ihr Thema die leisen Menschen sind?

Das Thema hat sich über Jahre hinweg entwickelt. Im Nachhinein sehe ich zwei Gründe.

Erstens bin ich selbst introvertiert und habe schon als Kind oft den Eindruck gehabt, dass ich bestimmte Dinge deutlich anders wahrnahm als andere. Zum Beispiel fand ich Kindergeburtstage anstrengend. Und ich schrieb lieber Klassenarbeiten, anstatt mich fleißig zu melden. Feiern und mündliche Beteiligung habe ich dann zwar gelernt – und alle Erwachsenentätigkeiten, die dem entsprechen –, aber Energie kosten beide noch immer.

Zweitens habe ich immer gern mit Menschen gearbeitet, die ebenfalls leise sind. Viele meiner Kunden und Klientinnen sind in der Wissenschaft tätig, in der Verwaltung oder im IT-Bereich. Ich konnte die Probleme, denen Intros im Alltag begegnen, natürlich ziemlich gut verstehen, und ich habe für viele dieser Probleme Lösungswege entwickelt, die einen Versuch wert sind.

Dass der Weg vom Nachdenken zum ersten Buch so lange gedauert hat, beweist: Wir Intros brauchen manchmal ein wenig länger – was übrigens nichts mit Intelligenz zu tun hat. Wenn wir aber etwas als wichtig erkannt haben, dann bleiben wir gern dran.

- In Ihren Büchern stützen Sie sich auf wichtige Forschungsergebnisse zum Thema Intro- und Extroversion. Können Sie uns einen Überblick geben?

Die Forschung ist spannend: Einerseits haben wir über das Thema solide gesichertes Wissen, andererseits hat sich in den letzten Jahren noch einmal viel Neues ergeben.

Carl Gustav Jung definierte schon 1921 in seiner Arbeit „Psychologische Typen“ die Intro- und Extroversion als Merkmale, die unseren Persönlichkeitskern tief prägen. Ob wir „Intro“ (nach innen gewandt) oder „Extro“ (nach außen gewandt) sind, ist dabei keine Entweder-Oder-Entscheidung: Denn wir sind alle Mischungen aus Eigenschaften, die in verschiedenen Bereichen des Gehirns angesiedelt sind und die uns „nach innen“ oder „nach außen“ ausrichten.

Hier kann die neuere Forschung konkrete Ergebnisse liefern, die zeigen, dass unsere Persönlichkeit eine neurobiologische Grundlage hat.

Ausschlaggebend für den Unterschied zwischen Intros und Extros ist dabei,
- wie viel Stimulation von außen wir schätzen und ertragen können,
- wie ausführlich wir unseren Gedanken nachgehen und wie lang das dauert,
- wie viel Ruhe beziehungsweise Aktivität wir benötigen, damit es uns gut geht und
- wie risiko-, belohnungs- und sicherheitsorientiert wir sind.

Die meisten Menschen haben eine erkennbare Tendenz zur Intro- oder Extro-Seite. Diese ist angeboren, wird aber erst während des Heranwachsens im Kontakt mit anderen Menschen stabil: Denn das Gehirn ist ja mit der Geburt noch lange nicht fertig entwickelt.

- Ganz provokant gefragt: Sind laute Menschen nicht automatisch glücklicher und erfolgreicher, weil sie sich besser verkaufen können und sich häufiger durchsetzen?

Nö. Denn was wir unter Glück und Erfolg verstehen, hängt eben von unserer Persönlichkeit ab. Menschen verstehen ganz unterschiedliche Dinge als Belohnung. Biologisch heißt Belohnung: Der Nucleus accumbens leuchtet auf, Dopamin wird ausgeschüttet. Der Auslöser kann aber alles Mögliche sein: ein Leseabend oder eine Party, ein Börsenhoch oder eine Bergwanderung, die Beförderung oder zwei Stunden für die Arbeit an einem Lieblingsthema. Und manchmal, am ungesunderen Ende der Skala, auch die nächste Flasche oder der nächste Ausflug ins Spielcasino ...

Die interessanten Fragen sind deshalb: Was genau ist für mich eine Belohnung? Wann spüre ich Glück? Was gilt in meinem Leben als Erfolg? Und was mache ich daraus? Natürlich gibt es auch Hindernisse. Aber die sollten nicht das letzte Wort haben, wenn es um unsere Lebenszeit geht.


Damit das nicht so abstrakt bleibt, hier zwei Beispiele:
Ich habe, während das Buch entstand, mit Boris Grundl gesprochen, der als junger Mann durch einen Unfall zum Querschnittsgelähmten wurde. Heute ist er ein erfolgreicher Redner und Unternehmer im Rollstuhl, der vielen anderen Menschen Mut macht: Menschen mit gesunden Körpern, die aber bei ihm etwas suchen, was sie selbst gern hätten.

Ein anderes Beispiel ist die Sprachwissenschaftlerin Luise Pusch, die die Verbindung zwischen Sprache und Machtverhältnissen so klar und beharrlich herausarbeitete, dass sie sich in ihrer Community so richtig unbeliebt machte. Sie berichtet, dass sie das die Professur kostete, die sie sich so gewünscht hatte. Und gleichzeitig hat sie durch ihren ganz eigenen Weg einen großen Einfluss darauf genommen, wie wir heute mit Sprache und mit dem Geschlechterunterschied umgehen. Als unabhängige Forscherin – eigentlich ist sie eine Gelehrte – kann sie sich auch gut ernähren und ihrem Wissensdurst nachgehen.

- Was sind die besonderen Stärken, die Intros auszeichnen?

Ich habe zehn Stärken vorgeschlagen, die im Grunde alle Menschen haben können, die bei Intros mit ihrer neuronalen Ausstattung besonders häufig vorkommen: Vorsicht, Konzentration, Substanz, Zuhören, Ruhe, Unabhängigkeit, analytisches Denken, Schreiben, Beharrlichkeit, Einfühlungsvermögen.
Auf diesen Stärken baut übrigens das Buch auf. Ein gelungenes Leben hat viel mit der Fähigkeit zu tun, die eigenen Stärken zu erkennen und zu nutzen. Und dafür andere Dinge niedriger zu hängen.

- Wie gelingt es Intros, ihren Wünschen und Vorstellungen gemäß zu leben? Gibt es ein Geheimrezept?

Die US-Countrysängerin Dolly Parton, eine Power-Extrovertierte, hat dazu etwas Kluges gesagt: „Finde heraus, wer du bist – und dann tu es mit Absicht!“ Die Intro-Version dazu: Erkunden Sie Ihre Stärken, Ihre Hürden, Ihre Bedürfnisse – und dann gestalten Sie Ihr Leben so, dass die Stärken zur Geltung kommen, die Hürden Sie nicht behindern und Ihre Bedürfnisse Raum haben.

- Als Coach und Speakerin sind Sie in einer eher lauten Branche unterwegs. Hätten Sie es als Extro da nicht einfacher?

Einfach ist für viele beharrliche Intros erst einmal kein Kriterium. ☺ Viel wichtiger scheint mir zu sein, dass ich das tue, was mir wirklich wichtig ist und am Herzen liegt. Der nächste Schritt ist dann, danach zu fragen, wie ich diese Aufgabe, wenn ich sie einmal gefunden habe, als Intro gestalte.

- Auch Angela Merkel und Günter Jauch gelten als introvertierte Persönlichkeiten. Welche Anregungen für ein gutes Leben würden Sie ihnen geben?

Die letzte Antwort gilt auch für diese beiden Personen. Ich vermute, diese beiden prominenten Intros haben schon vieles hinbekommen in Sachen gutes Leben. Sonst könnten sie ihre Knochenjobs kaum über viele Jahre hinweg tun. Fällt Ihnen auch auf, dass wir über ihr Privatleben so gut wie nichts wissen? ☺


- „Leise Menschen – gutes Leben“ ist der Titel Ihres neuesten Buchs und zugleich der Abschluss einer Trilogie zum Thema Introversion. Muss man die beiden VorgängerBücher gelesen haben, um den dritten Band zu verstehen?

Ganz bestimmt nicht – großes Ehrenwort! Aber wer die beiden ersten Bücher gelesen hat, wird garantiert neue Anregungen finden.

- Und zum Schluss: Was machen Sie, wenn Sie das Gefühl haben, mal „laut“ sein zu müssen, werden Sie dann auch mal laut?

*schweig* ☺


Dr. Sylvia Löhken ist Rednerin, Coach und Trainerin. Als leiser Mensch hilft sie anderen Intros bei der Verwirklichung ihrer beruflichen und privaten Ziele. Aufgrund ihrer Erfahrungen als Wissenschaftlerin und Managerin in einer großen internationalen Organisation kennt sie wichtige Arbeitsumfelder ihrer Kunden und ist in so verschiedenen Feldern wie Management, Kommunalpolitik und Forschung tätig. Sylvia Löhken lebt mit ihrer Familie in Bonn, hat eine Vorliebe für das leise Japan, in dem sie drei Jahre in einer leitenden Position tätig war.

Das aktuelle Buch „Leise Menschen – gutes Leben“ bildet den Abschluss der Bestseller-Trilogie zum Thema Introversion. Voraus gingen die beiden Bände „Leise Menschen – starke Wirkung“ (2012) und „Intros und Extros“ (2014) mit Übersetzungen in 20 Sprachen und mit 500.000 weltweit verkauften Exemplaren.

www.intros-extros.com

Leise Menschen – gutes Leben
Das Entwicklungsbuch für introvertierte Persönlichkeiten
GABAL Verlag, Hardcover, 288 Seiten
Format: 15,6 x 23 cm
€ 24,90 (D) / € 25,60 (A)
ISBN: 978-3-86936-800-9

Auch als E-Book erhältlich
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Lesungen 
 
 
Lesung: Zeitzeuginnen aus Frankreich und Deutschland erzählen
Karlsruher Sonntagscafé startet in Herbst- und Winterprogramm

Der Aktionskreis Sonntagscafé hat nach seiner Sommerpause ein neues Programm aufgelegt. Am Sonntag, 17. September, startet das Sonntagscafé in die Herbst- und Wintersaison. Unter dem Titel „Frauen - Portraits - de Femmes“ wartet um 11 Uhr (Einlass 10.30 Uhr) eine Lesung aus dem Buch „Zeitzeuginnen im PAMINA-Raum“ auf die Teilnehmer. Deutsche und französische Zeitzeuginnen der Kriegs- und Nachkriegsgeneration erzählen darin aus ihrem Leben, zwei Zeitzeuginnen werden zudem anwesend sein. Veranstaltungsort ist der Große Saal des Internationalen Begegnungszentrums in der Kaiserallee 12d (Haltestelle Yorckstraße, Parkplätze befinden sich hinter dem Haus). Die Veranstaltung ist kostenlos, der Beitrag zum Mittagsimbiss beträgt 3 Euro.

Das Sonntagscafé findet jeden dritten Sonntag im Monat statt und wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, alleinstehenden Menschen sonntags eine Möglichkeit der Begegnung und Unterhaltung zu bieten. Weitere Termine des Sonntagscafé sind der 15. Oktober, 19. November und 17. Dezember.
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Sonstiges 
 
 
Judith Kakon erhält den diesjährigen Kunstpreis Alexander Bürkle
Preisverleihung und Vernissage am Freitag, 15. September, im Kunsthaus L6

Judith Kakon erhält den diesjährigen Kunstpreis Alexander Bürkle. Ihre Arbeit überzeugte die Jury, der in diesem Jahr Heidi Brunnschweiler (E-Werk Freiburg), Susanne Kühn (AdBK Nürnberg) und Heinrich Dietz (Kunstverein Freiburg) angehörten. Die Mitglieder der Vorschlagskommission waren in diesem Jahr Andrea Mihaljevic (hKDM Freiburg), Susanne Ramm-Weber (Kunstjournalistin, künstlerischer Beirat Kunstverein Offenburg), Ines Goldbach (Kunsthaus Baselland).

Die 1988 in Basel geborene Judith Kakon wird als bisher fünfte Preisträgerin mit dem diesjährigen Kunstpreis Alexander Bürkle ausgezeichnet, der von dem gleichnamigen Elektrogroßhändler und Technologiedienstleister ausgelobt und zusammen mit dem städtischen Kulturamt verliehen wird.

Kakon schloss ihren Master of Fine Arts am Bard College im letzten Jahr in New York ab. Für die Ausstellung im Kunsthaus L6 entwickelte sie neue Arbeiten.

Der mit 10.000 Euro dotierte Kunstpreis der Alexander Bürkle Gruppe wird alle drei Jahre jungen bildenden Künstlerinnen und Künstlern gestiftet, die aufgrund ihrer bisherigen Entwicklung wichtige Beiträge zur zeitgenössischen Kunst erwarten lassen. Sie sollen das 35. Lebensjahr nicht vollendet und ihre Ausbildung unmittelbar beendet haben sowie aus dem Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz stammen oder dort arbeiten. Bisherige Preisträger sind Kathrin Herzner, Vera Mayer, Christoph Poetsch und Maria Tackmann.

Die Preisverleihung findet am Freitag, 15. September, um 18 Uhr im Kunsthaus L6, Lameystraße 6, statt. Dort eröffnet Samuel Dangel vom Kulturamt. Zur Einführung spricht die Kunstwissenschaftlerin Eveline Weber vom Kunstraum Alexander Bürkle. Anschließend übergibt Paul Ege von der Alexander Bürkle Gruppe den Preis.

Zur Finissage am Sonntag, 5. November, um 11 Uhr wird der Katalog zur Ausstellung vorgestellt.

Das Kunsthaus L6 in der Lameystraße 6 ist donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Die Ausstellung ist am 3. Oktober geschlossen. Der Eintritt ist frei, Führungen durch die Ausstellung sind auf Anfrage möglich.
 
 

Sonstiges 
 
 
„REISE IN DEN HERBST“
"... alles wie gehabt oder Zeitenwende?“

Dokumentarfilm von Martin Keßler
2017, 90 min

Wir zeigen und diskutieren den aktuellen Film über das politische und gesellschaftliche Klima im Lande unmittelbar vor der Bundestagswahl

Premieren am
Di. 19.9.2017, 19.30 Uhr, Naxos Kino, Frankfurt/Main
Fr. 22.9.2017, 20.00 Uhr, BABYLON, Berlin (Mitte)
anschließend Tournee

„Reise in den Herbst“ startet zu Beginn des Jahres 2017. Eines Jahres mit richtungsweisenden Wahlen. In den Niederlanden, Frankreich, Deutschland. Und in dem sich viele fragen: Erleben wir jetzt auch in Europa und Deutschland den Durchmarsch der Rechtspopulisten? Schlammschlachten auf niedrigstem Niveau? In denen Fremde, Flüchtlinge als Sündenböcke dienen. Um von den eigentlichen Fragen abzulenken?: Nach den Ursachen des Vertrauensverlustes in etablierte Parteien und Institutionen. Und wie man dem begegnen soll. Ist das „alte System“, gar der Kapitalismus, am Ende? Und was kommt danach?

Auf der Suche nach Antworten reisen wir quer durch Deutschland. Wir sprechen mit „einfachen Leuten“, die ihre Miete kaum noch zahlen können. Mit dem Schweizer Soziologen Jean Ziegler und mit Opel-Arbeitern, deren Fabrik platt gemacht wurde und die vor der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern stehen. Wir treffen Andreas Ehrholdt, der einst die Hartz IV-Proteste begann. Und „Pulse of Europe“-Demonstranten, die das Schicksal der EU nicht mehr den Politikern allein überlassen wollen. Wir treffen die Nürnberger Berufsschüler, die die Abschiebung ihres Klassenkameraden nach Afghanistan verhindern wollen. Aber auch „Revolutions-Romantiker“, die auf einen grundlegenden Umsturz hoffen. Wir begegnen führenden Rechtspopulisten, Angela Merkel und Martin Schulz. Sind zum G 20-Gipfel in Hamburg. Und erleben die Wahlniederlagen von Geert Wilders und Marine Le Pen live vor dem heimischen Fernseher. Und die neusten „Streiche“ von Donald Trump. So wie Millionen in Deutschland und weltweit, die sich mittels Medien ihr Bild von einer „Zeitenwende“ machen, von der man sagt, dass sie uns alle betreffen wird.

Filmprojekt gefördert von: Business Crime Control (BCC), Haleakala Stiftung in der GLS-Treuhand, Otto-Brenner-Stiftung, Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt
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Museumstipps 
 
Museumstipp: Meister des Schwertkampfs
Foto: Axel Killian
 
Museumstipp: Meister des Schwertkampfs
Die japanische Samurai-Rüstung im Museum Natur und Mensch Freiburg wurde aufwendig restauriert

Die japanischen Samurai waren Meister des Schwertkampfes. Im Auftrag ihrer adeligen Herren zogen sie auf Pferden oder zu Fuß in den Krieg. Ihren Erfolg im Kampf verdankten sie neben ihrer Kampfkunst auch den besonderen Rüstungen, die sie trugen. Eine 200 Jahre alte Samurai-Rüstung ist nach aufwendiger Restaurierung nun im Freiburger Museum Natur und Mensch zu sehen. Finanziell unterstützt wurde die Restaurierung von der Kulturstiftung der Länder.

Bisher hat das Museum die Rüstung in ihren Einzelteilen aufbewahrt, nun erscheint der Samurai in seiner vollen Pracht: Fast lebendig tritt er den Museumsbesucherinnen und -besuchern entgegen. Die Rüstung entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der späten Edo-Zeit (das heutige Tokio, Japans Hauptstadt, hieß damals Edo). Es handelt sich um eine sogenannte Lamellen-Rüstung, eine japanische Besonderheit, die viel leichter ist als die einst in Europa übliche Platten-Rüstung. Stoff und Bänder halten die einzelnen Teile zusammen, so passt sich die Rüstung dem Körper optimal an und erlaubt Freiheit in der Handhabung der Waffen. Damit waren die Samurai-Kämpfer wendiger und hatten es im Gelände leichter. Notfalls konnten sie sogar durch einen Fluss schwimmen.

Im Museum ist die vollständige Rüstung zu sehen. Sie besteht aus einem Brust- und Rückenpanzer mit Schutzbehang für den Unterleib, einem Helm mit Schreckmaske sowie Arm-, Hand- und Beinschutz. Die Rüstung war nicht nur praktisch, sondern auch prächtig: Auf dem Brustpanzer ist die Kriegsgöttin Marishiten dargestellt, die von Wolken umgeben auf einem Eber reitet.

1904 gelangte die Rüstung in Einzelteile zerlegt aus der Freiburger Universitätssammlung in die Ethnologische Sammlung des Museums Natur und Mensch. Nach der Restaurierung hat sie nun ihren Ort im zweiten Obergeschoss des Museums gefunden, und zwar im „Lehrreich“, das die Dauerausstellung des Museums bereichert. Unter dem Thema „Faszination Leben“ zeigt das Museum hier in einem Setzkasten Highlights aus den Sammlungen der Naturkunde und der außereuropäischen Ethnologie. Diese eröffnen den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die über 100-jährige Museumsgeschichte des Hauses.

zum Bild oben:
Foto der beschriebenen Rüstung / Foto: Axel Killian
 
 

Hörspieltipps 
 
 
Hörpsieltipp: Sola, Sulan, Seul
Wörter reisen
Hörspiel von Liquid Penguin Ensemble
Text: Katharina Bihler
Musik: Stefan Scheib
Regie:Liquid Penguin Ensemble
(Produktion: LPE für den SR/RB/SWR 2017)
Länge: ca. 70 Minuten

Was ist ein Gedanke, bevor man ihn in Worte dolmetscht? Und was geschieht, wenn diese Worte dann auf Reisen gehn? In anderen Sprachen – und in anderen Zeiten – gehen dieselben Worte und Gedanken in fremden Kleidern spazieren. Manchmal erkennt man sie kaum wieder. Sprechen sie noch vom selben Ding? Als Luther ab 1521 die Bibel in gewöhnliches Straßendeutsch übertrug, war die herrschende Übersetzerkonfession nicht begeistert. Von Verfälschung war die Rede, von unerlaubten Zusätzen. Ein Disput entzündete sich insbesondere am lateinischen Wörtchen “sola”. Mit korpulenten Worten wusste Luther sich zu verteidigen. Und sein “Sendbrief vom Dolmetschen” ist eine Inspirationsquelle für dieses Hörspiel, das im Archivalienkeller der deutschen Sprache stöbert und von der Zeit, als die Sprachen Europas sich gerade erst zu normieren und ihre Ausdruckskraft zu schärfen begannen, ins heutige Europa mit seinem beträchtlichen Übersetzungsbedarf führt: Wie zu hören ist, bemühen sich sangesfreudige Übersetzer am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg um einen Text für die Hymne der Staatenunion unter Berücksichtigung des Wortschatzes ihrer 24 Amtssprachen.

Reformation 55 - Ursendung
Sonntag, 17.09.2017, 18:20 Uhr, SWR2 Hörspiel am Sonntag
 
 



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